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 Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-

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Haruka Hatake

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BeitragThema: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 1:10

links: Gilbert     rechts: Arael

Es war ein kalter Wintertag. Die Stadt war verschneit und es wehte ein kalter Wind. Der Schnee ging einem in etwa kurz über die Knöchel, und demnach wurde es bei jedem weiterem fallenden Schnee immer mühsamer sich durch die Straßen zu bewegen. Draußen war es wirklich eisig. Wenn sich die Menschen aus ihren Häusern trauten, dann nur eingepackt in dicke Wintermäntel, warme Hosen und dicke Winterschuhe.
Nun, nicht jeder machte das, aber die meisten. Die Stadt Brigston lag an einem kleineren Waldgebiet und an einem großem Fluss, welcher jedoch bei solchen Temperaturen welche heute waren zugefroren war und sich perfekt zum Schlittschuh fahren eignete. Dazwischen waren Straßen und weitere Siedlungen. Denn Brigston war sozusagen der Kern von mehreren an einander grenzenden Städten. In der Stadt herrschte eine, im Vergleich zu anderen Städten, hohe Kriminalität. Da fast jeder eine Waffe bei sich trug. Es war dort erlaubt, was jedoch an den Leuten lag, welche von außerhalb kamen und gerne mal für Unruhen sorgten. Dafür, zum Ausgleich, wurde dort vor einigen Jahren das `Headquarter for Bountyhunters´, Abkürzung:`HQfB´, geöffnet. Jedoch waren nur wenige in der Lage diesen Job wirklich aus führen zu können. Im übrigen waren alle Kopfgeldjäger offiziell die Ordnungshüter der Stadt, auch wenn sie dadurch etwas mehr verdienten als ein Polizist.
Die verschiedenen Kopfgeldjäger waren in Ränge und Gruppen aufgeteilt. Eigentlich umfasste ein Team mindestens Zwei Personen. Es war zu gefährlich gegen die Untergrundmafia an zu treten, wenn man alleine war. Demnach waren nur Teams zugelassen. Eigentlich jedenfalls. Die Ränge waren in: G, der niedrigste Rang(welcher jedoch eher weniger für Kriminelle zuständig ist, da dort Auszubildende eingeteilt werden), F,E,C,B,A und den höchsten Rang S, unterteilt. Während es von den niederen Rängen mehrere gab, waren die höheren, von Rang B aufwärts, eher schwer zu erreichen. Zudem rissen sich die Hunters nicht wirklich um die höheren Ränge, da man auch im Mittelrang gut verdiente, und eine Leistungsprüfung ablegen musste. Zudem waren die Aufträge der höheren Ränge extremer und gefährlicher. Kein Wunder.
"Gill, ich werde dir Zwangsurlaub geben!". meinte Skye Hawkeye. Die Gründerin und Präsidentin vom HQfB. Sie hatte langes blondes Haar und sah auch viel jünger aus als sie eigentlich war. Sie war mindestens 4 Jahre älter als der Mann, mit welchem sie redete. Sie hatte strahlend grüne Augen. Zudem hatte sie durchaus sehr ansprechende weibliche Reize. Gill, oder auch Gilbert Nightray, schaute seine Vorgesetzte verwundert an. Man konnte sogar etwas entsetzen in seinem Blick erkennen. Der Mann hatte schwarze Locken, welche ihm bis zu den Schultern fielen. Seine Haut war leicht gebräunt. Wenn auch sein Gesicht etwas blass war, was wohl an seinen Umständen lag, denn er hatte eine schlimme Verletzung erlitten und sich noch nicht wirklich davon erholt hatte. Seine Augen waren in einem angenehmen Goldton. An seinem linken Ohr trug er eine Art Piercing.
Er trug einen langen schwarzen Mantel und einen ebenso schwarzen etwas altertümlich aussehenden Hut. Er mochte das leicht klassische. Unter seinem Mantel konnte man ein weißes Hemd erkennen. Die passende schwarze Hose, war recht anliegend, gab jedoch genug Bewegungsfreiheit. Er war schlank, doch ebenso recht muskulös, jedoch waren seine Muskeln nur leicht zu erkennen. Jeden Falls wenn er das Hemd trug. Er war etwa ein Meter Neunundachtzig groß und wirkte recht grimmig. Was jedoch auch an der Situation lag in welcher er sich befand. „Urlaub? Nicht dein Ernst.“, meinte er und lies dabei alle Höflichkeitsformen weg. Er arbeitete schon seid Anbeginn des HQfB, dort als Kopfgeldjäger, weshalb er und sein Partner bereits dem S-Rang angehörten. Oder besser angehörten. Denn sein Partner hatte ihm mitten in der Mission verraten und ihm eine recht kritische Wunde zu gefügt. Nun war er Partnerlos und könnte für den Moment, das hieß: bis zu dem Moment, wo er wieder einen neuen Partner gefunden hatte, keine weiteren A und S Missionen ausführen. Dazu kam sein Körperlicher zustand mit der Wunde. Er kannte Skye bereits seid längeren und sie war so etwas wie eine gute Freundin für ihn. Sein Blick war nun genervt da Skye keine Anstalten machte ihm zu erklären, dass sie ihn einfach nur auf den Arm nehmen wollte. „...Versteh doch.“, meinte sie und setzte ihren ruhigen Ton auf, welcher jedoch so viel Nachdruck besaß, dass man ihm nicht widersprechen sollte. „Ich habe mir deinen Arztbericht angeschaut und denke es ist das beste, dass du dich erst einmal auskurierst. Zudem kannst du ja in der Zeit nach einem neuen Partner schauen.“, meinte sie und lächelte nun zuckersüß. „Und das ist keine Bitte. Ich möchte das du mir deine Schlüsselkarte gibst. Ich werde jeglichen Zugriff auf Aufträge oder dergleichen sperren. So kannst du zwar in dein Büro, jedoch keinen Auftrag annehmen. Aber da du keine Aufträge hast, wirst du dein Büro wohl auch nicht benutzen. Es sei denn du willst noch einmal deine von dir gefassten Kriminellen ansehen. Der Computer ist dir ebenfalls freigestellt. Jedoch keine Aufträge. Und damit ich einen Alleingang verhindern kann. Ich möchte dass du mir deine Marke und deine Waffen abgibst. So lange du nicht arbeitest, werde ich sie in meinem Büro verwahren.“, meinte sie und ihr Blick war süß und hart zu gleich.
Gilbert wusste dass er nicht mit ihr Diskutieren sollte, wenn er nicht wollte, dass sie ihm komplette Sperre für das HQ-Gebäude gab. Grummelnd und murrend gab er nach und überreichte seine Marke wie auch seine Pistolen. Seine Restlichen Waffen waren in seinem Büro, doch er wusste das sie den Zugriff auf den Waffenschrank ebenfalls sperren würde. Demnach hatte er nur noch den kleinen Revolver in seiner Wohnung, doch der war nur für Selbstverteidigung gedacht. Er wäre lebensmüde, wenn er damit versuchte auf eigene Faust los zu gehen. Er reichte ihr seine Schlüsselkarte und sie sperrte die Auftragsfunktionen. Dann reichte sie ihm diese wieder und bat ihn nun nach hause zu gehen und sich aus zu ruhen. Dies tat er mit genervten Gemurmel.

Eine Woche war vergangen, nachdem er in den Zwangsurlaub gegangen war. Er lag auf seiner Couch und schaute an die Decke. Bis seine Haushälterin Terra jedoch meinte ihn vor die Tür setzen zu müssen, da sie sagte, dass er zu wenig Bewegung bekam und zu wenig frische Luft. 'So wurde er auch schon vor die Tür gesetzt. Mit warmen Mantel natürlich, der Hut durfte ebenfalls nicht fehlen. „Aus der eigenen Wohnung vertrieben..“, murmelte er und zündete sich eine Zigarette an. Dann ging er jedoch durch den mittlerweile sehr hohen Schnee in Richtung Stadtpark.

Seit die Menschen sich im Land immer weiter ausgebreitet hatten, hatte sich der Wolfs Clan immer weiter zurück gezogen und sich ein Versteck in den Bergen gesucht, welche eine nahezu unüberwindbare Grenze zwischen den Nordlanden und Mittelerde zogen. Hier war der Clan sicher und fand stets genug zu essen. Die Winter jedoch waren immer hart, weshalb für diese der Clan weiter ins Tal zog um genügend Nahrung zu finden. Ein Schneesturm begleitete das Rudel, als es über die tief verschneiten Felder wanderte, auf der Suche nach Futter. Vorne Weg der Alpha Rüde mit seiner Partnerin. Immer wieder blieb er stehen und schnüffelte im Schnee bevor er weiter lief, doch der Schneesturm wollte nicht nachlassen, weshalb er das Rudel dazu niederrang, sich in eine Erdkuhle hinter einem Hügel zu graben und ab zu warten.
Dicht drängten sich die Wölfe zusammen und kuschelten sich aneinander um sich gegenseitig warm zu halten. „Ich bin müde.“, murmelte einer der jüngeren im Rudel. „Dann ruh dich aus, jetzt hast du Gelegenheit dazu.“, antwortete ein schwarzer Wolf ruhig und leckte der jüngeren einmal über die Schnauze. Das Tier war sehr auffällig, da es das einzige ohne Fellzeichnung war. Es besaß rein-schwarzes Fell mit roten Augen. „Stevo, ich werde mich draußen etwas umsehen.“, sagte er schließlich und drehte den Kopf zum Alphamännchen. „Nicht jetzt, Orpheus, der Sturm ist zu stark. Du verirrst dich nur und erfrierst.“, entgegnete dieser. Beide Tiere warfen einen Blick hinaus. Bereits ebbte der Sturm langsam ab. „Er wird bald vorbei sein, lass mich voraus schauen, dass erspart und etwas Zeit.“, antwortete der schwarzes Wolf. Stevo seufzte. „Ich kann dich ja eh nicht aufhalten wenn du dir etwas fest in den Kopf setzt.“, meinte der Alpha. „Na schön, du kennst die Regeln.“, fügte er hinzu und der schwarze Wolf erhob sich. „Finde ich Beute heule ich und wenn ich Menschen sehe verwandel ich mich, damit sie keinen verdacht schöpfen.“, sagte Orpheus und ging langsam zu Ausgang. „Orpheus, finde was leckeres, ich hab Hunger.“, sagte einer der anderen Wölfe, welcher ihrem Gespräch gelauscht hatte. „Ich find' schon was, keine Sorge, Hawa.“, meinte dieser und lief aus der Höhle um im Schneegestöber zu verschwinden.
Doch wusste keiner der Wölfe zu diesem Zeitpunkt das sie ihren Wolfsbruder, zum letzten mal sahen. Denn nach Stunden, nachdem der Sturm geendet hatte und sie bereits weiter wanderten. Fanden sie keine Spur des schwarzen Wolfes! Obwohl Orpheus einst als ein Fremder zu ihrem Rudel hinzugestoßen war und nie etwas aus seiner Vergangenheit erzählt hatte, hatte Stevo ihn im Pack geduldet und ihn schätzen gelernt. Er war vertrauenswürdig gewesen und ein guter Jäger der den jüngeren viel beigebracht hatte. Nun überlegte der Alpha, ob Orpheus sich vielleicht einfach einen neuen Weg gesucht hatte.
Seine Gefährtin, Stardust, blickte ihn an während sie neben ihm herlief. „Stevo?“, aus den Gedanken gerissen drehte er den Kopf. „Ich bin mir sicher es geht ihm gut. Orpheus findet schon einen Weg, vielleicht war es einfach seine Zeit uns wieder zu verlassen.“, meinte sie und leckte ihm über die Schnauze. „Hätte er uns wirklich einfach so, ohne es uns zu sagen, verlassen?“, fragte Kleini, Stevos jüngerer Bruder und Beta-Männchen. „Das frage ich mich auch, Kleine...das frage ich mich auch...“, antwortete Stevo und warf einen Blick in den Himmel.

Obwohl Orpheus sich sicher war, nicht die Orientierung verloren zu haben, fand er den Hügel seines Rudels nicht mehr wieder und auch nach Stunden des suchens, traf er sein Rudel nicht wieder. Langsam wurde es dunkel und ein leichter Schneefall hatte wieder eingesetzt. Der Atem des Tieres bildete kleine Wolken in der kalten Luft. „Stevo hatte recht.....ich hab mich verlaufen.“, meinte Orpheus und bereute seine Entscheidung nun doch. In ihm schwand die Hoffnung das Pack wieder zu finden. Dennoch erhob er sich nach einer Pause wieder und lief weiter. Doch alles was Orpheus sah, war leeres, weises, weites Land. Hier und da mal ein vereinzelter, verschneiter Baum. Doch kein Tier oder Mensch in Sicht. Irgendwann blieb Orpheus stehen und begann zu heulen. Gespannt spitzte er die Ohren, lauschte und blickte sich um. Doch keine Antwort, keine Regung die er sehen konnte. Entmutigt, legte er sich auf den Boden und rollte sich zusammen. Während die Zeit verstrich, der Tag ging und die Nacht kam wurde das Tier langsam vom Schnee zugedeckt. Als die Kälte ihm langsam in den Körper kroch, hob Orpheus erneut den Kopf um im Licht des Mondes über die silbern glänzende Schneedecke zu blicken. Er erkannte eine leichte Erhebung weit entfernt im Schnee vor sich. Sofort sprang der Wolf auf und lief darauf zu.
Doch je näher Orpheus kam, desto höher würde die Wölbung und schließlich öffnete sich vor Orpheus ein verschneiter Wald. Außer Atem blieb das Tier stehen. Es konnte eine verschneite Straße zwischen den Bäumen entdecken, weshalb er sich umschaute. Doch er konnte keinen Menschen entdecken weshalb er langsam auf den Pfad zu ging und ihm neugierig aber langsam folgte. Sein Magen knurrte, ihm war kalt und die Beine taten ihm weh! Nur wenig Mondlicht schaffte es durch das Blätterdach um den Wolf den Weg zu leuchten. Schließlich blieb das Tier stehen als es vor sich die ersten Häuser erkennen konnte. Es konnte Laternenlicht erkennen doch die Straßen waren verschneit und leer.
Vorsichtig und auf alles gefasst näherte sich Orpheus dem ersten Haus um sich an einem der Fenster auf die Hinterläufe zu stellen und hinein zu spähen. Doch viel konnte er nicht erkennen. Aber riechen konnte er viel. Der leckere Duft von Speisen lies ihm das Wasser im Mund zusammen laufen. Doch er wusste, er durfte sich nichts zu essen stehlen und die Erfahrung hatte ihn gelehrt, in größeren Menschensiedlungen gab es Parks in denen es einige wilde Tiere gab. Vielleicht hatte er Glück und konnte sich dort etwas jagen.
Vorsichtig und weiterhin wachsam tapste Orpheus durch die Straßen auf der Suche nach dem Stadtpark. Der Wolf freute sich, als er den Park tatsächlich fand und tollte einige Minuten ausgelassen im Schnee, bis ihn sein knurrender Magen wieder daran erinnerte weshalb er her gekommen war. Sofort begann er im Schnee zu schnüffeln. Die Nase durch den Schnee schiebend, tapste er langsam durch den Park. Und tatsächlich, nach einigen Minuten sprang plötzlich ein Kaninchen aufgeschreckt davon! Der schwarze Wolf hetzte dem kleinem Nager direkt nach. Mit einem langen Sprung bekam er das Tier schließlich zu fassen und brach ihm mit einem Biss das Genick. Genüsslich schmatzend verspeiste Orpheus sein Kaninchen. Doch leise Stimmen und ferne Schritte ließen ihn hoch schrecken und er riss den Kopf hoch.
Seine Ohren drehten sich und suchten nach dem Ursprung. Da! Zwei Nachtwachen kamen den verschneiten Weg des Parkes lang gelaufen. Abrupt blieben sie stehen, als sie den großen Schatten auf der verschneiten Wiese entdeckten. Der blutgetränkte Schnee vor dem Tier versetzte sie in Alarmbereitschaft und sie zogen ihre Flinten. „Was macht das Biest den hier?“, fragte einer und sie begannen auf Orpheus zu schießen. „Verdammt.“, fluchte Orpheus leise und musste seine halb aufgefressene Mahlzeit liegen lassen um sich in Sicherheit zu bringen. Er sprintete auf ein kleines Wäldchen des Parkes zu doch bevor er zwischen den Schützenden Stämmen aus der Sichtweite der Wachen verschwand, traf ihn eine Kugel am rechten Schenkel. Der plötzliche, stechende Schmerz ließ den Wolf eine Sekunde erstarren, weshalb er durch den Schnee purzelte und einen Moment liegen blieb. Orpheus biss die Zähne zusammen. „Ich hätte mich von Anfang an verwandeln sollen.“, fluchte er leise und rappelte sich angestrengt auf um sein Bein anzusehen. Blut tropfte in den Schnee. „So finden sie mich doch 100%ig.“, fluchte er und humpelte zu einem Baum. Er stellte sich auf die Hinterläufe ohne das verletze so gut es ging zu belasten und stemmte die Vorderläufe gegen den Baum. Die Krallen der Pfoten wurden länger, dünner und das Fell begann ihm aus zu fallen. Orpheus biss die Zähne zusammen ,während er langsam seine Gestalt verwandelte. Jedoch kippte er wieder in den Schnee, als er sich nicht mehr am Baum festhalten konnte. Es war eiskalt und er hatte kein wärmendes Fell mehr weshalb der junge Mann zitterte wie Espenlaub. Er biss sich in den rechten Ärmel seines dünnen Hemdes und riss es ab um es um den verletzten Oberschenkel zu wickeln.
Dies machte er hektisch, da er die Wachen hörte wie sie näher kamen. Schließlich zog er sich wieder am Baum hoch und suchte sich ein Versteck zwischen den Bäumen, was er in einem halb ausgehöhlten Stamm fand, in welchen er sich verkroch und zusammen kauerte. Er lauschte und wartete bis er sicher war, das die Wachen weiter gelaufen waren. Frierend und noch immer hungrig sowie mit schmerzendem Beim kroch er wieder aus seinem Versteck um nach dem Rest seines Kaninchens zu suchen. Sein Atmen wurde zu Wölkchen in der kalten Luft, während er den Boden absuchte. „Es war doch hier irgendwo.“, bibberte er und wühlte mit kalten Händen durch den Schnee. Doch die blutige Stelle war leer und nirgends war sein Futter zu sehen. Seine Hose und der notdürftige Verband waren blutgetränkt und schließlich kippte Orpheus wieder in den Schnee um sich nur noch zitternd zusammen zu rollen. „...kalt....Hunger....müde.......tut mir....Leid.....Ste-vo...“, stammelte er und schloss die Augen.

Auf dem Weg zum Park, lies sich Gilbert Zeit. Er sollte ja auch nicht zu hektisch herum laufen, zudem war es wirklich recht Mühselig sich durch den mittlerweile Knietiefen Schnee zu kämpfen.
Gut war, dass keine Autos fuhren. Er erkannte einige Kinder, welche unter Aufsicht ihrer Eltern über die Straßen rannten und Schneeengel mitten auf der Straße machten. Sie hatten es gut. Immerhin hatten sie etwas was ihnen Spaß machte. Sein Blick wanderte auf den Schnee vor sich. Am liebsten wäre er wieder umgekehrt und hätte weiter die Decke in seinem Wohnzimmer angestarrt. Doch Terra würde ihn nie herein lassen, wenn er nicht wenigstens eine Stunde außer Haus war. Terra war manchmal wirklich eine Person für sich. Immerhin war Gilbert verletzt. Und dann wurde er an so einem verdammten scheiß Wetter vor die Tür gesetzt. Das dumme war: Auch wenn Terra nur seine Haushälterin war, spielte sie sich wie seine Mutter auf. Okay, sie war älter, aber auch nicht viel viel älter. Zudem kam dazu, dass er sich nicht bei ihr durchsetzen konnte. Sie war einfach. … Ja, Terra halt. Eine liebe, kleine, mollige Dame, welcher keiner Fliege was zu leide tun könnte. So sah es jedenfalls aus. Sie war auf dem Land groß geworden und hatte demnach schon früh angefangen Feldarbeit zu betreiben. Demnach hatte sie auch mehr kraft als man ihr ansah. Gilbert wollte sich nicht mit ihr anlegen, zumal er bei ihr das Gefühl hatte, als wäre sie wirklich ein Familienmitglied. Er selbst hatte keine mehr. Um genau zu sein erinnerte sich Gill nicht mal mehr an die Gesichter seiner Eltern. Nicht einmal mehr die Namen dieser waren ihm Präsent. Er wusste jedoch das er sie in einem Autounfall verloren hatte. Er selbst war ebenfalls betroffen gewesen, konnte sich jedoch wieder erholen. Dann war er ins Heim gekommen, bis er alt genug war um auf eigenen Füßen stehen zu können. Dann hatte er irgendwann Skye kennen gelernt welche ihm ihre Idee aufgedrückt hatte, mit ihr ein Hauptquartier für Kopfgeldjäger zu eröffnen. Er war durch aus kein Mensch, welcher sich alles gefallen und vorschreiben lies, doch besaß er zumindest genügend Verstand um zu wissen wo und wann er mit seinem Dickkopf eine Stufe zurück schalten sollte. Er hatte eingewilligt und so war es zum HQfB gekommen. Nun konnte er sich seine Wohnung finanzieren und sogar jemanden, welcher für ihn die Hausarbeit machte. Auch wenn er im Moment eher selbst diese Dinge übernahm, da er sich sonst zu Tode langweilen würde.

Er war weiter durch den Schnee gestapft und zitterte leicht, als ein kalter Wind ihm durchs Haar fuhr. Seinen Hut hielt er mit einer Hand fest, damit dieser nicht davon gepustet wurde. Er mochte den Winter zwar, doch heute war es ihm einfach zu kalt. Er lief weiter in Richtung Park.

Der Schnee war dort ebenfalls recht hoch und er seufzte. Nicht einmal mehr die Bänke waren unter der Schneedecke zu erkennen. Höchstens in dem Sinne, das man eine riesige Beule im Schnee sah. Er blieb kurz stehen um sich seine Zigarette an zu zünden. Dann setzte er seinen Weg fort. Er hatte sich mittlerweile an den Schneewiderstand gewöhnt und wusste wie viel Kraft er aufbringen musste um in einem relativ angenehmen Tempo durch den Schnee zu stapfen. Zwar war seine Hose mittlerweile nass und kalt, doch das störte ihn nicht wirklich. Wenn er eine Erkältung bekam, dürfte er zu hause bleiben, ohne das Terra ihn vor die Tür setzte. Das wäre ja bereits ein Vorteil. Gedankenverloren zog er an der Zigarette und bemerkte nicht die kleine Erhöhung des Schnees, welche sich vor ihm im Schnee befand. Er spürte es nur, als er mit seinem Fuß irgendwo gegen stieß, hängen blieb und nur noch merkte wie sie sein Körper in den tiefen Schnee grub. Mit dem Gesicht voran knutschte er so zu sagen den Schnee und spielte, wie die Kinder auf der Straße Schneeengel, auch wenn es ungewollt war. Er kämpfte sich aus dem Schnee hoch und schaute mit einem genervten Blick zu dem Objekt was sich unter dem Schnee befunden hatte und nun einigermaßen sichtbar war. Der genervte Blick wich jedoch einem Schockiertem. Er sprang geradezu auf und fing an die anderen Schneeschichten von dem Objekt zu entfernen, welches unter diesem begraben war. „Hab ich jetzt ne Leiche gefunden?“, murmelte er etwas hektisch. Er hatte bereits mehr als eine Leiche gesehen. Das war ja auch irgendwie mit seinem Job verbunden. Doch er wollte eigentlich keinen toten Zivilisten vorfinden. Als er den Schnee so weit wie möglich von der Person abgetragen hatte zog er diese aus dem restlichem heraus und suchte nach einem Puls. Er fand einen. Zwar einen schwachen, doch er fand einen. Er wusste nicht wirklich was er machen sollte, weshalb er sich seinen Mantel auszog und den jungen Mann in diesen Einpackte. Gleich durchlief ihn ein kalter Schauder. Doch der andere hatte die Wärme momentan nötiger. „Hey, bleib am Leben, hörst du?!“, meinte er und hob den jungen Mann hoch. Sicher, er war nicht leicht, jedoch leichter als manch anderer. Scheinbar hatte der junge Mann länger nichts mehr gegessen. Er stapfte durch den Schnee und seine Lippen waren bereits blau angelaufen als er zum Haus kam. Er klopfte mit dem Fuß an und Terra öffnete mit einem leicht genervten Blick. „Mr. Nightray, wie oft habe ich ihnen schon gesagt, dass sie nicht gegen die Tür treten....“, sie brach ab als sie Gilbert sah, und auch den Jungen, welchen er trug. „Kommen sie rein, um Gotteswillen!“, meinte sie und lies Gilbert eintreten.

Nach einer längeren Erklärung, wie Gilbert den Jungen gefunden hatte, verstand Terra was los war. Sie sorgte auch sofort dafür, dass der Junge wieder warm wurde. Zudem kümmerte sie sich um seine Verletzung, welche Gilbert am Anfang nicht wirklich bemerkt hatte. Dann hatte Gilbert den Jungen mit Terras Hilfe in sein Bett gebracht und ihn mit mehreren Decken zu gedeckt. Wenn er aufwachte, würde Terra ihm erst einmal etwas zu essen machen.
Was die nasse Kleidung des Jungen anging, die hatte Gilbert gewechselt. Natürlich waren seine eigenen Kleider diesem etwas zu groß, dennoch immer noch besser als gar nichts.
Als der Junge versorgt war machte Terra, weil Gilbert sich scheinbar wirklich eine Erkältung geholt hatte, einen Tee für diesen. Dieser saß vor seinem Kamin mit einer Decke über den Schultern und nieste vor sich hin. Erkältungen überstand er in der Regel recht schnell. Doch die ersten zwei Tage würde er wahrscheinlich dauernd niesen müssen.

Orpheus stöhnte leise als etwas gegen ihn lief und ein starker Schmerz durch seinen Körper fuhr. Doch er war zu müde und sein Körper zu kalt und steif als das er sich großartig rühren konnte. Er merkte nur wage wie sich etwas warmes um ihn legte und ihn etwas wärmte und er vom kalten Boden aufgehoben wurde. Danach verschwammen die wagen eindrücke wieder um ihn herum.

Langsam kehrte Wärme in seinen Körper zurück, leider begann Orpheus auch damit wieder den Schmerz ins seinen Gliedern und vor allem in seinem Oberschenkel zu spüren. Unter einem jappsen schlug er die Augen auf,mit leicht schwerem Atem und hoch rotem Kopf starrte er an eine Zimmerdecke die er nicht kannte. Alles drehte sich und ihm war schwindelig. Weshalb er eine Hand vor sein Gesicht hob als er das Gefühl bekam sich übergeben zu müssen und schloss nochmals die Augen. Einen Blick an seiner Hand vorbei, bemerkte er dass er fremde Kleidung trug, die ihm auch um einiges zu groß war. Dann musste er jedoch husten, sein Hals kratzte. Mit blauem Auge war er dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen nur um dennoch eine Erkältung zu bekommen.
Aber wen würde es wundern, wenn man eine ganze Nacht und wer weis wie lange noch im Schnee lag, mit dünner Kleidung! Nun hatte Orpheus noch mehr Schmerzen, jedoch nicht nur im Bein sondern auch in Brust und Kopf zudem wusste er nicht mal wo er war! Mit müdem Blick schaute er sich in dem Zimmer um. Immer wieder hustete er, war froh das ihm nicht noch die Nase lief. Es dauerte nicht lange bis sein Magen wieder anfing zu knurren.

Damit drehte sich Orpheus zur Bettkante und zog vorsichtig die Beine unter den Decken hervor, das die nackten Füße auf dem Boden aufkamen. Einen Moment lang blickte er auf die Stelle an der die Schusswunde war, welche unter dem Stoff der Hose verborgen lag und mittlerweile gut verbunden worden war. Ich bin zu leichtsinnig geworden., dachte er sich und versuchte langsam auf zu stehen. Jedoch waren seine Beine total zittrig und er selbst zu schlapp, das er es gar nicht wirklich versuchen konnte. Hätte er es geschafft sich auf zu richten wäre er promt wieder gefallen. Er seufzte bevor er abermals husten musste und wischte sich über die Stirn. Höchstwahrscheinlich hatte er Fieber, vermutlich aus mehr als nur einem Grund.
Gilbert war an dem Tag vor dem Kamin eingeschlafen. Er hatte Terra angewiesen, doch bitte auf den Jungen zu achten, während er schlief, was sie auch gemacht hatte. Doch als er erwachte, war Terra in der Küche um etwas zu essen zu kochen. Denn kochen, konnte Gilbert überhaupt nicht. Zudem würde er sich so oder so nur von Dingen ernähren welche er mochte, dies hieß: So gut wie kein Gemüse. Er lebte nur gesund, weil Terra ihn täglich dazu brachte Gemüse zu essen. Es war ihm eigentlich egal, doch bei Möhren wurde ihm anders. Vor allem wenn sie gekocht waren.

Nun stand Gilbert in seinem Badezimmer und war gerade dabei sich zu rasieren als er ein Husten vernahm. Er hielt inne und lauschte. Wieder, ein Husten. Schnell beendete er seine Rasur und wusch sich das Gesicht. Dann ging er zum Zimmer hinüber, wo der Junge schlafen sollte oder eher, wo er geschlafen hatte. Er klopfte leicht an den Türrahmen um den Jungen darauf hin zu weisen, dass er nicht mehr alleine war. Gilbert stand in der Tür und betrachtete ihn näher. Er hatte schwarzes Haar, welches etwas länger war und stubbelig fiel. Zudem besaß der junge sanfte grüne Augen, welche nun etwas glasig erschienen. Durch das Fieber wahrscheinlich. „... Bleib liegen. Mit so etwas ist nicht zu scherzen.“, meinte Gilbert und trat auf den Jungen zu und schaute ihn mit einem strengen Blick an. Seine Augen jedoch strahlten Sorge und Sanftmut aus. „ Ich werde dir etwas gegen das Fieber hohlen, leg dich wieder hin.“ meinte er und legte seine Hand auf die Stirn des Jungen. Gilberts Hand war, im Gegensatz zu der glühenden Haut des Kranken, sehr kühl. Er reichte ihm ein Glas Wasser, bevor er sich zur Tür umdrehte. Jedoch hielt er inne. „ Ach ja... Falls du dich übergeben solltest... Tu es bitte in diesen Eimer da.“, meinte er und deutete neben das Bett. Dort hatte Terra zur Vorsicht einen Eimer hingestellt. Nun drehte sich Gilbert aber endgültig zur Tür um und verließ das Schlafzimmer um das Fiebermittel zu holen und um Terra in Kenntnis zu setzen, dass der Gast erwacht war.
Das Zimmer in welchen sich der Junge befand war recht groß und Ordentlich. Ein Schreibtisch war zu sehen, auf welchen ein geschlossener Laptop, einige Zettel, Stifte, Ordner und auch andere Dinge zu erkennen waren. Das Bett auf welchem der junge gelegen hatte schien ein besonders bequemes Bett zu sein. Scheinbar lag es dem eigentlichen Besitzer sehr am Herzen, bequem schlafen zu können. Zudem konnte man in dem Zimmer einige Lampen, ein Nachttisch und eine Schrankwand erkennen. Vor dem Fenster waren Vorhänge gezogen, damit das Licht des Tages den Kranken nicht wecken konnte. Zudem stand auf dem Nachttisch eine weitere Flasche mit Wasser. Vor dem Schreibtisch stand ein Schreibtischstuhl. Dieser schien mit Leder überzogen zu sein. Demnach schien es dem Gastgeber Finanziell nicht wirklich schlecht zu gehen.

Gilbert holte das Fiebermittel und gab Terra Bescheid, welche sich auch sogleich daran machte etwas nahrhaftes und leicht verdauliches für den kranken Gast zu kochen. Er lief die Treppe hinauf und ging wieder in sein Schlafzimmer um wieder zu dem kranken Jungen zu gehen. „... Hier, nimm das mit dem Wasser ein. Dann geht es dir bald schon viel besser.“.
Orpheus zuckte leicht zusammen und schaute auf. Vor ihm stand ein fremder Mann, einige Jahre älter als er, mit kurzen schwarzen Locken. Von ihm musste die Kleidung sein, die er gerade trug. Der junge Mann musste angestrengt Blinzeln damit er klarer sehen konnte und zuckte zusammen als der Fremde die Hand hob da er eher einen Schlag oder ähnliches befürchtete. Da dieser jedoch ausblieb öffnete Orpheus vorsichtig ein Auge und spürte im selben Moment die eher kalte Hand an seiner Stirn. Das Wasser, welche ihm der fremde Mann reichte, stürzte er hinunter als wäre er kurz vor dem verdursten...zugegeben das war Orpheus tatsächlich. Etwas verwirrt schaute er hustend dem Mann nach als dieser das Zimmer wieder verlies.
Nach einem Moment zog er wieder die Beine unter die Decke, schob aber einige davon zurück, da ihm so bereits warm genug war. Mit überlegendem Blick betrachtete er die Wasserflasche neben den Bett bevor er zögernd danach griff. Mit einigen Schwierigkeiten öffnete er die Flasche und leerte sie in einem Ansatz. Anschließend atmete er tief ein und stellte die Flasche zurück bevor er sich ins Kissen sinken lies. Er schaute an die Decke und wurde wieder von Müdigkeit überrannt, weshalb sich seine Augen langsam schlossen. Jedoch hinderte sein rebellierender Magen ihn daran wieder ein zu schlafen. Er legte sich eine Hand auf die Stirn und blickte müde an die Decke. Orpheus gähnte und musste erneut husten, da kam der fremde Mann auch schon zurück und reichte ihm einige Tabletten. Hustend richtete sich der Junge wieder auf und nahm eine Tablette in die Hand, welche er anstarrte als hätte er noch nie eine gesehen. Dann jedoch warf er sie sich in den Mund und schluckte sie einfach so hinunter. Jedoch zuckte er danach zusammen und erschauderte. Angewidert streckte er die Zunge raus, als er den bitteren Nachgeschmack auf der Zunge merkte.
Gilbert betrachtete ihn erst fragend und musste dann lachen als er sah wie der Junge das Gesicht verzog. „Ja, Medizin ist nicht immer lecker.“, erklärte er und lächelte. Dann schaute er zur Wasserflasche und runzelte die Stirn. Er ging zu seinem Schreibtisch und holte aus einem Fach neben diesen eine weitere Wasserflasche, welche er öffnete und dem Jungen reichte. „Trink.“, erklärte er und zog sich seinen Schreibtischstuhl zurecht um sich dann auf diesen hin zu setzen und ihn nachdenklich zu betrachten. „Meine Haushälterin wird gleich hoch kommen und dir etwas zu essen mit nehmen. Etwas, welches man leicht verdauen kann und dir trotzdem nötige Nährstoffe gibt.“, erklärte er nun. Er war sich nicht wirklich sicher, ob der Junge ihn verstand, doch es war ihm auch irgendwie gleich. „Für den Fall das du dich fragst wo du bist. … Ich habe dich unter einem Haufen von Schnee begraben vorgefunden. Oder besser. Ich bin über dich drüber gestolpert.“, meinte er und rieb sich den Nacken. „Jedenfalls habe ich dich zu mir gebracht... Sonst wärst du wahrscheinlich gestorben.“. Er betrachtete ihn wieder mit seinen aufmerksamen goldenen Augen.
Schließlich hörte man Schritte und leichtes klirren. Dann kam eine Frau ins Zimmer. Es war Terra. Sie hatte kürzeres schwarzes Haar und trug eine Brille. Zudem eine Schürze und ein langes Kleid in einem angenehmen Blau. Sie trug ein Tablett auf welchen eine Schüssel mit warmer Suppe stand. Auf dem Teller daneben konnte man einen Auflauf erkennen. Den Auflauf stellte sie auf den Schreibtisch von Gilbert und die Suppe auf den Nachttisch. „Mein Name ist Terra. Ich bin die Haushälterin.“ meinte sie und schaute den Jungen mit gütigen Augen an. „Du bist bestimmt erschöpft. Hier ich habe dir eine Suppe zu bereitet.“ erklärte sie und deutete auf die Suppenschüssel. Jedoch war sie sich unsicher ob er in der Lage war alleine zu essen. „Kannst du alleine essen, oder soll ich dir helfen?“, fragte sie und Gilbert zog eine Braue hoch. Jedoch wandte er sich an seine Essen und verzog das Gesicht. „... Möhren...“, murmelte er und Terra schaute auf. „ JA, die sind jetzt auch mal wieder auf dem Speiseplan! Sie müssen sich wirklich abgewöhnen dauernd an ihrem Essen herum zu nörgeln! Seien sie froh das sie jemanden haben, welcher für sie kocht!“, stellte sie fest und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen als sie sah wie Gilbert in dem Essen herum stocherte. „Soll ich wieder die allbekannte Gürtelmethode anwenden?!“, meinte sie und Gilbert blinzelte. „Nein, alles bestens! Siehst du?! Ich esse bereits!“, meinte er und schob sich einen bissen in den Mund, wobei er sich sichtlich anstrengen musste die Möhren in seinem Mund zu behalten. Terra seufzte und schaute nun wieder mit einem gütigen Blick zu dem Jungen. „Na?“
Orpheus nahm die neue Wasserflasche an und leere sie halb, bis die Haushälterin ins Zimmer kam.
Nur bedingt hörte er Gilbert zu, denn das essen roch er bereits von weitem und musste sich zwingen nicht anzufangen zu sabbern. Drehte jedoch den Kopf als Gilbert meinte, das er über ihn gestolpert wäre, und verzog das Gesicht leicht schmerzverzerrt.
Als Terra herein kam, betrachtete Orpheus das Tablett neugierig und folgte gespannt, Terras Bewegungen als sie die Sachen vom Tablett nahm. Der Junge konnte sich kaum zügeln und wartete zögernd einen Moment bevor er nach der Schüssel mit der Suppe griff und über den Rand hinweg an dem fremden Mahl schnüffelte. Ein Blick darauf lies ihn ihm die Hoffnung auf Fleisch dahin schwinden. Es war eine eher ...grünliche Suppe.
Sein Magen erinnerte ihn daran das er schon recht lange nichts mehr zu essen hatte und das Kaninchen nun auch verdaut worden war, weshalb es Orpheus nun doch eher egal war was es war, das seinen Magen füllte.
Ohne darauf zu achten, dass er ja beobachtet wurde, begann er wie gewohnt die Suppe zu schlabbern, statt sie wie ein normaler Mensch mit dem Löffel zu essen und nach einem Moment in der er den Geschmack testete, aß...oder eher schlabberte Orpheus die Suppe genüßlich weiter und vergaß die beiden Menschen neben sich nun vollkommen. Was dazu führte, das während er die Suppe schleckte, plötzlich zwei pelzige Ohren zwischen seinen Haaren auftauchten und hin und her zuckten. Diese verschwanden jedoch schnell wieder, als er einen Moment inne hielt und in die nun leere Schüssel schaute bevor er Terra betrachtete und den Kopf leicht schief legte.
Dann hielt er ihr die leere Schüssel hin, mit einem Blick der sagte: „Wie? War das schon alles?“.
Gilbert wie Terra waren verwundert als sie ihn so schnell essen sahen. Zwar war Gilbert beschäftigt seine Möhren herunter zu würgen, weshalb er die Sache mit den Ohren nicht mit bekam, Terra jedoch sah es sehr wohl. Sie Blinzelte leicht als sie dies wahrgenommen hatte, schrieb es jedoch einer Einbildung zu. „Ich werde dir noch etwas holen gehen. Warte eben.“, meinte sie und lachte als sie den Blick des Jungen sah. Sie nahm die Schüssel und das Tablett und ging dann wieder aus dem Zimmer heraus, weshalb nur die beiden Männer da blieben. Gilbert hatte sofort aufgehört zu essen als Terra den Raum verlassen hatte. Er verzog leicht das Gesicht und schaute dann zu dem Jungen.
„Dann sehe ich meine Annahme bestätigt. Du bist ja geradezu ausgehungert.“, stellte er fest und lächelte leicht. „Wenn Terra nicht darauf bestehen würde, dass du etwas leicht verdauliches bekommen solltest, würde ich dir den Eintopf hier geben.“ er seufzte und legte das Besteck zur Seite. Der Hunger war ihm vergangen als die ersten Möhren ihren Weg in seinen Margen gefunden hatten. Er würde später vielleicht noch einen kleineren Snack aus einem der Küchenschränke holen. Terra konnte ihm nichts anhaben, immerhin war es ja sein Geld. Nur mit selbst gekochten stellte sie an, sie war ja diejenige, welche es kochte. Gilbert schaute wieder zu dem Jungen. „Sag mal.. Woher hast du eigentlich die Wunde?... Das ist eindeutig eine Schusswunde.“, erklärte er und sein Blick wurde nun ernst und auch etwas kühl. Er stand auf und ging zu ihm um sich dann vor ihn hin zu Hocken. „Was hast du unter dem Schnee gemacht und wer hat dich angeschossen.?“.
Orpheus schaute der Dame einen Moment nach bevor er Gill anschaute, der ihn nun ansprach. Sein Blick wanderte einen Moment zu dem Teller mit dem Auflauf hielt sich jedoch zurück ihm an zu deuten es ihm zu geben, da er Angst hatte die Dame würde ihm deswegen böse werden. Ich darf mich nicht verraten., dachte Orpheus und schaute in die goldenen Augen des Fremden als dieser sich vor ihm ans Bett hockte. Er schaute den jungen Mann überrascht an, das er erkannt hatte was es für eine Verletzung war, seine Augen mussten für so etwas geschult sein. War er vielleicht Arzt? Orpheus wich seinem Blick aus, er konnte dem Fremden schließlich nicht einfach sagen das er im Park ein Kaninchen gejagt hatte und er eigentlich ein Wolf war! Die Hände, welche im Schos ruhten, klammerten sich an den Saum des zu großen Oberteils, welches er nun trug. Die grünen Augen, glänzten verunsichert und ängstlich während sie dem Blick von Gill auswichen.
"Hm? Willst es mir wohl nicht sagen. Naja. Jeder hat seine eigenen Leichen im Keller, was?", meinte er und seufzte dann stand er wieder auf und ging zum Schrank um ein neues weißes Hemd heraus zu holen. Seines knöpfte er auf und warf es in einen Korb, wo er erst einmal immer die Wäsche aufbewahrte, sie jeden Abend jedoch in die Waschküche hinunter brachte, wo diese gewaschen wurden. Sein Oberkörper war von einem Verband fast vollständig verborgen. Er zog sich schnell das frische Hemd über und machte dieses zu. In diesem Augenblick tauchte Terra wieder auf, dieses mal jedoch mit dem ganzen Suppentopf. Sie tat ihm etwas in die Schüssel und reichte es dem Jungen. Dabei schaute sie ihm lächelnd zu. Wie eine Mutter ihrem Kind zu schauen würde.
Gilbert seufzte. „Du bist ja schon fast wie eine Mutter. ", meinte er und Terra schaute ihn an. "Ich bin bereits Mutter... Sag mal bist du sicher dass wir keinen Arzt rufen müssen?", fragte sie und Gilbert seufzte. "Müssen wir nicht. Ich habe die Kugel entfernt und die Wunde gesäubert, demnach geht es in Ordnung... Ich habe schon einige Schlimmere Verletzungen gehabt.", murmelte er und Terra verdrehte die Augen. "Sicher. Du bist ja auch ein Hunter... Aber denk dran. Du hast Urlaub. Und ich denke du musst dir zu erst einen neuen Partner suchen ehe du wieder anfangen kannst zu arbeiten. ". Nun wurde Gilberts Mine eisig. "Partner... Habe ich ja an diesem Vollspasten namens Red gesehen!... Wegen dem bin ich fast gestorben.. Partner. Pfft !", meinte er und verließ nun das Zimmer. Terra wusste das sie einen Wunden Punkt erwischt hatte und schaute nun entschuldigend, auch wenn Gill sie nicht sah. "... Lass dich nicht von seiner Ausdrucksweise abschrecken. Er hat viel durchgemacht...", erklärte sie und versuchte nun die Laune wieder etwas zu heben.

Gilbert saß der weilen wieder vor dem Kamin und starrte in die Flammen. Wie gerne würde er Red für das was er ihn angetan hatte büßen lassen. Er war sein bester Freund gewesen... Es würde dauern, bis er sich wieder jemanden so öffnen und als Freund ansehen konnte.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 1:18

Orpheus beobachtete ihn lediglich schweigend, fragte jedoch nicht. Schließlich hatte er dem Mann auch nicht geantwortet. Freudig schaute er auf als er wieder das Essen roch und Terra wieder zurück kam. Leicht wippend nahm er die Schüssel an und schlabberte das essen weiter genüßlich während er den beiden zuhörte. Er hielt inne und beobachtete wie Gill scheinbar sauer das Zimmer verließ. Fragend legte Orpheus den Kopf schief und blickte zu Terra auf. Anschließend blickte er in die Schüssel, sie war zwar erneut leer, jedoch lies der Junge sie in den Schoß sinken als wäre ihm der Appetit vergangen. Erneut hob er den Blick zur Haushälterin und lächelte kurz, dankend bevor er tief ausatmete und husten musste. Mit dem Handrücken wischte er sich über die Stirn und lies sich ins Kissen fallen, die Schüssel weiterhin mit beiden Händen festhaltend. Nun war der Magen voll, sowie sein Kopf mit Eindrücken und er war müde. Nachdenklich betrachtete er die Zimmerdecke.
Terra nahm die Schüssel und deckte den Topf mit einem Deckel ab. "Ich denke ich sollte dich jetzt wieder etwas schlafen lassen.", meinte sie und stand auf. Dann nahm die das Tablett und nahm es mit sich. "Schlaf gut und erhole dich. Nimm vor dem Schlafen bitte nochmal eine der Tabletten.", meinte sie und deutete auf die Tabletten, welche sie ebenfalls mit gebracht hatte. Dann ging sie aus dem Zimmer heraus und brachte das Tablett in die Küche hinunter.

Gilbert war wieder vom Kamin aufgestanden und stand nun am Fenster. Draußen fiel gerade wieder eine weitere Ladung Schnee. Es war schön an zu sehen, jedoch auch traurig. Er seufzte und rieb sich den Nacken. Dann ging er wieder in das Schlafzimmer um an seinen Laptop zu gehen. Es war jedoch einer der ganz Modernen Sorte. Man hatte nur eine Tastatur, denn der Bildschirm wurde von einem Programm in die Luft gezeichnet. Es waren Hologrammartige Sequenzen. Er zückte seine Schlüsselkarte und lies sie durch den Kartenleser neben der Tastatur durch sausen. Dann setzte er sich Kopfhörer auf und schaute einige Daten auf seinem Computer im HQ nach. Er konnte darauf auch von zuhause darauf zugreifen. Dafür brauchte er nur seine Schlüsselkarte. Er war so leise wie möglich, denn er konnte den Laptop oder besser den Hologramm-Pc nicht in ein anderes Zimmer tragen. Und er musste einige Daten aktualisieren. Zudem musste er seine Chefin über seinen Zustand informieren. Immerhin wollte er so schnell es ging wieder in den Dienst gehen.
Orpheus blickte Terra an und nickte, bevor er sich nochmals aufrichtete und nach einer der Tabletten griff. Wieder warf er sie sich in den Mund und schluckte sie runter, dieses Mal jedoch trank er direkt etwas nach. Tatsächlich war es etwas erträglicher als beim ersten mal. Danach trank er die Flasche leer und stellte sie neben das Bett auf den Boden bevor er sich wieder hinlegte und die Decke bis zum Kinn hoch zog. Denn plötzlich hatte der Junge das Bedürfnis sich verstecken zu wollen, obwohl er selbst nicht genau wusste warum!
Er schloss die Augen und lauschte auf die Geräusche in dem Haus. Tatsächlich hörte er Terra nach unten gehen, und Gilbert wie er langsam wieder ins Zimmer kam und sich auf den Stuhl setzte. Irgendwo hörte er ein leises, regelmäßiges Ticken, wie von einer Uhr. Er atmete ruhig und langsam und hörte sein eigenes Herz schlagen.
Jedoch schlug Orpheus die Augen wieder auf, als ihm plötzlich wieder Stevo und die Anderen vom Pack einfielen. Was war aus ihnen geworden, ob sie sich wohl Sorgen um ihn machen würden oder ihn suchten? Traurig schlug er die Augen nieder und drehte sich auf die Seite, Gill den Rücken zugewandt. Mit einem Mal fühlt er sich verlassen und einsam und Orpheus wollte nicht, dass ein Fremder ihn Tränen vergiesen sah. Langsam rollte er sich unter der Decke wieder zusammen und schlief schließlich ein.
Gilbert arbeitete eine ganze Weile. Bis er schließlich selbst müde wurde. Er überlegte. Sollte er im Wohnzimmer schlafen? Er empfand die Couch als zu unbequem um die ganze Nacht darin zu schlafen. Er stand auf und zog sich leise um. Seinen PC hatte er vorher wieder ausgeschaltet. Nun schaute er zu dem Jungen und musste leicht lächeln. Dann nahm er sich eine der Decken, welche der Junge nicht haben wollte und legte sich auf die andere Seite des Bettes. Er schlief nicht unruhig, demnach würde er dem anderen kaum platz stehlen. Zudem war es ja sein Bett. Er kuschelte sich in eines der Kissen und deckte sich zu um dann kurz nachdem er die Augen geschlossen hatte ein zu schlafen.

Am nächsten Tag wurde er vorn Terra geweckt, welche dabei war, das Wohnzimmer sauber zu machen. Er rieb sich den Kopf und stand dann auf. ".... Zu früh... ", brummte er und stand auf um dann durch das Zimmer zu schlurfen und ins Badezimmer. Er hatte völlig vergessen das noch Jemand in seinem Zimmer war, was jedoch daran lag, dass er noch im Halbschlaf war.
Während der Nacht, hatte sich Orpheus im Schlaf immer weiter unter die Decke gegraben und in Abwesenheit seines Bewusstseins, war er im Schlaf wieder zu einem Wolf geworden. Als er hörte, wie Gill aufstand, etwas vor sich hin brummte und aus dem Zimmer schlurfte. Begann die Decke durch die zuckenden, pelzigen Ohren zu wackeln.
Überrascht öffnete der Junge die Augen und bemerkte das Missgeschick. Die Decke raschelte, als er sich zurück verwandelte und sie anschließend zurück schlug. Noch etwas verschlafen und müde, gähnte er und streckte sich bevor er sich quer aufs Bett fallen lies, da Gill weg war, um wieder ein zu Dösen. Jedoch schaffte es der wieder einsetzende Husten, ihn wach zu rütteln. Leise murrend rappelte sich der müde Junge wieder auf und rieb sich gähnend die Augen. Verschlafen wanderte sein Blick durch das Schlafzimmer. Leicht frierend griff er wieder nach der Decke und wickelte sich darin ein, während er auf dem Bett sitzen blieb und überlegte. Das sonst schon leicht, zerzauste Haar war durch die Nach noch strubeliger geworden.
Als Gilbert wieder zurück kam wirkte dieser ebenfalls recht verschlafen. Seine Haare standen lockig ab und seine Augen wirkten noch immer verschlafen. "... Morgen..", murmelte er als er ihn sah. Nun schien er ihn jedoch wenigstens wahr zu nehmen. Er ging zum Schrank und öffnete diesen. Er hatte an diesem Tag nicht wirklich vor nach draußen zu gehen, weshalb er sich einfach nur eine schwarze Hose und ein langes und weites T-shirt anzog. Er lief jedoch Barfuß durch die Gegend.
"Willst du frühstücken?", fragte Gilbert und nun knurrte sein Margen. Er hatte von seinem Abendessen am Vortag ja nicht viel angerührt, weshalb er nun um so mehr Hunger hatte. "Ich werde Terra Bescheid geben.", meinte er und streckte seinen Kopf aus dem Schlafzimmer. "Terra... Mach Frühstück...", grummelte er und man hörte ein seufzten, wie auch den Kommentar: "Wie ein kleines Kind!". Doch sie ging augenblicklich hinunter in die Küche. "Ich hoffe du bist keiner von diesen Vegetarier Freaks... Wenn nicht, können wir uns gut verstehen.", meinte er und griff nach einer Bürste um sich die zerzausten Haare durch zu kämmen. "Ach ja. Du solltest dir auch die Haare kämmen. Du siehst aus wie ein Wischmopp.".
Er blickte auf seinen Magen, als dieser mit einem leichten Knurren der Frage von Gill zustimmte. Verlegen lächelte er kurz und rieb sich wieder die Augen. Ohne den Kopf zu drehen ,folgte er Gill nur mit den Augen. Sein Blick war abschätzend und fragend, als Gill jedoch meinte seine Frisur würde einem Wischmopp gleichen, war er eingeschnappt und schaute weg!
Der Junge zog die Beine unter der Decke hervor und stellte die Füße auf den Boden. Ihm war nicht mehr schwindelig und es ging ihm langsam besser, weshalb er versuchte auf zu stehen. Langsam und vorsichtig, versuchte er das verletzte Bein auch nicht zu stark zu belasten. Dann, hatte Orpheus es geschafft, er stand. Etwas wackelig zwar aber er stand.
Jetzt, wo er so vor dem Bett stand, noch immer in die Decke gewickelt und ebenfalls barfuß, konnte man erkennen das er nur wenige Zentimeter kleiner war als Gill! Der Junge war vielleicht 1,84m oder 1,85m groß. Er betrachtete seine Füße und wackelte leicht mit seinen Zehen bevor er wieder auf die Bettkante sank.
Schmerzend, rieb er sich den Oberschenken, passte jedoch auf, nicht direkt über die Wunde zu reiben, denn das hätte wohl noch mehr weh getan. Währenddessen strich er sich mit der andern Hand etwas über den Kopf, um das Haar etwas platt zu drücken. Tatsächlich sah seine Frisur anschließend wie gestern aus! Am Ende saß er wieder regungslos auf dem Bett und beobachtete lediglich den Fremden vor sich, schweigend.
Gilbert staunte etwas als sich der Junge scheinbar nicht geschmeichelt fühlte. "Ah, Sorry. Ich wollte deine Gefühle nicht verletzen.", meinte er und grinste leicht. Dann richtete er seine Haare und schüttelte dann den Kopf, damit diese wieder natürlich vielen. Jedoch nun nicht mehr zerzaust und strubbelig. Von unten her hörte man ein leises fröhliches Summen. Scheinbar hatte Terra gute Laune. Gilbert setzte sich auf seinen Stuhl und schaute den Jungen an. "... Wie heißt du eigentlich?", fragte er dann und nun fiel ihm auf das er sich nicht einmal selbst vorgestellt hatte. "Mein Name ist Gilbert Nightray.", erklärte er dann und überlegte. "Auch wenn mich meine Kollegen meistens Raven nennen. Ach ja. Ich hoffe es stört dich nicht wenn ich rauche.", fügte er hinzu und suchte nun in einer Schreibtischschublade nach einer Zigaretten Schachtel. Wegen dem heftigen Wetter hatten die Läden teilweise geschlossen, weshalb er sich vorher schon einen Vorrat angelegt hatte. Auf dem Dachboden waren noch mehr. Jedoch betrat er diesen nie. Er konnte es einfach nicht. Als er nicht fündig wurde seufzte er. "Terra, kannst du nachher eine Packung Zigaretten vom Dachboden holen?!", fragte er und klang leicht genervt. Er brauchte seine Zigaretten zum Stress abbau.
Die Grünen Augen betrachteten Gill, schweigend. Mit einem tiefen Atemzug, lies sich der Junge zurück fallen und öffnete dabei die Arme, wodurch sich die Decke öffnete. Das etwas zu große Oberteil flatterte dabei und gab den Blick, auf den schmechtigen Körper frei. Langsam atmete er tief aus und starrte an die Decke. Nach einem Moment, begannen sich die Lippen des Jungen tonlos zu bewegen, während er in Gedanken den Namen des Fremden wiederholte.
Dann hielt er für einen Moment inne und Schluckte, bevor er im Anschluss, ohne den Blick von der Zimmerdecke ab zu wenden, eher murmelte: „....Arael [Arell – gesprochen, REL wie bei RELativ]...“.
Als er jedoch wieder zu frieren begann, zog er die Decke wieder um sich und rollte sich, auf die Seite, zusammen, so dass er Gill anschauen konnte.
"Arael also.", meinte er und nickte. Dann betrachtete er den schmächtigen Jungen, wie er da so lag und schwieg eine weile. Dann schien er gerade etwas sagen zu wollen als Terra von unten her zum essen rief. Gilbert schaute zur Tür und dann zurück zu Arael. "Meinst du, du kannst hinunter gehen, oder soll ich dir etwas mit auf dieses Zimmer bringen? Mir macht es nichts aus doppelt zu laufen, da ich im Moment so oder so viel zu wenig Bewegung habe.", erklärte er und überlegte leicht. "Ach ja. Ich werde später den Verband wechseln und die Wunde noch einmal untersuchen und noch einmal säubern.", erklärte er und stand von seinem Platz auf um zur Tür zu gehen. "Wenn du mit kommen möchtest, es jedoch nicht wirklich alleine kannst, kann ich dich auch stützen. So wirst du wenigstens mehr sehen als dieses langweilige und schlichte Zimmer.", erklärte er dann.
Schlicht?, dachte Arael hob den Kopf etwas um Gill mit einer hochgezogenen Augenbraue anzuschauen. Er setzte sich auf und überlegte einen Moment. Schmerzen hatte er momentan kaum, aber ob er das Bein belasten konnte ohne Gefahr zu laufen das die Wunde wieder aufging, war die andere Sache. Langsam setze er sich wieder auf die Bettkante und stellte die nackten Füße auf den Boden. Vorsichtig stand er erneut auf und wartete einen Moment, bis er das verletzte Bein langsam anfing zu belasten.
Plötzlich jedoch versagten ihm die Beine und er sackte zu Boden, konnte sich im letzten Moment noch fangen. Mit linker Hand und Knie stützte er sich am Boden ab während er sich mit dem anderen Arm ausbalancierte, hatte er die Verletzung vor dem Aufprall bewahrt. Die Bettdecke, welche um seine Schultern gelegen hatte, war zu Boden gerutscht. Arael biss die Zähne zusammen während er sich langsam an der Bettkante wieder hochzog.
Tatsächlich war er nun viel zu neugierig als das der Schmerz oder die Wunde ihn daran hindern sollten, den Rest des Hauses zu sehen! Verbissen, rappelte er sich wieder auf und ging langsam, einen Schritt nach dem anderen, hinter Gill her in Richtung Tür. Als er den Rahmen zu fassen bekam und sich daran wahrhaftig festkrallte, knackte das Holz leicht unter dem festen Griff, während Arael sich einen Moment ausruhte. Es waren eigentlich nur wenige Meter und normale Schritte vom Bett zur Tür, für ihn war es wie ein Staffellauf und er hatte nur die erste Etappe hinter sich gebracht.
Gilbert hatte ihn betrachtet, als er versucht hatte auf zu stehen und war fast zu ihm hin gesprungen als er sah, dass Arael zu Boden ging. Doch als der Junge sich von selbst aus wieder aufrichtete blieb er dort, wo er gestanden hatte. So lange er nicht um Hilfe bat, würde er ihm nur im äußerstem Notfall helfen. Er ging zur Tür und wartete dort auf Arael, so dass er, falls was passierte, einschreiten konnte. „Lass dir Zeit. Das Frühstück läuft nicht weg.“, erklärte er und lächelte leicht. Jedoch hätte es auch als hämisches Grinsen durchgehen können. Scheinbar hatte er nicht so oft das Vergnügen zu lächeln. Weil es ihm einfach nervte. Darum kannten ihn die meisten HQ-Mitglieder auch nur mit einem genervten, mies Gelaunten oder gelangweilten Gesichtsausdruck. So verhielt er sich normalerweise auch. Nur seine engsten vertrauten wusste, das er jedoch eigentlich ein netter und guter Mensch war. Das Wohnzimmer, welches sich an das Schlafzimmer anschloss war wirklich nicht so schlicht. Die Möbel waren aus einem scheinbar teuren Holz und vor allem wirklich sehr eindrucksvoll verarbeitet. Man könnte denken diese Möbel kämen aus einem alten Adelshaus. Ja, Gilbert hatte echt einen Drang dazu, ältere Dinge zu sammeln. Dazu kam, das man in keinem Zimmer eine Digitaluhr fand. Sondern nur tickende und ältere Uhren. Im Wohnzimmer hing an der Wand ein großer Flachbildfernseher. Welcher der einzige Modern zu scheinende Gegenstand in diesem Raum war. Der Fernseher war über den Kamin aufgehängt worden. Jedoch so, dass die Wärme diesem nicht besonders schaden konnte. Zudem war der Kamin weiter in die Wand eingebaut und ein Vorsprung trennte die beiden Dinge voneinander. Kamine waren in den Häusern mittlerweile eine Seltenheit geworden, denn die Kosten waren für den betrieb recht hoch. Doch da es Gilbert nicht am Geld mangelte, konnte er sich das ja leisten. Zudem fand er die Kaminwärme viel angenehmer als die wärme von einer Heizung. Die Wand war in einem weinrot gehalten, so wurde die Atmosphäre in diesem Raum schön gemütlich. Wenn die Ganze Wohnung so gestaltet war, dann war das schlichteste Zimmer tatsächlich das Schlafzimmer.
„Wenn du Hilfe brauchst, sag es bitte.“, erklärte er und hielt inne als man ein leises Dong hörte. Sein Blick wurde etwas undefinierbar, doch er sagte nichts dazu. Dieses Geräusch wiederholte sich, bis die Anzahl der Schläge und die aktuelle Uhrzeit überein standen. Scheinbar war irgendwo in diesem Haus eine alte Standuhr, welche man hören konnte. Nur war diese im Wohnzimmer nicht zu sehen. Gilbert zog eine Taschenuhr hervor. Sie war wirklich ein Prachtstück und sah auch sehr alt aus. Zudem schien sie aus purem Gold zu sein. So etwas kostete in solchen Zeiten, da es als Sammelstück durchgehen konnte, ein Vermögen. Er öffnete sie und betrachtete die Urzeit. Dabei hätte man eigentlich heraus hören können wie viel Uhr es war, denn die andere Uhr hatte ja geläutet. Doch er seufzte. „Lass dich nicht beirren. Die Standuhr geht falsch.“, erklärte er und steckte die Uhr wieder in seine Hosentasche. Dann ging er einige Schritte weiter, wartete jedoch immer in einem bestimmten Abstand zu ihm.
Nachdem Arael etwas Luft geschnappt und etwas erholt hatte, schaute er sich um, während er sich am Türrahmen festhielt. Gil schien einen Drang zur Untertreibung zu haben, denn der Junge hatte noch nie ein so aufwändig dekoriertes Zimmer gesehen...zugegeben er war auch selten in einem Haus gewesen. Er wirkte etwas hochgeschreckt, als die Standuhr begann zu schlagen und drehte den Kopf um heraus zu finden von wo das Geräusch kam, leicht und kaum zu erkennen zuckten die angelegten pelzigen Ohren, welche aufgetaucht waren, in seinem Haar. Jedoch würde es für Gill wohl er wie zuckende Haarspitzen aussehen. Sein Blick wanderte nach oben zur Zimmerdecke.
Als Gill meinte er solle sich von der Uhr nicht täuschen lassen ,senkte er wieder den Blick und schaute den Mann mit einem irritierendem Blick an, welcher fragte: „Was macht eine Standuhr auf dem Dachboden!?“. Zudem wirkte der Junge, abgesehen von dem erschöpften Eindruck, etwas nervös. Denn er konnte Augen und Kopf kaum still halten, selbst wenn er still stand Blickte er sich dauerhaft um. Vielleicht waren es auch einfach zu viele Eindrücke auf einmal. Hinzu kam, dass er, bis auf seinen Namen auch noch nichts gesagt hatte.
Langsam löste Arael sich vom Türrahmen um weiter zu..hinken? Schleichen? Klettern? Als was auch immer man es bezeichnen konnte, was er da tat, auf dem Weg zum essen, das sehr verlockend roch. Der Geruch von gebratenem Speck brachte ihn fast zum sabbern, Araels Nase war einfach zu gut. Im freien Raum, wo er kaum etwas zum festhalten hatte, wurde es schwierig für ihn da er nun wirklich hätte auftreten müssen, was er zu vermeiden versuchte. Dann machte er es langsam und mit zusammen gebissenen Zähnen. Er merkte wie die Wunde leicht aufging und anfing zu brennen. Schließlich blieb er direkt vor Gill stehen und packte ihn am Ärmel da er nichts anderes fand um sich fest zu halten. Nach Luft japsend, gruben sich seine Fingernägel durch den Stoff und er starrte einen Moment auf den Boden während er sich ausruhte. Der Junge hatte das Gefühl seit Wochen ohne Pause zu laufen, dabei waren es nur einige Minuten gewesen. Er hasste Verletzungen die ihn behinderten, jedoch war er selbst Schuld.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 1:28

Gilbert schien zu erahnen was der Junge mit seinem fragenden Blick meinte. „Ich kann sie einfach nicht ansehen. Darum steht sie oben.“, erklärte er und sein Lächeln war verschwunden. Nun strahlte er eine gewisse kühle aus. Doch das verging als er ihm dabei zu schaute wie Arael vor sich hin schlurfte oder wie man es nennen konnte. Als er vor ihm stand hatte er das Gefühl als würde der Junge gleich zusammenbrechen, weshalb er ihn leicht stützte. „Ich kann dich auch ruhig ein Stück tragen. Du scheinst recht leicht zu sein, demnach macht es mir nichts aus.“, erklärte er dann und sein Blick war etwas steckend, was einfach an der Farbe seiner Augen lag und geduldig auf ihn gerichtet. Er hätte nicht gedacht, das der Junge so unruhig sein würde. Immerhin dachte er ja, das er schon immer unter Menschen gelebt hätte. Da kamen ihm jedoch weitere Zweifel auf. Wenn dem so wäre, wäre doch bereits längst eine Vermisstenanzeige eingegangen. Und diese konnte selbst er mit seiner gesperrten Schlüsselkarte aufrufen. Er wartete bis sich Arael etwas beruhigt hatte. Er würde seine Wunde auf jeden Fall noch einmal untersuchen müssen. Die Anstrengung schien die Wunde wieder auf platzen lassen. Von unten her hörte man nun Schritte welche zu ihnen herauf kamen, sie wurden nämlich immer lauter. „Was macht ihr da? Das Essen ist fertig!“ meinte Terra und betrachtete das Schauspiel, welches sich ihr bot. „...So so...“ meinte sie nun mit einem leicht spielerischen Lächeln. „Ich wusste nicht das sie auf Männer stehen, Mr Nightray.“, erklärte sie und Gilbert schaute sie genervt an. „... Tu ich auch nicht... Guck richtig hin!“, meinte er und nun erkannte Terra auch, dass der Junge sichtlich erschöpft war und sich einfach nur an Gilbert fest hielt, damit er nicht zu Boden ging. „Na, selbst wenn habe ich mich das schon mehrmals gefragt. Immerhin haben sie noch nie eine Frau nach hause gebracht.“, erklärte sie und lachte dann. Gilbert verdrehte einfach die Augen. Terra ging ihn immer wieder damit auf den Keks, dass er keine Freundin hatte. Was aber daran lag, das es für die Landleute normal war, wenn sie recht früh heirateten. „Trag ihn doch. Sonst wird das Essen kalt.“, meinte Terra nun und ging wieder nach unten in das Esszimmer, welches, wie auch das Wohnzimmer, in dem etwas älteren Stiel gehalten war, genau wie die restlichen Räume. Gilbert schaute ihr nach bis sie verschwunden war. „Tut mir Leid wegen dieser Sache. Das macht sie ständig um mich zu ärgern.“, erklärte er und hob den Jungen nun hoch um ihn in die Küche zu tragen. Er hatte damit kein Problem, doch wusste er nicht, wie es da um Arael stand.
Arael lugte an Gill vorbei um Terra anschauen zu können, so genau verstand er nicht was die zwei meinten. Er kümmerte sich während ihrer kleinen Diskussion mehr darum, genügend Luft zu bekommen und nicht zusammen zu sacken. Als dieser ihn jedoch plötzlich packte und hochhob zuckte er leicht zusammen und sein Mund öffnete sich erschrocken. Es schien ihm nicht sonderlich zu gefallen, dennoch entgegnete er nichts. Vermutlich hätte er die Treppe alleine sowieso nicht geschafft. Durch die Anstrengung musste er jedoch langsam wieder husten und er rieb sich die juckende Nase, was eher an eine, sich putzende Katze, erinnerte.
Anschließend schaute er sich wieder um. Tatsächlich war er extrem leicht für Größe und Statur, die er besaß!
Gilbert ging auch schon los, als er Arael hoch gehoben hatte. Er ging durch das Wohnzimmer und dann die Treppe zum Erdgeschoss hinunter. Dort ging er auch gleich in das Esszimmer, wo er den Jungen auf einen Stuhl absetzte. Der Tisch war bereits mit einem leckeren Frühstück gedeckt und alles roch wirklich herrlich. Gilbert setzte sich auf den Platz gegenüber von ihm. Er rückte seinen Stuhl zurecht und wartete dann auf Terra. Sie legte darauf viel wert mit Gilbert zu essen, da sie nicht alleine essen wollte. Als sie sich setzte faltete sie die Hände und lies ein Gebet vernehmen. Gilbert tat ihr die Geste gleich, sagte jedoch nichts. Auf jemanden wie Gott konnte er sich nicht verlassen, dazu kam das er durchaus kein Christ war. Immerhin hätte er dann ja bereits einen VIP-Schein für die Hölle. Zudem war ihm in letzter Zeit so viel Scheiße passiert, das er eh den Glauben verloren hätte. Doch er tat es einfach gleich, weil Terra darauf wert legte.
Als Terra zu ende Gebetet hatte wünschte sie den beiden einen guten Appetit. Gilbert erwiederte dies und tat sich dann einige Dinge auf seinen Teller. Neben dem Teller stand eine Schüssel mit Salat. Auf dem Tisch standen dann noch Teller mit Rührei, Speck, Brot, Aufstrich und Stuten. "Greif nur zu. Ich kann auch noch etwas nach machen wenn ich muss.", meinte Terra und lächelte dann.
Der Junge war froh wieder zu sitzen und seufzte leise erleichtert bevor er den gedeckten Tisch mit großen Augen betrachtete. So viel Essen! Als sich Terra zu ihnen setzte, die Hände faltete und etwas anfing auf zu sagen, legte er jedoch fragend den Kopf schief. Er beobachtete, wie Gill ihr das Hände falten nachahmte und schaute selbst auf seine Hände die er, irgendwie mit fragendem Blick faltete und wartete während er die beiden beobachtete.
Da ihm das seltsame, silbern glänzende Werkzeug neben dem Teller aufgefallen war, damit aber nicht viel anfangen konnte, beobachtete er Gill und Terra ein wenig um in Erfahrung zu bringen wie man es benutzte. Er nahm es zwar in die Hand und betrachtete es, drehend und wendend es eine weile. Einen Geruch konnte er von dem Ding jedoch nicht bemerken. Als er beobachtete, wie Terra sich damit etwas, weichlich-gelbes auf die Brotscheibe schmierte und etwas Käse darauf legte bevor sie es zerschnitt, versuchte er es ihr gleich zu tun. Nahm eine Scheibe Brot, die schwach nach warmen Weizen roch und legte sie auf seinen Teller. Anschließend versuchte er sich, am Butter auf schmieren, es glich allerdings eher einer Schlacht die er da auf seinem Teller versuchte zu gewinnen. Schließlich sackte er leicht, frustriert und aufgebend auf seinem Stuhl zusammen während er das Ergebnis auf seinem Teller beäugte. Eine halb zermatschte und zerfetzte Stutenscheibe mit bisschen Butter darauf. Von diesem nutzlosen Werkzeug, nicht gerade begeistert und es nun als neuen Feind ansehend legte er das Messer wieder auf den Tisch neben seinen Teller und verschrenkte die Arme, noch immer auf das Schlachtfeld seines Platzes schauend.

Gilbert und Terra hatten inne gehalten als er anfing mit dem Stuten zu kämpfen. Gilbert blinzelte als er dies sah und zweifelte immer mehr daran, das der Junge in einer zivilisierten Umgebung gelebt hatte. Terra schien es ebenfalls so zu ergehen, denn sie hatte das Brot wieder auf ihren Teller sinken lassen. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte seufzte Gilbert und stand auf um zu ihm zu gehen. "Sag mir nicht, dass du nicht mit dem Messer umgehen kannst.", meinte er und schaute ihn skeptisch an. Er verdrehte leicht die Augen und nahm seinen Teller um das zermatschte Brot auf seinen Teller zu schieben und ihm dann seines vor die Nase zu setzen. Es war Stuten mit dem gebratenen Speck, welcher wirklich herrlich duftete. "... Iss dass...", meinte er und seufzte. Dann setzte er sich wieder auf seinen Platz und tat sich etwas Ei auf den Teller um dann das Brot mit Messer und Gabel zu essen, weil man es anders nicht mehr wirklich essen konnte. Zudem hatte er ja nun Ei dabei. Hauptsache der Junge aß was, und stellte nicht so eine Schweinerei an. Denn Lebensmittel sollte man nicht verschwenden. Zumal es ja an Tagen wie diesen nervig war in den Schnee hinaus zu gehen um neue Dinge ein kaufen zu gehen. Gilbert schaute ihm argwöhnisch an. Terra konnte sich ein Grinsen jedoch nicht verkneifen. Sonst wäre Gilbert nicht drauf eingegangen, doch scheinbar hatte der Junge etwas an sich was Gilbert dazu brachte sich um ihn zu kümmern.
Frustriert und irgendwie auch ängstlich zog Arael den Kopf ein, da er mehr das Gefühl hatte, das Gill mit ihm schimpfte als ihn normal zu fragen. Woher sollte er wissen, was ein Messer war geschweige denn wie man es benutzt? Er hatte ja bis gerade eben nicht mal eine Küche von innen gesehen. Aber woher sollten die beiden das auch wissen, er hatte nicht vor ihnen zu erzählen woher er eigentlich kam und was er wirklich war. Doch langsam zweifelte er daran, das er im Verhalten authentisch genug rüber kam, er konnte sich ja nicht mal wie ein normaler Mensch essen machen!
Der Junge seufzte und nahm das Speckbrot mit beiden Händen, vorsichtig vom Teller. Der Speck roch verführerisch gut und der langsam zu knurren, anfangende Magen (was ein Deutsch) liesen ihn nun mehr hinein beissen. Langsam und sorgfälltig kaute er auf dem weichen Brot mit dem knusprigen Speck herum. Bevor er den Bissen hinunter schluckte und erneut hinein biss. Während er vor sich hin kaute, warf er Terra und Gill einen kurzen Blick, über seinen Stutenrand hinweg, zu. Zumindest die Dame wirkte über seinen Versuch mit dem Brot sichtlich amüsiert.
Dann hatte er das Speckbrot aufgegessen. Als er gerade, etwas zögernd, nach einer neuen Brotscheibe griff, hielt er plötzlich inne. Ein leises, für ihn eher lauteres Brummen schwirrte langsam in die Küche. Suchend schaute er sich um. Da! Eine Fliege, ein dicker Brummer, schwirrte durch die Tür in die Küche und flog auf den Tisch zu. Um rundete ihn einmal im Tiefflug, wohl auf der Suche nach etwas köstlichem entschloss sich aber eher für Araels Nase. Dieser fuchtelte mit der Hand vor seinem Gesicht herum, das die Fliege wieder ab schwirrte. Das kleine Geschöpf nicht aus den Augen lassend, beobachtete er diese, wie sie erneut versuchte sich auf dem Tisch einen Platz zu suchen. Nachdem Arael sie mehrere male verscheucht hatte, schwirrte sie zu einem leeren Platz an der Wand wo sie sitzen blieb. Araels blickt war ausdruckslos, und starr auf die Fliege gerichtet. Ohne Kopf oder gar Blick abzuwenden, tastete er nach seinem Messer und hob langsam den Arm. Nur mit einer blitzschnellen Bewegung des Handgelenkes, warf er das Messer und heftete die Fliege damit an die Wand. Zufrieden und leicht genervt, nickte er bevor er sich wieder dem Essen zuwandte.
Er lies die Butter, Butter sein und balancierte lediglich ein Ei, auf die trockene Brotscheibe, welche er danach anfing zu verspeisen. Den Triumph seines Sieges, über die Fliege, feiernd.

Gill und Terra hatten ihr Frühstück ebenfalls vorgesetzt. Als Arael sich jedoch wieder merkwürdig benahm schauten sie wieder zu ihm und hielten inne. Er schien tatsächlich eine Fliege zu jagen. Gilbert wollte ihm gerade sagen, dass er es doch bitte lassen sollte als der Junge das Messer hob und die Fliege aus einer bestimmten Entfernung präzise traf und tötete. Terra war erstarrt und ihr stand staunend der Mund offen. Gilbert hatte inne gehalten und zur Wand geschaut. Und dann wieder zu Arael. Er fragte sich nun wirklich was dieser Junge eigentlich war. Konnte sich kein Brot schmieren, war jedoch in der Lage eine Fliege mit einem einfachen Brotmesser zu erstechen. „..... Was bist du?“, fragte Gill und sein Blick richtete sich stechend auf Arael. Man sah ihm sein plötzliches Misstrauen an. Immerhin hatte Arael gerade gezeigt das er durchaus die Kraft zum töten hatte. Zudem verhielt er sich wirklich nicht wie ein normaler Mensch. Dazu kam, dass er noch nicht ein Wort, außer seinem Namen gesagt hatte. Terra bekam wieder ihre Fassung zurück. "Du... MR. Nightray! Wie können sie den armen Jungen nur so etwas fragen?!" meinte sie, jedoch nur weil sie den Jungen nicht vergraulen wollte. Gilbert schaute sie an. "Was denn ?! Du fragst dich doch das selbe!", murmelte er und nun schauten beide wieder zu Arael, welcher sein Brot verputzte.
Arael hielt in einem bissen inne und lugte über das Brot, Gill an als dieser ihn anstarrte. Entgeistert lies er Kopf und Schultern sinken und starte auf das Brot, welches er mit beiden Händen knapp über den Teller hatte sinken lassen. Scheinbar hatte er sich nun endgültig verraten. Wie konnte er auch davon ausgehen, das Menschen so nervige Fliegen töten!? Er war wirklich ein Dummkopf. Während er so nachdachte und das Brot ohne es wirklich zu merken auf den Teller legte,wurde sein Blick immer trauriger. Tatsächlich wusste er es selbst nicht genau. Er konnte sich nur noch daran erinnern wie er lange umher wanderte bis er Stevo und die Anderen getroffen hatte. Da waren sie wieder, die Erinnerungen an das Rudel und Tränen begannen in seinen Augen auf zu steigen. „....Stevo....“, murmelte er bevor er den Kopf soweit sinken lies das man nur noch seinen Haarschopf sah. Er glich nun eher einem schlaffen Sack, welcher auf dem Stuhl hing und leise, kaum hörbar schluchzte.
"Sieh ? Jetzt haben sie ihn zum weinen gebracht!", meinte Terra und schaute Gilbert empört an. Gilbert seufzte und schaute nun weniger düster drein eher etwas hilflos. Was sollte er nun machen? Es war nicht seine Absicht gewesen den Jungen zum weinen zu bringen. "....", "Bringen sie ihn wieder ins Schlafzimmer. Er wird sprechen, wenn er dazu bereit ist. Machen sie ihn nicht fertig. Bestimmt hat er eine schwere Zeit hinter sich.", erklärte Terra und lächelte gutmütig. Gilbert schaute zu ihr und war sich nicht wirklich sicher, ob er an ihrer Stelle so etwas gesagt hätte. Sie war wirklich eine gutmütige Person. Er stand auf und ging zu Arael um sich vor ihn hin zu Hocken. "...Hey, ... Ist in Ordnung. Tut mir Leid, wenn ich zu weit gegangen bin.", meinte er und legte ihm eine Hand behutsam auf die Schulter. Terra staunte, denn normalerweise entschuldigte sich Gilbert nicht, jedenfalls nicht bei so etwas. Es sei denn er machte es aus Höflichkeit, wenn er es musste, oder aber wenn er wirklich schuldig war. Dann jedoch immer nur mit Murren und Grummeln. "Ich bringe dich jetzt wieder nach oben.", fügte Gilbert hinzu und hob den Jungen auch sogleich hoch. Vorsichtig natürlich. Dann ging er wieder die Treppe hinauf und ins Schlafzimmer zurück wo er ihn absetzte. "Ich werde die Wunde noch einmal behandeln. Sie scheint wieder etwas aufgegangen zu sein.", murmelte er und sein Blick wirkte immer noch so, als wenn es ihm unbehaglich war, wenn Arael weinte.
Dieser wischte sich schweigend die Tränen mit dem Handrücken vom Gesicht, schaute jedoch nicht auf. Nun fühlte er sich wieder einsam. Er kannte hier doch Niemanden, was taten seine Freunde in diesem Moment? Ob sie an ihn dachten, oder sich sogar Sorgen machen? Was sollte er denn jetzt nur tun? Der Schmerz in seinem Bein war ihm nun egal, er wollte nur noch zurück zu Stevo, Kleini und den Anderen. Erneut kullerten ihm Tränen über die Wangen, welcher er mit einem leisen Schniefen eilig weg wischte und versuchte sie zu vertreiben.
Als das jedoch nichts brauchte, hob er die Hände fürs Gesicht und schloss die Augen. Nach einem Moment, in dem er dann schließlich geschafft hatte sich zu beruhigen, wischte er sich die letzten Tränen aus dem Gesicht und lies die Hände wieder mutlos in den Schos sinken. Während er vor sich hin starrte, er wagte es nicht noch einmal den Blick zu heben.
Gilbert seufzte und strich sich durch das rabenschwarze Haar. Jedoch sagte er nichts und holte einfach das Verbandszeug. Dann schaute er zu Arael. „Zeig mir die Wunde. Ich muss sie neu verbinden.", meinte er und wartete. Wenn er nicht selbst die Wunde frei machen würde, würde er es selbst tun. Dabei würde er jedoch hoffen das Terra nicht herauf kam, sonst kam sie wieder auf falsche Gedanken. Er ordnete die Behandlungsgegenstände und wartete dann bis er auf seine Aufforderung reagierte. Nach seiner Reaktion auf seine Frage, hatte er wirklich eine schwere Zeit hinter sich gehabt, weshalb sich Gilbert nun etwas schuldig fühlte. Immerhin hatte er sich nicht wirklich freundlich angehört als er gefragt hatte was er denn sei.
Arael drehte leicht den Kopf, ohne auf zu schauen, bevor er machte was Gill von ihm wollte. So mit nackten Beinen, auf dem Bett, wurde ihm dann doch wieder etwas kalt, weshalb er sich die Decke griff und sich darin einwickelte. Die Beine waren noch gut zu sehen. Dennoch leicht zitternd, wackelte er leicht mit den Beinen, das seine großen Zehen aneinander stießen. Mehr oder weniger war er den Menschen momentan hilflos ausgeliefert. Jedoch fragte Arael sich plötzlich, was die beiden Wachen wohl nun machten, nachdem sie ihn ja nicht gefunden hatten.
Die Decke um sich, festhaltend, lies er sich nach hinten fallen. Das schwarze, strubelige Haar, fiel um seinen Kopf. Ausdruckslos starrte er nachdenklich an die Zimmerdecke.
Die beiden Wachen, hatten sich mittlerweile dazu entschlossen, nach dem Wolf fanden zu lassen, immerhin könnte das wilde Tier eine ansteckende Krankheit haben und Kinder sowie Erwachsene anfallen ,solange es dort irgendwo im Park war! Deshalb stapften die beiden Wachen zum HQfB um dort ihren Auftrag auf zu geben.
Gilbert behandelte die Wunde, auch wenn es etwas schmerzhaft für Arael sein würde. Als er fertig war, warf er den alten verband in den Mülleimer. Dort schien generell oft verband zu landen, welcher gebraucht war. Er stellte den Verbandskasten in seinen Schrank und schaute den Jungen nun nachdenklich an. "Ich werde dich hier wohnen lassen, bis es dir besser geht. ... Ich werde dich nicht raus werfen egal was für ein Geheimnis du hast. So lange du mir keinen Ärger machst verständlich.", stellte er klar und verschränkte leicht Nachdenklich die Arme vor der Brust. "... Jedenfalls. ... Wenn du mit mir oder Terra reden möchtest. Kannst du es machen. Aber wenn nicht, dann nicht. Jeder hat seine Geheimnisse. ... Wenn du Hilfe brauchen solltest musst du uns einfach nur Bescheid sagen. Dann werden wir dir helfen, so weit es uns in der Macht steht.", murmelte er dann. "Ich bin im Wohnzimmer.", fügte er hinzu und drehte sich zur Tür um.

Skye bekam den Antrag herein und seufzte. " .. Schon wieder ein E-Rang Auftrag rein gegangen.", meinte sie und schaute zu Lau Lee ihrem Partner. Dieser lächelte wie immer und schien sich über ihre Laune zu amüsieren. Sie hatte im Moment wirklich Probleme die ganze Organisation zu machen, denn alle S-Rang Mitglieder hatten noch andere Aufgaben. Was die anderen jedoch nicht hatten. Nämlich Organisation und Rangeinortung der Fahndungen und Aufträge. Der Mann lächelte jedoch auch wenn er mal etwas genervt war. Denn dies tat er immer. Außer in wirklich ernsten Situationen. Er kam aus China, was sein Name ja bereits verriet. Demnach sahen auch seine Kleider aus, denn er trug gerne traditionelles und formelles. "Hör auf zu grinsen Lau!", meinte sie nun und warf ihm mit einem zerknüllten Blatt Papier ab, doch er wich geschickt aus. "... So bin ich nun mal, Skye.", erklärte er und schaute auf den Hologrammbildschirm ihres PCs. "Ordne ihn in E ein. Es wird ja wohl nicht so schwer sein einen Hund ein zu fangen.", meinte er und lächelte leicht. Skye seufzte. Lies den Steckbrief jedoch anprangern. Somit bekamen alle Hunters eine weitere Benachrichtigung für einen E-Rang Auftrag.
Obwohl die Wunde tierisch brannte, während Gill daran herum werkelte, verzog Arael keine Miene. Leer, starrte er an die Decke und rührte sich keinen Millimeter. Er hörte Gill zu, keine Frage doch scheinbar wollte er diesem nun nicht mehr ins Gesicht sehen. Der Junge hatte zu viel Angst sich noch mehr oder zu viel von sich preis zu geben. Es gab immerhin nur noch eine wirkliche große Sache die er vermasseln konnte und davor würde er sich hüten!
Er durfte nun kein einziges Mal mehr die Kontrolle über sich selbst verlieren, Arael schwor sich dies durch zu stehen und sobald wie möglich wieder aus der Stadt zu verschwinden um nach Stevo und den anderen zu suchen. Er zog die Beine an, das auch diese unter der Decke verschwanden und rollte sich auf die Seite um anschließend die Augen zu schließen und wieder ein zu schlafen.
Gilbert nahm sich ein Buch und setzte sich damit auf die Couch um dort zu lesen. Was sollte er auch sonst tun. Gegessen hatte er und etwas anderes zu machen bis Terra ihm seine Zigaretten vom Dachboden geholt hatte hatte er nicht außer lesen. Oder in den Kamin starren. Oder sich die Fahndungen an zu schauen. Er seufzte und klappte das Buch auf.
Sein PC war eingeschaltet und der Bildschirm war zu sehen. Plötzlich gab der Bildschirm ein Piepen von sich. Und ein Profil wurde Geöffnet. Es war ein Fahndungsprofil des Rangs E. Genau der Auftrag, welcher von Skye keine Minute vorher abgesendet worden war. Gilbert bekam das Piepen nicht mit, da er die Tür des Schlafzimmers geschlossen hatte. Nur Arael bekam dies demnach mit.
Als er ein Piepen hörte, öffnete der Junge schlagartig die Augen. Er hob leicht den Kopf und schaute sich im Zimmer um, um heraus zu finden woher das Geräusch gekommen war. Es war dieses komische...Ding, das auf dem Schreibtisch stand. Arael konnte damit nicht viel anfangen. Er richtete sich auf und schaute fragend auf das Teil, nach einem kurzen Blick zur Tür, hatte er festgestellt das diese zu war.
Er rutschte zur Bettkante und stand auf, um langsam zum Schreibtisch hinüber zu...hinken und sich dort auf den Stuhl zu setzen, noch immer in die Decke gewickelt. Gab ein seltsames Bild ab, wie er auf das halb durchsichtige Ding vor sich starrte und auf Zeilen von Buchstaben starrte. Er überlegte, vielleicht war es was wichtiges. Deshalb stand er auf und ging zur Tür um diese dann zu öffnen. Halb gegen den Rahmen gelehnt, schaute er durch die Tür zum Wohnzimmer und suchte es nach Gill ab. Als er ihn gefunden hatte, starrte er diesen solange an, bis er ihn bemerkte um in Richtung Schlafzimmer zu deuten und wieder zum Bett zu gehen.
Gilbert hatte nicht mit bekommen und las weiter, als er jedoch die Tür hörte schaute er auf. Erst dachte er der Junge würde ihn ansprechen. Doch langsam fing er an zu glauben das der Junge nicht sprechen konnte, bis auf einige Namen vielleicht. Er schaute sich zu ihm um und sah das dieser ihn scheinbar mit seinem Blick aufmerksam machen wollte. "... Du bist mir jemand...", meinte er und schaute fragend drein. Als er in das Zimmer deutete ertönte erneut ein Piepen und er stand auf. "...Scheinbar wurde wieder ein neuer Auftrag freigegeben.", murmelte er und ging zu dem Bildschirm hin um auf das Profil zu klicken. Sofort konnte man ein Phantombild von einem Wolf erkennen, oder einem Hund, den Wölfe, so dachte man, gab es in dieser Umgebung nicht mehr. Diese Lebten eigentlich in den Bergen weiter im Norden. "... Ein schwarzer Hund ?... Wurde angeschossen und ist davon gekommen... ", murmelte er, so dass der Junge es mit bekommen konnte, auch wenn Gill nicht darauf anspielte, dass es so war. "... Naja. .. Ich kann eh keine Aufträge annehmen... .Hm?", er schaute genauer auf den Bildschirm. "Das war doch....", er schaute zu Arael. Das Datum des Aufeinandertreffen mit dem Tier war das gleiche Datum, wo er Arael gefunden hatte. Zudem war eines der Hinterläufe angeschossen worden. Mit einem einfachen Gewehr. Er stand auf da ihm ein komischer Gedanke beschlich, doch er hatte ja schon viel mehr gesehen und mit bekommen als andere wussten. Er ging zu dem Nachttisch und holte die Kugel hervor, welche in dem Bein von Arael gesteckt hatte. Er betrachtete diese und sein Blick wirkte nun verwirrt. "... Nein... Ich meine das ist albern...", meinte er und schaute zu dem Jungen. "... Arael... bist du....?", er brach ab, da er nicht wusste wie er es formulieren sollte. "Nein dass geht nicht.. .. Es kann nicht sein das du ein Wolf bist.".
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 1:40

Oh weh, scheinbar war es doch ein Fehler gewesen, rannte Arael etwa gerade in sein verderben? Der Junge hatte sich wieder aufs Bett gesetzt und sich in die Decke gemümmelt, die er bis über den Kopf gezogen hatte. Nervös zuckten darunter leicht die pelizgen Ohren, die durch die steigende Nervosität hervor getreten waren. Jedoch, war dies kaum erkennbar, da er selbst sich die ganze zeit unruhig bewegte und Gill beobachtete.
Der Mann war gut im kombinieren, vielleicht zu gut für Arael. Wenn er nicht aufpasste, würde er tatsächlich noch entlarvt. Das würde er vermutlich sowieso früher oder später, dafür war er zu auffällig, doch der Junge versuchte so lange wie er konnte unerkannt zu bleiben. Fragend schaute er Gill an. Er war kurz davor zu fragen: "Wieso denn nicht, du hast doch eh bereits gefragt was ich bin, jetzt stell dich nicht dümmer wie du bist.", doch das lies er vernünftig bleiben.
Lieber blickte er den Mann mit schief gelegtem Kopf, fragend an und betrachtete die Kugel. Wenn Arael nicht aufpasste, würde er noch so nervös werden, dass auch sein Schweif hervor treten würde und der war nun wirklich kaum zu übersehen! Nur gut das er momentan in der Decke seine Rettung gesucht hatte.
"Ich muss mir das einbilden.", meinte er und schüttelte den Kopf und ging die Daten noch einmal durch. "Jedoch bin ich für jedes Wesen offen.. Menschen sehen weniger als es gibt.", meinte er und nun wanderte sein Blick wieder zu Arael er konnte die Nervosität von dem Jungen gerade zu riechen. Dann überlegte er. "Du scheinst unsere Sprache zu verstehen, warum redest du dann nicht?...Vielleicht weil du deine Sprache in der Anwesenheit von Menschen nie gebrauchst.. .Oder weil es eine tierische Sprache ist, welche du beherrscht. .. Und selbst wenn ich richtig liege. Ich bin weder an einer E-Rang Mission interessiert noch habe ich momentan die Autorität solche Aufträge an zu nehmen. ....Okay, ich nehme zurück das ich dir deinen Freiraum in Sache Geheimnisse lasse. Denn ich meinte ja bereits das du mir keinen Ärger machen sollst. Wenn das wirklich du bist, welcher da gesucht wird. Dann sag es mir und ich werde es so einrichten als sei es ein Irrtum. ... Ich bin ziemlich gut darin ein Theater aus etwas zu machen.", meinte er und ein nun bösartiges Grinsen trat auf sein Gesicht. "Ich kann diese vorlauten ungehobelten Menschen, welche sich Stadtwache schimpfen eh nicht ausstehen. Wie kann man einfach ein Tier abschießen?! Ich meine... Sind die bekloppt?!", er schüttelte den Kopf und war plötzlich recht redselig. Zudem schien er nach und nach gute Laune zu bekommen. "Also raus damit. Wenn du nicht willst das ich auf meinen Vertrag zurück greife, zeigst du mir was du wirklich bist. Sonst frage ich meinen lieben Raven was er darüber weiß!". Er saß nun direkt vor ihm und sein Gesicht war nah an dem von Arael. Er wusste wirklich wie man Leute bedrängte.
Arael wurde immer blasser, desto näher Gill ihm kam, tatsächlich war sein Wolfsschweif aufgetaucht wurde jedoch von der Decke verdeckt, nervös zuckte dieser hin und her während Arael nach einem Ausweg suchte. Er wollte es ihm nicht sagen. Schließlich atmete er einmal tief durch und schluckte damit jegliche Nervosität hinunter, wodurch auch seine Animalischen Extremitäten verschwanden und schaute Gill nun kühl, tief in die Augen. "Sehe ich für dich wie ein Tier aus?", fragte er langsam, leise und mit etwas unsicherer Stimme, dennoch deutlich.
Er hatte eigentlich wirklich leichte Schwierigkeiten mit der Sprache der Menschen, denn seit er bei Stevo und dem Rudel gewesen war, hatten sie sich nur zwei oder drei mal verwandeln müssen und stets hatten die Anderen für ihn gesprochen. Lesen konnte Arael gar nicht oder so gut wie gar nicht, wenige Worte. "Tu was du nicht lassen kannst, aber mal ernsthaft, wie alt soll der Wolf gewesen sein? 2? 3? Rechne mal um? Er müsste in Menschengestalt etwa ein 40 Jahre alter Knacki, so wie du sein.", konterte er und ein schelmisches Grinsen tauchte auf Araels Gesicht auf.
Gilbert war nun etwas verblüfft als der Junge plötzlich sprach. "Hast dich gerade noch so gerettet.", meinte er und seufzte. "... Pass jedoch auf das niemand anders auf die Idee kommt. Sonst wirst du noch inhaftiert für etwas, was du nicht bist.", erklärte er und überlegte. "Auch wenn dein Verhalten durchaus tierische Muster aufweist. Genauso wie diese Jagt auf die Fliege. Aber ich will dir ja nichts unterstellen.", meinte er und sein grinsen war leicht wissend. Ihm war es eigentlich egal wen oder was er vor sich hatte. Hauptsache er würde durch ihn keinen Ärger bekommen. Er schaute wieder auf seine Taschenuhr und verzog leicht das Gesicht. Dann setzte er sich an seinen PC und drückte auf ein Anruf Symbol. Als es angenommen war konnte man eine Person sehen. Es war Lau. "... Oh. Gilbert... Rufst du an wegen deinem Krankheitsstatus?", fragte er und lächelte. "... Ja.. Wo ist Skye...?", fragte er und Lau lachte. "Sie versinkt in Arbeit. Da du und Red nicht mehr hier seid...", Gilbert Schlug mit der Faust auf den Tisch. "Erwähne. diesen. Namen. nie. Wieder!", meinte Gill und man konnte plötzlich eine Mörderaura um ihn spüren. Lau hob beschwichtigend die Hände. „Schon okay, ...Immer ruhig Gill-Necko-chan.", meinte er und Nun schien Gill noch mehr aufgebracht. "Was hast du gesagt ?! NECKO? SEHE ICH FÜR DICH AUS WIE EINE KATZE ??!", fragte er und Lau lachte laut. "Immer wenn du dich aufregst siehst du aus wie eine Aufgebrachte Katze. Mann muss dich nur die Ohren und den Schwanz dazu denken und tadaaaa.. Eine Gill-Necko!". Gilbert spannte sich an und knurrte leise. "Aber genug mit dem Spaß. Wie geht es dir? ... Die Wunde heilt?", fragte Lau und sein Blick wirkte nun besorgt, auch wenn er weiterhin grinste. Gilbert atmete aus. "Sicher. Ich bin bereit wieder arbeiten zu können. Kommt schon... Wenigstens D-Rang.", meinte er und wirkte nun leicht verzweifelt. "Ich langweile mich hier ... Es ist schlimmer als im Knast!", erklärte er und bei den letzten Worten wurde seine Stimme leiser. Lau schwieg. Dann ging er zu einem Blätterberg und grub Skye aus dem Berg aus. Diese stand auf und war nun auf dem Bild zu sehen. "Nein, Gilbert! Nein und nochmals nein! Du bist wegen deiner Wunde fast gestorben! Ein normaler Mensch wäre das zumindest, so viel Blut wie du verloren hast. Du bist einer der besten Hunter hier... Also nehme ich es nicht auf mich, dass du bei einer D-Mission stirbst. Du hast noch Zwei Wochen. Vorher brauchst du nicht mehr anrufen. Den Bericht kannst und mir auch über E-Mail schicken und jetzt muss ich weiter Arbeiten. Nacht Gill.", meinte sie und verschwand wieder. Lau verabschiedete sich wieder mit einem Kommentar über Gill im Vergleich mit einer Katze und legte dann auf.
Gilbert rieb sich über die Stirn. " .. Na super... " murmelte er leise und lehnte sich so weit zurück das sein Haar aus seinem Gesicht nach hinten fiel. " ..... " Somit schaute er auch wieder zu Arael, jedoch hatte er einen eher gelangweilten und wehleidigen Blick aufgesetzt.
Als Gill sich dem Pc zuwandte, atmete Arael leise, erleichtert auf. Jedoch war er neugierig, und war leise vom Bett aufgestanden um zu ihm hinüber zu gehen und vorsichtig über die Schulter zu lucken. Er zuckte leicht zusammen als dieser plötzlich laut wurde und hielt sich die Ohren zu, in denen es ihm nun bereits klingelte. Als Gill sich plötzlich nach hinten lehnte, machte der Junge erschrocken einen Satz zurück, keine gute Idee mit seinem Bein, und prompt landete er auf der Decke auf dem Boden. Auch wenn es weh tat, der Wunde war nichts passiert, zum Glück.
"Aaahhh~", stöhnte er leise und schaute dann wieder zu Gill auf.
Er betrachtete diesen einen Moment und legte anschließend den Kopf schief. "Du hast überhaupt nichts von einer Katze.", meinte er dann. Entweder er versuchte mit seiner leisen Stimme die Unsicherheit darin zu verbergen oder Arael konnte wirklich nicht viel lauter Sprechen. Nur gut, das es hier in der Wohnung recht ruhig war.
Gilbert hatte nicht bemerkt, dass Arael hinter ihn getreten war, weshalb auch er sich etwas erschreckt hatte. Doch plötzlich stand er direkt vor Arael und reichte ihm seine Hand um ihm auf zu helfen. Sein Blick war besorgt. "... Pass auf. Sonst geht die Wunde wirklich auf. Es war schon ein reinstes Blutbad die Kugel zu entfernen...Ich möchte nicht wieder alles voll haben.", meinte er und sein Blick war etwas besorgt, jedoch nicht wegen seiner Wohnung, eher weil der Junge dann wahrscheinlich verbluten würde. Er zog den Jungen wieder auf die Beine und seufzte. "... Jetzt benutze ich es auch noch in der Freizeit...", murmelte er und holte seine Taschenuhr aus seiner Tasche. Diese legte er auf den Tisch. "Die darfst du nicht anfassen hörst du?!", meinte er und sein Blick war ernst. Er meinte es wirklich ernst. Seinetwegen konnte Arael die Wohnung auf den Kopf stellen, doch an die Uhr durfte er nicht. "... Man... Wo bleiben meine Zigaretten...?! Terra !! Die Zigaretten!! Ich brauch welche ! Hol bitte welche vom Dachboden !", meinte er und von unten her hörte man einen lauten genervten Seufzer. " Überwinden sie sich und gehen sie selbst einmal hinauf Mr. Nightray! Ich bin ihre Haushälterin, nicht ihr Dienstmädchen !", kam es von ihr. Doch sie kam die Treppe hinauf und schloss die Tür, welche zum Dachboden führte auf. Dann ging sie eine weitere Treppe hinauf. Gilbert hielt den Atem an, so lange die Tür zum Dachboden auf wahr. Als Terra diese wieder hinter sich anschloss und ihm die Zigaretten gab, schien er erleichtert zu sein. Was man jedoch auch auf die Zigaretten schieben konnte. "Endlich.", meinte er und öffnete das Fenster um es gleich wieder zu schließen, weil ihm ein Haufen Schnee entgegen kam. Als er dann wieder zu Arael schaute lächelte er. "Du bist leider der einzige, welcher mich nicht mit einer Katze vergleicht.", meinte er und ging dann aus dem Schlafzimmer. "Bin unten eine Rauchen.", meinte er und schnappte sich einen Mantel. Dann hielt er jedoch inne und kam zurück um einen Revolver aus seinem Schreibtisch zu holen und ein zu stecken. Es war draußen bereits dunkel und mehr als einmal hatte er unerwünschten Besucht gehabt.
Er nahm die Hand dankend an und hob anschließend die Decke vom Boden auf um sie wieder aufs Bett zu legen. Er beobachtete Terra neugierig, als diese auf den Dachboden ging und tapste nun eher, etwas frierend von einem aufs andere Bein. "Terra?", fragte er leise und wirkte etwas zögerlich und verlegen während er sich an dem Saum seines Oberteils krallte und zu Boden starrte.
Terra schaute zu ihm und blinzelte. "Ja?", fragte sie dann und legte den Kopf leicht schief. Gilbert war an ihr vorbei getreten und so waren Terra und Arael alleine in dem Raum. Jedenfalls bis Gilbert zu ende Geraucht hatte.
" Was ist?" fragte Terra mit einem freundlichen Lächeln. Sie hatte den Jungen bereits ins Herz geschlossen und würde ihn sogar bei sich aufnehmen, wenn dieser kein Heim hätte. Dies hieß jedoch auch, das Gilbert damit einverstanden sein musste. Immerhin schlief sie im gleichen Haus.
"...Ich muss mal...", meinte er leise und verlegen. Arael wusste das Menschen etwas hattne das sich Toilette nannte, um sich zu erleichtern. Jedoch hatte er noch nicht herausgefunden wo sie war...geschweige denn wie sie funktionierte, aber das, schwor er sich, würde er alleine herausfinden!
"Ah? Ach so. Komm mit.", meinte sie und lächelte. Dann ging sie vor und brachte ihn zum Badezimmer. "Wenn du willst kannst du auch ein warmes Bad nehmen. Obwohl ich denke das sich das mit der Wunde erst mal etwas schwer gestalten würde.", meinte sie mit einem freundlichen Blick. „Wenn du etwas brauchst, scheu nicht, mich zu rufen, okay?", meinte sie und lächelte ihn freundlich und gütig an.
Er nickte bevor er eilig im Bad verschwand.
Die Tür hitner sich zuziehend, schaute er sich im Badezimmer um, hier war es genauso üppig gestaltet, wie der Rest des Hauses. Eine große Badewanne, Waschbecken und das komische Ding, mit dem Arael nichts anfangen konnte, musste die Toilette sein. Nun stand er davor und begutachtete es. Ein komisches Ding, fand er und klappte den Deckel hoch. Darunter war ein Loch mit ein wenig Wasser darin. Ratlos ratzte er sich am Kopf, da er allerdings langsam wirklich dringend musste, machte er einfach das, was er glaubte was hier richtig war.
Erstaunlicher weise, wars richtig!
Als er fertig war, betätigte er den Hebel an dem Kasten, ein lautes Geräusch war zu hören als Wasser durch die Schüssel floss und diese Reinigte. Nun sah sie aus wie vorher. "Interessant.", meinte er leise. Wofür das Klopapier war, welches an einer Rolle daneben hing, hatte er ebefalls nach einigen Überlegungen heraus gefunden. Nun stand er vor dem Waschbecken, über dem ein Spiegel hin. Neugierig betrachtete er sich darin und blickt auf die Boxershorts hinunter, die er ja unter dem Oberteil trug.
Ein ungewohntes Gefühl, wie ihm nun auf fiel. Luftig aber irgendwie auch angenehm. Er fing nachdenkend an, mit den Hüften zu wackeln und den Po zu schwenken um die neue Freiheit da unten aus zu testen.
Das bot einen seltsamen Anblick. Anschließend schaute er wieder in sein Gesicht. "Ich bin...hässlich.", stellte er fest, pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und versuchte nun heraus zu finden wie man das Waschbecken benutzt. Er drehte an dem Wasserhahn herum, bis er wusste wie man das Wasser an und wieder ausmachte, sowie die Temperatur vom Wasser ändern konnte. Der Junge war fasziniert und spielte eine Weile damit herum bevor er eine seltsamen und komisch riechenden Block in die Hand nahm. Als er diesen unter das laufende Wasser hielt, wurde sie flutschig und glitt ihm aus den Händen. Er versuchte sie zu greifen, doch sie flutschte immer wieder weg. Schließlich konnte er sie doch erwischen. Seine Hände waren mittlerweile mit einer seltsamen weißen Schicht überdeckt die unter dem Wasser blasen schlug. Es brannte nicht und tat auch nicht weh. Mit dem Wasser wusch er es von seinen Händen ab und nahm das fluffige
Stoff-Ding, was neben dem Waschbecken hin um die Hände wieder trocken zu reiben. Jedoch war er neugierig, das Stück Seife roch interessant!
Er tat, was man ahnte, der Junge biss hinein. Das Ding schmeckte widerlich weshalb er es eilig zurück legte. Plötzlich fühlte sich sein Mund ganz komisch an und der komische Geschmack im Mund wollte nicht weg gehen! Hektisch überlegend, machte er wieder das Wasser an und trank, das machte es allerdings nur schlimmer, denn nun hatte er Schaum im und vor dem Mund!
Terra war wieder hinunter gegangen und lies den Jungen machen. Gilbert war nun auch wieder im Raum und wollte gerade ins Badezimmer gehen. Weil er nun auch einmal zur Toilette musste. Als er den Jungen da sah hielt er inne. Erst wollte er sich Entschuldigen das er eingedrungen war, doch dann sah er wie der Junge am Wasserhahn herumspielte und sich dann zur Seife wandte, da er diese scheinbar als seltsam betrachtete. Er zog demnach vor die Klappe zu halten und betrachtete das Schauspiel. Wie er da hinter der Seife her rannte, bis er sie endlich zu fassen bekam. Dann wusch er sich die Hände und trocknete diese. Eigentlich wollte sich Gilbert in diesem Moment bemerkbar machen, als der Junge wieder nach der Seife griff und hinein biss. Nun konnte er nicht anders als los zu lachen. Arael wirkte wirklich lustig mit diesem angeekelten Gesichtsausdruck. Dazu kam das er nun dauern Blasen im Mund hatte. Es sah wirklich urkomisch aus.
Arael erschauderte und drehte ganz langsam den Kopf, als er Gill lachen hörte. Wo war der Mann plötzlich hergekommen!? Mit hoch rotem Kopf stapfte er an Gill vorbei aus dem Badezimmer und wischte sich den Mund mit dem Oberteil ab. Dem Jungen war es deutlich sichtbar peinlich. Nun warf er sich auf das Bett und versteckte das Gesicht in der knittrigen Decke.
Gilbert schaute ihm nach und fragte sich ob er nicht doch etwas zu weit gegangen war. Dann jedoch zuckte er mit den Schultern und schloss die Badezimmertür hinter sich.

Als er wieder aus dem Bad kam schaute er wieder im Schlafzimmer vorbei. "Hey, sorry, dass ich gelacht habe. Aber es sah einfach lustig aus.", meinte er und schaute ihn entschuldigend an. "Und zudem kommst du mir immer mehr und mehr wie kein Mensch vor... Denn dann wüstest du wenigstens wissen, was Seife ist.", fügte er hinzu und zog eine Braue leicht hoch.
Jedoch rührte sich Arael keinen Milimeter. Lediglich sein Brustkorb hob und senkte sich langsam und rythmisch. Der Junge hatte die Arme um die Decke geschlungen und sich hinein gekuschelt, während er auf dem Bett lag. Als er sich auf den Rücken drehte und die Decke los lies, das die Arme offen links und rechts neben ihm auf dem Bett lagen, konnte man erkennen das der Junge eingeschlafen war. Langsam begann er wieder zu frieren, so ohne Hose und ohne Decke!
Gilbert sah dies und seufzte leise. "Naja. Dann entschuldige ich mich eben Morgen.", meinte er dann und ging zum Schrank um eine weitere Decke heraus zu holen und sie dann über den Jungen zu legen. Er würde in dieser Nacht eh kein Auge zu bekommen, das wusste er. "Schlaf gut.", murmelte er und ging dann aus dem Raum heraus. Kurz vorher schaltete er noch das Licht aus.
Er nahm sich eine dünnere Decke und legte sich auf die Couch. Dabei schaute er in den Kamin, wo mittlerweile kein Feuer mehr drin brannte. Auf dem Kamin standen einige Bilder. Doch das von seinem Partner, hatte er bereits entfernt. Er braucht Bilder, damit er sich an diesen Orientieren konnte. Sein Blick wanderte nun über diese und wurde leicht traurig. Er hatte es satt entweder Menschen zu verlieren welche ihm nahe standen oder verraten zu werden. Red hatte das Fass echt zum überlaufen gebracht. So grübelte er weiter bis er um 4 Uhr am Morgen endlich Schlaf fand.
Als Arael wieder wach wurde, zuckten seine Wolfsohren, auf andere Geräusche lauschend, unter der Decke hervor. Gähnend, streckte er sich das alle Vier Gliedmaßen unter der Decke hervor kamen. Verschlafen rieb er sich die Augen und richtete sich auf. Kurz blickte sich der Junge im Zimmer um bevor er aufstand. Mittlerweile hatte er sich recht gut an den menschlichen Körper gewöhnt erneut gähnend, tapste er leicht, verschlafen schwankend, zur Tür. Es war noch recht dunkel, aber das störte ihn nicht!
Leise öffnete er die Tür und schaute hindurch. Wieder zuckten seine Ohren, leicht nervös. Arael beobachtet Gill einen Moment von der Tür aus, wie er auf der Couch schlief, bevor ein kleiner blasser Lichtstrahl seine Aufmerksamkeit auf das, von Vorhängen verhangene Fenster lenkte. Neugierig tapste er leise darauf zu. Aus Vorsicht sorgte der Junge schnell dafür das seine Ohren wieder verschwanden bevor er den Vorhang ein Stück zur Seite schob und durch das leicht beschlagene Fenster auf die verschneite Stadt blickte. Es war noch recht dunkel, nur ein leichter heller Schein kam aus der Ferne. Arael warf einen Blick auf die Wanduhr, er wusste nicht genau, wie sie zu lesen war, aber der kleine Zeiger stand fast ganz unten und der große fast ganz oben. Die Fensterbank des Fensters war groß und breit, weshalb der Junge hinauf kletterte und sich ans Fenster setzte um hinaus zu blicken. Zunächst betrachtete er die Stadt fasziniert, verlor sich jedoch irgendwann in Gedanken und betrachtete die Sterne und den Mond.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 1:50

Gilbert bekam nicht wirklich mit, dass der Junge in das Wohnzimmer gekommen war. Er schlief jedoch recht unruhig. Oder besser, es fing an kurz nachdem Arael in das Zimmer gekommen war. Er atmete unruhig und drehte sich leicht hin und her. So weit es auf einer Couch ging jedenfalls. Dann fing er an vor sich hin zu Murmeln. Er machte das eine ganze Weile. Bis er plötzlich verstummte. Seine Augen waren geöffnet. Doch er schien nicht wirklich anwesend zu sein. Zudem breitete sich ein roter Fleck schnell auf seinem Hemd aus. So viel zum Thema, das die Wunde gut verheilt war. So starrte Gilbert einfach mit vor Schreck geweiteten Augen an die Decke. Mit wachen Sinnen jedoch noch nicht wirklich anwesendem Geist. Seine Hand lag auf seiner Brust, und färbte sich nun auch leicht rot, da er den Fleck berührte. Irgendwann setzte sich Gilbert einfach auf und strich sich mit der dummerweise mit Blut verschmierten Hand über die Stirn. Er schaute zu Arael und nickte ihm zu dann bemerkte er ein kräftiges Ziehen an seinem Oberkörper, jedoch waren es keine extremen Schmerzen. Er schien diese nicht wirklich wahr zu nehmen. Jedoch schien er es zu ignorieren. ".... Morgen.. Nehme ich an...", murmelte er und schaute zur Uhr". ... 6:30 Uhr...", meinte er und atmete aus. "... Zu früh...".
Leicht von Gills Unruhe aufgeschreckt, drehte Arael den Kopf. Er hatte die Beine an den Körper gezogen und hatte sie mit den Armen umschlungen. Er roch das Blut, verzog aber keine Miene, stattdessen, deutete er auf Gill, als dieser ihn anschaute. Dann, drehte er sich so, das seine Beine von der Fensterbank baumelten und mit dem Rücken zum Fenster saß. Dadurch warf er einen langen Schatten in den Raum. Er hatte langsam das Gefühl, das ihm die, nicht sichtbaren Ohren, anfingen ab zu frieren. Weshalb er unbewusst sich die Kapuze des Kapuzenpullis überzog. Eine ungewöhnliche Mischung, da er nur eine schwarze Boxershorts dazu an hatte, scheinbar hatte er vergessen die Hose wieder an zu ziehen oder es störte ihn nicht.
Schweigend beobachtete er Gill, während sein Blick über dessen Körper wanderte.

Gill schaute ihn erst fragend an als er dann an sich herunter schaute und dann fluchend aufstand. "Scheiße.", meinte er und ging das Verbandszeug holen um sich dann sofort das Hemd aus zu ziehen und seine Wunde behandelte. Auf seiner Brust war eine lange hässliche Wunde zu sehen, welche auch recht tief schien. Scheinbar waren aber keine Organe betroffen, denn sonst würde Gilbert nicht mehr so dastehen. Er band sich sofort den Verband um und zwar so fest, das die Blutung wieder gestoppt wurde. Sein Blick war finster. Er nahm das Blutverschmierte Hemd und wischte sich daran seine Hände ab. Dann war er dieses in den Müll. "... Danke das du mir Bescheid gesagt hast. Sonst hätte ich es nicht bemerkt.“. Scheinbar hätte er die Uhr doch nicht weglegen sollen, denn so hätte er seine Regeneration etwas beschleunigen können. Jedoch nur etwas, was ihm jedoch erlaubt hätte wieder so weit in einer Woche von solch einer Wunde zu genesen und nicht die ganze Zeit im Bett zu liegen, oder besser gesagt im Krankenhaus. "... Willst du raus?", fragte er nun als er nun mit freiem Oberkörper durch den Raum ging.

"Ich hab doch gar nichts gesagt.", murmelte Arael eher an sich selbst als zu Gill und betrachtete seine Füße, welche er schaukeln lies. Dann schaute der Junge auf, als Gill ihn fragte ob er raus wolle. "Was meinst du damit?", fragte Arael und legte den Kopf leicht schief.

"Du hast so verträumt hinaus geschaut.", murmelte Gill und seufzte. "Und das mit dem gesagt haben war einfach nur für das: drauf hinweisen.“. Er ging nun zum Bad um sich Hände und sein Gesicht zu waschen. Zudem wusch er sein Haare, jedoch über dem Waschbecken. Er wollte das Blut aus seinen Haaren entfernen, welches er sich ja vorhin hinein geschmiert hatte. Als er seine Haare abgetrocknet und geföhnt hatte zog er sich einen schwarzen Pullover an. "Ich werde jetzt rauchen gehen.... Wenn du auch an die frische Luft willst, zieh dir eine Hose an und komm mit.".
"Ich habe bloß...", begann der Junge und drehte den Kopf um über die Schulter aus dem Fenster zu schauen. Er wirkte wie ein 10 jähriger, etwas zu groß geratener Junge, so wie er da saß und sich auch verhielt. "...an die Anderen gedacht.", meinte er und schaute Gill wieder, eher fragend an, als wollte sein Blick fragen: "Wo finde ich die?".
Anschließend rutschte er von der Fensterbank und ging auf Gill zu, vor dem er schließlich stehen blieb. Arael erhohlte sich ungewöhnlich schnell von seiner Verletzung, die scheinbar auch recht schnell heilte. Aber das einzige was wohl an dem Jungen "gewöhnlich" war, war sein Aussehen!
Trotz des geringen Größenunterschieds, stellte sich Arael auf die Zehenspitzen um Gill genau in die Augen zu sehen, fast Nase an Nase, blickte er tief in die goldenen Augen als versuche er darin etwas zu finden. Seine eigenen, sanften, grünen Augen spiegelten sich in ihnen. Nach einem Moment, den er so verharrte, sank er wider auf die Füße und trat etwas zurück. Weiterhin schwieg er und schaute Gill lediglich abwartend an. Dabei wiegte er ganz langsam hin und her, ebenso wie er den Kopf hin und her neigte, so als würde er ein Pendel nach ahmen. Die Hände hatte er in die Tasche des Pullovers gesteckt.

"Ich weiß nicht wen du meinst.", meinte er und wirkte nun etwas fragend. Er blieb standhaft als der Junge nun auf ihn zu kam und ihn in die Augen starrte. Er seufzte. " Gibt es noch mehr von deiner Sorte?", fragte er und rieb sich den Nacken. "... Soll ich mit dir nach ihnen suchen?", fragte er nun und meinte es ernst. Er wusste ja nicht das er dafür hinaus in die Schneelandschaft musste. Doch er konnte es sich denken. Immerhin hatte er schon die ganze Zeit das Gefühl einen Hund in Menschenform vor sich stehen zu haben. Als der Junge ihn nun wieder von etwas Abstand anschaute seufzte er leicht. "Suchen kann ich mit dir. Ich denke jedoch das sich deine Freunde nicht in meine Nähe trauen, wenn du weiterhin.... du bist.", stellte er fest. Wenn er wirklich ein Mensch war, dann würde Gilbert jetzt komisch oder etwas verrückt klingen, doch wenn der Junge wirklich so ein Geheimnis vor ihm verbarg, würde er den Sinn in seinen Worten verstehen. "... Ich werde darauf acht geben das du nicht wieder angeschossen wirst.", fügte er hinzu und griff bereits nach seinem warmen schwarzen Mantel. Zudem auch nach seinem Hut. Dann holte der die Taschenuhr und den Revolver um diese dann ein zu stecken. "Komm. Oder ich gehe alleine raus.".
„Eigentlich meinte ich meine....Familie?“, als er das Wort aussprach klang es eher wie eine Frage als wie eine Antwort währenddessen tapste er zum Schlafzimmer um die Hose zu suchen. Blieb jedoch Kopf kratzend auf dem Boden hocken, als er sie nicht fand. Scheinbar hatte Terra sie weggeräumt, als er im Badezimmer gewesen war. „Naja, bunter Haufen trifft es wohl eher.“, überlegte der Junge laut und schaute nun fragend zu Gill und stand wieder vom Boden auf, sein Blick wanderte zum noch immer vom Vorhang verschlossenem Fenster. Ein leises seufzend entglitt seinen Lippen. „Du wirst sie tatsächlich nicht finden,....genauso wie ich sie auch nicht finden werde.“, murmelte er und klang ziemlich entmutigt.
„Ich glaub, Terra hat sie weg geräumt.“, meinte er dann und sprang wieder zum Thema Hose.

"Dann hole ich dir eine Neue. Und man weiß es nie ehe man es nicht versucht hat.", meinte er und ging zum Schrank um dort dann eine neue Hose heraus zu holen. Diese reichte er ihm. Dann holte er noch Socken und Winterstiefel aus dem Schrank. " Zieh die auch an. Sonst unterkühlt du dich schon wieder.", meinte er und holte dann einen weiteren Pullover heraus um ihm diesen ebenfalls zu reichen. " Und diesen noch einmal drüber ziehen. Die Winter in dieser Gegend sind wirklich heftig.", stellte er fest und nahm kurz seinen Hut ab um seine Haare etwas aus dem Gesicht zu streichen. Dann setzte er ihn wieder auf und ging aus dem Zimmer. "Ich warte unten. Wenn du fertig bist, komm einfach runter und zur Haustür.", erklärte er und war auch schon kurze Zeit später auf der Treppe.
Arael schaute eher ratlos auf den Haufen Stoff den er gerade zugeworfen bekommen hatte. Er entschloss sich erst mal die Hose an zu ziehen. Der Winter hier ist doch noch mild, im Gegensatz zu dem in den Bergen., dachte er und schaute einen Moment auf den zweiten Pulli. Jedoch hielt er es nicht für nötig diesen an zu ziehen. Stattdessen betrachtete er Socken und Stiefel. „Stevo würde lachen...“, seufzte er leise und kämpfte sich in Socken und Schuhe bevor er zur Treppe ging. Er gähnte und streckte sich bevor er langsam hinunter ging. Unten angekommen rieb er sich nochmals die Augen, während er langsam Gills Geruch folgte. Schließlich blieb er neben diesem stehen und schaute zu ihm auf.
Der Junge fragte sich, wieso dieser eine Mensch so anders war. Jedoch würde, auch wenn Gill es ihm angeboten hatte, nicht nach dem Rudel suchen. Es würde seine Freunde nur in Gefahr bringen, lieber blieb er alleine und wurde alleine entdeckt als dass er seinen Freunden ein mögliches Leben im Käfig beschaffte. Sie waren nicht umsonst in den Bergen gewesen doch dieses Jahr hatte der Winter sie in die Ebenen gezwungen. Arael wirkte nachdenklich, er schien eher durch Gill hindurch zu blick


en als ihn an.

Gilbert hatte auf ihn gewartet und öffnete, als dieser zu ihm gestoßen war die Tür um dann hinaus zu treten. Es schneite wieder. Doch zum Glück war auch wieder etwas Schnee Geschmolzen, weshalb der Schnee weiterhin nur bis zu den Knien ging. Wobei ´nur` etwas untertrieben war.
Gill kämpfte sich einige Schritte vor, was recht seltsam aussah, so wie er da durch den tiefen Schnee stapfte. Irgendwann blieb er jedoch stehen und drehte sich zu Arael um. Es war recht windig, weshalb Gill seinen Hut fest hielt, auf welchem sich langsam aber sicher ebenfalls ein kleiner Schneehaufen ansammelte. "... Kommst du? Mach dir Tür hinter dir zu.".
Arael war jedoch schneller als Gill! Er machte einen kleine Hüpfer in den Schnee und zog die Tür hinter sich zu. Anschließend robbte er durch den Schnee, die Hände durch das kühle weis ziehend und warf den Schnee wieder in Luft, um ihn zu beobachten, wie er langsam wieder zu ihm hinunter segelte. Man erkannte sofort, das Schnee dem Jungen nicht unbekannt war, eher sehr vertraut. Sein Blick wanderte vom Himmel langsam zur Schneedecke vor sich. Er hob die Hand um einen Abdruck in dieser zu hinterlassen und ihn zu betrachten. „....so....anders....“, murmelte er und warf einen Blick die Straße hinunter, Gill den Rücken zugewandt. Der Wind zerzauste sein Haar und lies Arael, für jeden Betrachter in dieser Szene verloren wirken.
Nach einer Weile, die er einfach nur da stand und in die Ferne blickte, drehte er sich wieder zu Gill um, er war nicht weit von ihm entfernt. Während er wieder auf ihn zu ging spielte er etwas mit dem Schnee, dann jedoch blieb er stehen und streckte die Arme links und rechts von sich um sich rücklinks in den Schneekippen zu lassen.

Gilbert schaute dem Jungen etwas verwundert zu. Doch er sagte nichts dazu. Als er sich nun in den Schnee fallen lies blinzelte er und trat neben ihn um ihn an zu sehen. " Wenn du so da liegst. Unterkühlst du dich. " erklärte er und deutete auf die Nackengegend, was heißen sollte, das er sich genau da unterkühlen könnte, was ja nicht wirklich besonders angenehm war. Dann musste er jedoch lächeln. "... Ich hoffe ich verderbe dir nicht den Spaß.", murmelte er und hielt die ganze Zeit seinen Hut fest. Schließlich ging er einige weite Schritte durch den Schnee und zückte dann eine Zigarette welche er sich anzündete. Er stand nun so, dass Arael den Qualm nicht ins Gesicht bekommen konnte.
Arael hob den Kopf und schaute Gill an. Als dieser sich von ihm entfernte, stand er auf und folgte ihm. „Das Leben ist besser... mit einem Lächeln.“, meinte er und zog mit beiden Zeigefingern Gills Mundwinkel nach oben. Lies jedoch recht schnell wieder die Hände sinken. Als er etwas von dem Rauch abbekam, rieb er sich mit dem Handrücken die Nase und schüttelte den Kopf. Der Junge trat etwas zurück und zog sich wieder die Kapuze auf, welche beim, in den Schnee kippen, hinunter gerutscht war. Die Hände auf dem Rücken gefaltet, dreht er sich Richtung Straße und blickte wieder in den Himmel hinauf.
"Ich habe zu viel Scheiße erlebt um mit einem Lächeln durch die Gegen zu gehen.", meinte er und sein Blick war leicht niedergeschlagen. Dann schaute er ihn an. "... Lust das Einkaufszentrum zu besuchen?", fragte er nun, da er sich entsinnen konnte, das dieses selbst in der schlimmsten Winterzeit geöffnet hatte. Immerhin mussten die Leute ja noch arbeiten gehen. "Wenn du willst können wir dir dann auch Kleider kaufen. Welche die dir dann nicht zu groß sind. Eine Jacke kann auch nicht schaden." meinte er und schaute auf seine Uhr. " Es muss in etwa einer halben Stunde auf machen. So lange brauchen wir auch um uns durch den Schnee zu kämpfen.".
Arael legte den Kopf schief. „Was ist ein...Ei-n-kaufz-ent-rum?“, fragte er und hatte mühe es richtig aus zu sprechen. „Stell dir vor du bist leicht wie eine Feder, dann schwebst du nur so über den Schnee hinweg.“, meinte er kurz darauf mit einem grinsen ging kurz in die hocke, worauf er fast gänzlich im Schnee verschwand. Anschließend sprang er mit angezogenen Beinen hoch um bis auf die Schneedecke zu hüpfen, diese sackte jedoch nur wenig unter ihm zusammen.
Langsam wanderte er etwas hin und her Gill abwartend, beobachtend.

"Ein Einkaufzentrum ist ein Gebäude in welchem mehrere Läden drin sind.", meinte er und schaute ihn nun skeptisch an. "Ich denke nicht das es mir helfen würde.", meinte er dann und sein Blick drückte nun etwas Unsicherheit aus. "Ich mag den Winter zwar, was mich jedoch nicht wirklich zum Lächeln bringt. Zudem habe ich nicht wirklich einen Grund fröhlich zu sein. " fügte er hinzu und schaute ihn an. "Komm wir gehen.. ", murmelte er dann einfach und setzte sich in Bewegung. Nämlich geradewegs zum Einkaufszentrum. Er wusste das Arael ihm folgen würde, einfach weil er sonst alleine sein würde.
Die Hände in die Tasche des Pullis gesteckt, wanderte der Junge, Gill über den Schnee langsam nach. Da er es etwas einfacher hatte, blieb er hin und wieder stehen um auf Gill zu warten. Ab und zu sah er sich um und betrachtete Häuser und Straßen. Als er gerade über die Schulter schaute um zu sehen wie weit Gill wieder zurück geblieben war, blieb plötzlich der Schnee unter seinen Füßen aus und mit einem erschreckten Aufschrei flog Arael in einen Schneehaufen. „Gwaah~!“. Denn scheinbar hatte jemand vor seinem Haus sich die Mühe gemacht und Schnee geschaufelt. Der Berg türmte sich knapp vor Arael auf, in dem der Junge nun Kopf über verschwand.
Er stemmte die Hände gegen den Schnee und zog den Kopf heraus bevor er ihn heftig schüttelte um den Schnee los zu werden.

Gilbert hatte angefangen zu lachen als er dass gesehen hatte. Die Straße vor ihnen war nun mit weniger Schnee belegt. Da es eine Einkaufsstraße war, wurde hier regelmäßig gestreut, weshalb der Schnee nicht wirklich höher wurde. Doch es wurde den meisten einfach zu Teuer ständig Streuer zu kaufen, weshalb sie dann lieber durch den tiefen Schnee stapften. "Pass auf.", meinte er dann amüsiert, doch sein lachen verschwand schnell wieder. Er ging weiter, nun über die nicht mit Schnee bedeckte Straße. Autos fuhren trotzdem nicht.

Irgendwann kamen sie an ein riesiges Gebäude an. Es war das größte Gebäude in dieser Stadt. Danach folgte das HQfB. Gillbert öffnete die Tür und sie betraten den nun wärmeren Vorraum des Kauhauses. Eine Weitere Tür führte dann richtig in das Einkaufszentrum wo auch schon einige Leute herum liefen. Jedoch eher die, welche dort arbeiteten, als jene die einkauften.
Arael stand auf und machte sich nun einen Spaß daraus Gill in seinen Fußstapfen zu folgen während sie weiter zum Einkaufszentrum liefen. Es war nicht sonderlich viel los auf den Straßen. Als sie ein großes Gebäude erreichten blieb der Junge staunend und mit offenem Mund stehen. „Wahnsinn....“, als er den Blick jedoch wieder senkte und sah das Gill bereits in Begriff war hinein zu gehen, eilte er ihm nach. Besser war wohl, den Mann nicht zu verlieren sonst würde er sich wohl hoffnungslos verlaufen.
Gilbert atmete erleichtert aus als ihm warme Luft entgegen Schlug. Ihm war draußen doch schon recht kalt geworden und nun bekam man den Temperaturunterschied wirklich mit. Er drehte sich zu Arael und deutete ihm an mit ihm zu kommen. Sie liefen eine weile durch das Zentrum bis sie zu einem Geschäft kamen wo Kleider verkauft wurden. Diesen betraten sie. "Guck dich um. Ich werde in der Zeit einen Mitarbeiter suchen, welcher dann deine Maße nehmen kann.", stellte er fest und deutete ihm an, das er sich im Laden um schauen konnte. Dann ging er selbst zur Kasse.
Das brauchte Gill dem Jungen nicht zweimal sagen, er war bereits staunend durch das Einkaufszentrum gelaufen und nun durfte er sich im Laden umsehen. Spannend!, dachte sich Arael und lief davon und durchstöberte die Regale und Auslagen. Er fand einiges das er hübsch fand. Da es ja in dem großem Gebäude an Wärme nicht fehlte, hatte der Junge die Kapuze wieder zurück geschoben und hatte lediglich die Hände in der Tasche während er langsam durch die Gänge zwischen den Ständern schlenderte.
Eine Gruppe Mädchen, die außen am Laden vorbei gingen, bemerkten und beobachteten ihn bevor sie belustigt tuschelten. Er hörte das leise kichern und drehte den Kopf. Die Mädchen schienen etwas überrascht und kicherten dann noch mehr. Arael fragte sich ob er irgendetwas seltsames tat und schaute in einen der über hängenden Spiegel. Er fand nichts auffälliges. Erneut warf er den Mädchen einen Blick zu, diese wanken ihm mit einem lächeln zu und gingen dann weiter.
Nun war der Junge etwas verwirrt.

Gilbert wartete an der Kasse auf einen der Mitarbeiter und schaute sich demnach im Raum um. So bekam er auch das mit den Mädchen mit und musste leicht seufzten. Schließlich wurde er angesprochen. "Sie wünschen?", fragte eine junge Frau und schaute ihn höflich an. Als er sich zu ihr drehte hielt sie inne und blinzelte. Er betrachtete sie kurz. Ihr Alter schätzte er in etwa auf 22 Jahr, sie Arbeitete noch nicht lange hier, das wusste er, da sie bei seinem Letzten Einkauf in diesem Laden noch nicht hier gewesen war. Sie hatte braunes, langes Haar und ebenso braune Augen. Zudem schien sie in seiner Anwesenheit etwas nervös zu werden. Er drehte sich nun ganz zu ihr. "Können sie eben mit kommen.. Oder jemanden schicken? Mein Freund dort drüben muss gemessen werden.", erklärte er dann einfach und die Frau schaute an ihm vorbei zu dem Jungen. Sie fand ihn auf Anhieb süß. Gilbert schien sie eher als mysteriös und cool ein zu stufen, was seine kühle Aura bewirkte. Der Junge war süß und niedlich mit seinen neugierigen Blicken, welche er umher warf, wie sie erkannte. Das änderte jedoch nichts daran das gerade hier, in diesem Laden, zwei durchaus attraktive Männer waren. "Ah... Sicher. Ich werde eben das Maßband holen. Bitte sagen sie ihrem Freund, dass er in einer der Kabinen warten soll.", meinte sie und ging auch schon davon. Gilbert schüttelte den Kopf. Dann ging er zu Arael. "Gleich wird eine junge Dame deine Maße nehmen, damit du etwas passendes zum Anziehen bekommen kannst. Du sollst in einer der Kabinen warten.", meinte er und schob ihn zu den Umkleidekabinen. "Scheinst ja ziemlich gut bei dem Frauenvolk an zu kommen. Ich denke du wirst so einigen die Herzen brechen.", fügte er grinsend hinzu.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 2:18

„Äh...ich...was?“, fragte er verwirrt und drehte den Kopf um Gilbert an zu sehen. Er verstand nicht genau was er damit meinte. „Ich will die Damen aber nicht töten.“, wandte er ein und schaute sich die Kabine an, in die Gill ihn schob. „Sag mal..“, wechselte der Junge abrupt das Thema und wirkte plötzlich ernst. „Wieso tust du das?“, fragte er und schaute dem Mann tief in die Augen.
"Du wirst sie doch nicht töten?! Die mögen dich.", meinte er und seufzte leise und hielt inne als er ihn dies fragte. "Was meinst du ?", fragte er dann und schaute fragend drein. Er konnte sich schon irgendwie denken was er meinte, aber er würde so tun als wüsste er nicht was er meinte. Er schaute sich nun suchend nach der Frau um, welche seine Maße nehmen sollte. Sie brauchte wirklich recht lange. "Hast du schon was gefunden was dir gefällt ?"
„Lenk nicht vom Thema ab sondern beantworte mir die Frage.“, entgegnete Arael fest und starrte Gill nun stechend an. Gill war nicht so dumm wie er sich gerade stellte, dass wusste der Junge schließlich bereits. „Ich bin dir total fremd. Du hast selbst gesagt dass dir übel mitgespielt worden ist. Wieso traust du mir dann? Wieso tust du das alles für mich? Du weist nicht wer ich bin, was ist wenn ich dich plötzlich hinterrücks angreifen würde?“, fragte der Junge.
Über Kleidung konnten sie später genug sprechen, dachte sich Arael und verschränkte die Arme vor der Brust.

Gilbert schaute vor sich. Erst schwieg er. "Weißt du ... Okay. Ich habe nie gesagt das ich dir traue. Zudem laufe ich immer bewaffnet herum und halte eine Menge aus, darum könnte ich mich wohl verteidigen, wenn du mich hinterrücks angreifen würdest.", meinte er und seufzte. Dann schloss er die Augen. "Warum ich das mache ? ... Ich denke weil du mich an mich selbst erinnerst.", er schaute ihn an. Seine Augen hatten eine gewisse kühle. ".... Erst dachte ich, dass ich dich vor die Tür setze, wenn du alleine klar kommst.. Dann habe ich fest gestellt.... das du dich so benimmst als wüsstest du nicht, was es ist ein Mensch zu sein. Darum helfe ich dir....", er schwieg einen Moment. "Ich mag das Thema nicht besonders... Demnach ist es jetzt abgeschlossen.", beendete er das Gespräch und seufzte. Dann kam auch schon die Frau und er trat zurück damit sie an die Arbeit gehen konnte. Gilbert schaute zur Seite und ging dann einige Schritte von der Kabine weg. Sein Blick war undefinierbar, doch scheinbar hatte Arael einen Nerv getroffen, welcher bei Gill keine besonders guten Erinnerungen auslöste.
Der Junge hatte Gills Worten gespannt gelauscht. Hörte jedoch irgendwie raus, das es wohl mal wieder falsch gewesen war so aufdringlich zu sein. Er schwieg und macht das was die Verkäuferin von ihm wünsche, während sie ihn vermaß.
Es war so schwer ein authentischer Mensch zu sein. Er trat von einem Bein aufs Andere während er tief ausatmete und den Blick zur Decke wandern lies. Dadurch gab er den Blick auf die sanft grünen Augen frei, welche sonst vom Pony verdeckt waren
.
Die Frau hatte wirklich Schwierigkeiten damit sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Irgendwann wurde es Gilbert zu langweilig und er betrat die Kabine. Als er sah das die Frau wirklich nicht weiter gekommen war seufzte er. "Können sie sich nicht einmal beeilen?!", meinte er und hatte schon wieder ein brummiges Gesicht aufgesetzt. Die Frau erschrak. "Ah.. Jawohl!", meinte sie und beeilte sich nun. Als sie die Maße hatte kam Gilbert noch einmal auf die Frage mit dem Gefallen zurück. "... Und? Hat dir jetzt was gefallen? Und wenn ja, was?", fragte er und schaute Arael an. Er war ihm nicht böse, doch man sah, das er nicht mehr so gut gelaunt war wie vorher.
„Darf ich einmal kurz?“, fragte er die nette, von Gill leicht eingeschüchterte Dame, und nahm ihr für einen Moment den Kugelschreiber aus der Hand mit dem sie seine Maße auf einen Zettel geschrieben hatte. Er trat auf Gill zu und malte ihm zwei Lachgrübchen auf die Wangen. „Lachen nicht vergessen.“, meinte er und gab den Stift mit einem süßen Lächeln zurück. Danach deute er mit dem Finger auf ein paar Sachen. „Und die Jacke, da, finde ich auch toll.“, meinte er und deutete als letzte auf eine rötliche, recht kurze Jacke, mit kurzen Ärmeln und Kapuze.
Der Junge schien ein Fabel für Kapuzen zu haben.

Gilbert erstarrte als er realisierte das ihm der Junge gerade ins Gesicht gemalt hatte. "Was ,.,..... ?!", meinte er und schaute in einen der Spiegel welche überall standen. Dann schien seine Laune noch tiefer in den Keller zu fallen. Zudem schlug er den Kragen so weit hoch das man die Linien nicht mehr sehen konnte. Nun sah er jedoch wie eine äußerst gereizte Mumie aus. "... Hm.... !", meinte er und deutete der Frau an, diese Kleider in seiner Größe zu suchen und diese ein zu packen. Sein Blick sagte ihr das sie sich beeilen sollte. Als die Kleider herausgesucht und in Tüten verpackt worden waren. Zog Gilbert einfach seine Schlüsselkarte durch den Kartenleser und das Geld wurde abgebucht. "Beehren sie uns bald wieder.", meinte die Frau und Gill griff einfach nach den Tüten um dann hinaus zu gehen. Er ging geradewegs auf die Toiletten zu weil er dort versuchen würde, den Kulli weg zu bekommen.
Arael hatte sichtlichen Spaß daran, wie Gill auf seine „Smile“-Variante reagierte. Er schien wirklich nicht viel älter als vielleicht 15-16 zu sein, zumindest verhielt sich der Junge so. Als Gill bezahlt hatte und aus dem Laden eilte drehte sich Arael nochmal zu der netten Verkäuferin um. Mit einem Lächeln zuckte er mit den Schultern und eilte dann Gill nach.
Gilbert drückte ihm die Tüten in die Hand und wusch sich das Gesicht. Und zwar so lange, biss er die Linien endlich weg bekommen hatte. Dann schaute er ihn wütend an. Seine Wangen waren ganz rot und lies ihn irgendwie so erscheinen, als wenn er es nicht wirklich ernst meinen würde. "Du darfst niemanden einfach ins Gesicht malen! Hörst du? Wenn du das ein weiteres mal machst, setze ich dich wirklich vor die Tür! Ob die Wunde verheilt ist oder nicht!",  meinte er und ging dann an ihm vorbei. "Ich brauche einen Kaffee.", grummelte er und ging zu einem kleinen Kaffee stand wo er sich einen  kaufte.

Der Junge zog den Kopf ein und lies die Ohren hängen. Er hatte es doch bloß gut gemeint. Als Gill an ihm vorbei aus der Toilette gestürmt war, sank er zu Boden. Die Tüten noch immer in der Hand. Irgendwie machte er alles falsch, egal was Arael versuchte. Traurig lies er Ohren und Kopf hängen, das seine flauschigen, Pelzohren wieder zu Tage getreten waren, war ihm in diesem Moment egal, er war ja eh alleine im Raum.
Frustriert, schniefte er und versuchte die Träumen zu unterdrücken. Nach einem Moment, zog er sich wieder auf die Beine, zog die Kapuze über um die Ohren zu verdecken und schlurfte Gill langsam mit hängendem Kopf nach. Er hatte es nicht sonderlich eilig, immerhin machte er ja sowieso wieder alles falsch, sobald sich eine Gelegenheit bot.

Gilbert war wirklich sauer, aber nach einem Kaffee ging es schon wieder. Zudem warf er sich immer wieder vor, das Arael nicht wirklich wusste, was jetzt richtig und was falsch war. Nun bekam er ein schlechtes gewissen. Konnte man sich selbst so schnell verändern? Oder konnte er jemanden so schnell ins Herz schließen? Eigentlich hatte er gedacht das das nicht mehr ging. Er seufzte und blieb stehen um sich dann zu ihn um zu drehen. "Komm her.", meinte er dann und seufzte. "Tut mir Leid das ich so sauer geworden bin.... Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass du so etwas machst.", meinte er und rieb sich die Stirn. ".... Ha... Hast du Hunger?", sie hatten immerhin noch nicht gefrühstückt. Und Gill bekam langsam Hunger.
"... Jedenfalls sollten wir etwas kaufen was man mit Händen essen kann. " meinte er dann und seufzte. "... .Ich habe mal wieder Lust auf Fastfood. …", meinte er dann und ging auch schon los in Richtung eines Burgerkings.
Dort angekommen bestellte Gill, sich und Arael, einige Burger und Pommes. Zudem noch einige ChickenMCNuggets.  Dann setzten sie sich an einen Tisch und Gill griff sich sofort einen der eingepackten Burger.
Der Junge stellte die Tüten, sorgsam neben sich auf den Boden und beobachtete Gill einen Moment. Er schnupperte neugierig bevor er nach einer Pommes griff. Sie war warm und fühlte sich fettig an. Er neigte sie leicht, das die Pommes hin und her wabbelte. Essen soll man nie nach seinem Aussehen beurteilen., dachte sich Arael und stopfte sich den Kartoffelstift in den Mund. Er verzog leicht das Gesicht da er noch nie etwas derartig, salziges gegessen hatte, aber irgendwie schmeckte es auch richtig gut! Deshalb aß er gleich noch ein paar Pommes hinterher, bevor er sich auch einen der Burger nahm und ausbackte.
Er schaute etwas böse, als er ein Brot in den Händen hielt, allerdings war das saftige und köstlich riechende Fleisch verlockender als die Erinnerung an die verlorene Schlacht beim letzten Frühstück. Herzhaft biss er hinein. Von Geschmacksexplosionen nur so dahin schmelzend, funkelten Araels Augen während er auf seinem Bissen herum kaute.
Noch nie hatte er etwas so köstliches gegessen, er wollte nie wieder etwas anderes essen!

Er hatte gerade einen bissen hinunter geschluckt und wollte erneut in den Burger beissen, als er inne hielt. Er hatte ein leises Geräusch gehört, was in dem Tumult des Centers wohl kaum ein anderer gehört hätte. Es klang, als wäre etwas runter gefallen. Tatsächlich konnte er es auch schnell ausmachen. Eine Babyrassel, war die Treppe hinunter gefallen, an der Gerade eine Frau mit ihrem Kinderwagen vorbei gegangen war. Dieses fing auch kurz darauf an zu schreien.
Arael legte den Burge hin und stand auf, sich den Mund mit dem Handrücken abwischend. Den Blick starr auf die Rassel gerichtet, wich er anderen Passanten aus und lauschte, auf den Kinderwagen.
Die Mutter war stehen geblieben um nach ihrem Kind zu sehen und versuchte dieses zu beruhigen. Kurz bevor er gerade nach der Rassel greifen wollte, traf ein Passant sie mit seinem Fuß und schleuderte sie weg. Arael schlängelte sich durch die Massen, ohne die Rassel aus den Augen zu verlieren, verblüffend.
Endlich hatte er sie! Eilig sprintete er zur Treppe und diese hinauf. Die junge Dame, versuchte noch immer vergeblich ihr Baby zu beruhigen, in dem sie den Kinderwagen leicht schaukelte. Sie blickte überrascht als Arael sich vor dem Kinderwagen hin hockte und die Rassel hoch hielt. Wie auf Kommando hörte das Baby auf zu schreiben, fing an zu strahlen und griff nach dem Spielzeug. „Vielen Dank.“, lächelte die Dame und ging weiter. Arael atmete erleichtert auf und schaute ihr einen Moment nach, bevor er wieder zum Tisch zurück ging und nach seinem Burger griff.
Jedoch hielt er dann inne und lies den Blick unsicher zu Gill wandern. Hatte er vielleicht wieder etwas falsch gemacht?

Gill jedoch lächelte nun leicht. "Gut gemacht.", meinte er und strubbelte dem ihm gegenüber durch das Haar. "Da hast du nach einer bösen Tat direkt eine gute begangen das heißt. Ich kann dir gar nicht mehr böse sein.", meinte er und aß nun weiter. Er schien auch sehr auf Fast Food zu stehen, auch wenn er durchaus nicht dick war. Doch so oft kam er auch nicht in den Genuss von Fastfood. Immerhin hatte Terra für ihn immer einen Strickten Essensplan. "... Hm..... Das war .. köstlich.", meinte er als er seinen vierten Burger und einige Pommes verdrückt hatte. Die Nuggets hatte er dem Jungen überlassen. "... Man.. Ich könnt jetzt erst mal ein Verdauungsnickerchen halten... Aber naja. Nicht hier. " meinte er und atmete aus. "Wir werden noch einige Sachen für dich Kaufen müssen. Vorher können wir nicht zurück, oder besser, sollten wir nicht zurück.".
Da zuckte Arael erneut zusammen, weniger lag es an Gills lobenden Worten sondern an seiner Geste. Jedoch lächelte der Junge danach auch direkt wieder vor Freude und biss wieder frohen Muts in seinen Burger! Fröhlich mampfte er sein Frühstück auf, Die Chickennuggets beäugte er staunend. Zart-saftiges Hühnchenfleisch in einer knusprigen Hülle. Die Menschen hatten es echt gut mit dem Essen! Während er das essen genüsslich in sich hinein stopfte, beobachtete er die Leute in der großen Halle.
Schließlich war auch er fertig, wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und benutzte anschließend die Servierte. Danach streckte er sich gähnend und schaute Gill fragend an.

"So wie du rein gehauen hast, hat es dir geschmeckt.", meinte er und lächelte. Dann stand er auf und nahm das Tablett mit dem Müll um dieses dann in eine Vorrichtung hinein zu stellen wo diese dann später vom Personal entsorgt wurden. "... So. Wollen wir weiter? Ich würde gerne noch etwas weiter gehen. Vielleicht findet man ja noch etwas was man haben möchte. Zudem brauchen wir noch eine Zahnbürste für dich und andere Dinge. " stellte er fest und zuckte mit den Schultern. "Zudem wollte ich noch einige Bücher kaufen. Ich brauche mal wieder Nachschub.", stellte er fest und lächelte.
„B-ücher?“, fragte Arael irritiert und stand ebenfalls auf um die Tüten wieder auf zu heben. Gill sprach von so vielen Dingen die er gar nicht kannte,....oder sich einfach nur nicht erinnerte. Wer weis wer oder was Arael war bevor er Stevo und die Anderen getroffen hatte. Obwohl er nicht wusste wieso, klangen manche Dinge auch sehr vertraut! Die Tüten in die eine Hand nehmen, stecke er die Andere in die Pullovertasche und schlenderte Gill hinterher.
"Bücher...Ja.", meinte Gilbert und seufzte. Dann ging er geradewegs zu einem Laden in der nähe von Burgerking. Es war ein alter Bücherladen. Dort ging Gilbert hinein und ging sofort zu einem Regal wo dran stand Krimis. Dort schaute er sich einige Bücher an um dann einige fest zu halten und nach und nach welche auf dem ersten Buch zu tapeln. Dann ging er zu ihm. "Du kannst dir auch etwas aussuchen.... Wenn du denn lesen kannst. " meinte er und ging dann zu einem anderen Regal wo Bücher über Waffen und andere Werkzeuge waren, nicht nur über die des Krieges.
„Bücher.....“, murmelte Arael während er Gill zum Laden folgte und sich hier nun umschaute. Regale und Auslagen voll mit „Papierhaufen“, dass waren also Bücher. Der Junge nahm eines in die Hand und schaute es sich an, drehte und wendetet es. Es war relativ dünn und daher auch leicht. Das es was mit essen zu tun hatte, schlussfolgerte er aus dem Bild auf der Vorderseite. Er schlug es auf und hatte zeilenweise Lettern vor sich hin und wieder einige kleine Bilder.
Doch er konnte gar nicht entziffern was da vor ihm auf dem Papier stand. Nach kurzem durchblättern legte er es wieder zurück und ging durch die Regale.
Da er nicht lesen konnte, was über den Regalen stand, orientierte er sich an den Bildern auf den Einbänden, so gut er konnte. Dadurch landete er allerdings schließlich in der Comic und Manga-Abteilung. Sich fragend am Kopf kratzend, griff er eher wahllos nach einem der Bücher und zog es aus dem Regal. Die Bücher hier waren etwas kleiner als die meisten anderen und der einband war dünner. Nach einem Moment, den er irritiert auf die letzte Seite eines Mangas gestarrt hatte, drehte er das Buch um und bemerkte das dieses von hinten nach vorne zu lesen war. Er schaute nun etwas verwirrt und ratlos auf das Regal. Allerdings begann er dann in dem Band herum zu blättern. Dieses bestand scheinbar nur aus Bildern mit einigen Blasen in denen Text war, welche aus den Mündern der Figuren kamen. Zwar konnte er nicht lesen, was die Figuren sagten doch aus den Bildern konnte er sich einiges erschließen.
Damit hatte Arael etwas gefunden, das er toll fand und wo nicht auffiel das er nicht lesen konnte. Vielleicht konnte er sich das mit den Büchern aneignen? Er blätterte noch einige andere durch, bevor er sich zwei Storys aussuchte und davon die ersten Bände heraus nahm. Die Zahlen auf den Seiten, konnte er immerhin noch verstehen!
Etwa Zehn Manga in der einen die Tüten in der Anderen Hand hielt er nun Ausschau nach Gill.
Diesen entdeckte er schließlich bei einem der Regale. Er öffnete eines der Bücher auf der unteren Auslage. Es war ein Waffen-Bildband unter den einzelne Waffenabbildungen waren verschieden Informationen zu der Waffe, mehr jedoch nicht. Interessiert blätterte er weiter. Die verschiedenen Waffen, welche darin abgebildet waren, fand er interessant. Manche waren schlicht andere wieder extrem aufwändig verziert
.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 3:07

"Interesse?", meinte Gilbert als Arael zu ihm getreten war. Er hatte ihn sofort bemerkt. Als er zu ihm schaute wanderten seine Augen zu der Tüte und schaute hinein. Als er darin nur Manga fand seufzte er. "Kauf dir doch was richtiges...", meinte er und rieb sich den Nacken, doch dann zuckte er mit den Schultern. "Naja.. Egal." erklärte er und nahm noch einige Bücher aus der Waffenauslage mit. Dann ging er zur Kasse um dann schnell seine Schlüsselkarte zu zücken und zu bezahlen. Er nahm die Tüten und schaute zu ihm. "Hier.", meinte er und reichte ihm die Manga-Tüte. "Was du dir kaufst, musst du auch selbst tragen.", meinte er und grinste. Dann ging er auch schon wieder aus dem Laden.
Arael schaute auf und klappte das Buch wieder zu. Was richtiges?, dachte Arael und schaute nur fragend. Was „richtiges“ konnte er ja gar nicht lesen....noch nicht! Vielleicht änderte sich das noch. Er nahm die Tüte ohne murren von Gill entgegen und steckte sie in die Andere mit der Kleidung. Eine Tüte war besser als zwei, war ja handlicher. „Was nun?“, fragte er als sie den Buchladen wieder verliesen.
"Wir müssen noch einige Sachen kaufen, aber wenn du nicht mit kommen willst, kannst du dich ja auf die Bank da setzen und schon einmal etwas lesen.", meinte er und deutete auf eine Bank. "Dann kann ich alleine durch den Laden gehen und bin schneller fertig. Demnach können wir auch schneller wieder nach hause, okay?", meinte er und schaute ihn fragend an.

Arael schaute ihn an, hatte er was falsch gemacht oder warum wollte Gill plötzlich alleine weiter? Sein Blick wanderte zur Bank. Er überlegte was nun „richtig“ war, entschied sich allerdings dafür Gills Entscheidung nicht zu hinterfragen immerhin war er der Mensch nicht Arael. Daher ging der Junge schweigend zur Bank ,setzte sich hin und stellte die Tüte zwischen seinen Beinen auf den Boden, bevor er Gill anschaute. Er wirkte nicht ganz glücklich mit dieser Entscheidung aber es gab bestimmt noch andere Chancen die restlichen Läden des Einkaufszentrums zu erkunden. Nun jedoch, saß Arael einfach nur auf der Bank, die Hände im Schos und lies den Blick umherwandern, während er auf Gill wartete. Gelangweilt wippte er mit den Füßen.

Gilbert ging in den Laden und kaufte einige Dinge ein. Einige Dinge, wo er nicht unbedingt wollte das der andere dabei war. Diese steckte er auch sofort weg. Danach ging er noch einmal in eine Apotheke und kaufte Medizin nach. Dann ging er auch schon wieder zurück. Nun ja. Schon war so eine Sache. Er hatte nämlich um die 20 Minuten gebraucht. Nun ging er wieder zu ihm zurück. "Hier. Da sind deine Sachen drin.", meinte er und seufzte. ".. Ist nicht viel, aber naja.", stellte er fest und schaute ihn an. "Willst du dich noch etwas umsehen oder können wir zurück? ... Ich habe hier jetzt nichts mehr zu erledigen.", stellte er fest und seufzte.
Arael war in der Zeit leicht weg genickt und schreckt leicht auf als Gill zurück kam. Der Junge schüttelte den Kopf, nahm die Sachen und stand auf. Müde, streckte er sich und hob dabei die Tüten in die Höhe, so viel Input musste er erst einmal verarbeiten. Doch das konnte er gleich, wenn sie zurück waren. Arael fragte sich, was Terra wohl gerade machte. Abwartend schaute er Gill an.
Gilbert setzte sich in Bewegung und ging nach draußen. Da war jedoch ein reinster Schneesturm aus gebrochen. "... Oh man.", murmelte Gill und steckte seinen Hut in eine seiner Tüten. Immerhin wollte er nicht das dieser weg gepustet werden wurde. Dann ging er auch schon Los. Hatte den Kragen des Mantels hochgeschlagen. "Komm.. Sonst schneien wir hier wirklich noch ein.", murmelte er und ging auch schon in das Schneegestöber. Es war wirklich nervig in der Nähe der Berge zu wohnen, denn so bekam man die Schneestürme im Winter am meisten ab.
Arael hob eine Hand vors Gesicht als ihm der kalte Wind ins Gesicht blies. Die Kapuze wurde zurück geblasen, verlieren konnte der Junge sie ja zum Glück nicht. Er presste die Tüten an sich, damit kein Schnee hinein fiel und sie nicht verloren ging. Jedoch kam er nun genauso langsam voran wie Gill zuvor.
Der Junge war so darauf fixiert, die Sachen nicht zu verlieren, dass er Gill im Schneegestöber, nach einiger Zeit aus den Augen verlor. Als er den Blick nach einer Weile hob, stelle er dies mit entsetzten fest und blieb stehen. Der starke Wind zerzauste seine schwarzen Haare. „Oh nein...“, murmelte er und schaute sich um. Doch dank des dichten Schneegestöbers konnte er nicht mal im Ansatz bis zur Mitte der Straße blicken. Der Wind pfiff in seinen Ohren, weshalb er langsam Kopfschmerzen bekam. „Gill?“, fragte er erst so leise dass er es selbst kaum hörte. „Gill!?“, rief er lauter und schaute sich um. Doch nach Minuten langem rufen ohne Erfolg, war Arael wieder durchgefrohren, dass selbst der Schnee welcher ihm ins Gesicht flog, dort kleben blieb. Der Junge entschied sich, bibbernd, in einen der Hauseingänge zu stellen, um nicht ganz so stark vom Schneesturm erfasst zu sein.

Gilbert fiel erst nach einigen Minuten auf, das der Junge ihm nicht mehr folgte, oder ihn besser gesagt verloren hatte. Er kannte sich ja recht gut in der Stadt aus, dass er sich selbst im Schneegestöber zurecht fand. Er überlegte was er machen sollte, weshalb er zurück ging und nach ihm rief. "Arael?!", rief er immer wieder, doch der Wind kam aus der Richtung aus welcher sie gekommen waren, weshalb der Wind sein Rufen in die andere Richtung trug. "Wo bist du?!". Er machte sich nun Vorwürfe, ihn nicht direkt an der Hand fest gehalten zu haben. "... Scheiße.", murmelte er und schaute sich um. Sah jedoch nicht wirklich viel, da überall nur weiß war. Doch aufgeben könnte für den Jungen den Tod bedeuten demnach suchte er weiter. Er lief durch den Sturm und rief immer wieder seinen Namen. Irgendwann müsste er diesen ja hören. Er lauschte ebenfalls nach rufen, falls der andere nach ihm rief. Jedoch war das rauschen des Windes und des fallenden Schnees zu laut als dass er etwas hätte hören können. Seine Hände wurde Eiskalt. Zudem legte sich der Schnee nun doch auf dem Boden ab. Dieser stieg recht schnell an, weshalb er Gills Füße bereits über türmt hatte. Ihm blieb jedoch nichts weiter übrig als weiter zu suchen. "Arael?!", rief er wieder und war bereits etwas heiser, vom vielen Schreien. Und um genau zu sein gab er bereits auf den Jungen überhaupt zu finden. Er hoffte nur das sich dieser irgendwie unterstellen konnte oder so.
Arael zitterte von der eiseskälte. Auch wenn er lauschte, war das Geräusches des Windes einfach zu laut in seinen Ohren. Es war kaum zu ertragen, weshalb er sich schon vor einiger Zeit wieder die Kapuze über gezogen hatte, dies half jedoch nur wenig. So werde ich nur erfrieren oder eingeschneit werden., dachte Arael und schaute auf die Tüte in seinen Armen. Schließlich stopfte er diese in Eile unter seinen Pullover, bevor er wieder seine Wolfsgestalt annahm.
Nun hatte er wieder dichtes Fell, das ihn etwas besser vor der Kälte schützen konnte.
Die Ohren angelegt, schaute Arael aus seinem Versteck. Der Schnee auf dem Straßen wurde immer höher, die Sichtweite immer geringer. Schöner wäre es nun wirklich in der warmen Wohnung, doch ohne Gill würde und konnte er auch nicht zurück. Er tapste hinaus in den Schnee und lief weiter. Eilig, sprang er durch den tiefen Schnee, in welchem er immer wieder einsank.
Der heise Atem des Tieres wurde zu Wölkchen, während er gegen den Sturm ankämpfte. Da er nun nicht mehr Sprechen konnte, und nicht wirklich nachdachte, begann er nach Gill zu bellen. Es war um einiges Lauter, vielleicht war es durch den Sturm hin zu hören.

Gilbert war irgendwann langsamer geworden da die Kälte ihn doch recht mitnahm. ".. Ein .. Hund?", dachte er und wusste es einfach nicht besser. Er folgte dem Bellen, wobei es schwierig war überhaupt noch heraus zu hören aus welcher Richtung dieses bellen kam. Der Schnee dämpfte alles und lies alles viel leiser erscheinen. Seine Nase, seine Wangen und seine Ohren waren vor Kälte gerötet. Sein Atem schlug Wölkchen, wobei er schon recht unterkühlt war und nun auch sein Atem kälter wurde, was er mit Sorgen feststellen musste. Er stapfte weiter durch den Schnee und folgte dem Bellen. Ab und zu verharrte er, wenn das bellen verstummte und ging erst weiter wenn es wieder anfing. Irgendwann wurde es lauter und dann konnte er auch schon Umrisse eines schwarzen Tieres sehen. "... Arael?", murmelte er leise, da er die Vortäuschungen, dass Arael ein Mensch sei, nicht wirklich geglaubt hatte. Eigentlich war er ja recht warm gekleidet, doch... Der Schnee hatte seine Kleidung feucht werden lassen und der Wind kam von den Bergen. Es war wirklich extrem kalt. Er stolperte nun eher durch den Schnee als zu gehen.
Arael war momentan froh, ein schwarzer Wolf zu sein. Denn war er gut in all dem weiß zu erkennen, obwohl er langsam einschneite. Schließlich blieb der Schnee am Fell gut haften. Nun konnte er Gills Stimme leise durch den Wind hören. Er blieb stehen und hob den Kopf. Die großen Ohren ,drehten sich um die Richtung der Rufe aus zu machen.
Es war schwer, doch dann konnte er wage eine Silouette vor sich im Schnee erkennen. Erneut bellte er, besser er brachte den Menschen der ihm das Leben gerettet hatte, ins rettende Heim.
Schnell sprang er durch den Schnee auf die Person zu, blieb jedoch wenige Schritte vor Gill stehen. Er musste aufpassen, wenn er nicht aufpasste könnte dies das Ende seiner Tarnung bedeuten, vielleicht war sie bereits aufgeflogen. Arael schaute zu Gill auf, wedelte jedoch weder mit dem Schweif noch spitzte er merklich groß die Ohren, im Gegenteil er lies diese eher etwas hängen. Nun sah der Wolf etwas enttäuscht aus, so als hätte er eigentlich eine Andere Person gesucht. Arael hoffte dass dies als Tarnung zunächst ausreichte.
Sein Atem ging schneller da er angestrengt durch den Schnee geeilt war. Zum Glück war er dies als Wolf gewohnt. Komm schon Gill, du musst schnell nach hause., dachte Arael und tapste leicht unruhig vor diesem durch den Schnee.

"Oh.. Ich dachte schon ich hätte dich verloren...", murmelte Gill leise und strich dem Wolf kurz durch das Fell dann atmete er aus. "Wir reden später.", murmelte er dann mit einem nachdrücklichem Tod und deutete ihm an mit ihm zu kommen. Es war kalt. Die Kälte tat schon weh. Seine Lippen hatten einen kräftigen blau Stich und seine Haut war gerötet. Er schaute ihn an und ging geradewegs los. Jedoch behielt er den Wolf im Auge, damit er diesen nicht verlor.

Als sie endlich an Gills Wohnung ankamen seufze er erleichtert und betrat das Haus. Terra kam ihm sofort entgegen und man erkannte ihre Sorge. "... Oh mein Gott! Mr. Nightray?! Sie müssen sich sofort aufwärmen!", erklärte sie und schob ihn geradewegs in das Wohnzimmer wo sie den Kamin an machte und ihm mehrere Decken zu warf. Seine Kleider sollte er sich selbst ausziehen. Dann wuselte sie in die Küche um dann inne zu halten. "Mr. Nightray ?! Wo ist der Junge ?!".
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 7:50

Arael blieb dieses mal dicht bei Gill, bis sie das Haus erreichten. Doch hier, bleib er dieses mal stehen. Einige Meter von der Tür entfernt, beobachtete er wie Gill von Terra empfangen und ins Haus geholt wurde.
Als die Tür ins schloss fiel, atmete er erleichtert aus. Anschließend wandte sich der Wolf um und tapste die Straße entlange, wo er nach wenigen Schritten wieder im Schneegestöber verschwand. Der Junge war sich bewusst, wenn er nun mit Gill ins Haus gegangen wäre, würde er seine Tarnung sofort verlieren. Stattdessen jedoch, lief Arael durch den immer tiefer werdenden Schnee und folgte einem hauch dünnem Geruch, welcher der Wind ihm entgegen trug. Es war ein ihm bekannter Duft, den er in der Stadt bislang nur einmal gerochen hatte.

Tatsächlich, fand Arael sich nach einigen Minuten am Eingang des Parks wieder. Mit eiligen Sprüngen, lief er durch den Park zu dem Wäldchen, in das er sich vor einigen Tagen das erste Mal gerettet hatte. Hier standen die Bäume so dich beieinander, dass sie den Wind fast vollständig abhielten und kein Schnee den Boden erreichte, lediglich der Wind schob ihn am Rand einen knappen Meter hinein. Der schwarze Wolf, robbte aus dem Schnee und schüttelten diesen von sich bevor er im Anschluss auf den weichen Laubboden trat und sich sein sicheres Plätzchen suchte. Er legte sich wieder in die Erdkuhle, des hohlen Baumstammes und rollte sich hier zusammen. Zeit für eine kleine Pause., dachte er und schloss die Augen.
Das Rudel hatte ebenfalls den nahen Wald erreicht und sich hier einen Unterschlupf gesucht, das sie im Wald gut Nahrung fanden. "Ich hab Hunger.", jammerte Hawadar, welche zwischen Mysha und Mytho auf dem Boden saß und nervös von einem Vorderbein aufs andere. Gerade zogen Ergtin und Bardok eine erlegte Hirschkuh in die Höhle. Hinter ihnen schüttelte sich Kleini den Schnee aus dem Fell bevor er zu den Anderen kam. "Hoffentlich findet Orpheus einen Unterschlupf.", meinte Kleini und blieb neben seinem älteren Bruder stehen. Stevo blickte zum Höhleneingang. "Das hoffe ich auch.", stimmte dieser leise zu. "Der Winter ist dieses Jahr härter als sonst.", meinte Mytho. "Orpheus ist ein Kämpfer, ich bin mir sicher das er einen Ort gefunden hat, wo er sicher ist.", meinte Hawadar jedoch klang es mehr als wolle sie sich selbst damit beruhigen. "Bestimmt, Hawa.", antwortete Mysha und alle schauten sie zum Eingang, bevor sie sich über ihr Mahl hermachten.

Gilbert erstarrte, als er die Frage von Terra hörte und wäre wieder hinaus gerannt, wenn sein Körper ihn nicht daran gehindert hätte, indem er sich nicht wirklich rührte. Er schaute zum Fenster und überlegte. Er hatte bereits herausgefunden wer oder was Arael war. Doch er machte sich einfach sorgen darüber das ihn diese Stadtwachen wieder angreifen könnten. Darum bat er Terra ihm das Telefon brachte. Er rief bei Skye an, damit sie die Fahndung beseitigte. Denn er erklärte, dass er sich einen Hund zugelegt hatte, welcher einfach von einer dummen Stadtwache angegriffen worden war. Und da er erst vor kurzem die Benachrichtigung für die Fahndung bekommen hatte, hatte er nicht früher Bescheid sagen können. Skye war zwar erst skeptisch, doch schließlich kam sie der Aufforderung nach. Danach legte er auf und lehnte sich auf der Couch zurück. "Ich hoffe ihm geht es gut...", murmelte er und dann fielen ihm die Augen zu, da er einfach zu erschöpft war. Terra deckte ihn noch einmal zu als sie ihn schlafend vorfand und ging dann wieder hinunter. Sie machte sich ebenfalls große Sorgen um den Jungen, vor allem bei dem Sturm. Doch sie hoffte, das er sich irgendwo Schutz gesucht hatte. Sie konnten, bevor der Schnee sich etwas gelegt hatte, jedenfalls nicht hinaus gehen um ihn zu suchen.
Es dauerte eine ganze Weile, biss sich der Schneesturm langsam legte. Arael hatte sich etwas ausruhen können, fror jedoch leicht, immerhin war er bereits mehrere Stunden in der Kälte auch wenn er windgeschützt und dieses mal nicht unter Schnee begraben war, Minus-Grade herrschten dennoch!
Mittlerweile war es dunkel geworden. Es schneite zwar noch immer, allerdings nur noch wenig und es sah wieder schön aus. Arael kroch aus seinem Versteck und verwandelte sich zurück, bevor er anschließend durch den Park zurück zur Straße stapfte. Die Tüte mit den Einkäufen, holte er wieder unter seinem Pulli hervor und hielt sie nun mit beiden Armen an sich gedrückt, während er der Straße folgte.
Jedoch verlief sich der Junge auf dem Weg zurück zu Gills Haus, weshalb er dort erst tief in der Nacht ankam. Nun hatte sich eine kleine Schneemütze auf seinem Kopf gebildet, Ohren, Wangen und Nasenspitze waren gerötet die Lippen tief Blau und trotzdem wirkte der Junge recht fit. Nun stand er vor der Tür, wusste jedoch nicht was er tun sollte. Immerhin war es tiefschwarze Nacht und überall war es dunkel. Er hatte bereits die Hand gehoben um zu klopf, lies sie jedoch wieder sinken und setzte sich in den Türrahmen, hier war er bisher vom Schneefall geschützt und es war trocken. Er gähnte und drückte die Tüte noch stärker an sich.

Terra schaute immer wieder nach draußen, bis sie schließlich schlafen ging. Gilbert hatte sie dazu gezwungen ebenfalls schlafen zu gehen, auch wenn er sich in der Nacht, als er wieder etwas aufgewärmt war hinunter zur Haustür schlich und diese dann öffnete. Er wirkte etwas geschockt als er den jungen Mann dort sitzen sah. "Also hattest du dich in Sicherheit gebracht.", meinte er und wirkte erleichtert. "Komm rein, sonst bemerkt Terra noch das ich aufgestanden bin.", meinte er und ging einige Schritte zurück um ihn eintreten zu lassen. Er hatte sich eine Decke über die Schulter gelegt, da ihm immer noch etwas kalt war. Jedenfalls war es ihm nicht mehr so kalt, das er hätte erfrieren können.
Arael horchte auf, als er leise Schritte hörte und hob den Kopf. Verwundert schaute er in Gills goldene Augen. Als der Junge aufstand, schüttelte er sich, um die letzten Schneereste los zu werden, bevor er ins Haus trat. Er zog sich die Schuhe aus um barfuß die Treppe hinauf zu gehen und oben im Flur, erleichtert zu Boden zu sinken und die Tüte los zu lassen. Er spürte wie die Wärme der Wohnung langsam in seinen Körper kroch.
Gilbert seufzte. Dann deutete er ihm an hinauf zu gehen. Er wollte Terra wirklich nicht wecken. Er ging vor und geradewegs in sein Schlafzimmer wo er dann auf Arael wartete. Er wollte ihn darauf ansprechen. Auf ihn und seine andere Gestalt. Er war geradezu hinauf geschlichen. Denn Terra war recht hellhörig.
Nach einem Moment in dem er sich etwas aufgewärmt hatte, stand er auf und folgte Gill ins Schlafzimmer wo er die Tüte aufs Bett legte und sich daneben setzte. Er merkte Gills skeptischen Blick, welcher auf ihn ruhte, weshalb er diesen fragend anschaute. „Hab ich was falsch gemacht?“, fragte er leise.
"Kann sein das du jemanden beschützen willst, doch ich habe mir wirklich Gedanken gemacht das du erfrieren könntest...", meinte er und klang leicht vorwurfsvoll. "Aber naja. Jetzt bringt es dir jedenfalls nichts mehr mir vor gaukeln zu wollen ein Mensch zu sein. Du hast von vielen einfach zu wenig Erfahrung, als dass du als Mensch durchgehen könntest.", meinte er und setzte sich auf sein Bett. "Nun.. Ich bin dir nicht böse.. Ich mache mir nur sorgen.. Im übrigen. Wird der schwarze Hund nicht mehr verfolgt.. Ich habe dafür gesorgt das dieser nicht mehr als gefährlich gilt. Das erleichtert dich doch oder ? Immerhin bist du ja dieser.".
Arael zog eine Augenbraue hoch. „Sehe ich für dich irgendwie wie ein Tier aus? Hab ich Fell oder vielleicht einen Schwanz!?“, fragte er skeptisch. „Ich finds toll das du das Tier beschützt, aber ich hab keine Ahnung was du meinst. Ich bins nicht. Ich hab nachdem ich dich aus den Augen verloren hab mir einen Unterstand gesucht und bin nun seit Stunden durch die Stadt gelaufen um wieder hier her zu finden. Zugegeben ich kenne die Stadt nun halb auswendig.“, grinste er und zuckte mit den Schultern.
„Außerdem solltest du nicht zu viel von mir erwarten, erstens lebe ich seit Jahren mit meiner Familie alleine außerhalb von ….Menschenmassen und zweites hab ich keine Ahnung wer ich eigentlich bin!“, meinte Arael und versuchte sich von seinen eigenen Worten nicht zu sehr mitnehmen zulassen. Er empfand es als nicht gerade angenehm, jemanden von seinen verlorenem Gedächtnis zu erzählen, noch dazu wenn er die Person kaum kannte!
„Das Leben mit meiner Familie ist das einzige woran ich mich erinnern kann und das beträgt gerade mal ein halbes Jahr.“, meinte er und wurde nun langsam sauer. Warum konnte Gill es nicht einfach sein lassen? Er stand vom Bett auf und lief durch den Raum. „Es ist schon schwer genug für mich, hier zu recht zu finden, geschweige den damit umzugehen das ich meine Familie verloren habe! Kannst du dir eigentlich vorstellen wie ich mich fühle!? Für mich ist hier alles neu, ich kenne Niemand, hab keine Ahnung von...von Kultur oder Religion oder was auch immer. Und ständig wird man verdächtig ein Verbrecher oder was weis ich zu sein!“, meinte er blieb schließlich stehen und schaute Gill an.
Dem Zorn wich nun die Traurigkeit und er sank mit gesenktem Kopf zu Boden. „Ich will doch bloß wieder dass alles wie früher ist.“, meinte er.

"Ich kenne das.. Ich habe es selbst durchmachen müssen..." meinte Gilbert und seufzte. "Jedoch verstehe ich echt nicht, wieso du versuchst es zu verheimlichen, wobei ich es doch eh weiß.", fügte er hinzu und seufzte. "... Sich an nichts zu erinnern ist schwer.", murmelte er dann und stand auf. "Jedenfalls bist du nicht in einem Gefängnis aufgewacht, mit einer Verurteilung wegen Mordes. Weißt du wie es sich anfühlt, nicht mehr zu wissen wer man ist, jedoch genug Beweise da sind um einen zu Beschuldigen? Ich denke nicht das es bei dir der Fall war.", meinte er und sein Blick wirkte nun nachdenklich. "Ich weiß demnach ungefähr was mit dir los ist. Nur glaube ich dir in der Sache Mensch immer noch nicht. Ich werde dir auch nicht glauben.... Nicht bis du dich mir anvertraust. Aber scheinbar bin ich dir nicht Vertrauenswürdig genug.", er wirkte nicht beleidigt oder der gleichen. Einfach nur nachdenklich. "Und damit du es weißt. Ich bin tatsächlich ein Mörder, jedoch vom Staate abgesichert. So etwas nennt man Kopfgeldjäger.".
Gills letzte Worte waren für den Jungen ein Schock, wie ein gezielter Schuss mitten in die Brust. Ohne das es zu sehen war, hatten sich seine Augen entsetzt geweitet. Wie konnte es sowas nur geben!? Mörder die für ihre Taten nicht bestraft sondern auch noch bezahlt wurden!? Das hatte ihn nun entgültig aus der Fassung gebracht.
Ohne ein weiteres Wort oder den Kopf zu heben, stand Arael auf und ging zur Tür. "Ich danke dir für deine Hilfe,....behalt die Sachen, ich will sie nicht mehr.", meinte er kühl und verlies wieder das Haus, ohne Schuhe, Mantel oder dergleichen. Nur der Pullover und die Hose die er von Gill hatte.
Gefühlskalt, lief er durch den tiefen Schnee, er lief so schnell er konnte. Er wollte nur noch weg. Diese Menschen waren einfach zu anders. Er wollte nie wieder einem dieser Monster unter die Augen treten.
Gut das es mitten in der Nacht war, so musste er nicht noch mehr von ihnen sehen, während er Richtung Stadtrand lief um diese zu verlassen. Die Kälte war ihm egal, die Nässe war ihm egal, alles war ihm im Moment egal, er wollte nur noch weg!

Gilbert schaute ihm nach. Er konnte es ihm nicht verübeln, doch fühlte er sich nun sehr einsam. Plötzlich breitete sich wieder das Gefühl des Selbsthasses in ihm aus. Vielleicht hätte er das nicht sagen sollen, doch er hatte genug von den Lügen. Er würde irgendwann mit dem Tod für seine Taten bezahlen. Doch bis es so weit war, wollte er leben. Und die Kriminellen richten. Er musste sie ja nicht einmal umbringen, doch ab und zu ging es nun einmal nicht anders. Entweder töten oder getötet werden. Sein Blick wanderte zum Fenster. Er kam sich nun vollkommen blöd vor. Nun hatte er wohl den, welchem er sein Herz geöffnet hatte, von sich gestoßen. Er seufzte und schaute zu Boden. "So ist das nun mal...", murmelte er und schloss die Augen. Dann legte er sich in sein Bett und deckte sich zu. Er schloss die Augen und viel wieder in einen unruhigen Schlaf.

Terra kam am nächsten Tag in sein Zimmer um ihn zu wecken. Doch Gilbert murmelte einfach, dass er sich nicht gut fühlte. Zudem erklärte er das der Gast ausgezogen sei. Mehr sagte er nicht und verbrachte den ganzen Tag im Bett. Er hatte nun auf nichts mehr Lust. Der Junge hatte ihm Abwechslung gebracht. Nun jedoch... war er wieder in den Langweiligen Alltag gezogen worden.

Terra wirkte besorgt und schloss die Tür seines Schlafzimmers. "Wenn es ihnen Leid tut was sie sagten, was ihn hätte vertreiben können, so sollten sie sich entschuldigen.", murmelte sie, auch wenn sie wusste dass er sie nicht hörte. Dann ging sie die Treppe hinunter und machte etwas zu essen. So hatte sich Gill noch nicht einmal verhalten als Red ihn verraten hatte. Es musste Gilbert ernst gewesen sein. Doch nun. "Er ist wie ein Kind.", murmelte sie nun etwas nachdenklich.
Er erreichte den Wald auch schließlich, doch nach einigen Metern, blieb er im Schatten der Bäume stehen. Wieso hielt ihn nun etwas zurück? Arael verstand es nicht, fragend schaute er auf die Stadt zurück.
"Es ist mir nicht egal...", murmelte er und stolperte eine Schritte rückwärts, bis er gegen einen Baum stieß und in den Schnee sackte. "Ich bin so dumm...", murmelte er und kauerte sich zusammen. Nach einer weile, stand der Junge jedoch wieder auf, verwandelte sich zurück in einen Wolf und lief in den Wald.

Longbo, Bardok und Hawadar waren mit Mysha und Mytho gerade auf der Suche nach neuer Beute, als sie ein klacken hörten. Erschrocken schauten sie auf. Plötzlich sprang etwas aus einem der nahen Büsche und stolperte in sie hinein. Der Fellhaufen kullerte einen kleinen Hang hinunter und stieg gegen einen Baum. Vom diesem kam eine Schneelawine und begrub die Wölfe unter sich.
Diese gruben sich langsam und mit Mühen aus dem Schnee heraus. "Was war das?", fragte Bardok und klopfte sich Schnee aus den Ohren. Hawadars Kopf tauchte mit überraschtem Blick aus dem Schnee auf, bevor sie ganz aus dem Schnee gehoben wurde, denn sie saß auf dem Kopf von einem anderen Wolf, von..."Orpheus!?", überrascht schauten die Wölfe ihren Kameraden an. Die Freude war groß, bei Arael hielt sie sich in Grenzen doch er lies es sich nicht anmerken.

Gilbert stocherte lustlos in seinem Essen herum. " Hm.. "murmelte er und stubste gerade etwas Kohl vor sich her. Er hatte den halben Tag bereits im Bett verbracht und an die Decke gestarrt. Nun hatte ihm Terra essen hinauf gebracht und betrachtete ihn, während er Lustlos in seinem Essen herum stocherte. "Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, dass sie Liebeskummer haben, Mr. Nightray.", meinte Terra nun und Sorge lag in ihrer Stimme. "Aber ich weiß es ja besser und mir scheint, als haben sie einen Freund verloren.", fügte sie hinzu, damit er nicht an die Decke ging, von wegen er sei in einen Jungen verliebt, welcher zudem mehr als nur verdächtig war. Gilbert zuckte mit den Schultern. " .... ", schwieg jedoch weiterhin und legte schließlich die Gabel bei Seite. "Ich habe keinen Hunger.", murmelte er und stellte den Teller, welchen er vorher auf seinem Schoß balanciert hatte, auf den Nachttisch und deckte sich wieder mit der Decke zu. Zudem drehte er ihr seinen Rücken hin. Terra seufzte. Gilbert benahm sich manchmal wirklich wie ein Kind, doch nun machte ihr der Zustand wirklich Gedanken. Er wirkte wirklich wie jemand welcher gerade etwas wichtiges verloren hatte. " .... .Ich werde später wiederkommen. ", meinte sie, lies das Essen jedoch im Raum. Grill brummte nur zustimmend und zog die Decke fast über seinen Kopf.
Nachdem sie ihn zur ihrem Unterschlupf gebracht hatten, wurde Arael mit Fragen gelöchert. Viel erzählte er jedoch nicht. Stevo bemerkte, das der Junge recht mitgenommen wirkte.
Er zog ihn schließlich beiseite und zu zweit verliesen sie den Baum um auf einer Patroullie, etwas alleine zu sprechen. "Wo bist du gewesen?", fragte Stevo nach einer weile. "Hm?", Aarael drehte den Kopf, er wirkte etwas abwesend.
"Nachdem du von uns getrennt wurdest.", fügte der Alpha-Wolf hinzu. "Ich...bin in einer...Menschenstadt gelandet.", erklärte er und schnupperte etwas über den Boden. "Was ist passiert?", wollte Stevo ruhig wissen und lies den Blick schweifen. "Menschen sind Monster....Gefühllose Monster...", meinte Arael und blickte in die Ferne. "Menschen sind anders als wir, ja....aber wieso Monster?", fragte Stevo und schaute den schwarzen Wolf fragend an.
"Sie bezahlen Mörder.",antwortete dieser kalt. "Kopfgeldjäger?", "Du kennst sie?", fragte Arel überrascht. "Ich was was es sind, ja. Glaube mir diese Leute sind nicht so schlecht wie du jetzt denkst.", "Wieso, sie töten?!", "Ja aber die, die sie töten, werden gesucht weil sie etwas unrechtes getan haben. Sie sind eine Art Polizei für Schwerverbrecher.", erklärte Stevo ruhig.
Arael blieb stehen und schaute seinen Kameraden irritiert an. "Menschen sind dennoch merkwürdig.", meinte er und sie gingen weiter. "Menschen handeln aus Emotionen nicht so wie wir rein aus Instinkt.", "Aber wir haben auch Gefühle!", "Natürlich, aber du traust deinen Instinkten und handelst nach ihnen, Menschen haben diese Fähigkeit so gut wie vollständig verloren.", erklärte Stevo. Die beiden Wölfe wanderten auf eine kleine Anhöhe und blickten von hier auf die ferne Stadt.
"Menschen sind uns in der Hinsicht gleich, dass sie an ihren Erfahrungen wachsen und durch diese Geformt werden, so wie jedes andere Geschöpft auch.", erklärte der Alpha und schaute Orpheus an. "Doch Menschen sind auch unwissend, vergeb ihnen denn sie wissen nicht was sie tun.", fügte er im Anschluss hinzu. "Ist das nicht ein Zitat?", fragte Arael irritiert das Stevo ihn überrascht anschaute. "Woher weist du das?", fragte dieser überrascht. Der Junge und Stevo schauten sich gegenseitig überrascht an.
"Weis nicht, es klang so bekannt.", antwortete der Junge. "Tatsächlich ist es ein Zitat aus einem religiösen Buch der Menschen das sie "Testament" nennen.", erklärte Stevo.
"Es scheint als würdest du dich erinnern.", stellte der Alpha fest. "Nicht wirklich.", entgegnete Orpheus und folgte dem anderem Tier wieder die Anhöhe hinunter. "Du warst mit den Menschen zusammen nicht war?", wollte Stevo wissen. "Ja, warum?", "Vielleicht sind sie es.", "Sind sie was?", "Sie lassen dich erinnern.", antwortete Stevo und schaute kurz zurück.
"Aber du sagest doch...", "Ich weis was ich dir gesagt habe, Orpheus, aber du wolltest es doch immer wissen, oder? Nun hast du die Chance, wieder an Erinnerungen zu kommen oder Gefahr zu laufen dein Gedächtnis vollständig zu verlieren. Du darfst es nur nicht erzwingen, es kommt von alleine wenn du bei ihnen bist. Scheinbar warst du einst unter Menschen, deshalb.", unterbrach Stevo ihn.
Arael lies die Ohren etwas hängen. "Der Winter ist lang, wir werden solange hier im Wald bleiben. Du weist wo du uns findest, komm zu mir ,wenn du mal Rat brauchst, okay?"; meinte Stevo. "Wir sind immer für dich da.", fügte er hinzu. Arael überlegte einen Moment nickte schließlich jedoch.
"Ich werde es den Anderen erklären.", sagte Stevo worauf hin Arael sich umwandte und zur Stadt zurück lief. Der Alpha-Wolf schaute seinem Schützling eine Zeit lang nach.

Terra hatte sich in die Küche gesetzt und fing an zu stricken. Sie machte sich ernsthafte Gedanken. Gilbert wirkte wirklich depressiv. Er hatte die ganze Zeit über vermieden zu reden oder sie auch nur an zu schauen. "... Was wohl der kleine jetzt macht... Ausgezogen... Einfach so?", meinte sie und schüttelte den Kopf. Ab und zu verstand sie die Männerwelt nicht. Doch eines verstand sie. Das der Junge Gilbert mehr zu bedeuten schien als dieser es wahr haben wollte.

Gilbert hatte sich aufgesetzt. Er ging zum Fenster und öffnete dieses. Dann zündete er sich eine Zigarette an und schaute in die Ferne. " ... Erinnerungen... wie ?", murmelte er leise und fühlte sich nun noch verlassener. Er hatte das Gefühl schon einmal gehabt, doch er konnte sich nicht daran erinnern, wann und wo es gewesen war. "In der Zeit bevor ich im Knast war, wie...?", murmelte er dann und senkte den Blick. Selbst jeder Passant welcher vorbei ging, konnte sehen das es ihm nicht sonderlich gut ging. Doch darauf achtete keiner. Immerhin hatte der Schnee aufgehört und die Sonne brach hervor. Kinder tummelten sich auf den Straßen und tobten herum. Gilbert rauchte einfach nur und starrte vor sich ins Weiß.
Arael, verlies den Wald und betrat die Stadt, wieder als Mensch. Er hatte eine gute Orientierung, dank welcher er sich nie zwei mal verlief. Mit den Händen in der Pullovertasche und der aufgesetzten Kapuze, wanderte er leichtfüßig über den Schnee. Neugierig beobachtete er die Kinder, welche auf der Straße anfingen zu spielen. Der Schnee war so hoch das keine Gefahr von Fahrzeugen ausging. Schon von weitem, konnte er die leichte Rauchfahne aus Gills Schlafzimmerfenster kommen sehen. Er blieb stehen und legte den Kopf leicht schief als er überlegte.
Er wusste gar nicht was er Gill nun sagen sollte, weshalb er zurück gekommen war. Tief atmete Arael ein um allen Mut zusammen zu nehmen. Dann hob er etwas Schnee auf und formte ihn zu einem Schneeball, wie er es bei einigen Kindern gesehen hatte.
Anschließend ging er weiter die Straße hinunter, bis er Gills Kopf sehen konnte und warf ihm den Schneeball zu. Stecke, nachdem er geworfen hatte die Hände wieder in die Tasche und schaute über die Straße zur anderen Seite wo er die Kinder wieder beobachtete und tat so als würde er Gill nicht bemerken oder beachten.

Gilbert bekam den Schneeball ins Gesicht, da er nicht aufgepasst hatte. Er bemerkte ihn zu nächst nicht. "Ihr dummen Rotzgören!", rief er den Kindern zu welche geschockt zu ihm sahen. "Wartet nur ! Ich komme euch da runter!", fauchte er zudem und ging auch schon vom Fenster weg. "Schnell weg, sonst bekommen wir Ärger von dem komischen Hunter!", meinten die Kinder nun lachend und suchten ihr heil in der Flucht, denn kurze Zeit später stand Gill auch schon an der Tür. Er trug seine Schlafsachen nur, dass er darüber seinen Mantel trug und in Schuhe geschlüpft war. Als er sah, wie die Kinder Reißaus nahmen seufzte er. "... Und weg sind sie...", murmelte er und schaute in den Himmel. Es tat gut mal wieder die Sonne zu spüren, wobei ihm dies erst jetzt aufgefallen war. Als er sich umschaute entdeckte er jedoch eine Person, welche in den Letzten Tagen bei ihm gewohnt hatte. Seine Mine wurde wieder niedergeschlagen. "Willst du mir nun vorhalten, dass ich sterben sollte? Wärst du nicht der einzige.", meinte er dann und steckte seine Hände in seine Jackentaschen. "Immerhin bin ich ... ein Mörder, egal was ich mache... ob es nun ein guter oder schlechter Zweck ist.. Es kommt aufs Selbe hinaus. Ich denke du hast gut getan zu gehen..... ", murmelte er und wurde immer leiser. " .. Na... Dann .... geh ich mal wieder rein.". Er wirkte unsicher und irgendwie auch verletzt. Vielleicht auch durch seine eigenen Worte.
"Ich weis es nun mal nicht besser Gill.", antwortete Arael mit dem Blick in den Himmel. Seine Stimme war ruhig, klang weder vorwerfend noch wie eine Entschuldigung. "Für mich waren Menschen schon immer Monster....Monster die nur Zerstörung hinterlassen. Ob Schuldig oder nicht,...für mich waren sie alle stets Gefühl- und Gewissenlos...und töteten aus Spaß.", meinte er und eine einzelne Schneeflocke schwebte herab und setzte sich auf seine Nase.
"Es fällt mir demnach schwer jemanden zu vertrauen der genau diesem Ursprung entspringt...., aber was ist....wenn ich auch mal so ein 'Monster' war?", fragte Arael und drehte nun den Kopf in Gills Richtung.
Sein fragender und an sich selbst zweifelnder blick verriet, dass diese Frage ernst gemeint war.

Gill hielt inne und schaute ihn an. " .. Ich weiß nicht was du warst aber ich weiß, das du nun jemand bist, welcher es geschafft hat, dass ich mich richtig mies fühle. " meinte er uns seufzte. " .. Du wirst deine Vergangenheit finden.. Ob du sie annimmst und verkraftest ist deine Sache. " erklärte er. " Ich weiß das es für andere nicht einfach ist mit einem Hunter zusammen zu wohnen oder gar mit einem Befreundet zu sein..." sein Blick wurde traurig. " Ich selbst habe auch schon Verrat und Hinterlist fühlen müssen. Ich werde mein Tun nie als gut ansehen, denn Mord ist Mord. Und vielleicht hast du ja recht... ?... Vielleicht sind die Menschen Monster. Doch ich kann mit Sicherheit sagen, das nicht jeder so ist. Oder denkst du das Terra so etwas tun könnte ?" meinte er und rieb sich den Nacken. " Naja.... Nun.. Du wolltest mir das sagen ? ... Oder ist da noch etwas was dir auf den Schuh drückt ?"
Arael senke den Blick zu seinen Füßen und wackelte mit den Zehen. Er stand Barfuß im Schnee. "Ich trage keine Schuhe.", meinte er und lächelte nun etwas als er Gill wieder anschaute. "Nein, ich schätze Terra wäre nie dazu fähig selbst wenn sie wollte.", stimmte er zu und schwieg.
"Ich...denke....ohne einen Versuch...kann man das nicht sagen..ob man mit, einem Hunter...zusammen leben kann...meine ich.", überlegte er und schob verlegen, etwas Schnee vor seinen Füßen weg, während er auf dem Boden schaute.

" Das heißt du willst wieder einziehen ?" fragte er nun und schaute ihn an. " .... Hätte ich nach deinem Abgang nicht gedacht. " fügte er ehrlich hinzu. " Wenn du jedoch wirklich mein Mitbewohner werden willst, muss ich dir sagen das ich manchmal nicht ganz einfach bin. Ach ja. Und ich möchte wissen was genau du bist. Ich behalte alles für mich. Denn schweigen kann ich wie ein Grab. " fügte er hinzu und deutete ihm an nun mit hinein zu kommen. Ihm war nun wirklich etwas sehr kalt geworden. Auch mit Sonne war es noch immer extrem kalt. Er ging in die Wohnung zurück und hängte den Mantel weg. Dann zog er sich die Schuhe aus. Nun wartete er nur noch auf Arael.
"Was heißt einziehen, oder ausziehen? Ich hab hier ja nie gewohnt, ich war lediglich Gast. Ober hab ich was nicht mitbekommen?", fragte Arael verwirrt und folgte ihm ins Haus. Seine Füße waren nun taub und eiskalt vom Schnee.
Als er über die Türschwelle trat, stand plötzlich ein schwarzer Wolf in Gills Hausflur und schüttelte sich die Kälte und etwas Schnee vom Leib.
Er schaute zu Gill auf. "Dämliche Frage, dich kann man ja doch nicht täuschen.", meinte er mit rauer stimme und schob die Tür mit der Schnauze zu.

Gilbert lächelte nun. Eines seiner seltenen Lächeln, welche wirklich ehrlich aussahen. " Nun. Das kannst du tatsächlich nicht. " stellte er fest und ging nun in die Küche wo Terra saß. " Ich habe nun einen neuen Mitbewohner. Bitte sei nett zu ihm. " meinte Gill nur und Terra blinzelte verwirrt. Als sie dann an ihm vorbei zu Arael schaute hielt sie inne. "Einen Hund ?" fragte sie und schüttelte den Kopf. Nein. Das war kein Hund sondern ein Wolf. " Wo haben sie diesen denn her, Mr. Nightray ?!" fragte sie etwas erschrocken. " Habe ihm im Schnee gefunden. Bin mehr oder weniger über ihn gestolpert. " meinte er und man konnte eine Andeutung heraus hören. Doch Terra schüttelte den Kopf. " ... Ich mache mir Sorgen um den Verstand des jungen Mannes... " murmelte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. " Benimmt sich wie jemand mit Liebeskummer. " sie schaute zu dem Wolf und lächelte dann. " ... Naja. Willkommen. " stellte sie dann fest. Sie war nicht dahinter gekommen das Arael dieser Wolf war. Gilbert ging die Treppe hinauf. Nun Barfuß.
Arael schaute Gill nach und anschließend zu Terra. „Als hätte sie nicht verdient es auch zu wissen. Und ich bin immer noch ein Wolf.“, dachte er und schaute sie aus freundlichen Augen an während er den Kopf leicht zur Seite neigte. Freundlich wedelte er mit dem Schwanz. Anschließend wandte er sich zur Treppe um und stieg sie als Junge wieder hoch. Als er den oberen Absatz erreicht hatte, drehte er sich nochmal um, lächelte Terra an und wank bevor er hinter Gill herging.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 8:02

Terra schaute dem Hund nach, welcher doch irgendwie Menschliche Gesten an sich hatte und hielt inne als sie sah wie sich der Wolf in den Jungen verhandelte. Ihre Augen waren vor Schreck geweitet und sie ging langsam in die Küche zurück um den Schock zu verdauen.

Gilbert ging nicht in sein Schlafzimmer sondern in ein anderes. " Das hier kannst du haben. Es ist ein unbenutztes Gästezimmer und im Gegensatz zu meinem Schlafzimmer ist es sogar recht prächtig gestaltet." meinte er und lächelte leicht.
Arael folgte Gill und schaute sich das Zimmer an während er im Türrahmen stehen blieb. Er lehnte sich an diesen und verschränkte die Arme während er Gill fragend anschaute. „Du bist wirklich merkwürdig. Wieso ist dein eigenes Schlafzimmer so 'schlicht'...“, er hob die Hände und ahmte mit Zeige- und Mittelfingern Gänsefüße nach bevor er sie wieder verschränkte. „...dass Gästezimmer aber so 'prunkvoll'?“, fragte der Junge. Dann kratzte er sich am Hals.
"Nun ich weiß es selbst nicht so genau. " meinte er und seufzte. " Vielleicht weil der Gast König ist ?" meinte er und zuckte mit den Schultern. " ..Es war einfach so... Das Schlafzimmer habe ich, seid ich hier eingezogen bin, habe ich mein Schlafzimmer so gut wie gar nicht verändert. Damals hatte ich so gut wie nichts." erklärte er und schaute vor sich. " Vielleicht ist es eine art erinnerung an mich selbst ? Das es nicht immer so sein wird. "
"Hmm....", Arael schwieg und lies erneut den Blick durch das kleinere Zimmer wandern. Wenn er sich manches so ansah, hatte er hin und wieder das Gefühl etwas bekanntes vor sich zu haben, doch er sagte nichts. "Und jetzt?", fragte er nach einer weile und schaute etwas ratlos.
"Was weiß ich? .. Du hast deine Sachen in meinem Zimmer. Vielleicht willst du sie einräumen ?" fragte er und zuckte mit den Schultern. " Ich habe es nicht so oft, das Leute bei mir einziehen. Demnach. Keine Ahnung was nun sein soll. Fühle dich wie zu Hause ? " meinte er und seufzte. " .. Terra wird gleich bestimmt etwas zu essen machen. " meinte er und schaute ihn an. " Wenn du noch nicht gegessen hast kannst du mit essen."
„Okay.“, damit ging Arael seine Sachen holen um sie in den Schrank seines neuen Zimmers zu räumen. Was eher einer Kleiderschlacht glich, da er davon keine Ahnung hatte. Als er damit fertig war lies er sich aufs Bett fallen und starrte an die Decke. Jedoch setzte er sich nach einem Moment wieder auf und nahm sich welche von seinen neuen Kleidern um sich um zu ziehen. Die Manga räumte er in eines der Regale neben der Tür, bevor er sich eines davon nahm, damit aufs Bett setzte und es begann zu „lesen“.
Der restliche Tag verlief ruhig und Gilbert verbrachte diesen restlichen Tag am Pc um einige Dinge zu recherchieren.
Der nächste Tag jedoch begann mit Stress. Skye und Lau hatten sich angekündigt. Sie schien nicht wirklich glauben zu wollen, dass sich Gilbert einen Hund zu gelegt hatte. Zumal er sonst immer gemeint hatte, das er keine Zeit für Haustiere hätte. Weil seine Arbeit ihn komplett abverlangte. Gilbert klopfte bei Arael an. " ... Wenn du wach bist.. Ich muss mit dir reden. " meinte er und wartete dann auf eine Reaktion.
Verschlafen, sich die Augen reibend, öffnete Arael die Tür. Zwischen dem strubeligen Schwarzen Haar, waren seine pelzig-flauschigen Wolfsohren zu erkennen. Es schien als hatte er die halbe Nacht mit lesen verbracht, ein Blick aufs Bett bestätigte dies, den dort war die Hälfte seiner neuen Manga verteilt. "...So, früh...", murmelte er und konnte die Augen kaum offen halten.
" ... Verwandle dich in einen Hund und dann kannst du weiter schlafen. Doch blieb bitte heute durchgehend ein Hund okay? Meine Chefin und ihr Partner kommen heute vorbei um sich mein Haustier an zu sehen.. Das dumme ist, das du nicht mein Haustier bist und ich kein anderes habe. Und du musst es sein, weil es wegen der Fahndung ist. Ich hab ja gesagt das der Hund, welcher gesucht wird meiner ist... und diesen wollen sie sehen...." meinte er und wusste das es für dem Jungen wahrscheinlich zu früh war um seinen Geplapper zu folgen. " Verwandle dich einfach und bleib den Tag so, okay? " fragte er dann und rieb sich über die Stirn.
"...Gill...", murmelte er und schaute diesen nun an. "Ich gebe meine Identität nur ungern Preis.", meinte er und setzte sich im scheidersitz auf den Boden bevor er Müde gähnte. "Wieso sagst du sowas auch einfach so?", fragte er...oder eher er nuschelte es, da der Junge bereits wieder dabei war ein zu schlafen.
"Hey, bleib wach ! Ich hab das gemacht, weil du sonst bestimmt weiter verfolgt werden würdest. Es war ein Akt aus reiner Freundlichkeit. Und wenn du dich vor ihnen nicht in einen Menschen verwandelst, verrätzt du dich nicht. Sie wissen nicht das ich einen Mitbewohner habe. " meinte er und seufzte. " Wenn es anders gehen würde, würde ich dich nicht darum bitten. Also ? Du kannst auch schlafen. Das ist egal. Ich habe bereits Tera in Kenntnis gesetzt. "
"Das Besuch kommt oder das ich flauschig bin?", fragte Arael und gähnte erneut. "Das wusste sie bereits.", fügte er hinzu und rieb sich wieder die Augen. Wenigstens fürs schlafen hatte er seine Kleidung wieder ausgezogen, weshalb er vor Gilll nur in schwarzer Boxershorts saß. Man konnte die Schlafzeichen förmlich über seinem Kopf greifen.
"War nett von dir,...ich danke dir auch...aber ich muss es mir überlegen...ich hab ja...noch...Zeit.", murmelte er und wurde immer leiser. Schließlich kippte sein Kopf zur Seite und er war wieder eingeschlafen.

Gill fing ihn auf und seufzte. " .. Naja.. Um genau zu sein nur noch Eineinhalb Stunden.", meinte er und seufzte leise. Dann ging er mit ihm zu seinem Bett um ihn darauf ab zu legen. "Nun gut... ", meinte er und seufzte. "Ich wecke dich noch einmal bevor sie kommen. " murmelte er und ging aus dem Zimmer heraus um dann hinunter in die Küche zu gehen. Terra hatte Frühstück gemacht, oder eher. Sie war gerade dabei.
Arael rollte sich zusammen und schlummerte friedlich vor sich hin. Jedoch nicht lange, nach einer Dreiviertelstunde streckte er sich gähnend auf dem Bett und rieb sich die Augen, bevor er aufstand. Seine Sachen nahm und damit ins Badezimmer ging wo er sich etwas frischmachte und sich anzog. Noch immer etwas verschlafen tapste er barfuß die Treppe hinunter in die Küche. Er schnupperte neugierig in der Luft, während er im Türrahmen stehen blieb.
Diesmal hatte Terra ein eher Schlichteres Frühstück vorbereitet. Auch wenn sie dennoch Ei dazu gemacht hatte. Gilbert saß bereits am Tisch uns Aß. Auch Terra saß dort. Die beiden waren davon ausgegangen das Arael später frühstücken würde, also hatten sie ohne ihn angefangen zu frühstücken. Als er herein kam schauten die beiden auf. "Doch von selbst wach geworden ?" fragte Gilbert. Doch eigentlich beantwortete sich diese Frage von alleine.
"...", Arael rieb sich lediglich die Augen und tapste zum Stuhl auf den er sich anschließend sinken lies. Die Haare noch immer etwas zerzaust, gähnte er hinter vorgehaltener Hand. Müde griff er nach einer Brotscheibe, aß sie jedoch trocken ohne alles. Auf dem Brot herum kauend schaute er erst zu Terra und dann zu Gill.
Terra seufzte und schaute zu Gill. "Du musst ihm wirklich noch so einiges beibringen. " meinte sie und strich sich ein Brot mit Margarine um dann darauf eine Scheibe Wurst zu legen. Gilbert seufzte. " Ja, zum Beispiel wie man sich ein Brot schmiert. " meinte er und meinte es noch nicht einmal abwertend. Das musste er nun einmal können um als normal durch zu gehen. Genau wie einige andere Dinge, welche er beachten musste." .. Gut geschlafen ?" fragte Gill dann und bis in sein Stütchen hinein.
"..Ja...", meinte Arael und nahm das Messer in die Hand um es zu betrachten. Bei seinem zweiten Brot, versuchte er es und bekam es halbwegs gut hin, auch wenn das Brot danach einige Löcher hatte, war es noch eine ganze Scheibe. Anschließend legte er eine Wurstscheibe darauf und mampfte genüßlich seinen "Sieg", mehr oder weniger. "Kann ich was trinken?", fragte er zwischen einem bissen.
" Was möchtest du ? Tee, Saft, Wasser oder Kaffee ?" fragte Gilbert und Terra seufzte. " Nicht jeder will dieses widerliche Gebräu trinken !" meinte sie, da sie kein Kaffee mochte, welches für Gilbert jedoch ein muss war.
" Du musst es ja nicht trinken.. Aber vielleicht mag er es ja ?" meinte Gill und bis wieder in sein Stütchen. Terra seufzte, dann stand sie auf und holte eine Tasse. "Oder willst du etwas Milch ?"
"Milch? Das möchte ich mal probieren.", meinte Arael und schaute nun neugierig. Weiterhin mampfte er sein Wurstbrot, leicht schaukelten seine Füße unterm Tisch hin und her.
Terra nickte und schüttete etwas Milch in die Tasse ehe sie ihm reichte. Dann setzte sie sich wieder hin und aß ihr Wurstbrot weiter. " Lass es dir schmecken. " hatte sie vorher jedoch gesagt und meinte damit das Getränk wie auch das Essen. Gilbert war bereits dabei sich ein weiteres Brot zu schmieren.
Dankend nahm der Junge die Tasse entgegen und schnupperte vorsichtig daran. Doch die weiße Flüssigkeit darin, war geruchlos. Langsam nippte er daran. Offensichtlisch schmeckte sie ihm gut, denn im Anschluss leerte er die Tasse vollständig.
Als er die Tasse absetzte leckte er sich mit der Zucke den Milchbart ab. Er wirkte nicht sonderlich wählerisch was das Essen anging. Sein dirtes Brot, belegte er mit Ei. Es schmeckte ihm sichtlich, sehr gut.

Gilbert beendete sein Mahl und beobachtete nun Arael beim essen. Es war schon lustig wie viel der Junge verdrücken konnte. " Ich werde mich umziehen. " meinte Gilbert nun und stand auf. Er trug seine lässigen Schlafkleider, darum wollte er sich bevor seine Chefin und ihr Partner vorbei kamen noch umziehen und duschen. Terra nickte und lies ihn gehen. " .. Arael, bitte verwandel dich gleich für den Rest des Tages in den schwarzen Hund. " meinte er und ging die treppe hinauf. Nun waren Terra und Arael alleine in dem Raum. " ... .. Ha... " seufzte sie und schüttelte leicht den Kopf.
"Ich bin kein Hund!", meinte Arael mit halbvollem Mund und hätte sich beinahe verschluckt. Hastig schluckte er den bissen runter. Anschließend schaute er Terra an. Als er fertig gegessen hatte, seufzte er und lies die Hände in den schos sinken. "Muss ich das wirklich?", fragte er und legte den Kopf schief. "Ich möchte nicht.", wieder schauckelte er mit den Füßen, während er sich links und rechts am Stuhl festhielt und Terra betrachtete. Er sah nicht gerade glücklich aus, darüber sich wieder in den Wolf verwandeln zu müssen. Lag vermutlich zum Teil auch daran, das er Angst hatte.
"Keine Sorge. Keiner wird dir etwas tun. Ich habe gehört das Lau und Skye geradezu verzückt von Tieren sind. " erklärte sie und seufzte. " Wenn du das nicht machst, wirst du wieder gefahndet. Immerhin heißt das das Gill gelogen hat. Und das wirkt sich nicht gut auf seinen Job aus. Auch wenn er schon länger mit den beiden befreundet ist. ", meinte sie und lächelte freundlich und leicht liebevoll. Sie hatte ihn genau so in ihr Herz geschlossen wie Gilbert es getan hatte. Nur das Gilbert scheinbar schwerer getroffen wäre, wenn Arael etwas zustoßen würde. Sie konnte sich schon irgendwie denken warum. Doch er sollte von alleine darauf kommen.
"Na gut.", noch immer klang Arael nicht sonderlich begeistert. Immerhin kannte er die beiden von denen Gill und Terra redeten, nicht. Mit einem seufzen rutschte er vom Stuhl und schüttelte sich anschließend. Das seine pelzigen Ohren hin und her wippten, bevor er zur Treppe tapste. Die Ohren eher lustlos zu den Seiten gekippt, den Schwanz hängen lassend. In der Tür blieb er einen Moment stehen und drehte den Kopf nochmals zu Terra um. Er winselte leise, etwas wehleidig bevor er die Treppe hinauf kletterte.
Terra tat der Junge leid. " .. Tut mir Leid.. Ist doch nur für heute so. " murmelte sie. Sie konnte nicht wirklich nachempfinden, was der Junge fühlen musste.
Gilbert stand unter der Dusche und lies das Wasser auf sich regnen. " .... " er schloss dabei entspannt die Augen. Er wusch sich und ging dann aus der Dusche hinaus um sich ab zu trocknen und an zu ziehen. Kurz nachdem er das Bad verlassen hatte, klingelte es auch schon. " ... Sie sind da.. " murmelte er eher zu sich selbst als zu jemand anderen. Terra öffnete die Tür und lies die beiden herein. "Entschuldigung für die Störung, aber wir waren einfach zu neugierig. " meinte Skye und Terra schüttelte leicht den Kopf. " Ach was. Kommt herein. " meinte sie und erklärte das der `Hund´und Gilbert oben seien. Sofort gingen die beiden nach oben. Lau schaute sich im Zimmer um. " Ui.. Ich war noch nie hier aber.. wow. " meinte er und lächelte. Skye schaute sich inzwischen nach dem Tier um. Gilbert ging zu ihnen. " .. Hier ist kein Zoo oder so. Wenn er keine Lust auf euch hat last ihn in ruhe. Immerhin ist er erst von Menschen angeschossen worden. Es war ein wunder das er sich überhaupt an mich gewöhnt hat. Mehr oder weniger. " meinte er und irgendwie stimmte es ja auch. " Jaja.. Wo ist er ?!" meinte Skye nun lachend.
Arael hatte sein Heil hinter der großen Couch gesucht und linste hinter der hervor.
Mit den roten Augen beäugte er die Fremden aus sicherer Entfernung, während er sich platt auf den Boden gelegt hatte. Nur leicht hob sich das sichtbare Ohr, in ihre Richtung. Dennoch wirkte er nicht gerade als wolle er jeden Augenblick an ihnen hochspringen und ihnen das Gesicht ablecken. Eher das Gegenteil.

" Arael.. Komm bitte aus deinem Versteck. " meinte Gilbert und seufzte. "Die beiden tun dir nichts.. Ich bürge für sie. Keine Sorge. " versicherte er zudem und wartete. Er wollte den Jungen nicht zwingen her zu kommen. Doch naja.. er wollte nun einmal nicht als Lügner dastehen. " .. Bitte. ." murmete er wieder und hockte sich nun hin. Skye und Lau betrachteten ihn mit steigender Neugier. "Hast du gehört? Er hat bitte gesagt! Morgen geht bestimmt die Welt unter.", meinte Lau und Skye grinste." Haltet die Klappen !" erwiederte Gill nur ruhig. Er wartete immer noch auf Arael.
Dieser winselte jedoch nur kläglich und streckte mehr den Kopf hervor. Er wollte nicht, und weigerte sich strickt, näher zu kommen. Immerhin hatte er Gill schon den Gefallen getan und sich gegen seinen willen verwandelt. Die Ohren zu den Seiten gekippt, wirkte er einfach nur verängstigt. Schließlich stand er jedoch auf und kam einen Schritt hinter dem Sofa hervor, jedoch wirklich nur einen. Immerhin war er nun halb sichtbar.
Skye schaute zum Sofa und blinzelte. "Gill ? Das ist kein Hund.. Hast du dir da etwa einen Wolf angelacht ?" fragte sie und schaute ihren alten Freund an. " Na und ? Ich hab ihn zu mir genommen. Sei einfach froh das er euch überhaupt zeigt. " meinte er und ging zu Arael hin. " Keine Angst. " meinte er und legte ihm eine Hand auf den Kopf. " die beiden können dir nichts tun. Immerhin sind das vollkommene Vollidioten. " meinte er und grinste. Die beiden im Hintergrund lachten. "Das sagt der richtige. Ich denke ich kann mich an einige Dinge erinnern wo du der Vollidiot warst." meinte Skye und Lau nickte. " Genau, Gill-necko-chan !" Gilbert seufzte. " Irgendwann werde ich dieses Wort nehmen und es so auf ihn zurück werfen das er daran erstickt. " murmelte Gilbert, jedoch so das nur Arael es hören konnte. Doch Lau konnte sich denken was er gesagt hatte. " Naja. Jedenfalls kann man sehen das du nicht gelogen hast um irgendeinem Tier das Leben zu retten.. Schade das du so nur zu Tieren bist... " meinte Skye und Gills Blick wurde leicht traurig. " .Ich bekomme es bei Menschen nicht so hin, egal was ich mache. "
Der Wolf hob den Kopf und bellte einmal, Sky zustimmend. Als diese Gill fragte ob er nicht eher ein Wolf sei. Arael blickte Lau an, legte die Ohren an und knurrte leicht, als dieser "Gill-neco-chan.", gesagt hatte. Schließlich hob er den Kopf und schaute zu Gill auf bevor er sich leicht an diesen lehnte und zu den Fremden hinüber schaute.
Mit Gill, neben sich schien er sich wirklich etwas sicherer zu fühlen, jedenfalls lies er die Ohren und den Kopf nicht mehr so hängen wie zuvor. Er wedelte sogar leicht mit dem Schwanz.
Für ein Tier hatte er eindeutig einen stark ausgeprägten Charakter. Er setzte sich auf den Boden und schaute in die Runde.

" Aber dafür das er ein Wolf ist, ist er wirklich niedlich. " meinte Lau nun und lächelte freundlich. Auch wenn er Gilbert gerne Ärgerte war er ein guter Kerl und man konnte sich auf ihn verlassen. " Jup. Find ich auch. Ich denke es ist sogar recht gut das Gill ihn auf genommen hat. " stellte Skye fest. " Ich will mir nicht ausdenken was diese selbsternannten Gesetzeshüter mit ihm angestellt hätten. " meinte sie und Lau schaute sie nun skeptisch an. " Moment. Wir sind doch eigentlich die selbsternannten Gesetzeshüter. " meinte er und sie verzog das Gesicht. " Naja. Jedenfalls meinte ich damit diese komischen Stadtwachen, welche bei jeder kleinsten Gefahr heulend zu uns kommen." meinte sie und zuckte mit den Schultern. Gilbert stand nun auf und schaute zu ihnen. ".... Ist ja nicht so als wenn die Mafia eine geringe Gefahr wäre. " erklärte er und Skye seufzte. " Jaja.. Okay... Wir haben uns in ihren Aufgabenbereich ein gedrängt und lassen ihnen keine Arbeit mehr übrig. Es ändert aber trotzdem nichts daran das es Schweine sind. " erklärte sie und nun mussten beide Männer nicken. " Das ist tatsächlich war. "
Da hätte Arael sich doch tatsächlich fast selbst verraten, als er gerade das Maul aufgemacht hatte um etwas zu sagen. Er stand auf und schüttelte sich. Anschließend schnupperte er über den Boden und tapste etwas durchs Wohnzimmer. Seine Krallen klackten dabei über den Holzboden. Am Fenster stellte er sich auf die Hinterläufe und stütze sich auf die Fensterbank, während er hinaus schaute. Er beobachtete den, wieder eingesetzten, leichten Schnee fall und wedelte mit dem Schwanz.
Das Tier schien den Schnee sehr gerne zu haben, vermutlich war es damit sehr vertraut. Nach einem Moment, sank er wieder zu Boden und drehte sich zu den drei Menschen um. Fragend lenkte er den Kopf leicht schräg und hob die Ohren. Es war ein total knuffiges Bild, wie er dort vor dem Fenster saß und sie fragend anschaute. So als wollte er fragen: "Gehen wir in den Park?".

"Aww ! Der ist wirklich super süß.", meinte Skye und klopfte Gilbert auf die Schulter. "Dabei hast du immer gesagt das du keine Zeit hast dich um Tiere zu sorgen.", meinte sie und schaute zu Lau. "So.. wir haben uns nun darüber in Kenntnis gesetzt, das du nicht lügst und nun können wir es auch den komischen Stadtwachen heimzahlen. Sie werden es noch zu spüren bekommen, mir eine Strafzettel aufs Auge zu drücken.", meinte sie und die beiden Männer schüttelten gleichzeitig den Kopf. "Was denn?!", meinte sie dazu nur und schien nun gereizt zu sein. "Komm Skye. Wir sollten jetzt gehen. Immerhin haben wir noch einen Haufen Arbeit vor uns. Du kannst dich später noch über den Strafzettel beklagen.", meinte er und schob sie auch schon die Treppe hinunter. Lau nickte Gill zu und lächelte den Wolf freundlich an. Dann ging er mit ihr. Sie verabschiedeten sich vorher jedoch noch von Terra, welche es wunderte, das sie schon wieder gingen. Gilbert seufzte. "Ich muss jetzt erst mal an die frische Luft.", meinte er und schaute zu ihm. "Komm mit. Du scheinst ja bereits sehnsüchtig darauf zu warten hinaus zu gehen. ... War es jetzt so schlimm? Nicht, oder? Die beiden sind eigentlich ganz Lieb. Lieber als ich es jedenfalls sein kann.", er lachte leise.
"Schlimm genug.", antwortete Arael und schüttelte sich bevor er langsam zur Treppe tapste. "Das war das erste und letzte mal.", fügte er hinzu. Er schien wirklich leicht angefressen zu sein. Mit einem kleinem Satz sprang er hoch und zog die Türklinke runter bevor er in den Schnee sprang.
Den Kopf einen kurzen Moment in den eisigen Berg steckend, schaute er anschließend auf und schaute Skye und Lau nach, welche er die Straße hinunter sah. Der Schnee rutschte ihm vom Kopf und er sprang einen Schritt weiter bevor er sich im Schnee wälzte. Eine ungewöhnliche Art der Abkühlung, aber Arael brauchte das nun um auf andere Gedanken zu kommen.
Fremde Menschen waren für ihn Stress pur, das war nicht zu übersehen gewesen. Selbst jetzt, wo die beiden wieder weg waren, zitterte er noch etwas.

Gilbert zog sich noch einmal schnell einen Mantel über und folgte ihm dann. Natürlich zog er sich auch Schuhe an. "... Sag mal...", meinte er und schaute ihn ernst an. "... Hast du etwas schlimmes, außer das du angeschossen wurdest, erlebt, weshalb du so eine Angst vor Menschen hast?", fragte er nun und legte den Kopf leicht schief. Dies schien ihn wirklich zu beschäftigen. " Ich habe zwar nicht viele Freunde, aber die beiden wirst du wahrscheinlich noch häufiger sehen." erklärte er und schien nachdenklich. "... Aber das ist auch nicht so oft. Da die beiden eh immer in Arbeit ertrinken.".
Arael hob den Kopf und schaute Gill an. "Das kann ich dir, ehrlich gesagt,nicht sagen.", meinte er und setzte sich in den Schnee. "Ich habe diese Angst seit ich mich erinnern kann.", meinte er. "Es war bislang auch egal, immerhin mieden wir Menschenkontakt.", meinte er und begann im Schnee zu Buddeln, bis er den Boden des Gehwegs erreichte. Der Schnee, den er weg schaufelte, flog auf die Straße.
"Hm...", meinte Gilbert und seufzte. Er ging einige Schritte hinaus in den Schnee und schaute vor sich hin. "...Naja. Dann werden wir dich an einige Menschen angewöhnen müssen. Angst brauchst du nur bei Mafiosi und so zu haben. Aber selbst da ist es noch nicht einmal wirklich schlimm. Jedenfalls nicht, wenn man sich wehren kann.", meinte er und lächelte. Dann hielt er jedoch inne. "Jedoch.... Es gibt trotz allem einige Menschen vor denen du dich, auch wenn du dich wehren kannst, fürchten musst. Jeder hat vor irgendwem angst.. .. oder vor irgendetwas.", seine Stimme wurde nun etwas kühl und er starrte auf seine Hand. Manchmal hatte er solche Momente, wo seine Aura komplett gefror.
Der Wolf zog deutlich eine Augenbraue hoch. "Du weist schon dass es wenig bringt mir was ein zu reden, oder?", fragte Arael und buddelte sich nun weiter durch den Schnee. "Mach mich sauer und du wirst meine Zähne nicht mehr vergessen.", sagte er nach einer weile und tauchte einige Meter, die Straße weiter runter, aus dem Schnee wieder auf. Er schüttelte sich die Schneehaube vom Kopf und schaute zu Gill.
"Ich habe keine Angst vor deinen Zähnen und ich habe dir ja gesagt das es mit mir schwer sein wird, denn mir ist egal was andere von mir denken. Oder von mir halten oder wie sie mein Verhalten finden. Ich bin ich, und wenn man mit mir nicht klar kommt. Tja. Dann ist es halt so. " stellte er fest und zuckte mit den Schultern. Er seufzte leicht und schaute zu ihm. Irgendwann jedoch ging er wieder in Richtung Tür zurück. Ihm wurde es hier draußen eindeutig zu kalt. " Falls du fertig bist mit dem draußen herum tollen. Komm rein.", meinte er und ging auch schon wieder in die Wohnung.
"Ich wollte damit eigentlich nur sagen, das ich mich wehren kann.", meinte Arael und stapfte ihm nach. Vor der Haustür schüttelte er sich den Schnee aus dem Fell und tapste wieder in die Wohnung zurück.
Er stapfte die Treppe wieder hoch und in sein Zimmer. Er hatte genug und verwandelte sich wieder zurück. Erleichtert ausatmend sank er auf die Bettkante und schaute einen Moment vor sich auf den Boden, bevor er ganz aufs Bett rutschte und sich wieder den Manga widmete.

Gilbert schaute ihn an und sein Blick war nun fragend. "Kannst du überhaupt lesen und schreiben ?" fragte er nun und schaute in das Zimmer um ihn dann eine weile zu beobachten. "Aber wenn du meinst, du kannst es dir selbst beibringen sag ich nichts.. nur... würdest du es nicht schneller lernen wenn es dir jemand beibringt?", fragte er nun und lehnte sich an den Türrahmen.
"Ich bin vielleicht kein Mensch, das heißt noch lange nicht das ich dumm bin.", antwortete Arael ohne von den Bildern auf zu sehen. "Ist zwar gut gemeint, aber wozu muss dein Hund lesen und schreiben können?", fragte er nach einem Moment den er die Seite betrachtet hatte und schaute nun zu Gill.
Er schien es Gill übel zu nehmen, dass dieser ihn mehr oder weniger gezwungen hatte, anderen seine Wolfs-Gestalt zu zeigen. Er drehte sich aufs Bett und setzte sich in den Schneidersitz bevor er den Manga in seinen Schos sinken lies, während er Gill tief in die Augen schaute.

Gilberts Miene schien zu gefrieren. "Gut. Dann habe ich weniger Scherereien.", meinte er trocken und nun war jegliche Freundlichkeit aus seinen Worten gewichen. Er hatte es nur gut gemeint, als kleine Entschuldigung. Es war sonst überhaupt nicht seine Art irgendwas für andere zu tun. Es sei denn es brachte ihm selbst etwas. Er schaute ihm ebenfalls in die Augen. Doch dies war hier ja wohl nicht der Fall. "Und nächste mal lasse ich dich dann einfach weiter auf der Gesuchten Liste, in Ordnung.", fügte er hinzu und überlegte kurz. "Zudem habe ich nie erwähnt das du dumm bist. Ich habe es nicht einmal angedeutet... jedoch.. solltest du vielleicht einmal über freundliche Angebote nachdenken, bevor du sie als Beleidigung oder böse gemeinte Andeutung ab tust. Ich muss dir nicht helfen. Es bringt mir selbst eh nichts. Demnach.. Wünsche ich dir beim ANGUCKEN der Bilder viel Spaß.", meinte er und verdrehte nun genervt die Augen. Der Junge benahm sich echt wie ein pubertierendes Kind. Er sollte doch stolz darauf sein, dass er seine Gestalt verändern konnte. Manchmal wäre es Gill auch einfach lieber sich zu verwandeln und Leuten aus dem Weg zu gehen welche ihn nicht mochten. Ab und zu hatte er sich sogar in Luft auflösen wollen. Er drehte sich um und ging dann in sein eigenes Zimmer um die Tür hinter sich zu schließen und dann an seinen PC zu gehen. Er hatte es wirklich nur gut gemeint. Aber nun wusste er ja, dass er nächste mal weder Hilfe anbot, noch von sich aus half. Es wurde ihm ja nur nachgetragen. "…", Gill verbrachte die restliche Zeit des Tages damit, im Internet nach irgendwelchem Müll zu suchen und sich Berichte und Artikel durch zu lesen.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 8:20

Arael schaute ihm nach ohne ein Wort zu erwidern. Erst nach einem Moment, den Gill schon längst das Zimmer verlassen hatte. Holte er wieder Luft, denn scheinbar hatte er die Luft angehalten und seufzte. Bevor er den Manga weg legte, die Beine Anzog und sich auf dem Bett zusammen kauerte. Japp, er machte tatsächlich immer alles falsch. Aber wie konnte er auch denken, dass ein Mensch ihn verstehen würde? Die sowieso schon, herab hängenden, pelzigen Ohren, hingen nun noch tiefer während er das Gesicht verbarg. Den restlichen Tag, bewegte sich Arael nicht mehr.
Terra wunderte sich, dass niemand zum essen herunter kam als sie rief und brachte es den beiden demnach auf ihre Zimmer. Jedoch sprach sie beide nicht an, da sie dachte die beiden brauchten etwas zeit für sich.

Gilbert hatte sich inzwischen auf sein Bett geworfen und die Arme von seinen Körper weg gestreckt. Warum regte ihn das abweisende Verhalten des Jungen so auf? Es war als würde er es super schlimm finden, wenn der Junge ihn nicht mochte. Er seufzte und rieb sich mit den Händen über dass Gesicht. Vielleicht hatte er selbst ja auch einfach überreagiert...  "Warum noch mal bekomme ich jetzt Schuldgefühle...?", fragte er und seufzte.
Es dunkelte bereits und Schatten lagen in Araels Zimmer als er langsam den Kopf hob. Rötliche Spuren auf seinen Wangen verrieten, dass er wohl geweint hatte. Er wusste einfach nicht mehr weiter. Immer machte er Probleme und stieß den Leuten vor den Kopf. Resigniert drehte er den Kopf um zum Fenster zu blicken. Er spiegelte sich in der Glasscheibe, durch die Finsternis die dahinter lag. Er rutschte von der Bettkante auf die nackten Füße und tapste langsam zum Fenster hinüber. Dort betrachtete er sein Spiegelbild, die smaragdgrünen Augen stachen deutlich unter seinem Haarschopf in der Dunkelheit hervor. Der Junge hob einen Arm und wischte sich mit dem Unterarm die letzten Tränen aus dem Gesicht, die über seine Wangen kullerten und zog die Nase hoch.
Sein Blick fiel auf das Essen, das Terra wortlos auf den Schreibtisch gestellt hatte. Langsam ging er darauf zu und bleib am Schreibtisch stehen. Obwohl das essen bereits lange kalt war, konnte er den Geruch noch immer wahrnehmen. Er atmete schwer aus, was wie ein seufzen klang, nahm den Teller und das Besteck und ging damit aus dem Zimmer hinunter in die Küche wo er sich an den Tisch setzte nur um auf das essen zu starren und eher lustlos darin herum zu stochern. Er stütze den Kopf auf eine Hand und betrachtete einen bissen, den er auf der Gabel hatte, welche er langsam drehte.

Gilbert kam nicht zur ruhe. Er machte sich Schuldgefühle über sein harsches verhalten. Der junge war noch nicht lange unter Menschen. Vielleicht war es ein Instinkt von Tieren sich nicht so einfach helfen zu lassen. Er wusste es nicht. Er schaute auf den Wecker und seufzte. Er sollte sich vielleicht jetzt eine warme Milch mit Honig machen.
Er hatte von dem Essen was Terra ihm rein gestellt hatte nichts angerührt. Um ehrlich zu sein, hatte er auch keinen Hunger. Er könnte es am nächsten Tag essen oder einfach später. Doch er sollte es in den Kühlschrank stellen, sonst wurde es schlecht. Er nahm den Teller und verließ das Zimmer um dann leise hinunter zu gehen. Als er in die Küche kam, sah er Arael am Tisch sitzen. Sofort schnürte sich ihm irgendwie die Kehle zu. Er betrat den Raum und ging zum Kühlschrank um Milch heraus zu holen und den Teller hinein zu stellen. Dann holte er das Honigglas hervor und ging sich eine Tasse holen.  Er schwieg dabei, auch wenn man ihm ansehen konnte, dass er sich liebend gerne entschuldigt hätte, doch das verbiet ihn sein Stolz.
Der Junge schaute nur flüchtig auf. Doch er wusste eh bereits wen er sehen würde, er hatte Gilll am Geräusch seiner Schritte erkannt. Er lies den Blick auf den Teller gerichtet hatte jedoch mühe sich zu beherrschen. Schließlich legte er die Gabel leise neben den Teller und schob diesen von sich weg. Einen Moment blieb er sitzen bevor er wieder aufstand und ohne etwas gegessen zu haben, nach oben ging.
Als die Tür hinter ihm ins Schloss klickte, lehnte er sich dagegen und rutschte an ihr zu Boden. Wieder kullerten einige Krokodilstränen über seine Wangen und er presste die Lippen aneinander damit er nicht anfing zu schluchzen. Eilig wischte er sie wieder weg und stand auf. Er hob den Manga von seinem Bett auf und betrachtet das Cover bevor er es zu den anderen ins Regal stellte.

Gilbert hatte gehört wie er aufgestanden und den Raum verlassen hatte und schaute nun vor sich. Er stützte sich auf die Arbeitsfläche ab und seufzte niedergeschlagen. "... Ich sollte mich wohl entschuldigen.", murmelte er dann und überlegte wie er sich Entschuldigen konnte. Vielleicht sollte er ihn in den Arm nehmen.... NEIN! Das ging nicht. Wie kam er überhaupt auf diese Idee? Gilbert wirkte nun noch verwirrter. Er hatte die Honigmilch schon wieder ganz vergessen. "Entschuldigungen mit Umarmungen kommen bloß in kitschigen Romanzen vor.", murmelte er und hielt inne. Er fühlte sich ja nicht romantisch zu ihm hingezogen, immerhin war er selbst ja auch ein Mann. Jedoch... "Nein... Das ist es nicht!", meinte er und lehnte nun seinen Kopf auf die Arbeitsfläche. Er  stand ziemlich komisch da, wenn man ihn so sehen würde. Nach einer weile stand er auf und strich sich durch das schwarze gelockte Haar. "Eine normale Entschuldigung tut es bestimmt auch.", murmelte er dann und ging hinauf um dann bei ihm an zu klopfen. "Ehm... Arael? Schläfst du?", fragte er und bemerkte dass sich seine Stimme etwas unsicher anhörte. Warum wurde er noch gleich so nervös wie ein Schulmädchen, welches einen Liebesbrief erhalten hatte?
Dieser hockte mit dem Rücken zur Tür auf dem Boden und starrte vor sich an die Wand. Er wirkte eher aufgeschreckt als er den Kopf drehte um über die Schultern zu sehen. Zögernd schaute er wieder an die leere Wand vor sich. „Nein.“, murmelte er und glaube das man es wohl nicht hören würde. Was würde es dies mal sein? Eine Predigt? Ein Rausschmiss? Arael sog die Luft ein und vergaß sie wieder aus zu atmen, für einen Moment zumindest, danach stieß er sie in einem Seufzer wieder aus.
"Gut dass ich dich noch erwischt habe bevor du schlafen gehst. Ich wollte,-", er machte Pause und überlegte. "Kannst du die Tür aufmachen? Mir ist es lieber wenn ich dir dabei ins Gesicht sehen kann.", murmelte er und wartete eine Weile "Aber wenn du nicht möchtest, sag ich es so...auch wenn ich es lieber von Angesicht zu Angesicht sagen würde. Mir ist so etwas wichtig.", murmelte er und fragte sich nun wirklich was gerade mit ihm los war. Er war doch kein Kind mehr?!
Es dauerte einen Moment bis man hörte, wie der Junge vom Boden aufstand und langsam zur Tür kam. Dann herrschte für einen Moment stille. Arael stand vor der Tür und starrte auf den Griff. Wie in Zeitlupe griff er nach der Türklinke und drückte diese anschließend hinunter. Es machte leise klick und der Junge öffnete die Tür. Dabei machte er einen Schritt zurück. Nun stand vor Gill, ein Junge der vor sich auf die nackten Füße starrte und sich schon fast krampfhaft mit einer Hand am Türgriff festklammerte. Er hielt den Kopf gesenkt, damit man die Spuren der Tränen nicht sehen konnte.
Gilbert musste nicht lange warten bis er die Tür öffnete, doch es kam ihm lange genug vor. Als die Tür nun endlich offen war schaute er ihn etwas unruhig an. "Ehm...", er bemerkte das der Junge niedergeschlagen war, oder traurig. "Ich wollte mich für meinen Ton vorhin Entschuldigen. Ich denke das ganze ist nicht wirklich leicht für dich. Aber ich habe wohl meine Geduld etwas verloren.",  meinte er dann und schaute ihn entschuldigend an. "Ich weiß nicht was mich geritten hat als ich so unfreundlich war.".
Arael war verwundert, lies es sich jedoch nicht anmerken. „Es gibt nichts zu entschuldigen.“, meinte er nach einem Moment. „Wenn dann muss ich mich entschuldigen.“, fügte er kurz darauf hinzu. Der Junge klang recht tonlos und ungewöhnlich ruhig. Er ging langsam einige Schritte rückwärts und lies von der Türklinke ab. Arael ging langsam zu seinem Bett und lies sich auf die Bettkante sinken. Weiterhin den Kopf gesenkt.
Gilbert schaute ihn an und seufzte. "Dann haben wir wohl beide etwas wofür wir uns Entschuldigen wollen was?", meinte er und rieb sich den Nacken. Diese Situation war ihm etwas unangenehm. Was sollte er nun auch noch groß sagen. "Kopf hoch.....würde ich dann mal sagen.", murmelte er zudem und schien nun etwas ratlos.
Der Junge kippte Rücklinks aufs Bett und schaute an die Decke. Ihm war irgendwie leicht schummrig. Kurz blieb er liegen bevor er sich auf die Seite drehte und zusammen rollte. „Gute Nacht...“, murmelte er und schloss die Augen. Es war spät, Hunger hatte er dennoch nicht und...dass es Gil leid tat hatte Arael nun etwas beruhigt.
Gilbert runzelte die Stirn. Er sollte sich nicht darüber aufregen, das seine Entschuldigung einfach so abgetan wurde, aber hatte sich ja von selbst aus für den weniger dramatischen Weg entschieden. Demnach sollte er jetzt gar nicht meckern. "Schlag gut.", meinte er nur und schloss dann die Tür. Dann ging er in sein Zimmer wo er sich nun mit einem nun etwas leichterem Gewissen auf sein Bett legte und die Augen schloss.

Er erwachte durch das Leuten der Uhr auf dem Dachboden. Er war Schweiß nass, erinnerte sich jedoch nicht mehr an das was er geträumt hatte. Er wusste nur, dass es ihn zutiefst geschockt hatte. Er rieb sich die Stirn und versuchte seinen Atem zu beruhigen. Der Traum hatte ihn in Panik versetzt, doch er hatte bereits gelernt mit den Albträumen zu leben. Auch wenn er sich nie an sie gewöhnen konnte. Er stand auf. Es war noch recht dunkel in der Wohnung. Demnach hatte er nicht lange geschlafen. Er ging zur Tür, welche zum Dachboden führte. Noch immer läutete die Standuhr und in seinen Ohren hörte es an wie ein Lachen. Als wenn die Uhr ihn auslachen würde. Sein Blick war kühl und er lehnte seine Stirn an die Holztür an. Jedoch machte er keine Anstalten hinauf zu gehen. "Hör bitte auf zu Leuten.", murmelte er nur kaum hörbar.
Arael schlief zwar schnell ein, jedoch schlief er unruhig. Der Junge schreckte hoch, als plötzlich eine Uhr laut begann zu schlagen. Mit aufgerissenen Augen starrte er in der ersten Sekunde an die Decke, bevor er aufstand und verschlafen durch seine Zimmertür schaute. „Was ist den los?“, fragte er und rieb sich die Augen. Er konnte das leuten der Uhr kaum ertragen da es in seinen Ohren so laut klang. „Bitte...mach das aus...meine Ohren...“, begann er kurz darauf zu jammern und hielt sich die Ohren zu.
"Ich kann es nicht ausmachen.", murmelte Gilbert und schaute zu ihm. Er wich etwas von der Tür zurück. "Scheinbar ist es heute so weit...", meinte er und atmete aus. "Ich werde ausgehen... Wenn du mit kommen willst, zieh dich warm an.", meinte Gilbert nun und ging in sein Zimmer um sich warme Sachen an zu ziehen. Als er fertig war griff er nach seinem Mantel und zog ihn über. "Tut mir Leid, dass es so laut ist... Aber ich kann es wirklich nicht abstellen.".
Arael schaute ihn einen Moment lang gequält an, bevor er in sein Zimmer zurück ging und sich anzog. Er beeilte sich so gut es ging und eilte die Treppe hinunter wo es erholsamer weise, ruhiger war als oben. Jedoch blieb er vor der Türe stehen und schaute auf seine nackten Füße. Ihm viel ein...er hatte ja noch gar keine Schuhe! Er schaute Gill an. Überlegte jedoch dann selbst einen Moment bevor er sich wieder in den Wolf verwandelte. Er war doch das Haustier, wieso also als Junge hinaus gehen? Er kratzte sich hinter dem linken Ohr und schüttelte den Kopf bevor er Gill nach ging. „Wieso kannst du sie nicht abstellen?“, fragte er leise.
"Weil-.", Gilbert schaute ihn an und stoppte seine Erklärung. "Ich weiß es nicht.. " fügte er hinzu. " Warum ich es nicht kann... ich kann mich daran nicht erinnern, nur, dass ich es nicht kann, weiß ich noch." erklärte er und sein Blick schien nun mehr oder weniger in Trance. "Es ist eine Mahnung.", murmelte er und öffnete die Tür. Kalter Wind kam ihnen entgegen. Die Straßen waren wie ausgestorben. Schnee lag hoch, wie auch am Vortag. Es schneite nicht, doch der Wind brachte genug Kälte mit sich, das Menschen normalerweise drinnen bleiben würden. Gilbert stellte seinen Kragen hoch und verließ das Haus. "Eine Mahnung für mich und eine Erinnerung an meine Taten.", murmelte er und atmete aus. Wölkchen bildeten sich als er redete und ausatmete. Er ging durch den Schnee. Etwas schwerfällig, dennoch ohne wirklich große Probleme zu haben. Sein Weg führte nicht in die Stadt. "Es ist ein recht weiter Weg.", meinte er und schaute kurz zu Arael. Dann ging er aus der Stadt hinaus und lief über die mit Schneebedeckte Ebene, welche zu den Bergen führte. Menschen würden verrückt sein, wenn sie alleine hinaus gingen, bei so einer Kälte. Doch für Gill schien es nicht das erste mal zu sein, dass er dies tat, demnach machte es ihm auch nichts aus. Er schien seinen Weg genau zu kennen.
Arael betrachtete den Mann fragend, fragte jedoch nicht weiter. Der Junge folgte ihm auf seinem Weg. Hatte selbst jedoch etwas mühe mit zu halten, sein Bein tat weh. Doch er wollte sich nichts anmerken lassen. Die Zunge hing ihm aus dem Maul und der Atmen warf Wölkchen in die Luft. Er zog eine tiefe Spur hinter sich durch den Schnee, während dieser an seinem Fell kleben blieb.
Gill schwieg. Er schien seine Energie nicht für reden verschwenden zu wollen. Der Tag begann, auch wenn es trotzdem düster und dunkel wirkte. Gilbert hielt an und wartete dann auf Arael. "Geht es?", fragte er und betrachtete ihn besorgt. Er war immerhin verletzt, das hatte er nach wie vor nicht vergessen. Er schaute nun in den Himmel hinauf. Es sah so aus als wenn es bald wieder schneien würde. "Wenn es nicht mehr geht, werde ich dich tragen.", meinte er und meinte es ernst.
Arael schüttelte sich und schaute den Weg zurück, den sie gekommen waren. „Es geht schon.“, meinte er. Sein Atem war angestrengt und sein Herz pochte in der Wolfsbrust. „Wo willst du eigentlich hin?“, fragte er und drehte wieder den Kopf um zu Gill zu schauen. Langsam stieg der Wolf hinter ihm her.
"...Zu einem Ort, welcher mit mir verbunden ist.", meinte er und lächelte leicht. Etwas traurig sogar. "Auch wenn ich es nicht wollte.", stellte er fest und wirkte noch etwas besorgt. "Keine Sorge. Wenn wir da sind, kannst du dich wieder aufwärmen.", stellte er fest und ging weiter. Er hatte ihm seine Hilfe angeboten. Wenn er diese wollte, musste er es ihm einfach nur sagen.

Sie kamen an einem gefrorenem See vorbei. Er sah unter dem Eis wie ein schwarzes Loch aus. Scheinbar war er recht tief. Gilbert blieb an einem Denkmal vor diesem stehen und schloss mit gesenkten Kopf die Augen. Er schien ein kleines Gedenkens-Gebet im Kopf zu sprechen. Dann ging er weiter. Irgendwann kamen sie an einem Wegweiser an. Scheinbar befand sich hier in der nähe ein kleines Dorf. Auch wenn das Holzschild verwittert und alt aussah. "Da vorne ist es.", meinte er und deutete vor sich. Schnee viel wieder, sanft und ruhig. Mann konnte in der Ferne einen Turm erkennen. "Keine Angst. Wir werden hier auf niemanden treffen.".
Arael spitzte die Ohren als er die Landschaft betrachtete. Neugierig ging auf dem gefrorenen See zu, schnüffelte durch den Schnee und die Krallen klackten auf dem Eis, als er einige Schritte auf den See machte. Der Junge passte auf, das er nicht weg rutschte. Als ein leichter Windstoß kam, hob er den Kopf und beobachtete Gill, als dieser an dem Denkmal stand. Der kalte Wind zerzauste sein schwarzes Fell. Das Eis knackte leise unter seinen Pfoten, als er Gills Andeutung folgte und zum Turm hinüber sah. „Ist das....ein Aussichtsturm?“, fragte er Gill wieder folgend.
"So etwas in der Art.", meinte er und lächelte leicht. Dann gingen sie weiter. Der Schnee nahm zu und auch der Wind wurde stärker. Jedoch waren sie an dem Dorf angekommen, noch bevor der Schneesturm anfing. "Wir sollten erst einmal ins Warme.", meinte er und ging auf eines der Gebäude zu. Er öffnete mit Leichtigkeit die Tür. Das Haus war leer. Keine Menschenseele, nicht einmal in dem restlichen Dorf war ein Zeichen für Menschenleben aus zu machen. In dem Haus, in das Gill hinein gegangen war, gab es einen Kamin und auch Brennholz. Er lies Arael hinein und schloss dann wieder die Tür. "Ich mache den Kamin an, mach es dir solange bequem.", stellte er fest und legte Holz in den Kamin um diesen dann nach einigen Minuten an zu machen. Er schürte das Feuer etwas, so dass der Raum in welchem sie sich befanden auch schnell aufwärmte. Zudem war es nun weniger dunkel. Gilbert ging zu einem Schrank und holte einige alte Kissen heraus. Diese legte er dann auf den Boden vor den Kamin und deutete Arael an sich dort hin zu setzen. Seinen Mantel hatte er ausgezogen und so vor den Kamin gelegt, dass er trocknete. Für Arael hatte er auch ein Handtuch dabei, damit er dessen Fell trocknen konnte.
Für einige Minuten schaute Arael sich das verlassene Haus an. Er schien sich seine Umgebung stets genau an zu schauen und ein zu prägen...als Tier wohl auch sinnvoll. Schließlich benutzen Wandervögel auch keine Landkarte und Kompass. Als die ersten Flammen im Kamin brannten und das Holz leise knisterte, kam er zum Kamin zurück.
Mit einem läuten Gähnen streckte er sich und lies sich zu Boden fallen. Nun lag er auf dem Bauch und hatte alle vier Pfoten von sich gestreckt. Er japste immer noch leicht nach Luft. Müde lag der Kopf des Wolfes, zwischen seinen Vorderpfoten auf dem Boden. Das Licht des Feuers spiegelte sich in seinen roten Augen.

"Ruh dich aus.", meinte Gilbert und strich ihm über den Kopf. "Hast du dir verdient.“, stellte er fest und stand auf um in die Vorratskammer zu gehen. Dort hatte er erst im Herbst einige Sachen hingebracht. Hauptsächlich Dosensuppen und anderes haltbares. Er würde etwas davon warm machen, denn sie würden in dem Schneesturm nicht wieder zurück laufen können. Terra wusste, dass er immer ging wenn die Uhr laut läutete. Dementsprechend machte sie sich auch nur begrenzte Sorgen über das wegbleiben von Gilbert. Denn je nach Wetter war er wieder früher oder später zu hause. Letztes Jahr war er zwei Wochen in diesem Dorf geblieben, weil das Wetter einfach zu schlimm war. Er würde sich nicht drüber wundern wenn er Weihnachten wieder in dieser Hütte verbringen würde. Auch wenn er es nicht hoffte. Denn er hatte kein Geschenk für den Jungen und da es das erste Weihnachtsfest unter Menschen für ihn war, wollte er es wenigstens gut gestalten. Als er einige Dosen aus dem Vorratslager geholt hatte ging er in die Kleine Küche und machte am Herd ebenfalls Feuer. Es war ein alter Herd, welcher noch mit Holz angefeuert wurde. Die Stromversorgung war in diesem Dorf immer schon schwer gewesen, weshalb sich die ehemaligen Bewohner immer an solche einfachen Koch und Arbeitsmethoden gehalten hatten. Er holte einen Topf, welchen er erst einmal sauber machte, aus dem kleinen Küchenschrank und kochte eine der Dosensuppen auf. Während die Suppe warm wurde ging er in das Materialzimmer und schaute nach dem Holzvorrat. Es reichte noch, doch bald müsste neues Holz geschlagen werden. Er ging ins Kaminzimmer zurück und lächelte leicht als er ihn dort sah. Normalerweise hatte er an diesem Ort nie etwas zum lächeln gehabt. Doch nun war er ja auch nicht alleine dort. Er ging wieder in die Küche um zu gucken wie weit die Suppe war, es roch nämlich schon angenehm nach etwas zu essen.
Der Wolf atmete schwer und er hatte das Gefühl fast zu ersticken, das ihm der Schmerz des Beines die Luft abschnürte. Es fühlte sich so an, als würde sich alles um ihn herum drehen. Als Gill wieder in der Küche verschwunden war, drehte sich der Junge auf den Rücken und verwandelte sich dabei zurück. So bekam er besser Luft, und als er eine Hand auf das verletzte Bein legte, konnte er die Hitze durch den Stoff spüren. Hatte sich die Wunde, wider erwartend doch entzündet? Arael schloss die Augen, damit das Schwindelgefühl ertragbar war. Die andere Hand ruhte auf dem Bauch. Mit leicht benebelten Sinnen versuche der Junge etwas zu finden, womit er sich ablenken konnte um den Schmerz und den Schwindel zu vergessen. Er konzentrierte sich auf die Geräusche und die Gerüche um ihn herum. Das knacken des Holzes, das knistern des Feuers. Der Geruch von Essen und Gills Schritte, begleitet von dem leisen pfeifen des Windes von draußen. Dadurch, verfiel er nach kurzer Zeit in eine Art Halbschlaf.
Gilbert hatte das Feuer im Herd ausbrennen lassen, so war es selbst in der Küche angenehm warm. Dann holte er zwei Schüsseln aus einem anderen Schrank um in die erste Suppe hinein zu füllen. Erst schaute er noch nach ihm, denn dann konnte er sehen ob er bereit war etwas zu essen oder nicht. Als er jedoch sah, das Arael scheinbar eingeschlafen war ging er mit seiner Schüssel ebenfalls zum Kamin und betrachtete ihn während er aß. Nachdem er gegessen hatte brachte er die Schale weg und holte Verbände, er hatte zur Vorsicht immer genug hier, genau wie Dosenessen, und ging mit dieser wieder zurück. Er wollte ihn nicht wecken, doch er musste neu verbinden. Demnach musste er ihn wecken. "Arael,...Ich muss den Verband erneuern.", erklärte er und berührte ihn an der Schulter um ihn leicht wach zu rütteln.
Eher unerwartet schlug der Junge recht schnell die Augen auf. Er blinzelte etwas um sich an das flackernde Kaminfeuer zu gewöhnen und schaute danach Gill einen Moment an. Der Junge war noch immer leicht benebelt weshalb er einen Moment brauchte um zu verstehen was Gill von ihm wollte. Dann jedoch richtete er sich langsam auf. Das zottelige, schwarze Haar fiel ihm um die Schultern und ins Gesicht. Mit einer Hand am Boden abstützend, rieb er sich mit der andern statt die Augen, über die Stirn und schaute vor sich auf den Boden. Der Schwindel war nun weniger geworden, jedoch hatte sich Übelkeit hinzu gesellt. Er drehte den Kopf und schaute über die Schulter zum Feuer. Die Wärme der Flammen schlug ihm entgegen.
Gill merkte das es ihm nicht gut ging und streckt seine Hand nach seiner Stirn aus. "....", er konnte nicht sagen ob die Wärme von dem Kamin kam oder von Fieber. „Ich hätte dich nicht mit hierhin bringen sollen.", murmelte er dann und deutete ihm an die Hose aus zu ziehen. Jedoch war es sich nicht so sicher ob der Junge ihm folgen konnte, weshalb er es ihm abnahm. Als er den Verband sah verengten sich seine Augen. Der Verband war rötlich und man konnte einige kleine gelbliche tupfen sehen. "Sieht nicht gut aus.", murmelte er und entfernte den Verband. Die Wunde sah wirklich nicht gut aus. Erstens war sie wieder aufgegangen und zweitens hatte sie sich entzündet. Gilbert wurde ernst und zu gleich besorgt. Er hatte zwar Desinfektionsmittel und auch Antibiotikum hier, doch er wusste nicht ob das ausreichen würde. "Oh man.. Ich bin doch kein Arzt.", murmelte er und atmete aus. Dann machte er sich jedoch daran mit seinem Wissen die Wunde zu behandeln. Auch wenn er ab und zu erst überlegen musste was er machen sollte. Als er fertig war und der Verband ausgewechselt war schaute er ihn besorgt an. "Schwindel? Übelkeit?", fragte er ihn nun ernst und ging wieder zum Schrank hinüber um auch einige Decken heraus zu ziehen.
Arael musste die Zähne zusammen beissen, denn es war nicht gerade angenehm wie Gill an dem schmerzendem Bein herum werkelte. Als Gill fertig war, hatte der Junge angefangen zu zittern. Ihm war kalt, obwohl er am Kamin saß. Er schaute Gill an und nickte nach einem Moment. Langsam lies er sich wieder zu Boden sinken, den Kopf auf das Kissen legend, welches Gill ihm hingelegt hatte. Arael drehte sich auf die Seite und schloss nach einem Moment die Augen. „Tut mir Leid...“, murmelte er bereits im Halbschlaf.
Gilbert legte ihm die Decken über. Der Junge musste sich jetzt erst einmal von der Entzündung erholen. Somit würden sie so oder so länger hier bleiben müssen. Er wachte die ganze Zeit bei dem Jungen. Auch wenn er sich irgendwann einfach auf den Boden neben ihn legte um etwas zu schlummern. Jedoch döste er nur. Eigentlich achtete er genau auf jeden Ton und wurde ab und an wach um dann noch einmal ein paar Holzscheite nach zu legen. Dann holte er sich noch einmal etwas warmes zu essen und kümmerte sich darum dass die Stirn von ihm gekühlt wurde. Dann schaute er mal aus dem Fenster und in das Schneegestöber und wärmte sich wieder am Kamin auf. Es wurde langsam wieder dunkler. Als Gill auf die Taschenuhr schaute erkannte er das es bereits 17 Uhr war. "...“.
Mit einem merkwürdigem Geräusch, das wie ein Zwischending aus Hunde-gähnen und verschlafenem stöhnen klang, streckte Arael einen Arm nach oben in Richtung Kaminfeuer, als er die Augen aufmachte. Anschließend gähnte er und schüttelte den Kopf, das sein wilder Pony hin und her schwebte. Langsam richtete er sich auf und blickte verschlafen umher um die Orientierung wieder zu finden. Sein Mund war etwas trocken, er schaute zu Gill hinüber welcher am Fenster stand. „Hab ich lange geschlafen?“, fragte er.
Gilbert schaute ihn an und ging zu ihm. Er nahm den feuchten Lappen und schaute Arael ernst an.  „Einige Stunden. Keine Sorge. Warte ich hole dir eben etwas zu trinken.", meinte er und ging in die Küche um eine Tasse mit Wasser zu holen. Etwas anderes hatten sie hier nicht. Er ging wieder ins Kaminzimmer und hockte sich zu ihm auf den Boden. Dann reichte er ihm die Tasse. "Geht es dir besser? ", fragte er dann und betrachtete ihn mit einem besorgten Blick. Er war sogar etwas schuldbewusst. "Ich hätte dich wirklich nicht hier her bringen sollen. Wenn das nicht wäre, wäre deine Wunde weder auf gegangen noch hätte sie sich entzündet.", erklärte er und sein Blick war ernst.
Arael nahm die Tasse und leerte sie in einem Zug bevor er Gill anschaute. „Das ist nicht wahr. Es war meine Entscheidung mit zu kommen.“, entgegnete er und lächelte plötzlich. „Außerdem bist du derjenige der sich hier die Sorgen macht.“, fügte er hinzu und stellte die Tasse neben sich auf den Boden. Dann jedoch schaute er einen Moment lang zum Fenster und ohne Gill anschließend wieder an zu sehen, frage er: „Wieso?“ und beobachtete die dicken Schneeflocken, welche hinter dem staubigem Glas zu Boden glitten. „Wieso, bin ich dir so wichtig?“, fragte Arael und war sich selbst nicht sicher ob er die Antwort wirklich wissen wollte.
" Ja, stimmt ich bin derjenige welcher sich die Sorgen macht.", meinte er und musste leicht lächeln. "Wenn du es so siehst, werde ich versuchen mir nicht zusätzliche Schuldgefühle zu machen.", fügte er hinzu. Die Frage, nach der kurzen Pause überraschte ihn etwas. "Warum du mir...?", fragte er und hielt inne. "…", er schien wirklich zu überlegen was der Grund sein konnte. „Ich....bin mir nicht so sicher ob ich dir das erklären kann. Es könnte mehrere Gründe geben.",  meinte er nun und sein Blick war nun nachdenklich auf den Jungen gerichtet. "Vielleicht weil ich nicht möchte das unschuldige sterben, vielleicht aber auch, weil du mir an Herz gewachsen bist. Es kann auch daran liegen dass ich mich für dich verantwortlich fühle. Es gibt viele Gründe warum du mir wichtig sein könntest. Und warum ich dir helfe.".
„Schon gut...ich glaube...ich will es gar nicht wissen.“, meinte der Junge nach einem Moment. Dann schaute er Gill an. Das Licht der Flammen schien seine starke grüne Augenfarbe noch zu verstärken. „Haben wir noch was zu essen?“, fragte er dann als er merkte dass die Übelkeit nachgelassen und dem Hunger gewichen war. Dem Jungen ging es sichtlich wieder besser.
"Sicher. Ich mache es dir eben warm.", meinte Gilbert und stand auf. "Es ist jedoch nur Dosenessen. Wenn wir was frisches haben wollen, müssen wir schon im Wald jagen gehen.", murmelte er und seufzte. Dann ging er in die Küche um etwas zu essen zu holen. Er nahm die eine Schüssel, welche er vorher schon heraus geholt, aber noch nicht gefüllt hatte und ging zum Kochtopf. Das Essen war noch warm genug um einen auf zu wärmen. Er tat davon etwas in die Schüssel und nahm dazu noch einen Löffel mit. Dann brachte er ihm das essen. "Es ist genug da.", stellte er fest und reichte ihm die Dinge. Dann setzte er sich wieder zu ihm. "...", er schaute zum Fenster und stellte fest das es noch immer stürmte. "Heute komme ich nicht dort hin.", murmelte er gedankenverloren und rieb sich dann die Stirn.
„Wohin?“, fragte Arael als er kurz in die Schüssel blickte. Anschließend nahm er den Löffel und begann zu essen. Er wusste nicht was Dosenessen war, er fand es lecker. Als er zwischendurch einen Blick aus dem Fenster warf, musste er nicht überlegen. „Die Nacht wird sternenklar und morgen wird es ein wolkenfreier Himmel sein.“, meinte er und schob sich wieder einen Löffel in den Mund.
"Ich wollte zum..... Friedhof.", meinte er und lächelte leicht. Dann schien er überrascht. "Ui. Du kannst das Wetter vorhersagen?" fragte er dann und blinzelte leicht. "Das ist wirklich ein Vorteil." fügte er hinzu und lächelte. "Ist das so ein Tierinstinkt?", fragte er dann neugierig, er meinte es nicht böse oder so.
„“Tierinstink“? Netter Ausdruck, nein, Jahrelange Erfahrung.“, meinte Arael und deutete mit dem Löffel Richtung Fenster. „Der Wind hat sich gedreht, und das drei mal seit wir heute morgen losgelaufen sind.“, erklärte er und tippte an seine Ohren. „Ich muss nicht sehen um es mit zu bekommen.“, stellte er fest und aß erneut einen Löffel. „Der Sturm kam aus Osten und als er fast vorbei war, hat der Wind gedreht. Sprich er hat den Sturm 2 mal über uns hinweg geweht. Deswegen hast du den Eindruck das er so lange dauert.“, erklärte der Junge. „Es dauert etwas, aber dann wird es für eine weile wolkenfrei.“, die Erklärung war seltsam die der Junge gab und dennoch war sie verständlich. „Im Notfall kann ich auch die Himmelsrichtung und Uhrzeit in etwa bestimmen.“, meinte er schließlich als er zu ende gegessen hatte. Er blickte Gill an. „Überlebenswichtig in der Wildnis.“, fügte er hinzu.
"Wirklich interessant.", meinte er und nahm ihm dann die leere Schüssel ab. "Willst du noch was? Wir haben noch eine Menge.", stellte er fest und stand wieder auf. Wenn nicht würde er das Geschirr einfach spülen und dann wieder wegräumen. Die Suppe konnte man ja später auch noch wieder aufwärmen. " Wenn es morgen gutes Wetter gibt, dann kann ich morgen dort hin gehen. Dass trifft sich ja gut. " meinte er und schaute vor sich. Er lächelte diesmal nicht. " Naja. ... Wie auch immer. "
„Immer her damit.“, meinte er mit einem lächeln. Der Junge verschlang erstaunliche Mengen an essen. Musste wohl die Fress-Gier der Wölfe sein. „Pass auf, der Sturm verwischt gerne die Spuren der wandernden Gefahr.“, meinte Arael und betrachtete sein Bein. Es brannte noch etwas doch der Schmerz hatte nach gelassen. Unweigerlich musste er für einen Moment an Stevo und die anderen denken. Das Wetter war momentan fast vergleichbar mit dem rauen Wetter in den Gebirgen...in den lauen Tagen zumindest.
"Ich weiß nicht was du mit wandernder Gefahr meinst...", meinte Gilbert und ging dann in die Küche um für ihn einen Nachschlag zu holen. Damit ging er wieder zurück und reichte ihm wieder die Schüssel. "... Hier in der Gegend ist so gut wie kein Tier was gefährlich werden könnte. Immerhin lebt hier sonst keiner mehr, weshalb es hier auch keine Beute gibt.", stellte er fest und zuckte mit den Schultern. "Bis jetzt habe ich hier noch kein Tier außerhalb des Waldes getroffen.", antwortete er ehrlich und setzte sich wieder. "Aber es kann ja immer ein erstes mal geben was?", meinte er und schien die Sache nicht wirklich schlimm zu nehmen. "Aber jedenfalls kann ich mit Sicherheit sagen das sich kein Mensch mehr hier her verirrt.".
„Nicht nur Tiere wandern, Gill.“, entgegnete Arael und aß gierig das Dosenfutter. „Sei einfach vorsichtig, okay?“, bat der Junge und hielt einen Moment inne in dem er Gill bittend anschaute. Scheinbar war Gill ihm auch nicht so egal. Anschließend aß er weiter. Als er nach einigen Minuten fertig war, stellte er die Schüssel zurück. Gähnte und streckte sich genüsslich, danach schüttelte er kurz den Kopf. Er rutschte ein Stück hoch und lies den Blick kurz durch den Raum gleiten. „Wieso ist dieses Dorf verlassen?“, wollte er schließlich wissen.
"Weil keiner der Bewohner mehr lebt.", meinte er und seufzte. „Rate mal warum ich den Friedhof besuchen wollte.", murmelte er und rieb sich den Nacken. "Jedes Jahr zur gleichen Zeit.", fügte er hinzu und schaute aus dem Fenster. ".... Ich sagte doch bereits es ist eine Mahnung. Wenn es nichts tragisches wäre, wäre ich nicht hier.", fügte er hinzu und lies ein trauriges und irgendwie müde erscheinendes Lächeln zu. "Aus diesem Grund kommt auch keiner mehr hier her... Vor einigen Jahren hat hier ein Massaker stattgefunden... Keiner der Dorfbewohner hat überlebt... nicht einer. Und der Täter wurde in ein Hochsicherheitsgefängnis gesperrt.", erklärte er und verzog dabei das Gesicht etwas. "Wobei es eher als Schlachtbank für die gilt, welche eh zum Tode verurteilt sind. Oder waren.".
„Du weist ich verstehe von dem Kram nicht mal annähernd die Hälfte.“, sagte Arael fragte jedoch nicht weiter. Es war wohl kein gutes Thema. Langsam und vorsichtig drehte er sich zum Feuer um. Das Feuer war etwas herunter gebrannt, weshalb er einen der Holzscheite nahm und ihn in den Kamin warf. Es flogen einige Funken hoch und sofort züngelten die Flammen an der neuen Nahrung. „Werden wir morgen zurück gehen?“, fragte er nachdem er eine Weile in die Flammen geblickt hatte.
"Wenn ich alles erledigt habe und das Wetter dann auch noch gut ist, werden wir zurück gehen können. Dazu würde dann noch dein Gesundheitszustand kommen. Wenn du noch krank bist, werde ich dich nicht durch den Schnee lotsen.", meinte Gilbert und schien erleichtert zu sein, das Arael nicht weiter nach fragte und das Thema scheinbar nicht wirklich verstand. "Wenn du fertig gegessen hast, solltest du dich noch ein bisschen Hinlegen. Das Fieber scheint runter gegangen zu sein, doch mit entzündeten Wunden muss man wirklich vorsichtig umgehen. Und wenn wir zurück gehen musst du mir versprechen mir Bescheid zu sagen wenn du nicht mehr laufen kannst, oder es zu sehr weh tut. Dann werde ich dich tragen. Das ist für dich am gesündesten.", stellte er fest und lächelte leicht. "In Ordung?".
Er schaute über die Schulter zu Gill. Er zögerte kurz bevor er mit dem Kopf nickte. „Okay.“, danach schaute er wieder ins Feuer. Irgendwann, legte er sich auf die Seite und schloss die Augen. „...mache keine Schwierigkeiten...und....alles wird gut.....“, murmelte er leise bevor er in tiefen Schlummer versank.
Gilbert hatte sein murmeln mitbekommen und seufzte. Dann schaute er noch eine Weile ins Feuer ehe er sich ebenfalls schlafen legte, Davor hatte er jedoch noch Holz nachgelegt, denn in diesen Häusern wurde es im Winter schnell kalt.

Er wachte am nächsten Morgen wieder recht früh auf, was wohl wieder an Albträumen lag. Er rieb sich über das Gesicht und atmete aus. Er konnte sich dieses mal genau an das erinnern, was er geträumt hatte. An Bruchstücke von früher. ... Bruchstücke von diesem Ort. Er stand auf und kümmerte sich wieder um den Kamin, da die Temperatur wieder gesunken war. Dann zog er sich seinen Mantel über und ging hinaus. Der Himmel war klar und die Sonne ging gerade auf. Doch es schien noch etwas kälter geworden zu sein, aber es war ja natürlich, dass es kälter war, wenn der Himmel klar war. " ..kalt... " murmelte er und stapfte durch den Schnee und zu dem Turm. Um den Turm herum war eine kleine Steinmauer, welche das Grundstück einkreiste. Auf diesem Grünstück waren überall Grabsteine. Gilbert blieb an dem Tor stehen und brauchte etwas um sich selbst dazu durch zu ringen das Grundstück zu betreten. Er beseitigte von jedem Grab den Schnee und sorgte dafür, dass die Gräber nicht unordentlich waren. So machte er es jedes Jahr.
Arael schlief ruhig, so ruhig wie man mit Schmerzen zumindest schlafen konnte. Die Sonne war schon lange aufgegangen, als der Junge aufwachte. Er setzte sich auf und zog die Decke, mit welcher er zugedeckt gewesen war, um die Schultern. Das Feuer war nun wieder etwas hinunter gebrannt, weshalb er einen Holzscheit nach warf. „Ich hab Hunger.“, jammerte er und warf einen Blick zum Fenster. „Und mir ist langweilig.“, maulte er weiter.
Irgendwann war dem Jungen so langweilig das er versuchte, langsam auf zu stehen. Dafür robbte er zur Wand und zog sich an ihr langsam hoch. Er wusste nicht wie lange er dafür brauchte, aber es war lange genug. Schließlich schob er sich an der Wand entlang bis zum Fenster, wo er sich auf die Fensterbank setzte. Erleichtert seufzte er und blickte hinaus.
Während die Sonne über den Horizont wanderte und den Schnee funkeln lies wie Edelsteine, schweiften Araels Gedanken, wahllos umher. Doch plötzlich schreckte er auf, als er etwas im Schnee entdeckte. Es war kaum zu erkenne. Doch der Junge war sich sicher! Er wischte mit dem Ärmel den Dreck von der Fensterscheibe und spähte erneut hinaus. Nun jedoch, hielt er nach Gill ausschau.

Gilbert hatte einen Großteil der Grabsteine wieder Ordentlich gemacht und streckte sich nun. "Ah, ... das geht echt auf den Rücken.". murmelte er und atmete aus. Er schaute sich um und merkte dass er nicht mehr viele Grabsteine vor sich hatte. Sein Blick war voller Schuldgefühle. „Ich denke die Seelen der Toten werden mir nie vergeben....,was?", murmelte er und setzte seine Arbeit fort. Gegen Mittag machte er sich auf den Weg zurück zum Gebäude. "Ich denke ich sollte noch eine von den Dosen öffnen.", murmelte er und rieb sich den leicht schmerzenden Rücken. Wenn sie das Dorf noch vor Dunkelheit verlassen wollten mussten sie eigentlich sofort los. Doch er war sich nicht so wirklich sicher ob dass so eine gute Idee war. Naja, dann blieben sie halt noch eine Nacht. Nur hoffte er dass der nächste Tag ebenfalls klar war.
Arael blickte immer wieder von der einen Straßenseite zur anderen und zurück. Da! Endlich sah er Gill die Straße zurück kommen. Genau aus der entgegen gesetzten Richtung. „Oh nein...das ist nicht gut. Das ist ganz und gar nicht gut!“, meinte Arael und blickte zur Haustüre. Er würde es nicht rechtzeitig zur Tür schaffen, ohne das Bein wieder zu schädigen. Panisch blickte er umher und schließlich am Rahmen des Fensters entlang. Klar, wieso öffnete er das Fenster nicht einfach? Schnell griff er den Verschluss und rüttelte daran. Als das verrostete Schloss nachgab, schnitt sich der Junge mit der scharfen Metallkante in die Hand, merkte es jedoch nicht. Er riss das Fenster auf, das eine kalte Windböe ins Haus kam und das Kaminfeuer zum flackern brachte. „Lauf Gill! Lauf weg!!“, rief er diesem entgegen. Er konnte das leise, entfernte knirschen von Schneehören, wie dieser unter schwerer Last zusammen gedrückt wurde.
Ein weiterer Windstoß zerzauste Arael's schwarzes Haar. Entsetzt drehte er den Kopf von Gill weg, in die andere Richtung der Straße. Zwischen zwei Häusern konnte er einen großen Schatten erkennen. Dieser beobachtete Gill. Nach wenigen Metern sprang der Schatten mit einem brüllen auf die Straße und rannte auf Gill zu. Es war ein großer Bär!

Gilbert hatte  sich nichts wirklich dabei gedacht dort so ungeschützt lang zu laufen. Denn sonst passierte hier nie etwas und sonst waren auch nie Tiere in diesem Dorf. Es gab hier einfach nichts zu fressen für sie. Als er jedoch den ruf von Arael hörte schaute er auf und sah wie ein großes Biest auf ihn zu sprang. Er war erschrocken, jedoch nicht erstarrt. Sein Blick wurde plötzlich kühl und abweisend. Er zog eine Pistole aus seinem Mantel und schoss zwei Kugeln ab. Die erste Kugel bohrte sich in den Bauch des Tieres. Die andere in das Auge. Es waren beides tödliche und gut gezielte Schüsse. Dem schlag wich er aus. Seine Bewegungen schienen nun schneller zu erscheinen als bei normalen Menschen. Als wäre für ihn die Zeit vor gespult worden. Das Tier lebte noch, doch war nicht in der Lage noch einmal an zu greifen. Gilbert hasste es wenn sich Wesen zu Tode quälten. Demnach richtete er seine Pistole ein weiteres mal auf das Tier und drückte ab. Das Tier zuckte nur noch ein paar male und war dann still. Gill verharrte eine Weile dort wo er stand. Seine Waffe hielt er noch immer in der Hand, doch sein Blick war ausdruckslos. "Schon wieder.... " murmelte er leise und nun war sein Blick traurig, jedoch nur kurz. Er steckte seine Waffe weg und schaute zu Arael. "Danke für die Warnung.", murmelte er und setzte seinen Weg fort. Er hatte gerade ein Leben genommen, doch das schien ihm nicht sonderlich viel zu kümmern. Aber das war ja nur normal, immerhin hatte er auch schon Menschenleben genommen und dies war sogar sein Beruf. Da brach er bei Tieren nicht gleich in Tränen aus. Er betrat das Gebäude und schaute zu dem Jungen. "Mach das Fenster zu. Es macht keinen Sinn zu heizen, nur dass die Warme Luft dann flöten geht." murmelte er nun.
Der Junge war vor Schreck erstarrt. Selbst als Gill ins Haus kam, rührte er sich nicht und starrte nur auf den leblosen Körper des Bären. Vor seinen Augen tränkte sich der weiße Schnee in Rot. Doch dann löste Arael sich aus der starre, mit einem langsamen Wimpernschlag. Sein Blick war traurig als er zu Gill blickte. „Warum hast du dass getan?“, fragte er. „Warum? Warum bist du nicht einfach weg gelaufen?“, fragte er. Ohne den Blick von Gill zu nehmen, schloss er mit der einen Hand das Fenster, während die andere, verletzte, locker an ihm herunter hing und sich Blut in seiner Handfläche sammelte.
"Weil ich es nicht mehr geschafft hätte. Zudem hätte er mich so oder so verfolgt. Menschen sind langsamer als Tiere. Das ist leider so. " meinte er und schaute zu ihm. "Zeig mir deine Hand.", meinte er nun und seine Stimme hatte wieder etwas sanftes. "Hätte ich ihn nicht getötet... hätte er mich getötet.", erklärte er nun und ging auf Arael zu. Jedoch blieb er vor ihm stehen und lächelte traurig. "Es ist nicht so als wenn ich Spaß dabei gehabt hätte. Ich bin unter anderem einer derer, welche das Leben sehr sehr schätzen... " er hielt ihm seine Hand hin, damit Arael ihm die verletzte Hand zeigen konnte. Denn er hatte gesehen dass Blut zu Boden getropft war. "Das muss desinfiziert werden." , stellte er fest.
„Sie hat sich doch nur verteidigt.“, meinte der Junge und hielt ihm langsam die Hand hin. Er wirkte extrem unglücklich. Er warf einen erneuten Blick aus dem Fenster, in die Richtung aus der die Bärin gekommen war. „Wenn ich...einfach so in dein Haus eingebrochen wäre, hättest du mich dann auch erschossen?“, fragte der Junge und er schaute auf seine Hand.
"Nein ... Erst wenn du mich angegriffen hättest.", meinte er gerade heraus. "Ich hätte dich bloß verprügelt und die Polizei gerufen.",  fügte er hinzu. Er holte Verbands und Behandlungszeug und fing an die Wunde zu behandeln. "Heißt das ich darf mich nicht verteidigen?", fragte er nun und schaute ihn an. "So weit ich es gesehen habe, wurde ich zu erst angegriffen... Aus welchen Gründen auch immer. Ich versuche mich auch nicht zu rechtfertigen. Immerhin habe ich hier gerade ein Leben genommen... Doch... Ist es fair die Sache nur von einer Seite zu sehen? Einer von uns beiden wäre heute gestorben. In diesem Fall war es der Bär, welcher gestorben ist. ... Jedoch nur weil ich immer auf der Hut bin und eine Waffe bei mir trage. Wäre es nicht so gewesen, wäre ich derjenige gewesen wer gestorben wäre, auch wenn ich mich nur verteidigt hätte.", erklärte er und sein Blick war ausdruckslos.
„Nein hast du nicht...“, meinte Arael leise und lies den Blick weiter sinken. „...du hast drei Leben genommen.“, murmelte Arael und wartete darauf das Gill fertig wurde. „Aber ich verstehe, dass du nicht denken kannst wie ein Tier, das nur die Naturgesetze kennt.“, meinte er irgendwann leise.
Gilbert schaute ihn nun verärgert an. "Es ist passiert!",  meinte er und seine Stimme wurde etwas lauter. "Ich kann es nicht ändern! Ich habe schon weitaus mehr leben genommen! Es ist zu spät sich jetzt darüber zu beklagen! Es wäre also in Ordnung gewesen wenn ich gestorben wäre ja?", meinte er und schaute vor sich. "Ich KANN aber noch nicht sterben! Noch ist meine Strafe nicht abgesessen!", fügte er leiser hinzu und seufzte. "... Ich gehe spazieren.", meinte er und ging wieder zur Tür hinaus. Er war verärgert. Hatte er selbst nicht auch nach den Naturgesetzen gehandelt? Hieß es nicht Fressen oder gefressen werden ? Der Stärkere überlebt ? .... Und zudem, woher sollte er denn wissen das der Bär weiblich war und Junge in sich trug?! Er blieb stehen. Er fühlte sich auch so schon miserabel. Er lies sich in den Schnee fallen und schaute in den Himmel. "... Wenn es danach geht.... bin ich noch nicht einmal mehr ein Mensch.", murmelte er dann leise. Sein Blick war ausdruckslos.
Arael schreckte zurück. Erst als Gill wieder das Haus verlassen hatte, löste sich der Junge aus der starre und machte sich auf den Weg zurück zum Kamin. Hier lies er sich nieder und starrte in die Flammen, in welche er neue Scheite warf. Während er auf dem Boden saß und in die Flammen blickte, wartete er darauf das Gill zurück kam.
Gilbert lag eine ganze Weile im Schnee und starrte vor sich hin. Der Nachmittag verging und ihm viel ein dass Arael ja noch nichts zu essen gehabt hatte. Demnach machte er sich trotz Ärger auf den Weg zum Haus. Dort angekommen betrat er dieses und schaute ihn an. "Hunger?" fragte er schroff und strich sich den Schnee aus den Haaren.
„Gill?...Komm mal her.“, bat Arael ruhig ohne den Kopf zu drehen. Er wartete bis Gill zu ihm trat und wank ihn mit der Hand nach unten. „Noch näher.“, fügte er der Geste hinzu. Die Flammen spiegelten sich in seinen traurigen, grünen Augen.
Gilberts Blick wurde fragend, doch er tat was der andere von ihm wollte. Jedoch schwieg er. Was sollte er denn auch sagen ? Er war niedergeschlagen...durcheinander, weil er nicht wusste warum seine Gefühle in letzter Zeit so verrückt spielten und zudem hatte er wieder Schuldgefühle. Er hatte an einem solchen Ort wie diesem wieder Leben genommen. Wäre es an einem andern Ort, wäre das nicht weiter schlimm. Aber an diesem... es war für ihn so, als würden alte Wunden wieder aufreißen und ihn schwächen. Er schaute ihm in die Augen. Tiefe Trauer war in seinen eigenen goldenen Augen zu erkennen. Doch er schwieg weiterhin.
Arael wartete bis Gill nah genug war und drehte mit einem mal den Kopf und funkelte Gill böse in die Augen. Im selben Moment verpasste er diesem eine schallende Ohrfeige. „Sag mir nie wieder, das es egal ist wenn jemand getötet wird, egal aus welchem Grund! Hätte...ich die Möglichkeit gehabt ihr zu sagen das von uns keine Gefahr ausgeht, würden da draußen nun nicht zwei kleine Bärenkinder vergebens auf ihre Mutter warten, erfrieren oder verhungern! Tiere sind keine Menschen, unsere Sinne sind nicht getrübt, wir können Blut auch noch nach Jahren an den Händen der Schuldigen riechen. Dein Geruch hat ihr Angst gemacht, Angst um das Leben ihrer Kinder. Wenn du welche hättest, würdest du das verstehen!“, nach diesem Schwall an aufgestautem Wut-Wörterschwall musste er tief Luft holen. „Hasse mich wenn du willst. Aber ich will so etwas NIEWIEDER hören, geht das in deinen Menschen-Schädel?!“, fügte er hinzu und lies kein einziges mal von Gill goldenen Augen ab.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 8:49

Gill war fassungslos. Er machte große Augen und starrte ihn einfach an. Dann liefen ihm plötzlich Tränen über die Wangen. "... Tut mir Leid.", murmelte er dann und war immer noch erstarrt. Er schien nicht einmal zu bemerken das Tränen über seine Wangen hinunter liefen und zu Boden tropften. ".... Tut mir wirklich Leid.. " murmelte er wieder und lies sich nun auf den Boden sinken. Er hockte nun dort wie ein Häufchen elend. Das alles änderte jedoch nichts daran, was passiert war. "Ich werde dich nicht hassen..... weil ich meinen ganzen Hass auf mich selbst beziehe.", murmelte er dann und schaute geschockt zu Boden. " .... als wenn ich da noch jemand anderen wirklich hassen könnte.".
Arael seufzte, und mit einem mal war die Wut verflogen. Er schaute Gill nun mit leicht geneigtem Kopf an. Er legte ihm die Arme um die Schultern und nahm ihn so gut es ging in den Arm. „Es gibt keinen Grund sich selbst zu hassen. Du hast es selbst gesagt: „Was geschehen ist, ist geschehen.““, murmelte er ihm ins Ohr. „Jemand hat einmal zu mir gesagt: „Für alle Sünden tuen wir Buse und diese Buse ist unser Leben.“.“, flüsterte er und musste plötzlich lächeln doch es war eher ein trauriges Lächeln. Schließlich lies er ihn wieder los und blickte wieder in die Flammen. „Ich möchte nach hause.“, meinte er nach einigen Minuten, und wirkte nun wieder wie ein Kind.
Gilbert war leicht zusammengezuckt als Arael ihm seine Arme umgelegt hatte. Er schien es nicht gewohnt zu sein so von anderen Berührt zu werden. Wirkte wie ein verschrecktes Tier wenn zu viel Nähe da war. "...Ich...", er brach ab und schaute vor sich. Als der Junge ihn wieder los lies und ins Feuer schaute seufzte Gilbert. Er wischte sich über das Gesicht und somit auch seine Tränen weg. "Ich weiß nicht ob wir noch vor Dunkelheit nach hause kommen. Wir können noch eine Nacht hier bleiben und dann am Morgen gehen. Was meinst du?", fragte er und schloss die Augen. Es war eine Ewigkeit her dass er geweint hatte. Oder jemandem gesagt hatte dass er sich selbst hasste.
Der Junge drehte wieder den Kopf und schaute ihn kurz an bevor sein Blick weiter zum Fenster wanderte, es dunkelte bereits wieder, dennoch konnte er den Himmel sehen. „Dann sollten wir uns beeilen und ich kann nicht gerade schnell laufen. Wir sollten vor morgen Nachmittag zurück sein sonst laufen wir Gefahr von einem Schneesturm mitgenommen zu werden. Damit meine ich keinen wie ein Unwetter sondern das was ich sagte. Einen Sturm, einen Wirbelwind aus Schnee....ich denke ich muss das nicht weiter erläutern.“, erklärte Arael und deutete kurz zum Fenster. Er wartete gar nicht erst das Gill fragte. „Es ist windstill, das heißt selten was gutes.“, erklärte er und schaute wieder zum Feuer.
"Das bedeutet, dass wir früh los müssen.", meinte er und schaute ihn an. "Und ich habe dir vorgeschlagen dass ich dich tragen kann.", fügte er hinzu und seufzte. "Soll ich was zu essen aufwärmen?", fragte er dann und stand auf. Danach würde er schlafen gehen. Hunger verspürte er nämlich keinen, auch wenn er den ganzen Tag noch nichts zu sich genommen hatte. Aber das hieß ja nicht, dass es genau so auch bei Arael war.
Arael musste nichts sagen denn in diesem Moment meldete sich sein Magen wie auf Kommando und das nicht gerade leise. Mit hoch roten Kopf lies er diesen beschämt sinken. „Ja bitte.“, meinte er und drehte die Zeigefingerspitzen, verlegen aneinander. Nach einem Augenblick senkte er einen Arm auf seine Beine mit dem Anderen stütze er sich am Boden ab, während er die Flammen betrachtete. Er erinnerte sich daran, das Stevo ihm mal erzählt hatte, das Menschen nie lange in Flammen schauen konnten ohne anzufangen zu weinen. Er merkte es selbst das die Augen nach einer weile begannen zu brennen. Vermutlich lag es daran, dass durch die Hitze des Feuers, die Augen austrockneten. Zumindest war das Stevos Erklärung dafür gewesen. Kurz darauf rieb sich der Junge die Augen.
Gilbert ging in die Küche nachdem er seinen Margen gehört hatte. Er hatte sogar wieder ein leichtes Lächeln zu Stande gebracht. Er ging in die Küche und machte wieder essen warm. Als er fertig war brachte er Arael eine große Schüssel und reichte sie ihm. "Guten Appetit.", meinte er leicht lächelnd und legte sich dann auf den Boden. "Ich werde mich jetzt schon einmal schlafen legen... Kannst du bevor du schlafen gehst noch einmal Holz nachlegen?", fragte er und schaute ihn fragend an. Sein Blick war müde.
„Wie viel?“, fragte Arael als er in der Bewegung inne gehalten hatte, da er kurz davor gewesen war sich den ersten Löffel in den Mund zu stopfen. Anschließend nickte er und aß genüsslich seine Mahlzeit. Er leerte die Schüssel bis auf den letzten Tropfen, er schleckte sie sogar aus. Erst dann war er fertig und stellte die leere Schüssel beiseite bevor er Gills bitte nachkam und sich ebenfalls schlafen legte. Doch er hatte Mühe ein Auge zu zu tun, die Bären gingen ihm nicht aus dem Kopf. Als der Junge irgendwann doch noch einschlief, plagten ihn Alpträume die ihn mehr als einmal in der Nacht aus dem Schlafrissen. Wenigstens konnte er so sichergehen dass das Feuer im Kamin nicht ausging. Nach jedem Feuerholz nachlegen, seufzte er und legte sich wieder hin.
"3 Scheite sollten genügen.", hatte Gilbert gemurmelt und sich dann unter seiner Decke zusammen gerollt. Er wirkte nun wirklich wie eine Katze, welche kurz davor war ein zu schlafen. Er blieb noch eine weile Wach, schlief aber dann ein. Erst schlief er ruhig. Dann begann er sich hin und her zu drehen. Murmelte Dinge vor sich her. Er brach in Schweiß aus. Seine Haut war blass geworden.
"... Nicht ....da lang.", murmelte er leise und verzog das Gesicht. "... nicht!", murmelte er wieder und schien sich dann die Ohren zu zu halten. "... Hör auf!", wimmerte er dann und schreckte dann aus dem Schlaf. Seine Augen waren vor entsetzen geweitet. Er setzte sich auf und hielt sich die Hände vor die Augen. "... nur ein Traum.", murmelte er dann und schloss die Augen. "...Das werde ich wohl nie vergessen.", murmelte er dann leise. Er schien völlig vergessen zu haben, dass noch jemand mit im Raum war.
Der Junge war gerade, endlich wieder eingeschlafen als Gill ihn wieder heraus riss. Erschrocken zuckte er zusammen und machte ein merkwürdiges, gequältes, leises Geräusch. Dabei rollte er sich, so gut es ging, weiter unter der Deckte zusammen und zog sie sich anschließend über den Kopf. Arael war müde genug das ihm gerade alles egal war. Er wollte endlich schlafen!
Gilbert blieb die restliche Nacht war. Er stand auf und ging zur Fensterbank um hinaus in den Schnee zu schauen. Auch wenn dieser weiß war, so schien selbst diese helle Farbe von der Dunklen Nacht ein gesaugt zu werden. Es wirkte nur noch etwas unheimlicher. Er blieb dort und verbrachte so die ganze restliche Nacht. Nämlich wach.

Um 6 Uhr ging er zu Arael und weckte ihn. Wenn sie es wirklich noch vor dem Schneesturm schaffen wollten, sollten sie nun wirklich los gehen. Essen konnten sie dann wieder, wenn sie zu hause waren. "Komm mach dich fertig.", meinte er und löschte das Feuer im Kamin. Man merkte, dass, als die Flammen aus waren, es sofort wieder kälter wurde. Gilbert verstaute Kissen und Decken wieder im Schrank und schloss diesen. Dann ging er noch einmal in die Küche um die Reste weg zu packen und das Geschirr zu reinigen. Dann stellte er es wieder zurück, Nun konnten sie jedoch gehen. Und sollten es auch.
Als wäre ihm nicht schon kalt genug gewesen. Verschlafen rieb sich der Junge die Arme und gähnte müde. Er brummte müde und saß auf dem Boden, während er langsam wach wurde und Gill beobachtete. Er gähnte bevor er sich auf den Bauch drehte und sich in einen Wolf verwandelte. Als er stand schaute er zur Wunde. Nur langsam setzte er das Bein auf den Boden und wollte es noch weniger belasten. Aber es ging...ein wenig. Seufzend schüttelte er den Kopf und somit auch sein schwarzes Fell.
"Wenn es nicht geht, trage ich dich.", meinte Gilbert nun und deutete ihm an ihm nun zu folgen. Er zog sich schnell seinen Mantel über und öffnete die Tür und ging auch bereits nach draußen. Dort war es wieder etwas kühler geworden, das merkte Gilbert daran, dass es ihm selbst mit seinen Warmen Kleidern fröstelte. Sogar so, das nach den ersten paar Minuten seine Lippen schon sehr
blass geworden waren. Er lief voraus, wartete aber wieder auf den Wolf, welcher ihm folgte.
Er ging langsam, sehr langsam. Immer drauf achtend, das verletzte Bein nicht zu sehr zu belasten. Jedoch schaffte er es bis zum Denkmal, bis er erschöpft zu Boden sank und hechelnd nach Luft rang. Mit müden Augen schaute er Gill nach.
Gilbert blieb stehen und drehte sich zu ihm um. Auch er schien von der Kälte in der Bewegung etwas eingeschränkt zu sein. Doch er ging zurück und hob ihn hoch. Ohne weitere Probleme, wie es schien, auch wenn er leicht das Gesicht verzog, als er seine eigene Wunde etwas zu sehr belastete. Doch er sagte dazu nichts. So setzte er seinen Weg, mit Arael auf dem Arm fort. Es dauerte wirklich lange und Gilbert fühlte bereits einen Starken Wind aus Richtung Norden.Es war ein eisiger Wind. "Bist du dir sicher, dass wir bis zum Nachmittag Zeit haben?", meinte Gilbert mit leicht klappernden Zähnen. Er hatte Arael etwas mit unter seinen Mantel gebracht, damit dieser nicht frieren musste. Denn selbst wenn man ein warmes Fell hatte war es doch recht kalt. Gilbert hatte nun schon richtige Probleme durch den Schnee zu laufen, so gefroren fühlte er sich bereits.
„Ja.“, antwortete dieser und schaute über Gilberts Schulter hinweg zurück. Fern am Horizont, sah er dunkle Wolken, welche sich zusammen zogen. „Zumindest noch.“, fügte er danach hinzu. „Aber bist du dir sicher, dass es eine gute Idee ist, mich zu tragen?“, fragte er nach einem Moment und schaute zu Gill.
"D-denkst du etwa ich lasse dich alleine zurück?", stotterte Gilbert und wagte es gar nicht sich um zu drehen. Er hatte eigentlich vor so gut wie gar nichts Angst. Aber vor dem Wetter in dieser Gegend hatte er mehr als nur großen Respekt. Ihm war kalt und er zitterte wirklich. Auch wenn Arael ihm unter seinen Mantel mit noch etwas mehr wärme spendete, fühlte es sich beinahe so an als würde er erfrieren. "Haha... .jetzt weiß ich wie sich die Schneeleichen vor ihrem Tod gefühlt haben.", meinte er und atmete aus. Sein Atem warf wieder Wölkchen, nur diesmal so klar deutlich das es beinahe schon beunruhigend war. Er wusste dass nun nicht die Zeit für sarkastische Witze war, doch er wollte sich von dem Gedanken ablenken, dass sie entweder, in den Schneesturm gerieten oder auf den Weg nach hause erfroren. "Oh Gott ist das kalt!", seine Lippen waren rau geworden und bläulich angelaufen. Mann sah ihm an dass er bereits etwas unterkühlt war.
Arael seufzte. „Lass mich runter.“, meinte er und begann auch leicht zu zappel das Gill kaum eine Wahl hatte. Kaum zurück auf dem Boden, begann er mit der Nase wild im Schnee herum zu schnüffeln. Als er schließlich aufschaute, war der Wald nicht mehr sonderlich fern. Er heulte einmal kurz auf, nicht sonderlich laut und eher tief und beobachtete den Wald anschließend mit gespitzten Ohren.
Gilbert umklammerte seinen Oberkörper um sich etwas zu wärmen, doch auch sein Atem ging nun leicht stockend. "K... kalt.. ", murmelte er und blinzelte mehrmals. Die Winter in dieser Gegend waren wirklich sehr hart und kalt. Doch da er normalerweise nie an so einem Wetter hinaus gehen würde, hatte er es noch nicht so heftig mit bekommen. "Was.... was machst du ?", fragte er erschöpft und blieb stehen. Der Schnee reiche ihn bis zu den Knien und der Wind hatte schon wieder etwas an stärke zugenommen. "Ha..... ".
„Sssh.“, meinte Arael jedoch nur und spitzte gespannt die Ohren. Tatsächlich nach einem Moment hörte mein entferntes heulen. Kurz darauf konnte man einige Schatten am Rande des Waldes erkennen. „Na los, komm schon, es ist nicht mehr weit.“, meinte Arael und schien durch den Anblick der Schatten neue Kraft geschöpft zu haben. Er packte Gill am Arm und zog ihn, hinter sich her, während er hektisch doch vorsichtig auf den Wald zusprang. Tatsächlich war es einfacher zu springen als zu laufen, wie der Junge feststellte. Als es nur noch wenige Meter bis zum Waldrand war, konnte man erkennen was diese Schatten genau waren. Es waren einige Wölfe und sie beobachteten die beiden genau. Schließlich kamen zwei von ihnen, den beiden entgegen und schoben Gill vorwärts. Zwischen den Bäumen war es etwas wärmer, sie waren Windgeschützt und der Schnee war zum Glück nicht so tief wie auf der Ebene. Erschöpft lies sich Arael zu Boden sinken und schnappte nach Luft. Einer der Wölfe kam zu ihm und schleckte ihm übers Gesicht.
Gilbert verstand nicht wirklich was Arael von ihm wollte, vertraute ihm jedoch und schleppte sich durch den Schnee. Es kam ihm wie die Hölle vor, sich durch den Knietiefen Schnee zu kämpfen. Und immer wieder hatte er ab und zu das Gefühl, als würde er keine Luft mehr bekommen. Die kalte Luft welche er einatmete schnürte ihm auf Dauer die Luft zu. Er war nicht wirklich so schnell wie Arael, welcher sich ja hüpfend fortbewegte, doch er lies ihn nicht aus den Augen. Als sie angekommen waren ging er zu einem Baum um sich an diesen an zu lehnen. Seine Beine gaben auch kurz danach nach. Es war Windstiller, was jedoch nicht hieß, dass sein Körper aufwärmte. Zum Glück war der Schnee nicht so tief. Er lehnte an dem Baum und schaute mit einem müden Blick vor sich. Seine Zähne klapperten und er wirkte wirklich schon mehr erfroren als lebendig. Seinen Mantel hatte er längst wieder geschlossen und wieder umklammerte er seinen vor Kälte zitternden Körper. Für einen Menschen hielt er wirklich viel aus, denn andere wären bei solchen Temperaturen schon längst zusammengeklappt. Mit Zitternden Händen holte er die Taschenuhr aus seiner Manteltasche und schaute auf die Uhrzeit. " .... " Es war bereits 12 Uhr. Und sie hatten nicht einmal die Hälfte hinter sich gebracht. "...hätten doch gestern Abend gehen sollen.", murmelte er mit zitternder Stimme und steckte seine Uhr wieder weg. Er biss sich auf die Unterlippe um nicht ein zu schlafen. Er hielt wirklich mehr aus als ein normaler Mensch in seinem Zustand. Demnach konnte man erkennen das er sehr am Leben hing.
Arael hob leicht den Kopf und schaute Gill an. Einige der anderen Wölfe kuschelten sich an ihm um den Mann zu wärmen. Arael hatte minderer Temperatur-Probleme. Dennoch kuschelte sich auch ein Wolf an ihn. Nun stand nur noch einer der Wölfe welcher auf den Jungen zu tapste und den Kopf senkte das sich ihre Schnauzen fast berührten. Ein leises brummen war zu hören und kurz darauf schleckte er Arael über die Nase. Dieser musste niesen und schüttelte den Kopf bevor er selbst, einmal bellte und mit dem Schweif wedelte während er den Kopf leicht zur Seite drehte. Sein gegenüber schnappte nach einem seiner Ohren, jedoch nicht feste und blickte kurz darauf zu Gill hinüber.
Gilbert merkte es nur langsam aber nach und nach wurde ihm wieder wärmer. Jedenfalls wurde seine Haut, welche vorher eiskalt gewesen war, nach und nach wärmer. Seinen Blick hatte er zum Himmel gerichtet, welchen man zwischen den kahlen Baumkronen erkennen konnte. Sein Blick wurde ernst, denn dunkle Wolken waren dort zu sehen. Wenn später wirklich ein starker Schneesturm kommen sollte, also ein Wirbelsturm, hatten sie, naja er zumindest, schlechte Karten. Bei starken Wind in einem Wald zu sein war auch nicht besonders gut, immerhin konnten diese brechen und jemanden unter sich begraben. Als er sich wieder warm genug, natürlich war er noch immer unterkühlt, fühlte und seine Glieder wieder mehr oder weniger bewegen konnte, was wirklich seine Zeit dauerte, schaute er zu Arael. "Sag mal.... Du weißt nicht zufällig wo man sich vor dem Sturm verkriechen kann... oder?", fragte er und sein Blick war ernst. Dann musste er niesen. Scheinbar hatte er sich nicht nur eine Unterkühlung eingefangen, sondern schon wieder eine Erkältung. Diese schien er recht schnell zu bekommen. Anders als Fieber oder so. Aber Erkältungen waren scheinbar immer drin.
Arael, aber auch die anderen Wölfe drehten den Kopf. Der Junge neigte den Kopf etwas und schüttelte ihn dann. Jedoch nicht wie ein: „Nein.“, sondern eher wie ein. „Nicht jetzt.“, danach musste er gähnen. Jedoch drehte er wie auch sein gegenüber den Kopf zurück zum Waldrand. Beide beobachteten sie die tiefschwarzen Wolken, welche langsam auf sie zu drifteten. Schließlich erhob sich der Junge wieder und schüttelte sich den Schnee aus dem Fell. Er kam langsam auf Gill zu getapst, hob den Kopf um ihn ans zu sehen, als er vor ihm stand und stütze das Kinn an Gills Bauch. Sein Atem bildetet kleine Wölkchen.
Gilbert schaute ihn fragend an und seufzte. Ihm war zwar noch kalt, aber es war besser als es gerade war. Dann knurrte sein Margen. Sein Blick wurde kalt und er schien sich wohl recht zusammen zu reißen. Er hatte kein Frühstück gehabt und am Vorabend auch kein Abendessen. Um genau zu sein hatte er am Vortag so gut wie gar nichts gegessen. Und nun war bereits Mittag. Er schwieg. Dann schaute er Arael an. Er fragte sich schon warum Arael ihm nicht normal antwortete, doch er beließ es erst einmal dabei. Immerhin hatten er und seine Freunde, er nahm an das es die Freunde von ihm waren, ihm geholfen und wohl möglich vor dem erfrieren bewahrt. Er fühlte sich schwach und ausgelaugt, wegen Hunger, Kälte und der Wunde welche wohl wieder einmal aufgeplatzt war, was man an dem roten Fleck auf seinem Mantel sehen konnte. Er schien es, wie auch beim letzten mal, nicht wirklich zu bemerken.
Arael jedoch roch das Blut, gerade sogar sehr deutlich, da er an Gill nah dran stand. Er knurrte leise und stupste Gill mit der Schnauze sanft an den Bauch, nicht direkt an die Wunde eher mehr Seitlich. Das die anderen Tiere es ebenfalls rochen erkannte man lediglich daran, das sie leicht unruhig wirkten. Der schwarze Wolf drehte den Kopf und schaute die anderen an. Einer von ihnen wandte sich um und verschwand plötzlich im Wald. Es dauerte einige Minuten, in denen Arel und einer der anderen Wölfe den fernen Horizont beobachteten. Die dunklen Wolken waren langsam verdunkelten jedoch zusehends den Himmel. Es kam einem so vor als würde die Nacht einbrechen.
Nach einigen Minuten kam der Wolf mit einem kleinem Korb im Maul zurück getrabt. Darin lag etwas Brot und eine Flasche Wasser. Nicht viel doch besser als nichts, fraglich war wo das Tier diese Dinge wohl her hatte.

Gilbert blinzelte und schaute auf seinen Bauch. "Ah...Nicht schon wieder.", murmelte er und seufzt. Jedoch konnte er hier draußen nicht einfach seine Kleidung ausziehen um sich einen anderen Verband an zu legen. Es würde einfach weiter Bluten. Naja. Wenn er nicht seine Taschenuhr hätte jedenfalls. Er wirkte leicht genervt, denn wenn er die Beschleunigung hauptsächlich auf die Wunde fixierte würde er nach wenigen Minuten nicht einmal mehr aufrecht stehen können, so schwach würde er werden. Es verbrauchte wirklich Unmengen an Kraft, wenn er versuchte Wundheilung zu beschleunigen. Zwar war es, wenn er die Uhr bei sich trug so oder so schon schneller als vorher, doch dies würde nicht ausreichen um ihn daran zu hindern zu verbluten. Bevor er jedoch irgendwas machte kam der Wolf mit dem Korb an. "...Interessant...sind alle hier so wie du Arael?", fragte Gilbert nun, welcher es überaus interessant fand, dass der Wolf etwas bei sich trug, was man erstens nicht in der Wildnis fand. Denn dort fand man wirklich kein Brot, und zweitens eigentlich nur von einer Menschensiedlung kommen konnte. Er betrachtete den Wolf, welcher den Korb trug etwas skeptisch, doch dann schien sein Interesse ab zu flauen als seine Margen erneut knurrte. "Tut mir Leid.", meinte er dann und hielt sich den Bauch. Warum er sich entschuldigte wusste er selbst nicht wirklich .Es war ein Reflex.
Arael jedoch antwortete nicht er drehte nur den Kopf und beobachtete Gill. Der Wolf stellte den Korb vor Gill ab und machte einen Satz auf Arael zu bevor er sich an diesen kuschelte. Der Junge schüttelte sich und gähnte erneut. Er schien letzte Nacht nicht sonderlich viel Schlaf bekommen zu haben. Er leckte sich über die Schnauze und stapfte etwas durch den Schnee während er über den Boden schnupperte. Er hoffte nur das Gill mit weiteren Fragen nun endlich warten würde bis sie zu hause waren. Denn er merkte bereits die strengen und fragenden Blicke von Stevo auf sich ruhend. Dieser wusste zwar, das Gill wusste wer Arael war jedoch wusste der Junge genauso das die anderen ihre Identität nicht so einfach offenbaren würden.
"Darf ich wirklich?", fragte er und schaute zu dem Korb. Er wusste dass er keine Antwort bekommen würde. Zudem nahm er sich jedoch nur eine Kleinigkeit davon. Er hatte eine Ahnung wie schwer es in der Wildnis sein konnte, Nahrung zu finden, vor allem im Winter. "So viel reicht. Danke.", meinte er und aß das Brot. Als er es gegessen hatte, holte er seine Uhr hervor und legte sie etwa auf die Stelle wo die Wunde war. die Kälte des Metalls schien ihn etwas zum frösteln zu bringen, jedoch machte er keine Anstalten die Uhr weg zu legen. Er murmelte etwas auf einer anderen Sprache und schloss die Augen. Man hörte ein leises Ticken. Jedoch schien es lauter zu sein als das gewöhnliche ticken einer Taschenuhr. Zudem war es schneller. Man konnte auf dem Hemd und der Jacke von Gill erkennen, das die Blutflecken verschwanden und als Gilbert die Uhr von seiner Brust weg nahm, konnte man keine Spuren mehr von einer aufgeplatzten Wunde sehen. Er schien zwar recht blass, aber es ging noch. Er atmete tief ein und stand dann auf. Auch wenn es ihm noch immer nicht besonders gut zu gehen schien, blieb er standhaft und ohne auch nur ein bisschen zu wackeln stehen. Mit purem Willen geht alles., so dachte er sich und hatte es immer schon so vorgenommen. Bei ihm war dies tatsächlich der Fall. Er schaute zu den Wolken hinauf. Seine goldenen Augen schienen den Himmel geradezu zu fixieren.
Die Wölfe hatten Gill aufmerksam und interessiert beobachtet. Sie schienen wirklich selten mit Menschen Kontakt zu haben. Die braune Wölfin mit den blauen Augen, holte sich wieder den Korb und verschwand damit wieder im Wald, ihr folgte ein bläuchlich-silbern-weißer. Arael schaute den beiden nach. Mysha und ihr älterer Bruder Mytho waren dem Jungen besonders ans Herz gewachsen, da er sich den beiden am nächsten, verbunden fühlte. Wie zu echten Geschwistern. Auch sein Blick wanderte wieder zurück auf die Ebene und dem Horizont wo er den Himmel beobachtete. Ein rascheln und knistern ging durch die Bäume, als diese sich unter aufkommenden Wind zu biegen begannen. Stark zitterten die Äste und einige Blätter wurden vom Wind mitgerissen. Auf einer Hügelkuppe konnte man nun den gigantischen weißen Wirbelsturm sehen, welcher sich langsam näherte und alles um sich herum aufwirbelte. Um ihn herum, war der Schnee zu einer undurchdringbaren Wand geworden, welcher sich mit dem Sturm drehte und alles verschlang. Einige, letzte Tiere, welche noch am Waldrand verharrt hatten zogen sich nun in den Wald zurück. Auch die restlichen drei Wölfe zogen sich nun zurück. Stevo, ein Schwarz-weißer Wolf mit einem seltsamen Symbol auf der Stirn schaute den beiden ein letztes Mal nach bevor er als letztes zwischen den Bäumen verschwand. Arael wartete, das Gill bescheid gab, damit sie weiter konnten. Der Junge hatte zwar bereits am Wind erkannt das sie keine Angst zu haben brauchten vom Sturm erfasst zu werden, dennoch war es kalt genug um schnell wieder nach hause zu wollen. Das wollte er ja sowieso schon seit gestern.
Gilbert schaute zu dem erschreckend wirkenden Wirbelsturm aus Kälte und Schnee und ihn fröstelte es leicht. Es war kein angenehmer Anblick. Es war einschüchternd. Als alle Wölfe ihre Seite verlassen hatten schaute Gilbert fragend zu Arael. „… Du siehst nicht sonderlich eingeschüchtert aus... Heißt dass du weißt ,was ich nicht weiß? Egal.. Ich will nur noch ins Warme. murmelte er nun und schaute vor sich. Er wusste nicht ob und wann der Schneesturm sie erreichte, doch er wollte einfach nur nach hause. „Meinst du wir schaffen es noch vorher?“, murmelte er nun und deutete auf den Wirbelsturm.
Arael wirkte außer Ordentlich ruhig. "Alles wird gut.", meinte er nur und tapste durch den Schnee zu ihm hinüber. "Der wird uns nicht mehr gefährlich.", fügte er hinzu. Er streckte sich und blickte nun Gill abwartend an.
Gilbert blinzelte und nickte dann. "Dann ist es ja gut.. Demnach können wir in ruhe nach hause gehen.. Jedoch bitte schnell in ruhe, ich will nicht wieder kurz vorm erfrieren sein, die Kälte des Sturmes fühlt man immer noch und der Wind ist auch kräftig.", murmelte Gill und ging nun auch schon los. "Mit deiner Verletzung müssen wir jedoch vorsichtig sein. Am besten wechseln wir den Verband wenn wir wieder zu hause sind. In Ordnung?".
"Okay.", meinte Arael und hüpfte Gill nach. Es war zwar einfacher, jedoch auch anstrengender als normales laufen weshalb er schon nach kurzer Zeit angestrengt hechelte. Seine Lunge brannte durch die kalte Luft aber er zwang sich durch zu halten. Im warmen Haus konnte er sich genügend ausruhen, sagte er sich und sprang weiter durch den Schnee.
Obwohl es ihn anstrengte und man ihm das auch deutlich ansah, war es dennoch belustigend an zu sehen, wie seine pelzigen Ohren auf und ab wippten, bei jedem Sprung. Die Zunge hing ihm mittlerweile seitlich aus dem Maul. Hin und wieder, wenn er etwas voraus war konnte er stehen bleiben und eine kleine Pause machen. Arael hatte bereits ein klingeln in den Ohren und hatte das Gefühl, das man sein Herz bis nah Kambodscha schlagen hören musste. Als er gerade wieder einige Meter voraus war, steckte er den Kopf einen Moment in den langsam wieder höher werdenden Schnee und schüttelte ihn anschließend um wieder klare Sinne zu bekommen. Er war müde, hungrig und ihm tat jeder Muskel weh.

Gilbert sah ihm an das Arael erschöpft war und ging zu ihm. "Es ist nicht mehr weit. Kannst du noch etwas durchhalten ?", fragte er und schaute ihn angestrengt an. Ihm schien es gleich zu gehen. Da er nicht so durch den Schnee hüpfen konnte war er langsamer, dies hieß jedoch nicht, dass er sich weniger anstrengte. Er brauchte einfach mehr Zeit für den Weg welchen Arael schneller durch Hüpfen hinter sich brachte. Der Schnee war recht hoch und es war wirklich anstrengend. Jedoch würde auch er sich zusammenreißen müssen, was er auch tat.
Arael hob den Kopf und schaute Gill an. Wenn er ruhig da stand, konnte man sehen wie seine Beine von der Anstrengung bereits zitterten. Er rang so sehr nach Luft das er nicht einmal ein Wort raus brachte. Er leckte sich einmal über die Schnauze und sprang weiter. Zum Glück war es nun nicht mehr weit. Die Wolken des Sturms verdunkelten zwar immer noch den Himmel, doch war er weit genug entfernt, dass der Wind ruhiger war.
Der schwarze Wolf sprang durch den Schnee der Straße. Dadurch das er springen musste sank er stets ein, was es nicht einfacher machte. Doch Gill erging es nicht besser als ihm. Arael hatte das Gefühl nach diesem Gefühlten Marathon einen Monat schlafen zu können.
Dann, endlich, kam das Haus in Sichtweite und er war nicht mehr zu bremsen. Mit letzter, neu gewonnener Kraft, sprang er durch den Schnee bis zu Tür und begann mit den Vorderpfoten daran zu kratzen und zu winseln während er einige male Bellte und darauf wartete das Terra die Tür öffnete.

Terra lief gleich zur Tür und war erschrocken, die beiden dort zu sehen, so komplett durch gefroren und erschöpft. "Kommt herein!", meinte sie und deutete beiden ein zu treten. Sie kümmerte es in diesem Moment nicht einmal, dass die beiden nass waren und den ganzen Flur voll tropften. Sie holte sofort große Badehandhüter und kochte etwas warmes zu essen. Jedoch nichts was man kauen musste. Hauptsache sie wärmten sich auf. Da reichte auch eine einfache Suppe. Gilbert nahm das Handtuch an und entfernte sofort die nasse Kleidung. Ihm war es egal ob er dann nackt und nur mit dem Handtuch bekleidet durch die Gegend lief, jedoch wäre es törichter gewesen, wenn er die Kleider angelassen hätte. Er hatte das Handtuch fest um sich gewickelt und fing nun an das Fell von Arael trocken zu rubbeln. Danach ging er mit den nassen Kleidern in die kleine Waschküche und warf diese sofort in die Waschmaschine. Dann ging er sofort hinauf zu seinem Zimmer um sich etwas warmes heraus zu holen. Denn seine Haut war sehr blass und zudem marmoriert. Demnach war ihm sehr kalt, dazu kam die Gänsehaut.
Erschöpft setzte sich der Wolf im Flur auf den Boden und hechte, nach Luft ringend während er hin und wieder leise winselte und von Gill abgetrocknet wurde. Als dieser mit den Kleidern davon ging. tapste Arael müde in die Küche und krabbelte unter den Tisch. Dort legte er sich auf den Boden, den Kopf auf die Vorderpfoten und alle viere von sich gestreckt schloss er schnell die Augen.
Es dauerte keine Sekunde da war er weg gedöst. Das leichte zucken seiner Ohren jedoch, verriet das er nicht vollends eingeschlafen war.
Der Boden war schön warm dank der eingebauten Bodenheizung, weshalb er nicht mal in sein Zimmer hinauf musste. Das sparte Arael Zeit, Anstrengung und Kraft. Hinzu kam das er bei Terra war und das Essen riechen konnte.

Während Gilbert sich umzog, oder in diesem sinne eher anzog, hatte Terra Wasser aufkochen lassen und Zutaten hinzugefügt. Es war nun eine leckere Fleischbrühe. mit kleineren weichen Gemüses- und Fleischstücken. Man musste nicht viel Kauen und es würde einen recht schnell wieder zu Kräften kommen lassen. "Arael? Kannst du dich zum essen verwandeln?", fragte Terra, welche sich erstaunlich schnell, wie auch Gill an die Tatsache gewöhnt hatte, das er seine Gestalt wechseln konnte. Andere würden dies selbst nach mehreren Wochen noch komisch finden. Gill und Terra schienen jedoch nicht von dieser Sorte zu sein. Man hörte Schritte auf der Treppe und Gilbert kam hinunter. "Arael? Ich werde mir deine Wunde gleich.... angucken.", meinte er und zögerte kurz als er das Essen roch. Es roch wirklich köstlich für jemanden, welcher geradezu aus gehungert war, denn dies waren er und Arael.
Mit einem winseln schlug er die Augen auf und regte leicht den Kopf dass der Junge unter dem Tisch her linsen konnte. Mit einem Schnaufen und einen leichten rumsen, landete der Kopf nochmals auf dem Boden bevor man die zwei großen Vorderpfoten unter dem Tisch heraus strecken sah. Gähnend streckte sich der Wolf unterm Tisch und robbte anschließend langsam darunter hervor. Als er wieder stand, schüttelte er sich ausgiebig und rieb den Kopf an der Flanke da es ihm etwas am Auge juckte.
Anschließend setzte er sich auf den Boden und schaute von Terra zu Gill und wieder zurück und dann hockte wieder der schwarzhaarige Junge vor den beiden auf den Boden. Mit ausgestreckten Beinen und noch immer leicht nach Luft ringend. Jedoch war auch deutlich die leichte Speichel Spur zu erkennen die ihm langsam aus dem Mund lief. Arael musste ziemlich müde sein da er etwas brauchte um es zu realisieren und sie schließlich schnell mit dem Handrücken weg wischte. Dann musste er jedoch wieder gähnen. Es schien nicht so recht zu wissen ob er erst essen oder schlafen wollte. Beides gleichzeitig war ungünstig und stellte sich als recht schwierig da.

Gilbert schaute zu Arael ."Willst du eher schlafen?", fragte er und wirkte auch Hunde müde, jedoch schien er sich eher dafür entschieden zu haben etwas zu essen bevor er schlafen gehen würde. Auch wenn es bereits warm war, schien ihm die Kälte noch immer in den Knochen zu sitzen. "Wenn du müde bist, solltest du schlafen gehen.", meinte Gill und stand auf um dann zu Arael zu gehen um ihm seine Hand hin zu halten. Er wollte ihm beim aufstehen helfen. "Dann schaue ich wenn du schläfst nach der Wunde. Ich denke dass du nachher nicht einmal mehr davon wach wirst.", fügte er hinzu und grinste angestrengt.
Müde blinzelnd schaute Arael Gill an. Noch immer klingelte es in seinen Ohren, weshalb er Schwierigkeiten hatte Gill zu verstehen. Der laute und kalte Wind hatte ihm das Hirn draußen stark zerrütteltet. Er griff jedoch nach Gills Hand. Mit Aufstehen war dennoch nichts, denn im selben Moment wie er stand sackten dem Jungen auch zugleich wieder die Beine weg. Er klammerte sich so stark an Gill fest, dass hätte Gill keinen Stoff über den Armen gehabt sich Araels Finger in seine Haut gegraben hätten. Der Junge biss die Zähne zusammen um nicht zu Schreien. Jeder einzelne Muskel in seinen Beinen begann sich unter Anstrengung und Last zu verkrampfen nur erkennbar durch das starke zittern.
Gilbert hielt ihn schnell fest und hob ihn dann hoch, so dass Arael nicht mehr sein ganzes Gewicht auf den Beinen tragen musste. "Keine Sorge,... Ich hab dich.", meinte er und schaute zu Terra. "Ich glaube er wird eher schlafen gehen, als essen. Ich bringe ihn in sein Zimmer.", meinte Gill und Terra nickte. "Ihr seid auch sehr dämlich gewesen bei diesen Temperaturen draußen herum zu laufen ... Ihr hättet doch so lange im trockenen bleiben können!", meinte sie und Gilbert lächelte leicht. "Wir hatten halt Sehnsucht nach zu hause.", stellte er fest und sie schüttelte lächelnd den Kopf. Gilbert trug Arael nun so, wie die Prinzen in Märchen immer die Prinzessinnen trugen, und brachte ihn die Treppe hinauf in das Zimmer des Jungen. Dort legte er Arael auf das Bett und deckte ihn dann zu. Er betrachtete ihn eine weile und legte ihm dann die Hand an die Wange. "Ruh dich aus. Du hast es dir verdient.", meinte er nun und lächelte leicht. Auch wenn er müde war, schien er ein ehrliches warmes lächeln noch hin zu bekommen. Es war verwunderlich, das er überhaupt jemandem so ein lächeln schenkte. Doch scheinbar war Arael doch etwas recht besonderes für ihn. Was ihm jedoch selbst nur halbwegs bewusst war.
Sobald Arael keine Last mehr auf den Beinen hatte, entkrampften sie schnell wieder, dass der Junge müde in Gills Armen zusammen sackte und die Augen wieder schloss. Es war schwer zu sagen wie alt er überhaupt war da er sich verhalten konnte wie ein Kind und in Momenten so erwachsen wirken konnte. Vom aussehen her wirkte er nicht viel älter als 15 oder 16 Jahre. Obwohl er müde und ausgelaugt war, fühlte er sich bei den beiden Menschen wohl und geborgen weshalb ein kleines, Lächeln auf seinen Lippen ruhte, während er in Gills Armen einschlief. Im Bett war es noch kuscheliger und wärmer und es war weich. Schnell versank der Junge in tiefen Schlaf.
Gilbert schüttelte leicht den Kopf. "Schlaf gut.", meinte er noch einmal und ging dann aus dem Zimmer. Er würde nur noch was essen gehen und sich dann auch schlafen legen. Den Rest würde er dann am nächsten Tag machen. Also baden und so weiter und sofort.

Er ging zu Terra zurück in die Küche wo er etwas von der Suppe zu sich nahm. Ihm schien dieses warme mahl sehr gut zu tun. Danach ging er wieder zu Arael und betrachtete die Wunde von ihm. Er erneuerte den Verband und deckte ihn danach wieder zu. Jedoch behandelte er ihn so, dass Arael nicht wach wurde. Dann ging er in sein Zimmer und legte sich schlafen.
Arael schlief wie ein Stein bis zum nächsten Nachmittag durch.Gähnend streckte er sich, als er wieder wach wurde und lugte unter der Decke hervor unter der er verschwunden war, als er sich zusammen gerollt hatte. Das Sonnenlicht, welches durch sein Zimmerfenster schien blendete ihn für einen Moment. Kurz darauf schlug er jedoch die Decke weg und rutschte zur Bettkante. Er hatte einen starken Muskelkater in den Beinen, konnte jedoch zu seiner Erleichterung wieder normal stehen und laufen. Noch etwas wackelig auf den Beinen und halb verschlafen, torkelte er hinunter in die Küche wo er auf einen Stuhl sank und nochmals gähnend, sich die Augen rieb. „Guten morgen.“, murmelte er. Ob es an der Tatsache lag, das er ein Wolf war dass sich der Junge so schnell erholte, war fraglich. Jedoch war er wieder munter was man ihm auch ansah, hinter der noch etwas müden Fassade.
Terra schaute auf. " Guten Morgen, mein Lieber. " meinte sie und lächelte. " Du hast bestimmt Hunger, nicht wahr ? Ich kann dir die Suppe von Gensternabend aufwärmen, wenn du willst." erklärte sie und lächelte freundlich. Gilbert war noch nicht da, scheinbar schlief er immer noch. Doch er war ja auch ein Mensch und brauchte demnach etwas mehr ruhe. So schnell erholte er sich auch nicht. " Sag mir was du essen möchtest und ich mache es dir. Immerhin kann man ja schließlich ab und zu einmal wählerisch sein, was? "
Der Junge schaute sie für einen Moment verwundert an und überlegte. „Pfannkuchen mit Erdbeeren und Schlagsahne!“, meinte er dann plötzlich wie aus der Pistole geschossen und wirkte selbst etwas überrascht über diese Antwort. Er wusste gar nicht was das ist. Nun begann er zu überlegen wieso gerade das und was das für ein Gericht war. Jedoch begann er davon Kopfschmerzen zu bekommen, weshalb er dies schleunigst unter lies und die Füße baumeln lies. Er schaute Terra beim Kochen zu. „Du Terra?“, fragte er nach einem Moment.
" Erdbeeren ? .. Bei dieser Jahreszeit schwer zu finden. Aber vielleicht habe ich ja noch welche eingefroren. " meinte sie und ging zum Gefrierschrank um darin zu suchen. Er hatte Glück. Denn sie fand tatsächlich noch welche. Diese taute sie auch auf. Und begann den Rest fertig zu machen. " Ja ? " fragte sie und schaute kurz über ihre Schulter zu ihm hinüber. Dann drehte sie sich jedoch wieder zu ihrer Arbeit.
„Ich weis gar nicht was 'Pfannkuchen' sind.“, meinte Arael dann. „Wie komm ich darauf?“, wollte er von ihr wissen. Der Junge war sich zwar bewusst das sie vermutlich keine Antwort wusste aber er selbst konnte darüber nicht nachdenken. Während er ihr neugierig lauschte und wie ein Kleinkind mit den Füßen wackelte schaute er hin und wieder aus dem Fenster. Er wusste nicht so recht, wie man eine Unterhaltung mit jemandem anfing. Trotzdem hatte er irgendwie das Bedürfnis mit Terra zu reden, während er mit ihr in der Küche war.
" Hm ? Das ist komisch. Aber ich bin mir sicher dass sie dir schmecken werden. " Meinte Terra und lächelte. Dann erklärte sie was Pfannkuchen waren und kochte zur gleichen Zeit weiter. Sie schien beim Kochen Spaß zu haben und auch dabei, mit ihm zu reden. " Jedoch solltest du schnell essen. Mr. Nightray mag Pfannkuchen ebenfalls sehr gerne. " fügte sie hinzu und lächelte sanft und amüsiert.
Der Junge schnupperte in der Luft, als die ersten Pfannkuchen dabei waren, fertig zu werden. „Das riecht so gut.“, meinte er und sein Herz begann vor Freude zu hüpfen obwohl er nicht wusste wieso. Er wusste nicht woher er dieses Gericht kannte und wieso er es so liebte nur dass er dafür hätte töten können. Das spürte er. Arael strahle über beide Ohren und wollte sich gerade gierig das erste Stück in den Mund stecken als er inne hielt und das Stück Pfannkuchen auf seiner Gabel anstarrte als wäre es ein Käfer. Nach einem kurzen Moment pustete er es plötzlich an tunkte es in die Sahne und stopfte es sich in den Mund. Genüsslich mampfte er einen Pfannkuchen nach dem anderen. Und wirkte plötzlich wie ein Zehnjähriger dem ein Lebenswunsch erfüllt worden war.
Terra schaute ihm dabei zu und lachte. " Du bist mir einer. " meinte sie und machte noch einige Pfannkuchen fertig. Ehe sie dann die Pfanne spülte und auch die Schüssel wo sie den Teig drin gehabt hatte. Sie legte zwei Pfannkuchen für Gilbert zurück. Immerhin mochte dieser ja, wie sie es gesagt hatte, auch Pfannkuchen. Auch wenn diese nicht wirklich sein Leibgericht waren. Aber dies kam dem schon sehr nahe. "Wenn du fertig bist, stell deinen Teller und das Besteck bitte in die Spühle ich werde jetzt noch etwas Hausarbeit erledigen.
Arael hob den Kopf, die Wangen wie bei einem Hamster mit essen voll gestopft und nickte. Anschließend schluckte er um alles hinunter zu schlucken und hätte sich dabei fast verschluckt. „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte er bevor er wieder einen bissen in seinen Mund beförderte. Die zwei pelzigen Ohren zwischen seinen Haaren, zuckten entzückt leicht auf und ab, während er genüsslich den Pfannkuchen mit Sahne und Erdbeeren kaute.
"Nein es geht schon. Wenn du mir helfen würdest, wäre ich doch nicht mehr zu gebrauchen.", meinte sie lachend und ging aus der Küche hinaus. "Immerhin bin ich extra dafür eingestellt worden.", erklärte sie und ging in die Waschküche.

Gilbert war mittlerweile aufgewacht und hatte sich aufgerichtet. Er stand auf und tapste aus dem Zimmer heraus um dann zum Bad zu gehen. Er musste sich mal wieder rasieren, denn leichte Stoppeln waren bereits wieder in seinem Gesicht. Er gähnte, rieb sich den Nacken und lies sich Badewasser ein. Danach konnte er sich immer noch rasieren, doch er brauchte nun ein heißes Bad.
Der Junge schaute ihr nach und aß genießend zu ende bevor er den Teller und Besteck, wie Terra ihn gebeten hatte, in die Spüle stellte. Anschließend streckte er sich und musste nochmals gähnen bevor er wieder nach oben ging. Während er die Stufen hinauf ging, überlegte er was er nun tun sollte. Oben angekommen hörte er das Wasserrauschen. Vielleicht sollte er sich auch bei Zeiten einmal frisch machen. Derweil ging er in sein Zimmer zurück und begnügte sich damit auf dem Bett zu liegen und an die Decke zu starren.
Gilbert drehte das Wasser aus als genug in der Wanne war. Dann lies er noch etwas Duschöl ins Wasser ein und zog sich aus um sich dann in die Wanne zu legen. Es war angenehm und wirklich schön warm. Er lehnte sich an den Wannenrand und sank bis zu den Schultern in das Wasser ein. Rein theoretisch könnte er nun wieder einschlafen, doch er verkniff sich dies, denn immerhin wollte er nicht ertrinken. Die Tür hatte er nicht abgeschlossen, da er dies eigentlich nie machte. Terra klopfte immer vorher an und dann konnte Gilbert ihr ja immer noch sagen dass er gerade duschen war oder dergleichen.
Arael nickte schließlich wieder ein, wurde jedoch nach einigen Minuten aus dem Schlaf gerissen. Mit erschrocken, aufgerissenen Augen schaute er vor sich an die Wand und lies die Hand, welche er nach etwas im Schlaf ausgestreckt hatte, sinken. Langsam senkte er den Kopf und hielt sich diesen, als er langsam Kopfschmerzen bekam. Er hatte das Gefühl das sich alles um ihn herum drehte. Das Gefühl legte sich jedoch schnell wieder und er stand auf. Langsam ging der Junge aus seinem Zimmer und ging zu Gills Zimmer hinüber. Vor der Tür blieb er jedoch Minuten lang stehen und starrte auf das Holz ohne etwas zu tun. Am Ende jedoch drehte er sich wieder um und ging zum Bücherregal wo er sich die Bücher anschaute. Da er nichts interessantes fand lies er sich rücklings auf die Couch fallen. Sein zotteliges Haar fiel wild um ihn herum.
Er war irgendwie planlos...bis er das leise Ticken vom Dachboden hörte und diesem gespannt anfing zu lauschen. Arael lag auf dem Sofa, das rechte Bein hin über die Kante so das er sich mit dem Fuß auf dem Boden abstützte das andere hing noch über der Rückenlehne. Ein Arm ruhte auf seinem Bauch der andere baumelte an der Seite über die Sofakante, im Rhythmus des Uhrtickens.

Gilbert kam nach einer weile aus der Wanne heraus und trocknete sich ab. Dann zog er sich an und ging zum Spiegel um sich dann zu rasieren. Dann ging sie auch schon in das Wohnzimmer und schaute verwundert zu Arael. „ Was ist los ? Du wirkst so.... Lustlos? Nachdenklich?“ meinte er und schaute fragend drein. Er ging zu dem Jungen und betrachtete ihn dann vom nahen. So wie er da saß sah es schon recht komisch aus.
Das rythmische Ticken der großen Uhr hatte den Jungen in eine Art Trance versetzt. Sein schwarzer Pony, fiel ihm über die smaragd farbenen Augen, welche eher leer wirkten während er an die Decke, Richtung Uhr schaute. Leicht und im Takt zuckten immer wieder seine Ohrspitzen zwischen dem Haar hervor. Lautlos bewegte er immer wieder die Lippen als würde er etwas vor sich hin murmeln. Als Gill jedoch vor ihm stand und einen Schatten über Araels Gesicht warf, riss es diesen aus dem zeitlosen Zustand zurück. Der Junge erschreckte sich furchtbar, als hätte man ihn bei einer Untat erwischt. Hätte Gill nicht dort gestand wäre er wohl von der Couch gefallen!
"I-i-i-ich....", Arael schnappte nach Luft. Sein Herz klopfte bis zum Hals, dass er dachte man würde es noch bis Timbuktu hören können.
Er blinzelte ein wenig und versuchte sich wieder zu sammeln und seine Gedanken zu ordnen. Anschließend holte er tief Luft. "Ich wollte mich waschen.", meinte er dann und schaute Gill unter dem Haarschopf hervor, an.

Gilbert schien etwas verwirrt er hatte von der Trance in welcher sich der Junge eben noch befunden hatte nicht wirklich etwas mitbekommen. Doch wunderte er sich nun etwas über sein aufgescheuchtes Wesen, welches er ihm nun präsentierte. " .. Gut. Das Bad ist frei.. Du.... kommst alleine zurecht ? " fragte er nun und wirkte etwas nachdenklich.
Der Junge musste einmal tief durchatmen um sich selbst zu beruhigen. „Ich denke schon.“, antwortete er im Anschluss und stand auf um kurz in sein Zimmer zu gehen und frische Kleidung zu holen. Bevor er ins Bad ging blieb er kurz stehen. „Gill....was ist mit dem Verband?“, fragte er als ihm die Wunde wieder einfiel.
".... Stimmt ja den hast du ja auch ... Geh lieber duschen und behalte den Verband dran. Wenn du fertig bist werde ich mir die Wunde noch einmal anschauen und dir einen neuen Verband drum machen. In Ordnung?", fragte er und legte seinen Kopf leicht schräg.
Arael nickte. „Okay.“, danach verschwand er für längere Zeit im Bad. Minutenlang lies er sich kaltes Wasser auf den Kopf rieseln, während er sich mit einer Hand an der Wand abstützte und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Unerklärlicherweise, bildete sein heißer Atme Wölkchen was er selbst gar nicht mit bekam. Schließlich, drehte er das Wasser aus und trat aus der Dusche um sich ab zu trocknen.
Als Arael wieder aus dem Badezimmer heraus kam, trug er eine dunkle Boxershorts und Kaputzen-Shirt. Das schwarze Haar tropfte auf seine Schultern, während auf seinem Kopf noch ein Handtuch ruhte. In einer Hand hatte er die Hose, die er ursprünglich anziehen wollte. Dem Jungen war eingefallen, das er sie wieder hätte ausziehen müssen wen Gill an die Wunde wollte. Weshalb er sich das anziehen gespart hatte. Nun stand er barfuß da und bibberte leicht da er hauptsächlich mit kaltem Wasser geduscht hatte.

Gilbert hatte sich ein Buch aus dem Schrank genommen und hatte sich mit diesem auf die Couch gesetzt um zu lesen. Wenigstens eine weile. Lange würde er es nicht machen, aber wenigstens so lange, bis Arael mit dem Duschen fertig war. Was ihn wunderte war nur.... Dass er den Heizer nicht hörte. Demnach benutzte der Junge offenbar kein warmes Wasser. Dies besorgte ihn etwas. Als er merkte dass Arael fertig war stand er auf und legte sein Buch zur Seite um ihn dann an zu schauen. Sein Blick wurde schockiert. „ Warum hast du dich mit kalten Wasser geduscht ?! In dem Körper holst du dir mit solchen Aktionen bloß eine Erkältung...“ meinte er und ging zu ihm um ihn streng an zu schauen. Dann seufzte er jedoch. „ Ich werde dir eben einen neuen Verband drum machen.“ fügte er hinzu und wunderte sich mittlerweile nicht mehr so wirklich dass er sich extreme Sorgen um den Jungen machte. Es kam ihn zwar noch immer seltsam vor. Doch verwunderlich war es nicht mehr. Er deutete dem Jungen an sich hin zu setzten. Er selbst ging zum Verbandskasten und holte die nötigen Dinge heraus.
Arael schwieg, ihm war das kalte Wasser kaum aufgefallen so sehr war er in Gedanken versunken gewesen. Er setzte sich auf die Couch und rieb sich mit dem Handtuch etwas die Haare trocken. Die leicht bläulichen Lippen nahmen auch recht schnell wieder eine normale Farbe an. Während er mit dem weichen Handtuch das nasse Haar, zerzauste beobachtete er Gill, wortlos.
Gilbert fühlte sich leicht beklommen. Vielleicht weil der andere nicht einmal auf seine kleine Stammpauke reagierte, aber auch weil diese Stille ihn generell nicht genehm war. Er wickelte den alten und nassen Verband ab und schaute sich die Wunde an. Dann trug er eine Salbe auf und begann die Wunde wieder zu verbinden. Als er fertig war schaute er zu ihm auf. Immerhin hatte er sich für diese Aktion auf den Boden vor ihn gehockt. „ Was ist los? Bedrückt dich etwas?“ fragte er nun und sein Blick war fragend. Man konnte sogar sagen das sein Blick einen leichten Anflug von Ängstlichkeit beherbergte, doch dies konnte man sich ja auch einbilden. Auch wenn er sich wirklich Sorgen machte.
Arael schaute ihn an, dann schüttelte er den Kopf. „Es geht schon.“, meinte er und sein Blick wanderte zum Fenster. „Ich mag den Winter nicht....“, sagte er schließlich eher aus dem Zusammenhang gerissen. Das Handtuch fiel ihm auf die Schultern. Noch einige, wenige Wassertropfen fielen von seinem Haar aufs Handtuch und auf die nackte Haut, an seinem Ausschnitt. Plötzlich reckte der Junge die Arme in die Höhe und streckte sich. Das Geräusch das er dabei machte war mehr als seltsam. Es klang wie ein schlecht nachgemachtes fauchen einer Katze. Anschließend lies er die Arme wieder sinken und schaute Gill an. Nur kurz denn dann drehte er den Kopf leicht zur Seite und kratzte sich am Hinterkopf. Seine Augen wanderten auf der Suche nach etwas, womit er sich beschäftigen konnte, durch den Raum. Lesen ging schwer bis gar nicht von Schreiben mal ab zu sehen und Gill wollte er danach nun erst mal nicht fragen. Immerhin war es beim letzten mal nicht gerade das beste Gesprächsthema zwischen ihnen gewesen. „Mir ist langweilig.“, erklärte er nachdem er nichts brauchbares entdeckt hatte.
„ Dann liegt es am Winter.“ beschloss er um seine eigenen Sorgen selbst zu ersticken und stand auf. „ Tut mir Leid. Ich habe nicht sonderlich viel, was du machen könntest. .. Vielleicht Zeichnen oder Malen... Aber sonst... kann ich dir nur den Fernseher und Bücher anbieten.“ meinte er und schaute nachdenklich drein. „Aber da du nicht von selbst zu den Büchern gegangen bist, gehe ich davon aus dass du es nicht als Beschäftigungsquelle ansiehst. Demnach bleiben nur noch der Fernseher und Malen/Zeichnen.“ erklärte er und zuckte mit den Schultern.
„Hm...?“, Arael war durch Gills ersten Satz etwas verwirrt. Danach schaute er Gill fragend an. „Was ist dein ein Fy-Fü-Fernseher?“, fragte er und hatte einen Moment Angst seine Zunge zu verschlucken. Da Gill mit dem neuen Verband fertig war, zog sich Arael nun die Hose an, war auch wesentlich wärmer. „....und wieder eine Narbe mehr.“, murmelte er dabei. Schließlich schüttelte er den Kopf wobei er restliche Wassertropfen um sich herum schleuderte, wie bei einem nassen Hund welcher sich das Wasser aus dem Fell schüttelte. Anschließend stand er auf um das Handtuch zurück ins Badezimmer zu bringen.
„ Ein Fernseher ist ein Gerät auf welchen du Sendungen und Filme gucken kannst..“ murmelte er und seufzte. „ Ich zeige es dir einfach.“ meinte er und rieb sich den Nacken. Dann ging er zu dem Fernseher, welcher nicht einmal wirklich weit weg an der Wand hing und schaltete diesen ein. Es liefen im Moment einige Serien und Filme. Ihm war es gleich was kam, denn er schaute nicht so oft Fernsehen. Wenn Arael wieder hier war konnte er dann ja wohl sehen was ein Fernseher war.
Als der Junge wieder aus der Badezimmertür trat, drehte er den Kopf und rieb sich kurz die Ohren. Den plötzlich hatte er laute Geräusche im Ohr die von dem komischen Ding an der Wand kamen. Er kam zum Sofa zurück und schaute erst Gill dann diesen „Fernseher“ an und wieder zu Gill. „Da sind Menschen hinter der Scheibe.“, meinte er und schaute verwundert auf den Fernseher. Da er allerdings das Gefühl hatte, das es flimmerte blinzelte er und rieb sich die Augen. Schließlich lies er sich auf die Couch sinken.
„ ...Das ist alles nur aufgenommen. Also sind es nicht wirklich Menschen, welche sich hinter der Scheibe befinden. Es ist eben nur ein Gerät und kein Theater wo lebendige Menschen direkt für das Publikum spielen.“ meinte er und überlegte. Der Film welcher gerade lief war etwas älter. „ Dieser Film zum Beispiel wurde vor etwa 30 Jahren gedreht. Es ist ein Klassiker.“ stellte er fest und schaute ihn an. „ Wenn es dir zu laut ist, stelle ich dir den Fernseher leiser. Mit der Fernbedienung kannst du den Sender wechseln.“ erklärte er und reichte sie ihm. Dann erklärte er noch einiges zu der Fernbedienung und lies ihn, nach seinen Erklärungen alleine, oder zumindest ging er in sein Schlafzimmer, weil er bei dieser Lautstärke nicht in ruhe lesen konnte.
Arael hörte Gill gebannt zu und stellte anschließend schleunigst den Fernseher leiser. So leise, das man meinte er wäre auf stumm geschaltet, doch der Junge hörte alles normal ohne gleich wieder Kopfschmerzen davon zu bekommen. Danach begann er durch die Programme zu zappen. Irgendwann blieb er an einem Cartoon hängen. Eigentlich ein recht alter, da er noch in schwarz weiß war, doch Arael fand es sehr interessant weshalb er gebannt zusah. Die Gags die in dem Cartoon gezeigt wurden, brachten ihn tatsächlich zum schmunzeln. Er verstand es zwar nicht so ganz aber es war lustig.
Nach etwa zwei Stunden kam Gilbert wieder aus dem Zimmer und nahm ihm die Fernbedienung ab. „ Länger als zwei Stunden am Tag solltest du nicht gucken.. Sonst bekommst du Kopfschmerzen.“ erklärte er und überlegte. „ Wobei ich glaube das zwei Stunden selbst zu viel sind..“ erklärte er dann und zuckte mit den Schultern. „ Tut mir Leid. Aber länger solltest du wirklich nicht gucken.“ Er wollte ihm nicht die Möglichkeiten der Beschäftigungen weg nehmen, doch zu viel vom Fernsehen war auch nicht gut.
Arael schaute zu Gill auf. Der Junge hatte nun wieder den Eindruck als hätte er etwas falsch gemacht. Was auch wage an seinem Blick zu erkennen war. Jedoch sagte er nichts, Gill war der Mensch, er wusste besser was richtig war und was nicht. Jedoch hatte es Jungen scheinbar doch etwas verschreckt. Arael stand ohne etwas zu erwidern auf und ging zur Treppe um zu Terra hinunter zu gehen. Er setzte sich in der Küche an den Tisch. Die Arme über die Platte ausgestreckt und das Kinn ebenfalls. Die pelzigen Tierohren hingen links und rechts zwischen seinem Haar hinunter. Das schwarze, noch immer leicht feuchte Haar, hing ihm schwer im Gesicht. „Terra?“, fragte er.
Gilber schaute ihn an und lächelte leicht. „ Das war kein Vorwurf.“ meinte er und ging zu ihm um ihm kurz durch die Haare zu streichen. Dann stand Arael jedoch auf, und er lies es bleiben. Auch sein lächeln verschwand. Doch es war ja eh nur ein ganz leichtes gewesen. Er schaute ihm nach und schien etwas verloren. Warum schockierte er den Jungen immer mit seinen Handlungen ? Vielleicht war er doch nicht so ein guter Freund wie er gedacht hatte. Sein Blick wurde leicht niedergeschlagen. Jedenfalls bis er ein pipen aus seinem Schlafzimmer hörte. Skye rief ihn an, und er wäre dumm wenn er den Anruf nicht annahm. Demnach ging er zu seinem Pc und nahm den Anruf an.
Terra kam in die Küche als sie den Jungen herunterkommen sah und schaute ihn nun fragend an, als er sie scheinbar etwas niedergeschlagen ansprach. „ Was ist denn, mein Junge?“ meinte sie und ging zu ihm. Ihre gütigen Augen schienen ihn geradezu zu fixieren. Doch das war nicht weiter schlimm. Weil sie wirklich warme und gütige Augen hatte.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 9:02

„Hast du irgendwas, womit ich mich beschäftigen kann? Ich mag zwar ein Wolf sein, aber träge in der Ecke liegen liegt mir nicht wirklich.“, erklärte er und schaute zum Fenster. „Nur, draußen rum laufen ist jetzt nicht sonderlich ratsam und Gill hat scheinbar nicht den Sinn mit mir irgendwas zu unternehmen.“, fügte er hinzu. Nach einer Pause schaute er die Dame an. „Und ich hab das Gefühl immer alles falsch zu machen.“, erklärte er etwas niedergeschlagen. Er wusste nicht genau wieso, aber der Junge hatte das Gefühl mit Terra über alles reden zu können.
„ Wieso ? Hat Mr. Nightray irgendwas zu dir gesagt, was dir dieses Gefühl gibt.?“ fragte sie und schaute fragend, jedoch auch freundlich. „Nun. Ich könnte dir Kochen beibringen, oder so einiges anderes. Willst du mir helfen auf dem Dachboden Ordnung zu schaffen ? Das ist mal wieder dringend nötig.. Immerhin macht Mr. Nightray das ja nie. Warum verstehe ich immer noch nicht.“ meinte sie und wirkte etwas skeptisch.

Gilbert nahm den Anruf entgegen. Skye schien aufgebracht. „ .. Gilbert! SIE ist in der Stadt. Du musst sie suchen und an einen sicheren Ort bringen!“ meinte Skye und Gilbert verstand sofort wer SIE war. „ … Elza..“ murmelte er und Skye bestätigte seine Annahme. „ Schnell such sie. Sie könnte in Gefahr sein, wegen der Sache mit der Mafia.“ meinte sie und Gilbert stand sofort auf und ging dann schnell zu seinem Schrank um sich warme Kleidung heraus zu nehmen. Dann eilte er die Treppe herunter. „ Ich muss weg! Weiß nicht wann ich wieder da bin.“ meinte er schnell und schaute zu Terra und Arael. „ .. Tut mir Leid, wenn ich immer so harsch klinge...“ meinte er dann und ging hinaus. Hinter ihm viel die Tür mit einem knall zu. Terra wirkte etwas überrascht. „ … Ich hoffe das nichts passiert ist.“ meinte sie dann und wirkte besorgt. „ So aufgebacht habe ich ihn zu letzt gesehen, als Red ihn hintergangen hat.“
„Ich bin mir sicher er meint es nicht so wie ich es immer aufnehme. Tatsache ist aber, ich weis doch nahezu nichts und....irgendwie kommt es mir so vor als erwartet er von mir das ich alles weis was er weis.“, erklärte er und wirkte nun so als würde er sich dafür schämen nichts zu wissen was hätte Standard sein sollen, denn er schaute nun Richtung Boden. Dann musste er einmal niesen und rieb sich danach die Nase. Anschließend schaute der Junge wieder zu Terra auf. „Woher soll ich wissen wie eine Dusche funktioniert oder was ein Fernseher ist?“, fragte er und legte leicht den Kopf schief als er seufzte. Er fühlte sich dadurch irgendwie unter druck gesetzt wollte es den beiden jedoch nicht zeigen.
„Ich würde dir aber gerne helfen. Meinst du denn ich kann Kochen....lernen?“, in dem Moment kam Gill an der Küche vorbei geeilt weshalb er den Kopf drehte. Er war etwas verdutzt und schaute Terra danach wieder fragend an. „Red, wer ist das?“, fragte Arael. „Und wer ist diese Elza?“, fügte er hinzu und schaute nochmals zum Fenster an dem er noch kurz Gills Silhouette vorbei huschen sah.

„Nun.. Ich denke das Mr. Nightray versucht dir zu helfen, nur dass er selbst nicht wirklich mit dem neuen so gut umgehen kann. Er weiß nicht wie man sich um jemanden kümmert.“ meinte er und überlegte. „ Genau wie du nicht so recht weißt wie du um Hilfe bittest, oder?“ fragte sie und lächelte leicht. „Du musst ihm einfach sagen, wenn du bei etwas Hilfe brauchst oder etwas nicht verstehst. Ich denke er wird dir entgegen kommen. Vielleicht würde er sich sogar freuen wenn du dich auf ihn verlassen würdest.“ murmelte sie und lächelte. Sie verstand Gilbert wirklich sehr gut, was aber auch daran liegen könnte, dass sie ihn bereits sehr lange kannte. „Red ist sein alter Partner.. Ich weiß nichts genaueres, doch scheinbar hat er ihn verraten und diese Wunde verpasst, welche ihn beinahe umgebracht hat. Dabei waren sie doch sehr gute Freunde.“ meinte sie und schüttelte leicht bedauernd den Kopf. „Elza?“ fragte sie nun und wirkte leicht erschrocken. „ Es ist die Schwester von Mr. Nightray.“ erklärte sie und hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund. „ ...Oje. Ist sie etwa in der Stadt?!“
Arael war nun sprachlos. Gill hatte eine Schwester!? Vor seinem inneren Auge tauchte eine Frau auf die Gill, ähnlich sah und vom Charakter ähnelte. Bei dem Gedanken verzog er das Gesicht. Er konnte sich das nur schwer vorstellen, eine Frau die genauso seltsam war wie er!? „Dann haben wir ja jetzt genug Zeit den Dachboden sauber zu machen, richtig?“, fragte Arael der das Thema wieder wechseln wollte. Der Junge setze sich im Stuhl aufrecht hin und schaute Terra, abwartend und erwartungsvoll an.
„ Ich weiß es ist verwunderlich das er eine Schwester hat.. Aber sie ist wirklich ein liebevolles Mädchen.“ meinte sie und lächelte. Dann nickte sie ihm zu. „Na los! Wollen wir da oben etwas Ordnung bringen.“ erklärte sie und holte auch schon einige Dinge welche sie gebrauchen konnten. Draußen schneite es nicht mehr, demnach konnten sie etwas lüften, auch wenn es kalt war, es war einmal nötig. Dort oben lag einfach zu viel Staub. Dann gingen sie zusammen nach oben.
Arael musste von der Luft erst mal husten. „Igitt.“, hustete er und musste sich einen Finger unter die Nase halten damit er nicht wieder Niesen musste. Er hatte die Befürchtung das die ihn und Terra in eine gigantische Staubwolke hüllen würde. Eilig ging er einen Moment zum Fenster um etwas frische Luft zu schnappen. „Ich frage lieber nicht.“, meinte er anschließend und griff nach einem Besen um dem Dreck des Dachbodens den Krieg an zu sagen. Anschließend begann er damit den Boden zu fegen.
Terra entstaubte in der Zeit die Gegenstände auf dem Dachboden. Darunter auch die Standuhr, welche sich ganz hinten auf dem Boden befand. „.. Ich frage mich woher er diese Uhr hat. Sie ist wirklich ein Meisterwerk einer Standuhr.“ meinte Terra und seufzte. Sie wischte die Uhr ab und ging dann zu den Nächsten Gegenständen. Die Uhr war aus dunkelbraunen, nein rotem Holz angefertigt. Sie hatte viele wunderschöne Verzierungen und Lackierungen. Sie war wirklich ein Meisterwerk. Jedoch wirkte sie auch... etwas unheimlich. Terra war es nicht aufgefallen, weil sie ein normaler Mensch war, doch in dem Glaskasten der Uhr konnte man, wenn man genau hin sah einen Umriss von einem Kind erkennen. Wenn man es eine weile betrachtete konnte man verblüffende Ähnlichkeiten zu Gill erkennen. Als wenn es das Kindesbild von Gilbert war. Der Junge schien ins Leere zu starren und wirkte unglücklich und tief traurig. Wenn es jedoch den Blick einer Person spürte verschwand das Bild und hinterließ eine einfache Uhr.
Arael schaute auf, als Terra über die Uhr sprach. „ich frage mich mehr was er gegen die Uhr hat.“, stellte er fest und ging zu dem alten Stück hin um es näher zu betrachten. Da war es wieder, dieses langsame, tiefe, gleichmäßige ticken der Uhr. Nun lauter als im Wohnzimmer, da Arael schließlich direkt davor stand. Während der Junge wie hypnotisiert auf das alte Pendel der Uhr starrte, lockerte sich der Griff um den Besen. Dieser fiel ihm schließlich aus der Hand und fiel scheppernd zu Boden. Erschrocken machte der Junge einen Satz nach hinten. Einen ähnlichen hatte wohl auch sein Herz gemacht. „D-d-die-...“, wieder stotterte er. Was war mit dieser Uhr!? Der Junge musste einmal tief Luft holen. „Diese Uhr ist aber wirklich unheimlich.“, sagte er und hob eilig den Besen wieder auf.
Terra schaute ihn überrascht an als sie den Besen zu Boden gehen hörte. „ Hm? Was ist los?“ fragte sie und überlegte. „ Er sagte immer, dass er sie nicht ansehen könnte, weil er Angst davor hätte was er tun würde, wenn er ihr gegenüber stände.“ meinte sie und wirkte verwundert. „ Ich finde sie ist eine normale Uhr. Ein Meisterwerk wie es ein zweites von dieser Sorte nicht gibt. Sie hat etwas einzigartiges an sich. Denkst du nicht?“ meinte sie und lächelte auf seinen Kommentar das diese Uhr unheimlich sei. „Nun sicher. Solche Uhren haben etwas einschüchterndes. Doch unheimlich... ich weiß nicht ob ich das nachvollziehen kann. „ meinte sie und machte weiter mit dem was sie getan hatte.
Ich glaube ich weis was Gill meint.“, sagte Arael. Sein Herz klopfte noch immer. „Ich weis nicht, diese Uhr....ihr Ticken...es verstört mich.“, erklärte er und begann wieder mit fegen um sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Er verspürte einen Druck auf der Brust, der sich jedoch mit der Zeit verflüchtigte während er sich auf das Putzen konzentrierte. Die Zeit verstrich und schließlich war der Boden sauber, die Möbel abgestaubt und die wenigen Fenster abgewischt. Nun sah der Boden aus wie ein ordentlicher Abstellraum. Sie gingen wieder hinunter.
„ Meinst du ? Hm. Stimmt. Du hast das Gehör eines Wolfes oder ?“ fragte Terra und bezog sein Sagen darauf dass das Ticken für ihn so laut schien. Sie fragte nicht weiter deswegen nach und schloss die Fenster wieder als sie hinunter gingen. Dann brachte sie das Putzzeug weg und ging in die Küche. „ Und jetzt bringe ich dir kochen bei, was meinst du ?!“ meinte sie und schaute ihn mit einem vergnügten Lächeln an. „Dann kannst du Mr. Nightray einmal davon überzeugen dass du was auf dem Kasten hast!“ stellte sie fest und zwinkerte ihm zu. Dann holte sie einige Dinge hervor und fing an zu erklären. Es war eine Spaßige Angelegenheit. Jedenfalls für sie. Sie hatte Spaß daran ihm kochen bei zu bringen.
Das Ticken war für ihn tatsächlich recht laut, doch es fühlte sich für ihn mehr unnatürlich an und wühlte den Jungen innerlich auf. „Au ja.“, Arael freute sich. „Aber nicht dass ich dir dann deine Arbeit abnehme.“, stellte er kurz darauf fest, da Terra ja beim letzten mal meinte als er sie gefragt hatte ob er helfen kann, das sie sonst überflüssig werden würde.
Der Junge begriff die Dinge schnell, er hatte jedoch bei Maßeinheiten einige Schwierigkeiten sie auseinander zu halten und sie zu verstehen wie sie berechnet wurden...verständlich er konnte schließlich nicht rechnen. Doch man konnte sehr gut erkennen das er genauso viel Spaß daran hatte wie die Dame selbst. Irgendwann begann er leise vor sich hin zu summen. Für ihn selbst war es einfach irgendetwas, für die die es kannten, war es die Melodie des allseits bekannten: „Backe backe, Küchen“.

Sie lachte als sie ihn summen hörte. Es war wirklich so als hätte sie einen Sohn gewonnen und brachte ihm alles bei was sie konnte. „ Nein nein. So denke ich nicht und es war auch nur ein kleiner Spaß.“ meinte sie und lächelte. Sie zeigte ihm noch einiges mehr und erklärte jede einzelnen Schritte genau und ins kleinste Detail. Schließlich waren sie fertig. Sie hatten Gemüsebraten mit Würzkartoffeln und Bratensoße gemacht. Der Braten brauchte noch eine weile. In der Zeit konnten sie für sich schon einmal den Tisch denken. Gilbert kam nicht zum essen. Und auch nicht am restlichen Tag.
Während Arael sich nach den Tellern, in einem der oberen Küchenschränke streckte fragte er: „Was ist denn so schlimm daran, wenn Elza in der Stadt ist?“. Der Junge schien sich seine Gedanken zu machen und lies beinahe einen Teller fallen. Geschickt fing er ihn jedoch wieder auf und stellte beide auf den Esstisch. Er war zwar groß doch so groß nun auch wieder nicht, es wunderte ihn das Terra damit keine Schwierigkeiten zu haben schien. Der dufte des frischen, selbst gemachten, Essen lies ihm den Speichel im Mund zusammen laufen. Er musste aufpassen das er nicht anfing zu sabbern.
„ Nun..Elza... hat so einige Probleme mit der Mafia gehabt. Sie und ihre Tochter. Sie sind vor drei Jahren aus der Stadt geflohen, mit der Hilfe von ihrem Bruder und den anderen HQ Mitgliedern.“ erklärte sie und seufzte. „ Wenn sie wieder hier ist, kann es bedeuten, dass sie und ihre Tochter wieder in Gefahr geraten. Ich weiß nicht was Mr. Nightray machen würde, wenn seiner geliebten Schwester und seiner Nichte etwas zustoßen würde. Dann würde er wohl möglich vollkommen den Verstand verlieren.“ sie seufzte leise. „ Ich kann dir leider nicht viel über Mr. Nightrays Vergangenheit sagen.. .Da müsstest du Skye fragen.... Sie war dabei als...“ sie brach ab und ihr Blick wirkte unruhig. Dann schüttelte sie den Kopf. „Ach.. schon okay.“ meinte sie dann und lächelte leicht. Jedoch schien sie nun etwas verunsicherter zu sein. Als wenn sie etwas vor Arael verheimlichen würde.
Terras Antwort warf mehr fragen auf weshalb Arael nun der Kopf zu schwirren begann. Der Junge betrachtete die Dame für einen Moment, fragte jedoch nicht weiter. Seufzend ging er zum Fenster und schaute hinaus. "Das kann ich nicht....und eigentlich geht es mich ja auch nichts an....oder?", meinte er schließlich nach einer Weile und betrachtete den Himmel eher abwesend.
„ .. Das würde ich so nicht sagen.. Jedoch liegt es nicht an mir es dir zu erzählen. Ich denke du solltest die Leute fragen, welche Mr. Nightray zu dem gemacht haben was er heute ist.“ stellte sie fest und überlegte. „Oder du schaust dir seine Krankenakte an, dafür müsstest du aber trotzdem mit Mrs. Skye reden.“ stellte sie fest und überlegte. Vielleicht würde der Junge ja alles zum guten Wenden können? Aber sie konnte es ihm nicht sagen. Es war wirklich nicht gut wenn jemand anderes es auch noch mit bekam. Sonst könnte man es gegen Gilbert verwenden. „ Aber vielleicht mag er die Uhr deshalb nicht... „ meinte sie dann leise und seufzte. „ ...Vielleicht spürt er es ja schon länger..“ sie bekam nicht wirklich mit das sie dies laut sagte.
Arael hörte ihr nur mit einem Ohr zu. Auch Terra schien oft genug zu vergessen wer er eigentlich wirklich war...und er selbst? Der Junge fragte sich noch immer wer er selbst überhaupt war. So vieles hier, schien ihm vertraut obwohl es ihm fremd war. Ob er je herausfinden würde, was passierte? Er hob eine Hand und legte sie an die kalte Glasscheibe. Er fühlte sich plötzlich vollkommen verloren. Plötzlich schüttelte er den Kopf, um alles trübsinnige davon zu scheuchen und drehte sich mit einem Lächeln zu Terra um. „Was machen wir jetzt? Der Braten braucht ja noch etwas.“, meinte er und wirkte wieder munter wie immer.
Terra schaute ihn an und überlegte. " Das ist eine gute Frage, mein Lieber. Sonst kümmere ich mich nebenbei noch um einige Kleinigkeiten im Haus.. Doch nun ist nicht wirklich etwas zu machen. ", meinte sie und überlegte. " Sonst stricke ich einige Sachen oder Stopfe Löcher in der Kleidung von Mr. Nightray." meinte sie und schaute den Jungen vor sich an. " Soll ich es dir beibringen ? Dann kannst du dir bald deine eigenen Kleider reparieren. " stellte sie fest und lächelte warm. " Dafür bräuchte ich jedoch etwas länger. So etwas lernt man nicht von jetzt auf gleich. ", fügte sie hinzu und warf einen Blick auf die Uhr.
„In so etwas war ich nie gut, ich piekse mir mehr in die Finger als irgendetwas anständiges zustande zu bringen. Das überlasse ich lieber dir.“, meinte Arael als er daran dachte wie er einmal Amyra beim Löcher stopfen helfen wollte. „Außerdem nehme ich dir so nicht ganz die Arbeit ab.“, lächelte er dann und lies die Hand vom Fenster sinken.
Terra lachte und nickte dann. „ In Ordnung.. Nur weiß ich dann nicht so richtig was du nun machen könntest...Ich weiß, dass es schwer ist wenn man niemanden im gleichen alter hat, welcher mit einem herumtollen kann.. Wie alt bist du ? 16 ? 17?“ meinte sie und seufzte. „ Mein Gatte war in seiner Jugendzeit auch immer alleine in seinem Alter. Naja außer mir vielleicht aber Mädchen haben ja andere Interessen als Jungen.“ sie schien in Gedanken zu sein. Dann zuckte sie jedoch mit den Schultern. „ Naja. So etwas kommt vor. Wie beschäftigst du dich denn normalerweise ?“ fragte sie ihn und schaute ihn mit gütigen Augen an.
„Genau genommen bin ich erst etwas mehr als 1 Jahr alt...keine Ahnung wie alt ich als Mensch wäre....“, entgegnete Arael und musste selbst darüber Grübeln. Er glaubte sich daran zu erinnern das Stevo einmal erwähnte das ein „Hunde-Jahr“ etwa 10 Menschen-Jahre waren....sicher war er sich da aber nicht mehr. „Ich bevorzuge erstmal die wärme der Wohnung bis meine Wunde vollständig verheilt ist, danke.“, fügte er im Anschluss hinzu, da er erst überlegte draußen zu spielen.
Terra nickte. „.. Hm. Ich kann dir mehr nicht anbieten...“ murmelte sie dann und seufzte. „ .. Naja. Im Winter gibt es hier ja auch wenig zu tun, du bist bestimmt nicht das einzige Kind, was sich langweilt.“ stellte sie fest und überlegte. „ Aber vielleicht das, welches am wenigsten jammert..“ fügte sie hinzu und schaute wieder zur Uhr. Sie legte sich besorgt eine Hand an die Wange. „ .. Ich hoffe es fängt nicht wieder an zu stürmen während Mr. Nightray draußen unterwegs ist... „ murmelte sie und seufzte. Sie wurde an solchen Tagen immer sehr unruhig. Zumal das Wetter ja jederzeit umschlagen konnte.
Der Junge warf einen Blick durch das Fenster, in den Himmel. „Fürs erste nicht, es ist recht windstill und wenige Wolken sind zu sehen.“, meinte er und ging langsam Richtung Küchentür. „Mal sehen ob ich etwas finde, womit ich mich beschäftigen kann.“, meinte er und stiefelte die Treppe wieder nach oben. Dort angekommen, stand er jedoch planlos im Wohnzimmer und schaute sich um. Er ging am Sofa vorbei und schaute sich die Regale genauer an. Nach einiger Zeit, entdeckte er auf einem der untersten Bretter, ein seltsames Ding. Es war eine dicke Marmorplatte mit schwarzen Glasperlen darauf. Am Rand war eine Rinne und jede perle lag in einer Kuhle, welche zu einem Kreuz angeordnet waren. Jeweils 3 Spalten und 3 Reihen in der Kuhle ganz in der Mitte, schien eine Kugel jedoch zu fehlen. Vorsichtig nahm er das Brett aus dem Regal und stellte es vor sich auf den Sofatisch. Anschließend kniete er sich davor auf den Teppich. Er betrachtete das seltsame Brett. „Terra!?“, rief er schließlich als ihm keine Idee dazu kam.
Terra kam zu ihm und schaute ihn fragen an. „ Oh. Du hast also doch noch ein Spiel gefunden ? Dabei dachte ich das Mr. Nightray alle Spiele auf den Dachboden geräumt hat.“ meinte sie und ging zu ihm hin. „ Das ist ein Spiel bei dem du eine Kugel nimmst, sie einmal über die andere Kugel in ein freies Feld springen lässt.“ erklärte sie und machte es ihm vor, damit er am besser verstand. „ Man muss dabei versuchen so viele Kugeln wie nur möglich aus dem Spielfeld zu holen, was nicht immer unbedingt leicht sein muss. Ich habe so etwas früher immer gerne gespielt!“
Arael kratzte sich am Kopf. „Ich soll also,...alle Kugel vom Brett nehmen? Darf eine Kugel aber erst runter nehmen wenn ich sie mit einer anderen übersprungen habe...richtig?“, fragte er nochmal nach und überlegte kurz bevor er einige Kugeln hin und her schob und welche vom Brett nahm. Er legte sie in die Rinne am Rand, scheinbar war sie dafür da. Jedoch nach einigen Zügen, musste der Junge feststellen dass er keine Perle mehr überspringen konnte. „Hä?“, er sah verwirrt aus.
Terra lächelte und schaute ihn an. " Es gibt bestimmte Tricks welche einem helfen es zu schaffen. Lass mich mal. " meinte sie und stellte alle kugeln wieder zurück an ihren platz. Dann fing sie an. Schließlich waren nur noch zwei Kugeln übrig, welche jedoch zu weit auseinander lagen, das man die letzte hätte überspringen können. " .. So ungefähr. Du musst versuchen möglichst viele Möglichkeiten aus zu schöpfen. So trainierst du deine Konzentration und vorausdenken.", meinte sie und lächelte.
„Hm...“, nachdenklich kratze sich der Junge wieder am Kopf bevor er alle Perlen zurück legte und wieder versuchte alle Perlen bis auf eine vom Brett zu bekommen. Es schien ihn sehr zu faszinieren. Jedenfalls konnte er sich damit sehr gut beschäftigen und es machte ihm Spaß. Leise klirrten die Perlen auf dem Marmorbrett wen er sie verlegte.
Terra stand auf und ging nun mit einem amüsierten lächeln die Treppe hinunter. Es freute sie, dass der Junge seinen Spaß an dem Spiel gefunden hatte.
Es vergingen etwa drei Stunden, da kam Gilbert nach hause. Nur hatte er dieses mal eine junge Frau bei sich. Naja, sie sah aus als hätte sie ein reifes alter, jedoch war sie trotzdem etwas jünger als Gilbert. Sie trug ein kleines Kind bei sich und redete auf ihren Bruder ein. Mit einem sehr starken Akzent, da sie scheinbar aus einem anderen Land kam. „Ich bin nur kurz hergekommen weil doch bald Weihnachten ist.“ meinte sie und Gilbert gab ein brummen von sich. „ Du bist hier jedoch nicht sicher... was ist wenn dieser Kerl es heraus findet...?“ meinte er und sie lachte leise. „ Ach was. Wir haben Schluss gemacht, auch von seiner Seite her. Eben weil ich Juno erwartet habe... Du weißt nicht wie scheiße Männer sein können.“ meinte sie und seufzte. „Und ist irgendwas neues vorgefallen? Du schreibst mir ja nie eine Karte.“ meinte Elza und Gilbert verdrehte die Augen. „ Habe jetzt einen Mitbewohner.. Wehe du gehst ihm auf die nerven.“ meinte er dann und führte sie in das kleine Zimmer im Erdgeschoss. Es war ein unbenutztes Zimmer, in welchem ein Bett stand. Scheinbar war es für den Fall das seine Schwester vorbei kommen würde perfekt eingerichtet worden. „ Einen Mitbewohner? Den muss ich sehen!“ meinte sie und Gill verdrehte die Augen. „ ...Lass ihn heute in ruhe.. er müsste eh schlafen. Ruht euch hier aus. Und bitte seid leise.“ meinte er und verabschiedete sich von ihnen.

Er ging die Treppe hinauf und seufzte als er unten die Zimmertür zugehen hörte. Dann lies er sich auf die Couch nieder und rieb sich durch das leicht durchnässte Haar. Es hatte wieder leicht begonnen zu schneien, jedoch nur leicht. „ .. Oh man.“ murmelte er und schaute über sich an die Decke.
Arael hatte sich nach dem Abendessen mit Terra, auf sein Zimmer zurück gezogen hatte. Das Spielbrett hatte er mitgenommen und hockte nun auf seinem Bett und grübelte noch immer über dem Knobelspiel. Leise klimperten die Perlen als er sie verschob. Er hatte Gill gehört, traute sich jedoch wegen den Fremden nicht heraus. Mit einem leichten scheppern fiel eine Perle vom Brett, rollte über sein Bett und viel zu Boden. Zum Glück ging sie nicht kaputt. Eilig hob der Junge sie wieder auf. „Ich brauch dich noch.“, meinte er zur Perle und legte sie wieder in die Rinne. Mittlerweile schaffte er es immer nur noch 6 Perlen auf dem Brett zu haben. Müde streckte er sich.
Gilbert horchte auf, als er das leise klirren hörte und stand auf. Nicht dass irgendwas passiert war oder so. Er ging zur Tür und klopfte an. „ .. Bist du noch wach ?“ fragte er und schaute an die Tür. Er würde warten bis Arael etwas sagte oder ihn hereinbat oder dergleichen. „ Ich weiß, du magst fremde nicht, oder stehst ihnen skeptisch gegenüber, doch....meine Schwester wird einige Tage in dieser Stadt bleiben. Wenn du ihr aus dem Weg gehen möchtest kann ich dir gerne den Zimmerschlüssel geben... Auch wenn ich glaube das sie mir einfach ihre Tochter für einige Tage auf brummen wird und dann ihrem Job nachgeht.“ Er atmete leise aus. „ … Es wird jedenfalls etwas lauter hier im Haus... Wunder dich nicht darüber.“
Arael öffnete die Tür einen Spalt und schaute Gill an. Müde rieb er sich die Augen und gähnte. „Tut mir Leid, mir ist nur was runter gefallen. Ich wollte jetzt ins Bett gehen.“, sagte er . Zu Gills Kommentar, das es nun zwei neue Personen im Haus gab sagte er nichts, scheinbar war der Junge zu müde um es richtig zu verstehen. Erneut gähnte er. „Gute Nacht.“, meinte er und ging zum Bett um das Brett auf den Schreibtisch zu stellen und selbst unter die Bettdecke zu kriechen.
Gill nickte und wünschte ihm eine gute Nacht. Er würde nun auch schlafen gehen sollen. Immerhin war ihm klar, das ihm seine Nichte für einige Zeit aufs Auge gedrückt werden würde. Und das würde für ihn bestimmt stressig werden, immerhin konnte er Terra nicht mit allem belasten. Zudem waren Elza und Juno seine einzigen noch lebenden Verwandten.Und diese halfen sich ja untereinander.. Also so war es jedenfalls theoretisch gedacht. Dazu kam das er selbst ja noch eine weile Beurlaubt war. Er ging in sein Schlafzimmer und legte sich aufs Bett. Irgendwie graute es ihm schon vor dem nächsten Tag.
Als Arael am nächsten morgen aus dem Schlaf schreckte hatte er Kopfschmerzen. Noch immer müde gähnend schlurfte er ins Bad um sich kaltes Wasser ins Gesicht zu schütten. Anschließend zog er sich in seinem Zimmer an und grübelte noch etwas über dem Spielbrett während er überlegte wie er nun zum Frühstück hinunter gehen sollte. Es sträubte sich sein verborgener Pelz als er sich entschied in seiner menschlichen Form zu bleiben. Jedoch war er angespannt um nicht zu sagen nervös bis ins Blut. Er ging in die Küche zu Terra und half ihr den Tisch zu decken ,da es noch etwas zu Früh für das Frühstück war.
Dann ging auch schon die Tür von Elzas Zimmer auf und die schwarzhaarige Frau mit den fröhlichen Augen trat heraus. „ Oh, ist der niedlich! Ist das der Mitbewohner, welcher es mit meinem leicht bösen Brüderchen unter einem Dach aushält?“ fragte sie und lächelte freundlich. Terra lachte leise. „ Nun, Mr. Nightray ist nicht wirklich böse. Nur etwas gewöhnungsbedürftig.“ meinte sie und schaute dann zu dem Mädchen welches die Frau in ihren Armen hielt. Es war ein wirkliches Goldkind. Sie hatte dunkelbraune Haare und braune Augen. Die Lockenpracht, welche sie von ihrer Mutter hatte, würde wohl erst später stärker werden. Oder sie würden nur leicht gewellt sein wie auch bei Gilbert. Doch sie war ein wirklich süßes Ding. „ Ich muss nachher los, demnach werde ich nur zum Frühstück bleiben. Ich werde meine liebe süße Tochter in der Obhut meines Brüderchens lassen. Vielleicht taut er dann ja etwas mehr auf. Ich weiß, ja wie viel mühe er sich gibt um sein dunkles Image zu behalten.“ meinte sie und schaute in die Runde. Nun wanderte ihr Blick wieder zu Arael. Sie zwinkerte ihm zu. Mit einem freundlichen Blick. Sie schien eine Herzensgute Dame zu sein und irgendwie war ihr Charakter das Gegenteil von Gilbert.
Arael hatte jedoch nicht viel für ihr Lächeln und das zwinkern übrig. Nach einem bösen Blick, den er ihr zu warf wandte er sich um und holte noch die Teller aus dem Schrank. „Alles wird gut, sie ist bald wieder weg.“, sagte er sich leise und konzentrierte sich auf seine Arbeit. Es war anstrengend genug sein Wesen zu verbergen.
Elza war der Blick aufgefallen, doch sie lächelte noch immer. „ Ah.Wie ein Hund, welcher einem fremden Misstrauen zollt.“, meinte sie und setzte sich an den Tisch als dieser Gedeckt war. Schließlich kam auch Gilbert in die Küche. Als er seine Schwester sah seufzte er. „ Lass mich raten, du gehst nach dem Frühstück direkt los?“ fragte er und sie schaute ihn überrascht an. „ Aber Brüderchen, woher weißt du das ?!“ meinte sie und Gilbert seufzte. „ .. Es ist nicht schwer zu erraten, immerhin weiß ich wie du bist und wie du tickst.“ meinte er und seine Schwester lachte leise. „ Stimmt, immerhin sind wir Geschwister.“ meinte sie und Terra tischte ihnen das Frühstück auf. Es war eine recht ruhige Atmosphäre. Es herrschte eher eine Gefräßige Stille. Gilbert schwieg, Terra summte leise vor sich hin, während sie ihr Brot schmierte und Elza schien reichlich Spaß dabei zu haben, ihre kleine Tochter mit Babybrei zu versorgen.
Arael zuckte leicht zusammen und seine Augen wurden etwas größer als sie das mit dem Hund ansprach. Zwang sich jedoch zur Ruhe. Nur kurz warf er Gill einen Blick zu bevor er sich so weit wie möglich von Elza weg an den Tisch setzte. Während des Frühstücks kämpfte er noch immer leicht mit der etwas harten Butter kam mittlerweile jedoch gut zurecht. Er schwieg jedoch und mied jeglichen Blickkontakt.
Als sie das Frühstück beendet hatten stand Elza auf und reichte ihre Tochter an ihren Bruder weiter. „ Nun. Ich werde jetzt gehen. Pass mir ja auf meinen Engel auf.“ meinte sie und schaute ihn ernst an. „ ..Wenn ihr irgendwas passiert, werde ich es mir überlegen ob ich dich nicht auf eine bestimmte weise zur Rechenschaft ziehen sollte.“ meinte sie und ihr Blick war kurz kühl. Gilbert blieb unbeeindruckt. „ Keine Sorge.. Als wenn ich zulassen würde, das meiner Nichte was passiert.“ meinte er und nun lächelte die Frau wieder. Sie umarmte ihn und ihre Tochter und gab beiden einen Kuss auf die Wange. „ Okay ! Bis bald !“ meinte sie dann, schnappte sich ihre Tasche und ging aus dem Haus. Gilbert schaute seine Nichte mit einem unsicheren Blick an. „ ….“ seine Nichte schaute mit dem gleichen Blick zu ihm zurück. Dann fing sie jedoch an zu kichern und zog ihm an den Haaren. „ … Hey.. lass das.“ murmelte er und hielt sie davon ab. Er schien nicht wirklich Erfahrungen mit Kindern zu haben, doch schien er diesen nicht abgeneigt zu sein. „ …. Ich hoffe dir macht es nichts aus.. wenn wir nun einen kleinen Mitbewohner haben. „ meinte er dann an Arael gewandt. Sein Blick war weiterhin etwas unsicher.
„Mit Kindern komm ich klar, mach dir mehr Sorgen um dich oder deine Schwester. Hawadar ist nicht viel älter als das kleine Ding.“, sagte Arael und half Terra den Tisch ab zu decken bevor er die Treppe nach oben stapfte um sich dort in den Wolf zu verwandeln. Aufatmend schüttelte er sich das die großen, pelzigen Ohren schlabberten. Mit der Nase einen Moment über den Boden schnuppernd lief er durchs Wohnzimmer bevor er sich auf den Teppich legte.
Gilbert nickte leicht und seufzte. Dann schaute er seine Nichte an. „ … Na, dann müssen wir wohl miteinander auskommen, was?“ meinte er und schaute etwas besorgt drein. Seine Schwester war in dieser Stadt nicht sicher, doch hindern konnte er sie auch nicht. „ Ich werde mit ihr nach oben gehen.“ meinte er zu Terra und diese nickte. „ Falls du Hilfe bei irgendwas brauchst frag ruhig mich, immerhin habe ich ja selbst einen Sohn.“ meinte Terra und lachte. Dann ging Gill die Treppe hinauf und beschäftigte sich etwas mit seiner Nichte. Wobei sie eher an seinen Haaren interessiert war als an etwas anderem, weshalb er sie ausnahmsweise an seine Haare lies.
Der Wolf lag eine Weile da, den Kopf auf die Vorderpfoten gelegt und die Augen geschlossen. Nur leicht zucken die Ohren. Doch nach einer Weile hob er den Kopf und gähnte bevor er sich streckte und Gill und das kleine Mädchen betrachtete. Langsam kam er auf sie zu und streckte den Kopf bevor er das kleine Kind mit der nassen Nase sanft an die Wange stupste.
Juno schaute augenblicklich zu Arael und kicherte. Dann machte sie ein bellen nach, welches sich irgendwie wirklich süß anhörte. Sie streckte ihre kleinen Fingerchen aus und strich Arael über die nasse Nase. Dann kicherte sie wieder. Gilbert musste nun auch lächeln. Komischerweise. Dieses verschwand jedoch schnell wieder. „Du scheinst wirklich mit kleinen Kindern zurecht zu kommen.“
„So schwer ist das eigentlich gar nicht. Kinder sind noch klein und jung, unerfahren. Sie wissen nicht was richtig oder falsch ist, also darf man sie dafür auch nicht tadeln oder bestrafen. Lediglich darauf hinweisen dass das was sie getan haben nicht richtig war.“, meinte Arael schleckte dem kleinem Mädchen sanft über die kleine Hand. Sah etwas seltsam aus, da er ja eine recht große Zunge hatte. Der Wolf setzte sich vor den beiden auf den Boden und spielte mit den Ohren während er das Kind betrachtete und langsam mit dem Schweif wedelte. „Kinder beschäftigen sich gerne mit allem was du ihnen gibst.“, erklärte er und drückte seinen Kopf sanft gegen Juno, das diese sich an ihm festhalten konnte bevor er sie von Gills schoß auf den Boden hob.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.02.16 9:12

Gilbert nickte und schaute dem Mädchen und Arael zu, wie sie miteinander spielten. Sein Blick wurde nach und nach immer nachdenklicher, bis er nur noch vor sich starrte. Da war doch irgendwie was... das Bild kam ihm bekannt vor... Nur konnte er sich nicht an so etwas erinnern. Kopfschmerzen machten sich bei ihm bemerkbar und er rieb sich über die Stirn. Das war merkwürdig. Er war etwas blasser geworden, da der Schmerz ihn überrascht hatte. Juno schaute zu ihm und ihr Blick war besorgt. „Aga!“ meinte sie und deutete auf Gill.
Arael drehte den Kopf. „Gill?“, fragte er und erhob sich. Das kleine Kind saß nun zwischen seinen Vorderpfoten. „Soll ich Terra holen?“, fragte er und tapste leicht auf den Vorderpfoten hin und her. Der Junge konnte schlecht einschätzen was mit Gill nicht in Ordnung war und das Kind lies er sicherlich nicht alleine.
„ .. Nein, nein... Schon okay..“ meinte er und lächelte leicht. Jedoch war genau das seltsam. Gilbert lächelte nicht wirklich oft und erst recht nicht wenn er versuchte anderen Sorgen aus zu treiben. „Sind nur leichte Kopfschmerzen.“ murmelte er und schloss die Augen. „ Die gehen gleich wieder weg, also mach dir keine unnötigen Sorgen.“
"Und das sagst ausgerechnet du.“, meinte Arael und senkte den Kopf um Juno vorsichtig am Kragen zu nehmen und hoch zu heben bevor er mit ihr die Treppe hinunter ging. In der Küche setze er das Mädchen wieder auf den Boden und schaute sich nach Terra um. „Terra.“, bellte er und beobachtete das Kind während er wartete.
„...“ Gilbert schaute ihm nach, lehnte sich dann einfach zurück und schloss die Augen. Irgendwie war er nun extrem müde geworden. Er fiel in eine tiefen Schlaf, welcher eher einer Ohnmacht glich.
Terra schaute auf als sie gerufen wurde. Sie hatte sich gerade darum gekümmert das Mittagessen vor zu bereiten. „ Oh. Hallo Arael, und Juno.“ meinte sie und lächelte freundlich. „Aga !“ meinte das Mädchen und schaute sie besorgt an. „Hm? Was ist denn kleine Juno ?Ist etwas passiert Arael ?“
Der Wolf setzte sich hin, das Juno wieder zwischen seinen Pfoten saß. „Gill sieht blass aus. Er meinte er habe “nur“ Kopfschmerzen.“, erklärte Arael und wirkte selbst etwas besorgt. „Kannst du bitte einmal nach ihm sehen, ich passe so lange auf die kleine auf.“, bat er.
Terra nickte und legte das Messer weg, mit welchem sie gerade Gemüse geschnitten hatte. Sie ging dann hinauf. Als sie Gilbert dort liegen sah seufzte sie und ging zu ihm um ihn leicht an zu stubsen. „ Mr. Nightray.. Arael und ihre Nichte machen sich sorgen um sie.“ meinte sie und sie dachte besorgt nach als er nicht wach wurde. Gilbert hatte eigentlich eine recht leichten Schlaf. Demnach war er eher bewusstlos. „Ich glaube ich sollte sie informieren.“ murmelte Terra und schloss die Augen. Ihr Blick war wirklich besorgt. „Tut mir Leid, Mr. Nightray...“ fügte sie dann hinzu und ging wieder hinunter um nach dem Telefon zu greifen. „ Mach dir keine Sorgen Arael. Er schläft jetzt eine runde und fühlt sich nachher dann so als sei nichts gewesen.“ meinte sie und schaute auf das Tastenfeld des Telefones um eine Nummer an zu wählen.
Arael zweifelte leicht an ihren Worten, obwohl er ihr gern geglaubt hätte, dennoch sagte er nichts. Er beschäftigte sich mit Juno um das kleine Mädchen auf andere Gedanken zu bringen. Er wedelte leicht mit dem Schweif, so dass das kleine Mädchen versuchen konnte ihn zu fangen und eine realistische Chance hatte.
„Wen rufst du an, Terra?“, fragte er während er weiterhin das Mädchen beobachtete. Eines seiner Ohren war jedoch in Terras Richtung gedreht.

„Ich? Ich wollte einmal wieder einen alten Freund anrufen.“ meinte sie und schaute nicht zu ihm. „ Es ist lange her, und mir ist das gerade eingefallen. Da habe ich mir gedacht das ich das machen sollte, bevor ich es wieder vergesse.“ meinte sie und lachte freundlich. Jedoch war das nicht so wie sie es sagte. Juno spielte mit Araels Schweif und kicherte dabei. Terra telefonierte. Jedoch sagte sie nichts verdächtiges. Jedoch hatte sie gelernt wie man Abhörungen und weiteren belauschen aus dem Weg gehen konnte und benutze eine Art Code. Als sie aufgelegt hatte nickte sie und ging wieder an ihre gewohnte Arbeit. „ So, wollen wir also etwas kochen, nicht wahr?!“ meinte sie und lachte.
Arael blieb mit Juno eine Weile in der Küche, immer wieder erwischte das kleine Mädchen seinen Schweif. Genau dann kitzelte er sie mit der Schweifspitze an der Nase. Nicht viel nicht stark aber so das sie ihn wieder los lies und wieder fangen konnte. Es machte ihm Spaß mit dem kleinem Kind zu spielen, das hatte er schon länger nicht mehr getan, wobei er an Hawadar dachte. Sie war die jüngste in ihrem Rudel und Arael hoffte das die Anderen mit ihr spielen würden.
Nach einer weile, legte er sich jedoch hin und ruhte den Kopf auf die Vorderpfoten, noch immer das Kind beobachtend. Sein Schweif jedoch wedelte nun nicht mehr ganz so stark. Lange hatte er in der Nacht nicht geschlafen, immerhin war er lange damit beschäftigt gewesen über dem Brettspiel zu knobeln. In der Küche begann es gut nach frischem Essen zu duften.

Irgendwann klingelte es einmal an der Tür. Dann folgten zwei weitere Klingellaute. „ Ah. Das muss er sein.“ meinte sie und ging schnell zur Tür. Ein Herr trat herein. Es war ein Mann mittleren Alters, jedenfalls sah er so aus. Als Terra ihn begrüßte schien es sogar so als seien die beiden eigentlich gleichen Alters. „Ah, meine alte Freundin. Hast dich gut gehalten in den Jahren.“ meinte er und schaute sie mit einem vielsagenden und fragenden Blick an. Terra nickte zur Treppe hin und der Mann ging hinauf. „Willst du zum Essen bleiben Jiang?“, fragte sie und er lachte von oben her. „Wenn ich darf, oder eher, wenn sich der Hausherr nicht zu stolz ist einen Fremden bei sich am Küchentisch sitzen zu haben... und sein kleiner Mitbewohner natürlich.“ hörte man. Jedoch sagte er es mit einer solchen Sicherheit, als wenn er Arael durchschaut hätte.
Terra machte sich nun wieder an ihre Arbeit. „ ...Arael? Geh bitte jetzt nicht nach oben.“ meinte sie mit einem lächeln, jedoch lag ein gewisser Ernst in ihrer Stimme.
Das klingeln hatte Arael aus seinem Dösen raus gerissen und er hatte den Kopf gehoben. Misstrauisch hatte er den Blick nicht von dem Fremden Mann genommen bis dieser oben verschwunden war. "...", er schwieg schaute Terra jedoch kühl an. Sie hatte gelogen und es kränkte ihn. Jedoch blieb er dennoch in der Küche, immerhin war Juno da und ein Kind brauchte Beschäftigung! Obwohl es bei Gill im Haus an Spielzeug mangelte, hatte der Junge keine Probleme immer wieder etwas neues für das kleine Menschenwesen zum spielen zu finden. Nach einiger Zeit, gähnte er und streckte sich bevor er sich wieder hinsetzte. Es war ein seltsames Bild, wie das kleine Mädchen zwischen den Vorderpfoten des großen, schwarz-Pelzigen Wolfes saß und mit diesem ausgelassen spielte.
Arael war das komplette Gegenteil des Klischeehaften: großen bösen Wolfes. Wobei auch er sehr böse werden konnte, da konnte man sich wohl sehr sicher sein. Schließlich stand der Wolf auf und schob Juno mit der Schnauze vor sich über den Boden.

Das Mädchen lachte laut und schien dauerhaft Spaß an Arael zu haben. Terra hatte seinen Blick auf sich gespürt doch sie wollte einfach nicht das ihrem Hausherren irgendwas passierte. Es reichte nur ein kleiner Stupser und Gilbert würde sich an dinge Erinnern, welche nicht so gut für ihn selbst waren. Genau so war es auch bei seiner Schwester. Sie kannte keine weiteren Einzelheiten, jedoch wusste sie dass es sein musste. Irgendwann kam der Mann wieder herunter, welchen sie Jiang genannt hatte. Er seufzte. „ .. Gut das du mich angerufen hast.“ meinte er und ging zu ihr. Er schaute zu Arael und zu dem Mädchen mit einem lächeln. Dann hob er das Mädchen hoch und schaute sie lächelnd an. „ Also bist du Juno ! Freut mich dich kennen zu lernen! Ich bin ein alter..... Bekannter von deinem Onkelchen und deiner Mutter.“ meinte er und das Mädchen schaute ihn überrascht an. Dann lachte sie jedoch. Als er sie wieder auf den Boden absetzte schaute Jiang zu Arael. „ Ich hoffe doch du passt auf deinen Mitbewohner auf.“ meinte er und lächelte. Es war ein Wissendes Lächeln. Dann schaute er wieder zu Terra, welche ihn mit einem merkwürdigen Blick bedachte. „ Ich sehe schon, dass du wieder gehen wirst.“ meinte sie und seufzte. „ ..Ich muss. Wenn er mich sieht, könnte nur alles wieder hoch kommen. Momentan schläft er... Ich hoffe es sind dieses mal angenehmere Träume...“ murmelte er und sein Blick wurde kühl. „ Wenn er sich wegen Kopfschmerzen beklagt, welche plötzlich auftreten oder er zu heftige Albträume hat, solltest du mich wieder anrufen.. Immerhin ist es mein Beruf.“, meinte er und sie nickte. Dann umarmten die beiden sich und der Mann verließ wieder das Haus. Terra schaute Arael entschuldigend an. „ Habt ihr Hunger?“
Arael betrachtete den Mann mit zurück gelegten Ohren und hatte nur ein leises knurren für ihn übrig. Wortlos stupste er Juno sanft mit der feuchten Nase an die Wange bevor er sich an die Wand nahe dem Türrahmen legte, so das er den Flur und die Treppe im Blick hatte.
Es war schon fast so als würde er schmollen. Nur seine Schweifspitze tippte immer wieder auf den Boden, legte sich jedoch nach einer Weile auf den Boden. Arael schien wieder eingedöst zu sein.

Terra seufzte. „ Na, dann wollen wir dir mal deinen Brei warm machen Juno.“ meinte Terra und machte den Brei warm. Dann nahm sie das kleine Mädchen auf ihren Schoß und fing an das Mädchen zu füttern. Als dieses Satt war machte sie ihr bäuerlichen und gähnte. „ Oh, ist der kleine Schatz müde? Dann wollen wir dich mal schnell ins Bettchen legen.“ meinte sie und ging mit dem Mädchen in ihr eigenes Zimmer. Dort bereitete sie alles für das Mädchen vor, so das die beiden Männer nicht geweckt wurden, falls Juno wach wurde und dies mit lauten schreien verkündete.
Nach einer halben stunde wachte Gilbert auf und ging die Treppe hinunter. Er schien keine Kopfschmerzen mehr zu haben. Nein, es sah so aus als hätte er nie welche gehabt. „ … Oh.. Ich denke ich muss eingeschlafen sein..“ meinte er gähnend und streckte sich. Dann ging er zum Tisch. Dieser war Gedeckt und das Essen war bereits serviert. So konnte sich jeder nehmen , wenn er was essen wollte. Egal wann, denn immerhin war Terra ja beschäftigt und Arael etwas beleidigt. So schien es zumindest, auch wenn es für Gilbert ein Rätsel war warum. „ ...Willst du nichts essen?“
Die Schritte auf der Treppe weckten Arael schließlich wieder. Er betrachtete Gill und war erleichtert das es diesem gut zu gehen schien. "Nein danke, erst mal nicht.", meinte er und stand auf um die Treppe hinauf zu klettern. Anschließend verschwand er eine Weile in seinem Zimmer. Er wollte alleine sein. Irgendwann begann er wieder am Brett herum zu knobeln.
Gilbert schaute ihm fragend nach. „ Hm?“ meinte er und zuckte dann mit den Schultern. Schließlich begann er zu essen. Nachdem er fertig war nahm er Terra etwas Arbeit ab und spülte sein Geschirr ab, dann stellte er das Essen sicher und ging dann hinauf um ein Buch zu lesen. Er öffnete es und begann von vorne zu lesen. Jedoch war er eigentlich bereits bei der Hälfte gewesen. Nach einer weile wurde er wider müde. Er wusste nicht woran es liegen könnte, doch er zog sich in sein Zimmer zurück. Das Buch hatte er offen auf den Tisch gelegt. Er war nun erst auf Seite 30, dabei war er schon im 200-ter Bereich gewesen.
Irgendwann jedoch, bekam auch der Junge Hunger, weshalb er wieder hinunter in die Küche ging und sich etwas zu essen nahm. Während er am Tisch saß und mehr im Essen herum stocherte statt es zu essen, blickte er aus dem Fenster. Es wurde langsam dunkel und die ersten Straßenlaternen gingen an. Der Schnee glitzerte und funkelte im Licht.
Arael seufzte und aß auf.

Terra kam irgendwann wieder aus ihrem Schlafzimmer und setzte sich zu ihm an den Tisch. „ Was ist los?“ fragte sie ihn und schaute ihn fragend an. Sie hatte ja nicht wirklich gelogen. Immerhin war Jiang, wirklich ein alter Freund. Sie hatte ihm nur nicht die ganze Wahrheit erzählt. „Gilbert geht es doch jetzt wieder gut nicht wahr?“ fragte sie und lächelte matt. „Oder liegt es an etwas anderem?“
"Du hast es ihm gesagt, ist doch so, oder!?", fragte Arael und obwohl er recht ruhig sprach merkte man sofort das er stink sauer war. "Oder bin ich jetzt sogar ein Miserables Haustier!?", fragte er und hätte fast die Gabel in den Tisch gerammt weshalb er sie hinlegte.
"Niemand außer euch Zwei sollte es wissen! NIEMAND!", meinte er. "Es ist für mich schon schwer genug, wieso könnt ihr das nicht verstehen!?", fragte er sie und wurde zunehmens lauter. "Ich denke, ich soll euch vertrauen. Wie soll ich das anstellen!?", fragte.

„Ruhig Blut. Er wird es nicht weiter verraten... Und noch was. Ich habe ihm nichts von dir gesagt.. Und auch nicht von Juno und der gleichen. Ich habe nur das gesagt was du gehört hast. Sonst habe ich ihn schon ein ganzes Jahr nicht mehr gesehen.“ stellte sie fest und ihr Blick war nun leicht betrübt. „Weißt du es gibt Leute die können ….sehen was die anderen erlebt haben. In seinem Fall ist es wirklich so. Ich hätte nicht gedacht das er so weit in seine Erinnerungen vordringen musste...Vielleicht hätte ich ihn schon vorher informieren sollen.“ meinte sie und seufzte. „ Ich sage dir etwas was du Mr. Nightray unter keinen Umständen sagen darfst... Es ist wirklich wichtig.
Jiang, ist ebenfalls ein Mitglied des HQs. Nur, arbeitet er sozusagen im Schatten. … Seine Fähigkeiten übertreffen die von normalen Menschen in jedem Fall. Er kann Erinnerungen manipulieren oder sie verbergen. Um dies machen zu können, muss er diese Erinnerungen jedoch Kennen.... Es ist nicht besonders Leicht so eine Aufgabe zu haben..“ erklärte sie. „Und Mr. Nightray, wäre nicht er selbst, wenn er nicht mindestens einmal im Jahr eine solche Behandlung bekommen würde.... Er würde wahrscheinlich durchdrehen... Genau wie seine Schwester.“ erklärte sie und seufzte leise. „Tut mir Leid, wenn er so..... merkwürdig drauf ist oder er dir zu nahe getreten ist... ich habe nicht damit gerechnet dass er es mit bekommen würde... Doch scheinbar hat dein Treffen mit Mr. Nightray mehrere Folgen mit sich gezogen als ich dachte... Nicht negativ gemeint. Euer treffen beeinflusst ihn, demnach hat er diese Erinnerung wahrscheinlich gleich zu erst gesehen auch wenn er nicht wollte.“
„Er......was?“, Arael hörte ihr zu und seiner Wut wich Angst. Man sah es ihm auch an, den die Angst glitzerte in seinen grünen Augen wie Sterne am Himmel. „Das ist grauenhaft.“, meinte er nur leise und wandte den Blick ab. Wieso hatte er Angst vor diesem Mann? Hätte es ihn nicht freuen sollen, dieser Mann hätte ihm doch helfen können seine Vergangenheit kennen zu lernen, doch Arael hatte tief in seinem Innern das Gefühl dass das was in ihm verborgen liegt auch verborgen bleiben sollte. Der Junge senkte leicht den Kopf und schloss die Augen. Er hörte sein Herz pochen, schneller als Sonst, von Angst aufgeschreckt. „...manche Dinge...sollten verborgen bleiben...“, meinte er und öffnete die Augen um für einen Moment in seine leeren Handflächen zu sehen. „...Tut mir Leid.“, mit diesen Worten stand er auf und verschwand in seinem Zimmer.
Der Junge hatte sich aufs Bett fallen gelassen und starrte nun mit einer eher traurigen Miene an die weiße Decke. Irgendwann hatte er das Gefühl das sich alles begann zu drehen, erst langsam und dann immer schneller. Die drehende, weiße Decke kam langsam näher und Arael schloss die Augen. Verschlungen von Dunkelheit empfangen von Stille. Diese Stille wich als leise ein Herzschlag hörbar wurde, langsam und regelmäßig und dann, plötzlich: „...beeil dich!“, Stimmen von irgendwo kamen sie und hallten wie weit entfernte Echos. „....ich kann nicht mehr...“, „....ich bringe dich in Sicherheit...“, nur wage doch unter den Stimmen waren auch leicht die Geräusche von Schritten auf Metall zu vernehmen und der Herzschlag wurde allmählich schneller. Dann herrschte wieder Stille neben dem Herzschlag, bis diese ein letztes mal wich und Arael hochschrecken lies: „...Dad!“.
Araels Augen waren weit geöffnet und er blickte erneut an die Zimmerdecke, die Arme und Beine von sich gestreckt. Der Junge blinzelte etwas, trotz des ruhigem Atems spürte er seinen eigenen, rasenden Herzschlag. Es waren nur Stimmen gewesen und er selbst wusste nicht einmal wer, warum oder wieso doch sein Körper schien es zu wissen. Einige Tränen kullerten über sein Gesicht und verschwanden hinter seinen Ohren im Haar.

Terra schaute ihn an und schien zu merkten dass er etwas wie Angst zum Empfinden schien. Als der Junge weg war schaute sie aus dem Fenster. „ Oh Jiang... Es muss doch einsam sein so einen Job ausführen zu müssen...“ murmelte sie leise und schloss die Augen. Dann lehnte sie sich nach hinten an ihren Stuhl und schaute eine Weile vor sich. Auch wenn sie alte Freunde waren, so fand sie es traurig, wenn sie hörte das Leute angst vor Jiang hatten, da er eigentlich ein super netter und inwendige süßer Kerl war. Sie ertappte sich bei dem Gedanken und lachte leise. „Jetzt aber wieder rann an den Haushalt!“ meinte sie dann und schüttelte leicht lächelnd den Kopf.. „Und Schluss mit den Träumereien!“ murmelte sie und ging dann auch an die Arbeit. Nebenbei dachte sie über mehrere, für sie wichtige Dinge nach. Unter anderen auch über die Geschwister Nightray und Arael. Sie machte sich Sorgen und hoffte das nichts Schlimmes passieren würde. Immerhin lebten sie in einer Unsicheren Stadt. Es konnte immer mal wieder jemand die Seiten wechseln. So wie es Red getan hatte. Und das brachte meistens Hass und vor allem Trauer. Irgendwann ging sie dann auch schlafen so war das Haus in tiefe Dunkelheit gehüllt.

Gilbert, welcher ja ziemlich früh schlafen gegangen war, erwachte gegen Mitternacht. Er stand auf und ging ins Wohnzimmer. Er wusste nicht warum, doch ihn zog es dort hin. Etwas stimmte nicht. Das viel ihm immer wieder auf. Doch er konnte sich nie daran erinnern was nicht stimmte. Doch was er wusste war, das etwas nicht so lief wie es sein sollte. Er rieb sich seinen Kopf und überlegte angestrengt. Er griff nach seinem Buch und klappte es, nachdem er ein Lesezeichen hinein gelegt hatte zu. „ … Seltsam... aber vielleicht bilde ich mir das nur ein.. „ murmelte er und lies sich auf die Couch sinken. Dann steckte er sich eine Zigarette an. Er hatte vergessen dass er besser nicht im Haus rauchen sollte. Warum auch immer.
Es dauerte bis Arael sich wieder beruhigt hatte und klare Gedanken fassen konnte. Es wurde stiller im Haus, doch durch die Stille drang wieder das Ticken der großen Standuhr vom Dachboden an seine Ohren. Er mochte diese Ticken nicht, irgendetwas in ihm warnte ihn dieser Uhr zu lange zu zu hören. Arael hielt sich erst die Ohren zu, doch dies brachte nichts, nach mehreren Versuchen sich mithilfe von Kissen und anderen Dingen das Ticken aus den Ohren zu halten. Stand er auf und verließ sein Zimmer. Im Wohnzimmer lief er auf und ab und versucht, mit den Händen über den Ohren, irgendetwas zu finden mit dem er das Geräusch los werden konnte.
Gilbert schaute auf als er die Tür hörte und schaute zu ihm. „ Geht es dir nicht gut?“ fragte er und schaute Arael fragend und etwas besorgt an. Ihm war das Ticken auch aufgefallen, doch scheinbar wusste er nicht mehr was das Ticken zu bedeuten hatte. Alles war weg. Jedenfalls alles was mit seiner Vergangenheit zu tun hatte. Somit auch die Standuhr auf dem Dachboden. Da hatte Jiang offenbar zu viele Erinnerungen weggenommen. Oder er hatte sich dabei etwas gedacht. Doch das sollte ihnen wohl immer ein Rätsel sein. Sein Blick wanderte zur Decke. „ ….“ Es war ein fragender Blick. „ Habe ich auf dem Dachboden eine Uhr ?“ fragte er leise und ging auch schon zur Tür welche zum Dachboden führte. Bevor er die Klinke berührte, hielt er inne. „ ...Das Ticken nervt doch ziemlich..“ murmelte er, verharrte jedoch dort. Dann jedoch riss er sich zusammen und öffnete die Tür. Dunkelheit kam ihm entgegen und schien ihn geradezu zu sich zu rufen. „ ..Hm?.. Hast du das flüstern auch gehört?“ fragte Gilbert nun und schaute wie in Trance in die schwärze, welche die Treppe hinauf verschlang.
„Dieses Ticken...mach das es aufhört...BITTE.“, Arael blieb stehen und schaute Gill verzweifelt und bettelnd an. „Ich drehe bald durch, wenn es nicht aufhört.“, meinte er beobachtete Gill jedoch und hielt inne als dieser ein Flüstern erwähnte. Wieso verhielt sich Gill plötzlich so anders, vor einigen Tagen hatte er sich doch Patu geweigert den Dachboden zu betreten und nun wollte er da hoch...da stimmte doch was nicht.
Der Junge lies die Hände sinken und ging eilig zu Gill um ihn an der Hand zu fassen und fest zu halten. „Nein Gill, lass das Terra machen.“, meinte er und versuchte den Mann vom Dachboden fern zu halten. „Terra!“, rief er war sich jedoch nicht sicher ob sie ihn hören würde.

Gilbert schaute ihn fragend an. „ … He... ?! Wieso das denn ? Als wenn ich Terra dafür brauchen würde auf den Dachboden zu gehen.“ meinte Gill und zuckte mit den Schultern. Er schloss aus seiner Bemerkung, dass er dieses Flüstern nicht gehört hatte. „ … Ich weiß nicht warum aber irgendwas sagt mir, das ich hinauf gehen sollte.“ meinte er und rieb sich den Nacken. „ .. Es scheint..... mir wichtig zu sein.... „ murmelte er weiter und wurde nun etwas nachdenklich. „..Das ist komisch.. Ich habe überall... Lücken...“ murmelte er dann und ging einen Schritt die Treppe hinauf.
Sein Körper schien angst zu haben, denn er zitterte leicht, doch die Neugier der Unwissenheit trieb ihn an hinauf zu gehen, auch wenn der Körper versuchte dies zu verhindern. Irgendwann brach der Widerstand und er ging ohne auf sein Körperliches Gedächtnis zu hören hinauf. Das Ticken war wirklich laut und die Wände ließen es wieder hallen. Es war wirklich merkwürdig. „ ..Hier oben ist wirklich nichts... nichts außer eine..... Uhr... „ murmelte er und sein Blick wanderte zur Uhr. Seine Stimme versagte und er ging langsam wie in Trance darauf zu. Sein Herz schlug so schnell wie das eines Panischen Tieres.... und auch seine Atmung ging so... Doch er streckte seine Hand nach der Uhr aus, bis er das Kind im Uhrenkasten sah. „ … Wer?“, murmelte er und die Spieglung des Kindes schaute ihn mit großen Augen an. Es sagte etwas, was Gilbet nur wie ein flüstern erschien. Dann wurde ihm Schwarz vor Augen und er kippte nach hinten weg.
„TERRA!“, rief Arael erneut so laut er konnte, als er Gill vergebens zurück zu halten versuchte. Aber er hatte nichts gegen Gills stärke ein zu wenden. „Gill, bleib hier.“; meinte der Junge und stieg Gill hinterher bis ihn die Dunkelheit verschluckte. „Gill!?“, es dauerte bis sich seine Augen an die Dunkelheit hier oben gewöhnten. „TERRA!“, rief er nochmals und überlegte ob er nach unten gehen und sie selbst holen sollte. Aber was war, wenn Gill etwas passierte, langsam kroch er auf allen vieren über den Dachboden.
Gilbert landete mit einem lauten poltern auf dem Boden. Seine Augen waren geöffnet, so als wäre er in einen Schockzustand verfallen, jedoch war für ihn die Welt schwarz geworden.
Terra stürmte zu ihnen hinauf, merkte dass die Tür offen war und eilte hinauf um dort das Licht ein zu schalten. Es flackerte etwas, doch so konnte man wenigstens etwas erkennen. Sie war schockiert als sie Gilbert auf dem Boden vorfand. „Oje.. Was ist denn hier passiert?“ meinte sie, da sie noch nicht wirklich realisierte was hier los war.
Arael musste sich die Augen zuhalten um nicht geblendet zu werden. „Dieses Ticken lässt mich langsam durch drehen. Gill meinte er hört ein Flüstern und ist hier hinauf gegangen. Ich hab versucht ihn auf zu halten...“, erklärte er und blinzelte etwas und schaute sich um.
Terra nickte und half beiden dann hinunter, wobei sie Gilbert schleifen musste. Dann kam sie noch einmal hinauf und bedeckte die Uhr mit einem großen Tuch. Kurz war ein lautes knacken zu hören, als wenn Glas gespalten worden war. Dann war das Ticken leiser geworden. Wie nun bei einer normalen Uhr. Leise und angenehm.
Gilbert erwachte zwei Stunden später wieder aus seiner Starre und schaute sich im Raum um. Er fühlte sich merkwürdig. So als würde ihm sein Körper nicht mehr gehorchen wollen. Denn er konnte sich nicht rühren. Er lag auf seinem Bett und starrte an die Decke. Sein Körper schien wie gefesselt zu sein. `Was soll das..?! Wieso kann ich mich nicht bewegen.. ?!´, dachte er und versuchte wenigstens was zu sagen. Auch das misslang ihm. Es war merkwürdig. Es kam ihm einfach unwirklich vor so dort zu liegen. Die letzten Beiden Stunden hatte er einen seltsamen Traum gehabt, jedoch hatte es ihn nicht traumatisiert.... Es war als sei seine Psyche bereits daran gewöhnt.. `Durch die Albträume...´, dachte er und blinzelte. Er konnte sich wieder erinnern. Nicht an alles, doch an recht viel. Seine Vergangenheit war nach wie vor ein Rätsel für ihn, nun wusste er jedoch das die Vergangenheit welche er immer gesehen hatte, nicht seine eigene war, sondern eine Künstliche, welche eine Erinnerungslücke bedeckte. Er fragte sich was passiert war. Er hatte nur noch die Geschichte mit dem Dorf und dem Turm in Erinnerung. Davor und danach waren aber große Lücken, welche bis zu dem Moment reichten, wo er Skye geholfen hatte das HQ zu gründen. Das was er nun sah schienen seine eigenen Erinnerungen zu sein... Nur wo war der Rest? Und warum hatte man sie durch Künstliche ersetzt? Er blinzelte und atmete aus. Er schien langsam wieder die Kontrolle über seinen Körper zu bekommen. Denn er konnte seinen Kopf leicht bewegen. Seine Hände ebenfalls.
Dank Terra war das Ticken nun leiser, dennoch noch immer zu laut für den Jungen. Arael kam einfach nicht richtig zur ruhe, während es im Haus so ruhig war. Schließlich. Nahm er das Perlenbrett und setzte sich damit im Wohnzimmer auf den Boden. Das leise klacken der Perlen auf dem Marmor zerrissen die stille und hielt ihm das Ticken aus den Ohren.
Langsam verstand er was Terra gemeint hatte als sie meinte, man würde mit diesem Spiel das "voraus denken" trainieren. Den mittlerweile überdachte er mehrere Sprünge, weil er sah was er danach tun oder nicht tun konnte.
Irgendwann, während er über einem schwierigeren Zug grübelte, kam ihm der Gedanke ob er gerade nicht eher dabei war, Zeit tot zu schlagen weil er auf Gill wartete. Er kratzte sich etwas am Kopf und warf einen Blick zu Gills Zimmertür. Arael wusste nicht so ganz was er nun tun sollte.
Schließlich nahm er das Brett und ging damit in Gills Zimmer. Dieser rührte sich nicht, das ging noch eine ganze weile so, während Arael mit dem Rücken am Bett lehnte und leise vor sich hin grübelte und schweigend, Gill Gesellschaft leistete. Aber tat er dies wirklich für Gill oder für sich selbst? Arael versank mehr und mehr in Gedanken, bis er ein leises Geräusch hinter sich vernahm, da sich Gill zu rühren begann.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   27.02.16 13:06

Gilbert fing damit an erst einmal seine Hände zur Faust zu ballen. Was jedoch nur langsam funktionierte. Dann atmete er tief ein und bewegte den ganzen Arm etwas. Es war scher und auch etwas schmerzhaft sich gegen die merkwürdige Lähmung seines Körpers zu bewegen. Doch er schaffte es. Einige andere hätten vielleicht noch länger damit gewartet, doch Gilbert war keinesfalls ein geduldiger Menschen.. Naja manchmal musste er sich halt Geduld erzwingen, doch das war ausschließlich in seinem Job so. Er drehte seinen Kopf zur Seite und sah den Kopf von Arael leicht über das Bett luken. „ …“ Er öffnete den Mund, brachte jedoch nichts hervor. Vielleicht stand er doch mehr unter Schock als er gedacht hatte? Er schloss den Mund wieder und setzte einen über sich verärgerten Gesichtsausdruck aus. Dann tastete er mit der Hand nach Araels Kopf und strubbelte ihm leicht durch die Haare. Warum er diesen Drang verspürte wusste er nicht, aber vielleicht machte er sich ja Sorgen um Arael ?
Arael wirkte etwas überrascht als Gilberts Hand durch sein schwarzes Haar wuschelte. Lächelte ihn jedoch danach an. bevor er sich wieder mit den Perlen beschäftigte. Nach einer weile, begann der Junge unbewusste leise zu summen, während er die Perlen auf dem Brett hin und her schob. Terra, Juno, Elza und den anderen Mann hatte er scheinbar komplett verdrängt oder vergessen.
Er hielt inne, als er auf dem Brett nur noch zwei Perlen liegen hatte, jedoch zu weit von einander entfernt, um das Brett zu beenden.
Leise fluchte er bevor er die Perlen wieder aufstellte um von vorne zu beginnen.

Gilbert brachte ein leicht erstickend klingendes Lachen über seine Lippen. Es war wirklich amüsant zu zu hören was Arael machte. Er konnte es einfach schon am Ton her erkennen. Seine Hand hatte er immer noch in der nähe von Araels Kopf liegen, doch diesmal strubbelte er ihm nicht durchs Haar. Seine Augen hatte er wieder geschlossen. Vielleicht wäre es besser wenn er wieder etwas schlafen ging. Vielleicht konnte er danach wieder klare Gedanken fassen. In seinen Erinnerungen war alles durcheinander. Und dies brachte ihn in einen etwas benommenen Zustand. So als hätte er bestimmte Drogen genommen, was er jedoch nicht hatte. Er atmete aus und irgendwann ging sein Atem ruhig und langsam. Er war tatsächlich eingeschlafen. Es endete jedoch in einem wirren Albtraum. Er stand in einem dunklen Raum wo er erst nichts sehen konnte, dann tauchten Scherben mit Bildern auf und schließlich sah er den kleinen Jungen vor sich, welchen er in der Standuhr gesehen hatte. War er auf ihn übergegangen? Der Junge lächelte leicht. Es war ein unheimliches Lächeln was man einem Kind nicht wirklich zu trauen könnte. Noch schlimmer war, das das Kind so aussah wie Gilbert, nur in einer jüngeren Form halt. „Hallo, Raven.“ meinte der Junge und seine Augen begannen merkwürdig zu glühen als er den Namen sagte. Gill schaute ihn fassungslos an. „ .. Wer ist Raven ?“ murmelte er und der Junge grinste nun böse. „ ..Wir sind Raven.“ murmelte er und schien plötzlich von Schwarzem Rauch umgeben zu sein. „Ich bin der mit dem du einem Packt geschlossen hast und heiße Raven. Nun bist du Raven.“ meinte er und kam auf Gilbert zu. Dieser konnte sich nicht rühren und langsam ging der Schwarze Rauch auch auf ihn über und verschlang ihn.

Wenn man ihn von außen betrachte würde man sehen dass er sich unruhig bewegte und das Gesicht verzog. Er schien Worte zu sagen, welche jedoch nicht zu verstehen waren, weil seine Stimme nach wie vor nicht aus seinem Mund kommen wollte. Seine Hand tastete über das Bett, suchte nach Halt, fand nichts was er fassen konnte. Sein Atem ging schneller. So als würde er unter einer Panikattacke leiden. Schließlich riss er irgendwann seine Augen auf und starrte starr vor sich. Es war dunkel. Scheinbar war es wieder Nacht. Er wusste nicht wie er es geschafft hatte, doch schon kniete er unter dem Lichtschalter und hatte das Licht eingeschaltet. Sein Blick war geschockt und in seinen goldenen Augen konnte man erkennen das ihn das, was er gesehen hatte wohl sehr Schockiert hatte. „ …“ er schloss die Augen und sank unter dem Lichtschalter zusammen. Dann strich er sich sein Haar aus dem Gesicht und merkte dass ihm kalter Schweiß über die Haut gelaufen war. Was war das? So etwas hatte er noch nie geträumt.. Das war anders als die anderen Albträume und es hatte sich wirklich so angefühlt als würde die Dunkelheit nach ihm greifen, es war wirklich beängstigend gewesen. Nun kam ihm jedoch wieder eine weitere Frage auf: Wer war Raven? Ein Packt? Das hörte sich wirklich nicht gut an.
Irgendwann schlief Arael neben dem Brett ein.Tief genug um von Gilberts Unruhe nicht wach zu werden. Scheinbar, hatte er lange nicht mehr so ausgeruht geschlafen das der Junge nun erschöpft genug dafür gewesen war. Als er am nächsten Morgen aufwachte, gähnte er.
Gilbert war nicht vom Lichtschalter weg gewichten, jedoch hatte er sich wieder beruhigt und schaute nun einfach Nachdenklich vor sich. Zwar war der Traum wirklich beängstigend gewesen, doch zumindest hatten sich seine Gedanken etwas ordnen können. Er bemerkte nicht das Arael geschlafen oder wach geworden war, denn er war komplett in Gedanken. An Schlaf hatte er nicht mehr gedacht, seid er wach geworden war.
Als Arael den Kopf drehte um zu Gill auf dem Bett zu sehen, war dieser nicht mehr da, weshalb der Junge schnell den Blick herum riss und Gill an der Wand unter dem Lichtschalter fand. Auf allen vieren krabbelte er langsam auf Gill zu und blieb vor ihm sitzen.
Als Gill ihn scheinbar nicht bemerkte hob der Junge die Hände und nahm Gills Gesicht behutsam hinein. Sein Blick war besorgt obwohl er kein Wort zu Gill sprach.

Gill zuckte leicht zusammen und schaute ihn überrascht an. Dann lächelte er matt und strich ihm über den Kopf. Es sollte wohl eine beruhigende Geste sein. Sprechen konnte er wahrscheinlich so oder so die nächste Zeit vergessen. Er schaute Arael mit einem `Hast-du-gut-geschlafen?´-Blick an, ehe er seine Hand wieder zurück zog. Sein Lächeln war wieder verschwunden, was auch nicht wirklich verwunderlich war bei ihm. Er schaute zum Fenster und stellte fest das es nun wieder hell geworden war, selbst das hatte er nicht bemerkt. Aber nun konnte man wenigstens das Licht wieder ausschalten.
Arael lächelte leicht zurück und lies die Hände wieder sinken. Er blieb noch etwas vor Gill sitzen, bevor er aufstand und das Perlenbrett aufhob bevor er wieder das Zimmer verließ. Er brachte es in sein Zimmer zurück und ging anschließend hinunter.
Er hörte die kleine Juno in ihrem Bettchen und da er Terra nicht in der Küche sah, ging er das kleine Mädchen holen.

Juno hatte mit einer kleinen schwarzen Plüschkatze gespielt, da ihr scheinbar langweilig gewesen war. Als sie Schritte hörte schaute sie auf. „Ara?“, meinte sie und blinzelte als sie Arael sah. „Aga!“, meinte sie dann lachend und streckte ihre kleinen Händchen nach ihm aus.

Gilbert seufzte stumm als Arael weg war. Dann stand er vorsichtig auf und schaltete das Licht aus. Dann ging er durch das Wohnzimmer und schaute zur Dachbodentür. Er ging hin, verspürte jedoch keinen inneren Widerstand mehr. Vielleicht war das, was die Standuhr beherbergt hatte wirklich in ihn gefahren. Dies hieß das er die Uhr endlich auf den Sperrmüll werfen konnte. Auch wenn die Uhr sehr teuer zu sein schien. Sie war nicht dort weil er sie gemocht und mit genommen hatte... Eigentlich wusste er selbst nicht so recht warum sie dort stand. Er würde sie beseitigen. Jedoch später.. Er ging zur Couch und setzte sich hin. Dann griff er zu dem Buch. Er blätterte vor, bis zu der Seite, wo er eigentlich stehen geblieben war. Vor Ende des Buches sogar.
Der Junge lächelte das kleine Mädchen an, bevor er sie auf den Arm nahm und in die Küche zurück kehrte. Während er sie auf dem Arm hielt, bereitete er ihren Brei zu und setzte sich an den Küchentisch. Das kleine Mädchen setzte er auf seinen schos und begann sie zu füttern.
Sie aß gehorsam und verschüttete sogar recht wenig, was für kleine Kinder ja echt ein wunder war. Dann als sie fertig war machte sie ihr Bäuerchen.
Gilbert las die letzten Seiten schnell durch und machte sich dann auch daran die Treppe hinunter zu gehen und die Küche zu betreten. Er ging an den Kühlschrank wo eine Nachricht von Terra zu finden war. Sie war wohl außer haus. Gill strich sich durch die Haare und atmete aus.
Arael hatte Juno auf seinen schos, sich gegenüber gesetzt, ihre Hände hielten zwei seiner Finger und er hob und senkte diese immer wieder, schwang sie leicht hin und her. Dazu summte er leise, er selbst hatte noch nichts gegessen.
Das Mädchen lachte und schien sichtlichen Spaß zu haben.
Gilbert schaute zu ihnen und sein Blick wurde kurz kühl, doch dann schloss er die Augen und schaute in den Kühlschrank. Heraus holte er das essen, welches Terra schon vorbereitet hatte.
Er schaute sich zu Arael um und fragte ihn mit einer Geste ob er auch essen wolle.
Arael schaute auf und schüttelte lächelnd den Kopf. Scheinbar hatte er genauso viel Spaß wie das kleine Mädchen, mit welchem er sich beschäftigte. Nach einer weile, begann er das kleine Mädchen immer wieder zu kitzeln. In all der Zeit ruhte ein kleines, Lächeln auf seinem Gesicht.
Gilbert nickte und stellte das Essen zurück. Er selbst schien nur aus Neugier gefragt zu haben, denn etwas zu essen nahm er sich nicht. Er nahm sich eine Flasche zu trinken und ging auch geradewegs wieder hinauf. Er fühlte sich bei den beiden irgendwie fehl am platz... oder eher er fühlte sich überflüssig. Sein Blick wanderte zum Fenster. Er setzte sich vor dieses und schaute hinaus. Nebenbei trank er von dem Getränk welches kein anderes war als Wein, welchen er zum kühlen in den Kühlschrank gestellt hatte. Er schaute hinaus. Es war ein schöner Tag, doch er verspürte nicht den Drang hinaus zu gehen. Es wirkte so unwirklich. Also der Frieden. Kinder spielten draußen im Schnee, doch er konnte sich diese smal nicht einmal mehr zu einem leichten Lächeln durchringen.
Arael saß noch eine ganze Zeit lang mit Juno in der Küche, bevor er sie auf den Arm nahm und mit ihr hoch, in sein Zimmer ging. Dort setzte er sie auf sein Bett und sich selbst auf die gegenüberliegende Seite. Nun saß er still da und beobachtete was das kleine Mädchen tat. Ausnahmsweise, lugten die Pelzigen Ohren aus seinen Haaren heraus. Er hatte das Gefühl das Gill Zeit für sich brauchte, hatte dennoch Sorge das wieder etwas passieren könnte.
Gilbert verharrte eine ganze Weile so. Und ehe er sich versah war die Flasche mit dem Wein auch schon leer. Er seufzte als es ihm auffiel und stand auf. Er würde die Flasche besser schnell entsorgen, sonder würde Terra nur denken, dass er es auskosten würde, dass sie mal nicht da war. Hunger verspürte er noch immer nicht. Er ging die Treppe hinunter und erschreckte sich super doll als seine Schwester auf einmal vor ihm stand. „ Hallo Brüderchen!“ meinte sie und schaute zur leeren Weinflasche. „ Du kannst doch nicht trinken während du auf meine Kleine Aufpasst!“ meinte sie nun streng und seufzte. „ Naja..Ich habe erledigt was ich wollte. Keine Sorge.. Ich denke ich verlasse diese Stadt so schnell es geht wieder.“ meinte sie und grinste. „ Sorry das es nur so kurz war.“ fügte sie hinzu und Gil zuckte mit den Schultern. „ …“ er schwieg jedoch, immerhin war seine Stimme nicht gerade dazu fähig zu reden. Im Moment jedenfalls. „ Hm? Warum redest du nicht? Ach egal. Wir sind Geschwister, wir verstehen uns auch ohne Worte !“, meinte sie und grinste. Gilbert verdrehte nur die Augen und sie lachte. „ Siehst du ich weiß genau dass ich dir damit auf die Nerven gehe. Naja. Ich möchte meinen kleinen Engel sehen !!“ meinte sie und rauschte auch schon an ihm vorbei.
Arael hatte sich wieder ein den flauschigen Wolf verwandelt, mit dem das kleine Mädchen auch gerne spielte und gerade an seinen plezigen Ohren, leicht zog. Es tat ihm nicht weh und das Mädchen hatte Spaß daran. Sie saß vor ihm auf dem Bett und der Wolf stupste sie mit der Schnauze hin und wieder an das Juno nach hinten kippte, anschließend half er ihr wieder sich hin zu setzten.
Als sich jedoch schnelle Schritte, näherten, riss Arael erschrocken den Kopf hoch. Gut das Juno sich in diesem Moment nicht an ihm festhielt.
Nun hockte der Junge wieder im Schneidersitz auf dem Bett und hielt Juno fest, welche etwas an seinen schwarzen Haaren zupfte. Wie sie es anfangs bei Gill getan hatte. Arael starrte zu seiner Zimmertüre.

In diesem Moment kam Elza herein. „ Oh, wenn das nicht der Schnuckelige Mitbewohner ist.“ meinte sie und lächelte freundlich. „ Ich wollte meinen Schatz abholen. Ich hoffe ihr habt euch verstanden.“ meinte sie und kicherte leise als sie sah, dass ihre Tochter scheinbar einen Narren an den Jungen Mann gefressen hatte. „ Ui, das macht sie eigentlich nur bei meinem Bruderherz.“ meinte sie und nickte. „ Danke das du auf meinen kleinen Engel aufgepasst hast.“ stellte sie fest und ging zu ihnen um ihren kleinen Schatz zu sich zu nehmen. Sofort wurde sie von den kleinen Ärmchen umarmt. „Mami hat dich auch vermisst meine Süße.“ meinte sie und schloss die Augen. Dann schaute sie jedoch etwas nachdenklich. „ Ach ja. Ist etwas passiert.. ? .. Gill sieht nicht sonderlich gut aus... als wenn... er negative Gedanken hätte.“ stellte sie fest und schaute zu Arael. „Ich werde ihn dir an vertrauen. Hoffentlich macht er keine Dummheiten. „
Arael schaute sie an, er war sich nicht ganz sicher ob er ihr von den Vorfällen erzählen sollte oder nicht. "Gill war gestern auf dem Dachboden, seit dem ist er so. Ich mag diese komische Standuhr da oben nicht, von ihrem lauten Ticken kriege ich Kopfschmerzen.", meinte er stand von der Bettkante auf, langsam beschwerte sich sein Magen das er heute noch nichts gegessen hatte wo er doch sonst so viel aß. Er streckte sich und wuschelte sich selbst etwas durch das zottelige Haar.
" Ah.. Das alte Ding... Ich denke ich beauftrage jemanden dieses Ding ab zu holen. Es gehört aussortiert. " meinte sie und rieb sich den Nacken. " Ich weiß nicht einmal woher er das Teil hat. Seine Taschenuhr reicht ihm doch eigentlich aus." murmelte sie und zuckte mit den Schultern. "Nun.. Er wird Gründe haben... Ich vertraue darauf, das du auf ihn acht gibst. Er kann manchmal echt ein Dickschädel sein.", meinte sie und winkte ihm zu. Dann ging sie mit ihrer Tochter aus dem Zimmer und schließlich auch aus dem Haus. Nun waren nur noch Arael und Gilbert im Haus. Terra schien erst am nächsten Tag wieder zu kommen. Gilbert kam wieder nach oben und rieb sich den Nacken. Es nervte seine Sprache verloren zu haben. Aber lange dauerte der Zustand bestimmt nicht mehr an.
Arael schaute Elza und Juno nach und wank dem kleinem Mädchen zum Abschied. "Ich versuche mein bestes...", murmelte er als er die beiden aus seinem Zimmerfenster beobachtete. Anschließend ging er aus seinem Zimmer, da er was essen wollte und stieß prompt mit Gill zusammen.
Der Blick mit welchem er Gill nun anschaute war undefinierbar. Der Junge wusste nicht recht ob er nun lächeln sollte oder nicht. Wortlos schaute er Gill lediglich in die Augen.

Gilbert schaute Arael überrascht an, dann wurde sein Blick jedoch fragend. Wieder rieb er sich den Nacken und zog eine Braue hoch, was wollte Arael bloß ? Er machte den Mund auf um etwas zu sagen. Verzog dann jedoch genervt das Gesicht, als wieder kein Ton heraus kam. Schließlich griff er sich einen Zettel und schrieb darauf. „ Was ist? Hast du einen Geist gesehen?“
Arael hob den Finger und deutete Gill lediglich ins Gesicht. Nach einem Moment fragte er jedoch: "Willst du was essen?", und ging in Richtung Treppe, sein Magen randalierte und verlange Nahrung.
Gill wusste nicht wirklich was dieses ins Gesicht zeigen bedeuten sollte, doch zuckte mit den Schultern und folgte ihm schließlich. Das war besser alls allein zu vor sich hin zu grübeln. Er brauchte echt etwas zu tun. Ob es nun Arbeit war oder nicht. Aber er musste etwas machen um nicht zu oft und zu lange in Gedanken herum zu wandern und über alles nach zu denken was ihm nur wieder Kopfschmerzen bereiten würde.
Arael stieg die Treppe hinunter und ging in die Küche. Er öffnete den Kühlschrank und betrachtete seinen Inhalt. nachdenklich kratzte er sich einen Moment am Kopf. Genügend Sachen für Salat waren da, den könnte man zu den Broten welche Terra fürs Frühstück gemacht hatte, essen. Somit begann der Junge damit Salat zu waschen und zu rupfen, Tomaten, Paprika und Gurken kleinzuschneiden und auch ein bis zwei Möhren wurden geschält und aufs minimalste gerieben, jedoch in eine separate Schüssel getan.
Denn Arael hatte Gills Abneigung nicht vergessen. Schließlich rührte er noch etwas Dressing an und stellte alles auf den Tisch. Zufrieden betrachtete er sein Werk.

Gilbert hatte ihm über die Schulter geschaut, bei den Möhren hatte er etwas das Gesicht verzogen jedoch ausgeatmet als er diese in eine separate Schüssel gepackt hatte. Als schließlich alles auf dem Tisch stand pfiff er leise und deutete ein gut gemacht an, indem er ihm durch die Haare strubbelte. Er hatte Freude daran, denn irgendwie... kam es ihm so vor als würde er nur danach verlange ihn irgendwie zu berühren. Ihm kam es komisch vor, doch wenn er ihm durch Haar strich würde es ja nicht besonders schlimm sein. So dachte er. Dann setzte er sich hin und deutete eine guten Appetit an. Dann aß er etwas vom Salat wie von den Broten und nickte anerkennend.
Arael lächelte glücklich, setzte sich ebenfalls und erwiderte das "Guten Appetit.", bevor er anfing zu essen. Er wippte mit den Füßen unter dem Tisch, denn Arael war froh das es Gill schmeckte. Als er satt war, war noch etwas von dem Salat übrig. Der Junge streckte sich auf seinem Stuhl und lehnte sich einen Moment genüsslich zurück. das hatte sehr gut getan.
Anschließend schaute er Gill fragend an. "Willst du spülen?", fragte er.

Gilbert nickte und stand auch schon auf. Er sammelte das Geschirr ein und deutete ihm an die Reste in den Kühlschrank zu stellen. Dann machte er sich daran das Geschirr zu spülen. Er lies Wasser und Spülmittel dazu laufen. Dann spülte er das Geschirr ab, offenbar besser gelaunt als vorher. Denn er lächelte leicht. Wenn er summen könnte könnte man sich dann das wahrscheinlich auch dazu denken. Doch im Moment konnte er ja noch nicht einmal kleine Töne hervor bringen. Als er fertig war lies er das Wasser ablaufen und griff nach dem Geschirrtuch um alles ab zu trocknen. Als er damit fertig war drehte er sich zu ihm um und rieb sich den Nacken. Er wusste nicht warum aber er war plötzlich etwas verlegen. Warum auch immer.
Arael packte die Reste wieder in den Kühlschrank und reichte Gill die letzten Geschirrreste zum spülen bevor er sich eine Tasse Kakao machte und diese schlürfte, während er am Tisch saß und mit den Füße wackelte. Er war zufrieden mit dem was er zu Tisch gebracht hatte. Dafür das er nach Terras Anleitung noch nicht wieder gekocht hatte.
Gilbert sah das der Junge sich über seine Leistung freute und lächelte leicht. Er freute sich das der Junge sich mehr oder weniger zurecht fand. Jedenfalls besser als zu beginn. Er räusperte sich und schaute dann aus dem Fenster. Es schneite wieder, doch nicht heftig. Er überlegte was man machen könnte. Dann viel ihm ein das er endlich mal wieder einen Film gucken wollte. Er deutete Arael mit ihm nach oben zu kommen. Zwar wusste er nicht was lief, aber man konnte ja immer mal schauen was man gucken wollte. Er war für alles offen. Außer Splater, davon hielt er nichts. Er sah in seinem Job so viel und wusste demnach das diese Splaterfilme übertrieben waren. Demnach machte es ihm auch keinen Spaß diese zu gucken.
Arael schaute Gill fragend an, folgte ihm jedoch wieder hinauf ins Wohnzimmer nachdem er die leere Tasse in die Spüle gestellt hatte. Er wusste nicht was Gill vor hatte und war gespannt. Neugierig lies er sich aufs Sofa sinken und blickte Gill fragend an.
Gilbert lächelte leicht und deutete auf den Fernseher, welcher eigentlich nur kaum benutzt wurde. Dann setzte er sich zu Arael und schaltete den Fernseher an. Dann zippte er durch die verschiedenen Kanäle bis er bei einem ganz interessanten Film stehen blieb. Es war ein alter Film. Dieser Hieß : Zurück in die Zukunft.
Arael zog die Beine an und umschlang sie mit den Armen, während er dem Film gespannt folgte. So ganz verstand er den Film nicht, dennoch war er von der Story gebannt. Jedoch nach knapp der Hälfte des Films, kippte der Kopf des Jungen an Gills Schulter. Arael war eingeschlafen.
Gilber lächelte leicht und schaute weiter. Bis der Film zu ende war. Dann hob Gill Arael vorsichtig hoch und brachte ihn in dessen Zimmer hinein um ihn auf das Bett zu legen und zu zu decken. „Nacht..“ wisperte er mit kratzender Stimme und schien sich darüber zu freuen, dass seine Stimme nun wiedergekehrt war. Zum teil zumindest. Dann verließ er das Zimmer wieder und schaltete den Fernseher aus um dann in sein Zimmer zu gehen.
Der Junge schlief seelenruhig bis zum nächsten Morgen und wachte erst auf, als die ersten Sonnenstrahlen durch sein Zimmerfenster linsten und ihn ins Gesicht schienen. Erst rollte er sich zusammen und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Jedoch war er nun wach und nach einem Moment lugte er verschlafen darunter hervor. Mit einem lauten gähnen setzte er sich auf und rieb sich die Augen. Anschließend streckte er sich und setzte sich auf die Bettkante. Er nickt leicht wieder ein und kippte wieder auf die Seite, mit dem Kopf aufs Kissen. Da er nun jedoch nicht mehr unter der Decke lag, wurde ihm schnell kalt wodurch er wieder wach wurde.
Brummend stand er auf, nahm sich frische Kleidung aus dem Schrank und ging damit ins Badezimmer. Dort wusch er sich, machte sich frisch und zog sich an. Als er wieder heraus kam, streckte er sich erneut und brachte seine Wäsche in sein Zimmer, bevor er hinunter in die Küche ging.

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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   27.02.16 13:13

Gilbert lag noch immer in seinem Bett und schlummerte. Seine Decke hatte er weg getreten und den Vorhang vor dem Fenster hatte er zu gezogen, demnach konnte er nicht so wirklich sehen ob es schon Tag war oder nicht. Jedoch schlief er eh tief und fest. Er träumte nichts. Was wohl der Grund war, warum er so tief und fest schlief.
Arael machte sich einen Kakao und setzte sich mit der Tasse an den Tisch, denn scheinbar war Terra ebenfalls noch nicht wach. Das vom duschen, noch etwas nasse Haar, tropfte auf seine Schultern, während er an der Tasse nippte und aus dem Fenster schaute. Leicht und leise schwebten dünne Schneeflocken vom Himmel.
Irgendwann klingelte das Handy von Gilbert und er schaute darauf. Natürlich total verpennt. Dort stand in einer Nachricht das für ihn mittlerweile wieder E bis C Aufträge erfüllen durfte. Offenbar war der Medizinische Bericht vom letzten mal nicht mehr so besorgniserregend gewesen. Er seufzte und legte das Handy wieder weg. Jetzt wollte er weiter schlafen. Was er gerade gelesen hatte realisierte er erst viel später.
Arael schaukelte mit den Füßen unterm Tisch, während er am Tisch saß und weiter an seinem heißen Kakao schlürfte, wieder musste er Gähnen. Scheinbar war er doch noch nicht so wach wie er dachte. Nachdem er die Tasse leer getrunken hatte, stand er auf und stellte die Tasse in die Spüle bevor er vor der Kaffeemaschine stehen blieb. Er hatte Terra bereits einige Male beobachtet wie sie Kaffee für sich und Gilbert gekocht hatte. Der Junge überlegte und zuckte schließlich mit den Schultern. Mehr als schief gehen konnte der Versuch, Kaffee zu kochen, ja eh nicht. Also begann Arael damit an der Maschine herum zu werkeln.
In diesem Moment hörte man die Haustür aufgehen und eine Person betrat das Haus. Es war Terra. " Oh. Guten Morgen Arael. " meinte sie und lächelte freundlich und recht gut gelaunt. Sie hatte einige Tüten bei sich, wo wohl Lebensmittel drin waren. Scheinbar war sie am Vorabend nicht einmal, nach hause gekommen und war heute Morgen auf ihrem Rückweg noch einkaufen gegangen. "... Machst du dir einen Kaffee?", fragte sie dann und lächelte als sie ihn bei der Kaffeemaschine sah. "Soll ich dir helfen oder denkst du das du dies alleine hin bekommst?".
Als der Junge den Kopf drehte um sie an zu sehen, spritzte ihm etwas Wasser ins Gesicht was er sich mit einem Ärmel weg wischte. "Ich wollte Gill einen machen...aber das funktioniert nicht so ganz...", erklärte er und war am überlegen ober er vielleicht doch aufgeben sollte. Zumindest hatte er den Schalter zum einschalten gefunden. Sein Blick viel auf die Tüten. "Soll ich das einräumen?", fragte er unter dem langem Pony hervor welcher ihm ins Gesicht viel auf die Nasenspitze tropfte.
Sie lachte nun als sie dies sah und nickte. " Ich mache den Kaffee und du räumst die Sachen ein ? Wir können es auch so machen: Wir räumen gleichzeitig die Sachen weg und ich zeige dir wie du die Maschine bedienst okay? Dann weißt du fürs Nächste mal wie man Kaffee kocht. " stellte sie fest und grinste fröhlich. Dann schaute sie etwas fragend drein. " Ist Mr. Nightray denn noch nicht wach ? Sonst ist er doch immer so früh dran... Naja vielleicht lässt ihn die Sache, dass er im Moment nicht arbeiten gehen kann, seinen Tagesrhythmus verlieren.. "
"In Ordnung.", Arael kratzte sich nachdenklich am Hinterkopf. "Da oben hat vorhin was gebimmelt aber sonst hab ich nichts gehört. ", erklärte er und musste sich strecken. Anschließend nahm er Terra eine der Tüten ab um beim Einräumen zu helfen. Wenigstens bei den Lebensmitteln wusste er nahezu von allem wo es hingehörte.
Sie nickte leicht und fing dann an mit ihm zusammen die Einkäufe weg zu räumen. Bei einigen Sachen musste sie zwar noch sagen wo diese hingehörten, doch sonst ging das alles sehr schnell. Als sie fertig waren schaute Terra ihn an. "So und nun zeige ich dir wie du die Kaffeemaschine verwendest.", meinte sie und lächelte. Sie holte einige Ungemahlene Kaffeebohnen aus einer Tüte und legte diese in die Kaffeemühle. Nachdem sie das dann zu Kaffeepulver verarbeitete hatte fing sie an ihm zu zeigen wie die Kaffeemaschine zu bedienen war. "Hast du das verstanden?", fragte sie ihn und schaute ihn fragend an. "Und denk daran dass du den Kaffee dosieren musst. Sonst wird er zu stark.".
Nachdenklich kratzte er sich wieder am Hinterkopf, er wirkte leicht überfordert. "Ich glaube schon...", meinte er und neigte den Kopf zur Seite. Mittlerweile war sein Haar getrocknet. Da fiel ihm etwas ein weshalb er Terra anschaute. "Wo soll ich meinte Wäsche hin tun? Ich glaube nicht das ich immer das selbe tragen soll...", meinte er wobei er an sich hinunter sah. Er hatte sich bereits neue Kleider nach dem duschen angezogen doch er wusste nicht wo er die alte nun hin tun sollte und hatte sie erst mal wieder in sein Zimmer gebracht.
Zumal auch Gill nochmals nach seiner Wunde sehen und vermutlich den Verband wechseln musste, er war trotz seiner Vorsicht etwas nass geworden.

"Ah. Im Badezimmer steht ein Korb. Da kannst du die einfach rein werfen. Ich kümmere mich dann immer am Ende des Tages darum. " meinte sie und lächelte. " Und es stimmt. Du solltest nicht jeden Tag das gleiche tragen. " sie lachte leise und schüttelte etwas den Kopf. " Nun.. Ich denke Mr. Nightray kann nun auch mal so langsam aufstehen, findest du nicht ? So kann er auch gleich deinen ersten Kaffee trinken. " sie zwinkerte ihm zu und ging dann auch schon zur Treppe.
Arael schaute sie erst etwas verwirrt an folgte ihr jedoch kurz darauf zur Treppe. Mit nackten Füßen stieg er die Stufen hinauf und ging die dreckige Wäsche aus seinem Zimmer weg bringen. Danach blieb er neben der Badezimmertüre stehen und schaute zu Gills zimmer hinüber.
Terra war zum Zimmer von Gill gegangen und hatte die Vorhänge geöffnet. " Mr. Nightray ! Wenn sie weiter schlafen, werden sie nur aus ihrem Tagesrhythmus heraus kommen!" meinte Terra und zog Gilbert die Decke weg. Dieser stöhnte genervt und drehte öffnete die Augen. " .. Muss das sein Terra...?", murmelte er und gähnte. Dann setzte er sich trotzdem auf. Terra nickte. " Ja. Es ist schon hell draußen. Und ich denke nicht das es gesund ist, wenn sie den ganzen Tag im Bett liegen!", meinte sie und ging dann auch schon wieder aus dem Zimmer heraus. Gilbert brauchte eine weile um ihr zu folgen. Als er den Raum verließ schaute er zu Arael. " Morgen.. " murmelte er und gähnte hinter vorgehaltener Hand.
"Morgen.", erwiderte der Junge mit einem schüchternem Lächeln und folgte Terra wieder hinunter in die Küche, es hatte schon fast etwas von einer Flucht. Doch viel gab es ihm Haus eh nicht, womit sich der Junge beschäftigen konnte weshalb er sich gerne die Zeit damit vertrieb Terra bei ihren Hausarbeiten zu beobachten. Dabei lernte er vieles neues und es machte ihm Spaß. Hinzu kam, dass er so nichts falsch machen konnte. Er lies die Füße unter dem Esstisch baumeln, den Kopf auf die Arme gestützt und beobachtete die Hausdame.
Gilbert wunderte sich , dass er scheinbar vor ihm floh, doch er sagte dazu nichts. Es gab ihm zwar ein Gefühl welches Enttäuscht sein ähnelte, doch so wirklich definieren konnte er es nicht. Er strich sich etwas fragend durch das Haar. Hatte er irgendwas falsch gemacht?
Terra war dabei Frühstück zu machen. Sie freute sich das Arael scheinbar Interesse an Hausarbeit gefunden hatte. Er machte auch immer weniger Fehler, wenn er selbst etwas machte, das hatte sie gemerkt, zudem lernte er unglaublich schnell. " Warum bist du heute so...schüchtern in Gegenwart von Mr. Nightray?" fragte sie schließlich nach einer Weile. sie hatte es mit bekommen dass er ihr sehr schnell gefolgt war.
Arael versuchte ihrem Blick auszuweichen und rieb sich den Nacken. Er wirkte verlegen. "Ich bin...gestern beim Fernsehen eingeschlafen...", meinte er. Aus seinem Mund klang es so als wäre dies etwas schlimmes.
Warum wirkte es ständig so als erwartete der Junge immer Strafe? Er lies den Kopf auf die Tischplatte sinken und legte die Arme locker darüber. Die Hände baumelten leicht in der Luft, so als ob er sich selbst vor etwas schützen wollte. „Er muss mich ins Bett gebracht haben...", meinte er dann leise.

Terra schaute ihn fragend an. " Aber das ist doch nichts schlimmes. " meinte sie und lächelte gütig. Es kann passieren dass man vor dem Fernseher einschläft. Du wirst nicht ahnen wie oft dies Mr. Nightray passiert ist. ", meinte sie und lachte leise. " Und das ist doch nett dass er das gemacht hat.", meinte sie und setzte sich nun gegenüber von ihm an den Tisch. " Ich verstehe nicht, was du daran so schlimm siehst. Immerhin ist es ja eher eine liebevolle Geste. ", stellte sie fest und nickte leicht. Sie ahnte so oder so schon das Arael Gilbert mehr bedeutete als dieser es einsehen wollte.
Arael hob leicht den Kopf um sie an zu schauen. "...weis nicht...", antwortete er ehrlich und lies die Arme wieder sinken. Der Junge war noch immer so unsicher wie am ersten Tag, was in solchen Momenten besonders auffiel. Langsam lernte er jedoch immer mehr dazu. "Ich kann mich zwar nicht erinnern....aber es scheint, also ob....ich schon mal bei Menschen gelebt hab....aber...anders...", meinte er und drehte den Kopf zum Türrahmen.
" Was meinst du mit anders ?", fragte sie und überlegte ob es etwas damit zu tun haben könnte, dass Arael so schüchtern war und Angst hatte etwas falsch zu machen. " ... Ha... Naja wenn du dich nicht erinnerst solltest du es nicht provozieren. Die Erinnerung kommt wenn sie kommt. Denkst du nicht ?", meinte sie und lächelte. Dann nahm sie seine Hand und drückte diese sanft, um ihm damit zu sagen dass er nicht alleine war. " Weißt du ? Menschen machen Fehler und ich denke du wirst auch noch einige machen. Aber niemand hier wird dir wirklich böse werden. " meinte sie dann und schaute ihn eine weile an.
Der Junge schaute Terra eine Weile an dann lächelte er jedoch erleichtert und nickte. Da meldete sich plötzlich sein Magen. Sofort war der Junge wieder etwas verlegen und lächelte entschuldigend. "Ein Kakao macht nicht satt.", erklärte er.
Sie lachte. " Du brauchst dich dafür nicht entschuldigen !", meinte sie und stand auf um ihm etwas von dem vorbereiteten Frühstück zu bringen. Als sie es vor ihm abgestellt hatte lächelte sie. " Greif nur zu.", stellte sie fest und schaute auf als Gilbert in die Küche kam. auch ihm setzte sie sein Frühstück vor, welches er schweigend entgegen nahm.
Arael betrachtete erst sein Frühstück und schaute anschließend Gill an. "Guten Appetit.", lächelte er und hielt kurz inne bevor er selbst anfing zu frühstücken. Inzwischen konnte der Junge sogar mit dem Messer umgehen und geschickt schmierte er sich eine Brotscheibe. Zufrieden betrachtete er seinen ersten einwandfreien Erfolg bevor er herzhaft hinein biss.
Grill nickte als Antwort und begann dann ebenfalls zu essen. Terra gesellte sich ebenfalls zu ihnen und frühstückte mit. Gilbert wurde erst wirklich wach als er einen Kaffee zu sich nahm. Als er fertig mit dem Essen war begann Terra bereits mit damit, den Tisch ab zu räumen. Gilbert schaute in der Zeit auf sein Handy um noch einmal nach zu sehen ob er eine Nachricht bekommen hatte. Somit sah er auch schon dass er wieder Missionen annehmen konnte. " Oh. Ich kann wieder arbeiten gehen. " meinte er und lächelte sogar dabei. Er war wirklich jemand welcher für seine Arbeit lebte.
"War es das, was ich vorhin gehört hab, das so komisch gedudelt hat?", fragte Arael welcher noch immer am Tisch saß und mit den Füßen wackelte. Er war stets voller Energie weshalb der Junge kaum still sitzen konnte.
"...Vorhin?",fagte Gilbert und schaute ihn fragend an. Dann überlegte er und erinnerte sich. " Ah. Stimmt. " murmelte er dann und nickte. " Das könnte es gewesen sein. " fügte er hinzu und stand auf. " Ich bin in meinem Zimmer. " murmelte er dann und ging auch schon die Treppe hinauf. Terra seufzte. " Also machte er sich jetzt auch schon direkt wieder an die ersten Aufträge... " sie schüttelte den Kopf. " Wenn das mal gut geht. "
Arael schaute ihn überrascht nach, nach einer weile blickte er wieder zu Terra. Er lächelte gütig während er wieder begann mit den Füßen zu wackeln. "Keine Angst, wenn er aus dem Haus geht, gehe ich mit ihm mit. Einer muss ja auf ihn aufpassen.", meinte er.
Plötzlich blickte er drein, als wäre ihm wieder etwas wichtiges eingefallen. "Der Verband...", meinte er und stand auf um zu Gill hinauf zu gehen. Im Türrahmen blieb er einen Moment stehen und drehte sich nochmals zu der Haushälterin um. Lächelnd winkte er und ging hinauf.

Gilbert ging in sein Zimmer um sich an seinen PC zu setzten. Er nahm einige Jobs an, welche er bis zur nächsten Woche fertig haben sollte. Jedoch waren diese wirklich leicht und schnell fertig zu stellen. Terra schaute ihn an und sie lächelte als er sich noch einmal zu ihr um wandte und ihr zu winkte. Dann verschwand er auch schon.
Der Junge stieg die Stufen hinauf und blieb einen Moment für Gilberts Zimmertür stehen bevor er zögerlich anklopfte. "Gill...?", fragte er recht leise.
Gilbert schaute auf als er angesprochen wurde. " Ah. Arael ." meinte er und schaute ihn fragend an. "Was hast du ?", fragte er und drehte sich auf seinem Stuhl nun so zu ihm dass er ihn gerade anschauen konnte ohne dass er sich wirklich drehen musste. "...Ist irgendwas?".
"Äh...", meinte Arael und schaute verlegen zu Boden, während er mit dem Fuß über den Boden rutschte. "Ich, äh...war vorhin duschen und...naja,...der Verband.", meinte er etwas verunsichert und schaute vorsichtig zu Gill hinüber.
Gilbert schaute ihn an und nickte nun. " Ich soll ihn dir wechseln und am besten noch einen Blick auf die Wunde werfen oder?", meinte er und schaute ihn an. " Okay. Setz dich aufs Bett. Ich werde eben das Verbandsmaterial rüber holen. Die Hose solltest du jedoch ausziehen sonst komme ich nicht an die Wunde ran.", meinte er und stand auf. Dann ging er auch schon an ihm vorbei und ins Badezimmer um den Arztkoffer zu holen.
Wortlos nickte der Junge und zog die dunkle Hose aus bevor er sich auf die Bettkante setzte. Dieses gab etwas nach, es war ein recht weiches Bett. Neugierig lies er den Blick schweifen, er war erst ein oder zwei Mal in Gills Zimmer gewesen. Doch im Vergleich zu seinem eigenem Zimmer war das von Gilbert ziemlich schlicht gehalten, was ihn wunderte. Doch dann, begann er damit den bereits etwas losen Verband zu lösen.
Gilbert kam kurz nachdem er die Sachen geholt hatte wieder in sein Zimmer. Er hielt kurz inne und betrachtete den Jungen etwas dabei wie er seinen Verband von der Wunde zupfte. Dann ging er jedoch zu ihm um ihm diese Tätigkeit ab zu nehmen. Er schwieg als er sich den Verband nun endgültig abnahm und die Wunde behandelte. Dann wickelte er einen ordentlichen neuen Verband darum und schaute ihn von unten her an. Immerhin hockte er ja gerade vor ihm. " So schlimm sieht es nicht mehr aus.", meinte Gilbert und lächelte matt, jedoch nur kurz, wie immer eigentlich. Dann stand er auf und warf die alten Verbände in eine Plastiktüte um diese kurz darauf zu verschließen.
Ein erleichtertes seufzen entfuhr dem Jungen. Wieder hatte er damit begonnen mit den Beinen zu schaukeln. Jedoch zog er sich kurz drauf wieder die Hose an. "Was war dieses...Dingeln von vorhin...?", fragte er und schaute Gill an. "Hat es was mit deiner Arbeit zu tun?".
" Nun das war mein Handy. " meinte er und holte aus seiner Tasche ein schlichtes Handy. Er zeigte es ihm und schaute dann eine weile nachdenklich drein. " Nun ja. Es ist tatsächlich von meiner Arbeit gewesen.. .Ich kann nun wieder einfache Aufträge annehmen. Auch wenn mir die, welche meinen S-Rang erfordern leider noch nicht gestattet wurden.. Wahrscheinlich wird das auch nie mehr sein. Immerhin.. habe ich keine Partner mehr. " meinte er und seufzte. Sein Blick war bei diesen Worten etwas dunkler und ernster geworden. Doch er lies sich nichts mehr anmerken.
"...oh...", meinte Arael und hatte wieder das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben. Er lies den Kopf hängen. Er schwieg einen Moment bevor er aufstand und zur Tür ging. Dort blieb er kurz stehen. "Ich bin bei Terra.", erklärte er und ging hinaus.
" W-warte. Du hast nichts falsch gemacht. " meinte Gill, welcher gemerkt hatte das Arael sich irgendwie schuldig gefühlt hatte. " .. Ha... du hast wirklich nichts falsch gemacht..", er seufzte und schüttelte den Kopf. Dann nickte er jedoch. " Ist gut. " meinte er und lies ihn gehen.
Terra saß noch immer in der Küche, jedoch strickte sie gerade. Immerhin hatte sie eigentlich so gut wie alles fertig gemacht was anstand. Erst zum Mittag würde sie wieder was zu tun bekommen.
Mit einem lauten Seufzend sank Arael auf den Stuhl gegenüber von Terra und versank nahezu darauf. "Terra,...kannst du mir sagen welche Themen ich bei ihm besser nicht ansprechen sollte....außer seiner Arbeit?", wollte er nach einem Moment des Schweigens von ihr wissen. Er sah noch immer deutlich geknickt aus, auch wenn Gill gesagt hatte das es nicht seine Schuld war.
"Ich bin es leid ständig von einem Nud-Na-Futternapf ins Nächste zu stolpern.", erklärte er und verhaspelte sich etwas bei der Wortsuche. Etwas schmollend verschränkte er die Arme, mehr über seine eigene Tollpatschigkeit als das es an Gill lag.

Terra lächelte leicht " Nun gut. Ich werde dir etwas aushelfen. Welches Thema du auf jeden fall vermeiden solltest wäre das Thema: Partner. Er wurde von seinem eigentlichen Partner verraten und nun ja.. fast umgebracht. Demnach ist er bei diesem Thema etwas... ungehalten. " meinte sie und lächelte. " Das zweite Thema was du vermeiden solltest ist: warum er nicht verheiratet ist oder eine Freundin hat. " stellte sie grinsend hinzu. " Keine Sorge. Das passiert jeden einmal das man in ein Fettnäpfchen tritt. " stellte sie fest und lächelte ihn liebevoll an. Wenn Gilbert jetzt an ihrer stelle gewesen wäre hätte er ihm wieder durch das Haar gestrubbelt. Doch sie schien diesen Platz nicht ein nehmen zu wollen. Immerhin war es wirklich selten das Gilbert zu anderen Zuneigung zeigte. Bei diesem Jungen machte er es jedoch sehr oft.
Erneut lies der Junge ein Seufzen vernehmen, halb erleichtert halb genervt klingend. "Na wenigstens halten sich diese "Fettnäpfe" in Grenzen.", meinte er und streckte sich anschließend. "Mir ist so langweilig.", fügte er nach einigen Minuten hinzu und streckte die Arme über den Tisch aus, während er seinen halben Oberkörper darauf fallen lies.
Tatsächlich war für einen Jungen wie ihn ihm Haus einfach nichts wirklich aufregendes vorhanden. Er wollte die Manga die Gill ihm gekauft hatte nicht schon zum 10. mal durchschauen, da er kaum ein Wort verstand was darin stand und er war noch immer zu feige, Gill um Hilfe zu bitten. Nach draußen konnte er durch das Wetter nicht, auch wenn es momentan nicht schneite, er wollte nicht doch noch eine Krankheit oder erneute Verschlimmerung seiner Wunde riskieren.
"Terra~...", sagte er und legte das Kinn auf die Tischplatte während er sie von unten herauf mit großen Hundeaugen anschaute.

Terra lachte und schaute ihn vergnügt an. " Ach komm schon. Du benimmst dich ja schon wie Mr. Nightray. " stellte sie fest und grinste leicht. " Nun. Ich könnte dir stricken beibringen, jedoch interessieren sich Teenager nicht wirklich für solche Sachen. " stellte sie fest und überlegte. " Da wir hier eigentlich nie Teenager im Haus hatten und Mr. Nightray auch dauernd unterwegs war, haben wir nicht wirklich viel, was du machen könntest. " stellte sie fest und überlegte eine weile. " ... Hm... Nun ist es wirklich schade das Elza ihre Tochter wieder mit genommen hat, was? "
Seufzend lies Arael wieder den Kopf auf die Tischplatte sinken. Ein leicht ersticktes "...ja.", kam unter dem Haarschopf zwischen Mund und Tischplatte hervor. "Ich soll nicht den ganzen Tag vernsenn, Bücher anstarren macht kein Spaß wenn mans nicht versteht und Spiele gibts auch keine. Das einzige dass da ist macht keine Spaß wenn mans den ganzen Tag spielt.", meinte er und meinte Wohl das Perlenbrett. Arael zog sich wieder etwas hoch und legte den Kopf auf die verschränkten Arme, während er Terra betrachtete. Das leise knarzen seines Stuhls, verriet das der Junge wieder mit den Füßen schaukelte. Seine Pelzohren zuckten leicht zwischen seinem schwarzen Schopf hindurch. "Es ist zum sterben langweilig, ich bin kein Haushund der die ganze zeit in der Ecke liegt und schläft.", sagte er und musste augenblicklich Gähnen.
Terra lächelte leicht. " .. Weißt du ich würde dir ja gerne helfen. Doch ich weiß auch nicht wirklich was ich dir zeigen könnte. " meinte sie und überlegte eine weile. " .. Nun. Da das Wetter heute nicht so gut ist, kann man leider auch nicht wirklich hinaus gehen. Winter sind schon was schlimmes. Vor allem wenn es immer wieder schneit. Dabei ist doch bald Weihnachten. Wie sollen denn die Geschenke gekauft werden, wenn es durchgehend stürmt. " murmelte sie und schaute aus dem Fenster. " ... Nun... Soll ich dir vielleicht beibringen wie man Bücher liest ?" fragte sie ihn und schaute ihn eine Weile an. " Dann könntest du dir vorübergehend die Zeit vertreiben... oder frag Mr. Nightray doch, ob er dir Musikspielen beibringt. Klavier und Geige kann er spielen, da bin ich mir sicher. "
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.04.16 19:30

"Klawür? Gehege?" Was ist denn das?", fragte Arael und schaute verwirrt. "Würdest du mir das beibring, also das lehsen?", bat er und wirkte plötzlich unglaublich motiviert, er lächelte sogar wieder.
Terra lachte als sie seine Versprecher hörte. " Nein. Das heißt Klavier und Geige. Und sicher kann ich dir das Lesen beibringen. " stellte sie fest und ihr Blick zeigte reine Güte. Sie war wirklich eine gutherzige Frau und gab sich sichtlich mühe den Jungen von seiner Langeweile ab zu lenken. " .. Nun .Was möchtest du zu erst wissen. Das mit der Musik oder das mit dem lesen ?“
Arael lief leicht rot an und wollte sich gerade die Hände über den Kopf schmeißen, hielt sich jedoch zurück. "Lesen.", meinte er dann begeistert und saß plötzlich kerzengerade auf dem Stuhl. Der Junge war so voller Energie und leben, man hätte fast meinen können das komplette Gegenteil zu Gill. Klein, Jung, unwissend, voller Energie und Elan, Neugierig und lernfreudig fand der Junge an nahezu allem Spaß auch wenn er sich über vieles Gedanken machen konnte. Selbst kleinste Dinge konnten ihn begeistern.
Terra lachte wieder. " Das muss dir nicht Peinlich sein. "stellte sie fest und stand auf. " Ich gehe eben einige Sachen vom Dachboden holen. "stellte sie fest und ging auch schon hinauf. In der Zeit kam Gilbert nach unten um sich noch einmal einen Kaffee zu genehmigen. Er schwieg jedoch als er in die Küche kam. Irgendwie fühlte er sich etwas schuldig. Immerhin gab sich Arael schnell die Schuld und dachte er machte etwas falsch. Trotz dessen hatte Gilbert recht ruppig reagiert. Doch er war solch einen Kontakt zu anderen nicht wirklich gewohnt... Genau wie dieses liebevolle Gefühl, was in ihm auf kam wenn er den jungen anschaute. Das war wirklich merkwürdig.
Abwartend, hatte sich Arael wieder halb auf den Tisch gelegt, den Kopf auf die verschränkten Arme ruhend. Als Gill rein kam drehte er leicht den Kopf. Noch immer schaukelte er mit den Füßen, zufrieden lächelte er den jungen Mann an, sagte jedoch nichts. "Terra hat gesagt du kannst, Gehege spielen, stimmt das?", fragte er dann nach einem Moment.
Gilbert hatte nichts ahnen einen Schluck von seinem Kaffee genommen, welchen er jedoch sofort wieder ausspuckte als Arael ihn ansprach. "Gehege ??!", fragte er und versuchte sich ein lachen zu verkneifen. " .. Meinst du vielleicht Geige?", meinte er dann und biss sich etwas auf die Unterlippe. Das war jetzt überraschend gewesen. "...Nun. Geige kann ich spielen.. aber Gehege... Tja.. hört sich kompliziert an.", murmelte er und musste sich schon wieder ein lachen verkneifen.
"J-j-ja, meine ich doch.", meinte Arael und wurde wieder rot, lächelte jedoch schief. Ich lerns schon noch..., dachte er sich. ...hoffentlich..., fügte er noch geistig hinzu und schaute Gill weiter an. "Was ist denn dieses Geheige genau?", wollte er wissen und hätte sich Ohrfeigen können. Langsam wurde sein Kopf hochrot blieb jedoch einfach sitzen. Außer seinen Füßen, die nie still zu halten schienen.
Gilbert konnte nicht mehr. Er fing an zu lachen. "... Nun.. eine Geige-...", er brach ab um weiter zu lachen. Als er sich wieder etwas gefangen hatte schaute er Arael entschuldigend an. " Tut mir Leid.. Ich ... konnte nicht anders.. ", meinte er und atmete tief durch um sich nicht von der Erinnerung dazu zu bringen zu lassen, erneut zu lachen. " Eine Geige ist ein Musikinstrument. " stellte er fest und überlegte. " Aber du weißt was Musik ist?
Arael hatte die Stirn auf die Oberarme gelegt und dadurch den Hochroten Kopf verborgen, so peinlich war er nun berührt. Doch man konnte die Luft über ihm förmlich flimmern sehen. Als Gill langsam wieder sprechen konnte, hob er wieder den Kopf. "Klar, das machen die Vögel immer...irgendwie...oder?", fragte er.
Gill nickte leicht, auch wenn er wieder kurz davor war zu lachen. Zwar lag er nicht wirklich falsch damit, doch... so wirklich Musik, wie die Menschen diese ansahen war es trotzdem nicht ." Wenn du willst kann ich dir etwas vorspielen. " stellte er fest und rieb sich eine Lachträne aus dem Auge. Dann atmete er tief durch und beruhigte sich wieder gänzlich. " ... Die Musik welche Menschen machen klingt um einiges anders als die von Fauna und Flora. " erklärte er und lächelte nun leicht. Dieses mal hielt das lächeln auch länger.
"Aber im pr-pra-prinzipp....also im Grunde ist es das Selbe oder?", wollte Arael wissen. "Besser ich lass das mit diesen komplizierten Wörtern...", dachte sich der Junge und hob leicht den Kopf. Freudig zuckten seine pelzigen Tierohren, leicht. "Oh ja, spiel mal was, bitte.", stimmte er zu und hatte wieder ein freudiges lächeln auf dem Gesicht.
Gilbert lachte wieder, diese mal jedoch nicht mehr so unkontrolliert wie vorher. " .. Okay. Ich werde meine Geige eben holen. " meinte er und deutete ihm an dort zu warten. Was anderes könnte er im Moment so oder so nicht machen. Auf dem Weg zu seinem Zimmer traf er auf Terra, welche einige Hefte bei sich hatte. Er beachtete diese nicht wirklich und holte schnell seine Geige aus dem Oberstem Fach des Regals.
Terra kam in die Küche und legte die Hefte auf den Tisch. " So.. Wollen wir anfangen ?" fragte sie und lächelte. Sie hatte nicht wirklich mit bekommen was eben passiert war.
"Äh...", nun war der Junge etwas überfordert. Ratlos strubbelte er sich selbst mit beiden Händen durchs Haar. "Gill ist gerade seine Gehe-Gehei.....", er holte tief Luft bevor er es erneut versuchte. "...seien Geige holen.", erklärte er und schaute etwas entschuldigend. Dann viel ihm auf, das Gill seinen ersten Schluck Kaffee wegen ihm ja wieder ausgespuckt hatte und nun etwas Kaffee auf dem Boden verteilt war. Er deutete auf die dreckige Stelle am Boden: "....und er hat seien Kaffee vorhin ausgespuckt....vor lachen...glaube ich...", erklärte er und wurde wieder etwas rot. "Ich glaube ich habe eine Zunge im Knoten....", meinte er und schlug sich kurz darauf mit der Handfläche gegen die Stirn. Was war denn heute nur los mit ihm?
Terra war recht verblüfft als er ihr das alles erzählte dann lachte sie auch. " Ah.. Das ist echt ein gutes Zeichen Wenn Mr. Nightray sogar lacht. " meinte sie und zwinkerte ihm zu. Dann machte sie sich daran den Boden sauber zu wischen. Kurz darauf war Gilbert auch schon wieder herunter gekommen und schaute die beiden an. " Ah....hattet ihr etwas anderes geplant? " fragte er dann als er die Hefte erkannte. " .. Ich kann auch später vorspielen. " fügte er hinzu und schaute etwas fragend zu Terra und dann zu Arael. Er würde entscheiden was zu erst sein sollte.
Arael war noch immer ratlos und schaute von Gill zu Terra und wieder zurück. Anschließend hob er die Hände mit einem lauten Seufzen während sein Kopf auf den Tisch fiel. Nicht gerade leise. Es dauerte einen Moment, während er so verharrte.
Ob es wirklich gesund war den Kopf ständig irgendwo drauf fallen zu lassen...? Schließlich hob er wieder den Kopf. "Erst Musyck dann lernen.", entschied er und lies den Kopf wieder auf den Tisch sinken. "...das gibts doch nicht...", murmelte er. Wieso versprach er sich denn heute so oft? Entrüstet seufzte er, schaute Gill dennoch Erwartungsvoll an.

Gill lächelte über den weiteren Fehler und nickte dann. Dann stellte er den Geigenkoffer auf den Tisch ab und öffnete diese. Nun holte er die Geige heraus um diese dann an zu setzten. Dann begann er ein sanftes und schönes Lied auf der Geige zu spielen. Er kannte dieses Leid noch von früher, woher er es kannte wusste er jedoch nicht. Es war in seinen Kopf hinein gebrannt, auch wenn er sich nicht an den Grund erinnerte. So verstrichen einige Momente, bis das Leid vorbei war und Gill seine Geige zum verstummen brachte indem er diese absetzte. " ... Das ist Geigenspiel. Es gibt zwar sehr viele bessere Spieler, aber naja.“
Während Gill gespielt hatte, hatte der Junge den Kopf auf die Hände gestützt und die Augen geschlossen. Rythmisch war er sanft hin und her gewippte, ebenso wie seine Ohren gezuckt hatten. Es schien Arael gefallen zu haben, denn er applaudierte anschließend. "Ich fands schön", sagte er lächelnd. "Zeigst du mir morgen das....das andere was du spielen kannst?", fragte Arael und umging so geschickt das Wort "Klavier".
" .. Du meinst Klavier ? Hm.. Sicher kann ich dir das zeigen. " meinte er und lächelte wieder leicht. Dann verpackte er seine Geige wieder und schaute von Arael zu Terra. " Nun ich wünsche euch viel erfolgt beim lernen.. Oder so ." meinte er und ging dann auch schon wieder aus der Küche. Jedoch kam er kurz darauf wieder herein um sich seinen Kaffee zu holen, für welchen er so oder so eigentlich herunter gekommen war, und welcher noch auf der Theke gestanden hatte.
Terra lachte leise. " Scheinbar bist du Mr. Nightray wirklich sehr ans Herz gewachsen. " stellte sie fest und nickte nun ." So beginnen wir mit dem lernen. " fügte sie hinzu und fing dann an ihm alles zu erklären.
Der Junge freute sich sichtlich und nickte, bevor er Gill nachschaute. Belustigt lachte er, als dieser zurück geeilt kam, da er seinen Kaffee vergessen hatte. Anschließend konzentrierte er sich und lauschte wissbegierig Terras Lehrstunde. Die Zeit verstrich, ohne das er etwas davon mit bekam und als er doch einmal einen Blick auf die Uhr warf, war es bereits 15:30Uhr. Sein Magen meldete ebenfalls das er wieder Nachschub verlange. "Wie wäre es, mit einem Wechsel zu Haushalts-lehre?", schlug er vor.
Terra brachte ihm alles so gut bei wie sie konnte. Bis er schließlich fragte ob sie nicht lieber die Lernstunde wechseln sollten. Sie lächelte. " Sicher. Sorgen wir dafür das etwas zu Mittag auf den Tisch kommt !" meinte sie und stand auf um die Hefte dann erst einmal zur Seite zu legen. Dann ging sie zu den Schränken und zum Kühlschrank um bereits die Dinge heraus zu holen welche sie brauchten. Es würde einen Nudelauflauf geben.
Arael machte sich auf seinem Stuhl lang, während er sich streckte und gähnte und seufzte gleichzeitig. Danach stand er auf um Terra zu helfen.
Das Essen wurde relativ schnell zu bereitet und als das essen endlich fertig und der Tisch gedeckt war schaute Terra zu Arael. " Holst du bitte Mr. Nightray zum essen herunter? " fragte sie und lächelte freundlich. " Immerhin wollen wir ja alles zusammen zu Mittag essen nicht wahr ?"
"Ist gut.", nickt er und eilte in Richtung Treppe. In Gills Zimmertüre blieb er stehen und klopfte. "Gill~ essen ist fertig~...", sagte er und hüpfte etwas im Rahmen auf und ab. Danach hibbelte er zur Treppe und wieder hinunter zur Küche.
Gilbert schaute von seinem Computer auf und stand auf. Dann ging er zur Treppe und hinunter in die Küche. Seine Tasse hatte er mit genommen und stellte sie auf dem Tisch ab. Er könnte diese immerhin weiterhin gebrauchen. Als er mit am Tisch saß und nun alle versammelt waren sprach Terra mit ihnen zusammen ein Gebet. Danach durften sie anfangen zu essen.
Der Junge hatte wieder auf seinem Stuhl platz genommen und aß mit den anderen beiden. Es schmeckte gut, wie immer und das tolle war, er hatte es zusammen mit Terra gekocht! Arael hatte wie immer einen gesunden Appetit und verputzte von ihnen dreien das meiste.
Als er mit dem essen fertig war leckte er sich mit der Zunge über die Oberlippe. "Das war lecker.", sagte er und sank im Stuhl, zufrieden zurück.

Gilbert lies es sich schmecken und als er fertig war schaute er dem Jungen eine Weile weiter beim essen zu als auch er schließlich fertig war, stimmte er ihm zu dass das Essen lecker war. Dann entschuldigte er sich und ging wieder nach oben. Er musste noch einmal telefonieren.
Terra räumte das schmutzige Geschirr in die Spüle.
Nun vollgefressen, streckte sich der Junge müde auf dem Stuhl und stand anschließend auf. So klein und dürr wie er war konnte man kaum glauben das er so viel an Essen verputzen konnte. "...ich bin müde...", meinte er und gähnte hinter vorgehaltener Hand bevor er nach oben ging.
Durch die Müdigkeit verwandelte sich Arael wieder in den schwarzen Wolf zurück und machte es sich vor Gills Zimmertüre bequem o er kurz darauf einschlief ohne daran zu denken das Gill ja über ihn stolpern könnte.

Terra lachte. "Dann geh nach oben und ruhe dich aus. Ich werde euch dann zum Abendessen herunter holen.", meinte sie und lächelte. Dann machte sie mit dem spülen weiter.
Gilbert hingegen telefonierte mit Skye, welche sich noch einmal selbst vergewissern wollte, wie es Gilbert denn so ging. Zwar waren ihm niedere Ränge bereits freigegeben worden doch das waren die, die so gut wie kein Risiko boten. Und Skye kannte Gilbert gut genug um zu wissen dass er viel lieber die anderen machen würde. Demnach wollte sie ihm einen gefallen tun. Am nächsten Tag würde sie zu Besuch kommen. Gilbert legte auf als alles geklärt worden war und setzte sich aufs Bett um nach seinem Buch zu greifen. Nach einer Stunde stand er auf um zum Badezimmer zu gehen. Dabei stolperte er jedoch wirklich über Arael. Er ruderte mit den Armen um sich doch noch zu fangen, jedoch vergeblich. Er landete mit einem lauten knall auf dem Boden und blieb einen Moment liegen, da der Schmerz seinen Körper betäubte.
Der laute Rums riss Arael aus seinem Schlummer, und das Tier stand mit einem mal wie ein Bogen gespannt vor der Tür und schaute verwirrt auf Gill hinunter. Er kam zu diesem hinüber getapst und winselnd senkte er den Kopf um Gill mit seiner feuchten Schnauze an zu stupsen.
" Au.... " murmelte Gill und richtete sich auf. Er saß etwas verdattert auf dem Boden und rieb sich das Gesicht, wobei rot Flecken sich auf dem Boden breit machten. Er hatte sich bei dem Aufprall die Nase recht heftig angestoßen,weshalb diese nun blutete. " .... Ach, verdammt. " brummte er und suchte ein Tuch womit er die Blutung wenigstens so weit ausbremsen konnte, das der Boden nicht voll gesaut wurde. Jedoch fand er nichts, weshalb das weiße Hemd was er im Moment trug als Blutstopper. " .. Das erinnert mich irgendwie an unsere erste Begegnung... " murmelte Gilbert nun und seufzte. " Auch wenn diese nicht so schmerzhaft war weil Schnee meinen Fall abgebremst hat.
Der Wolf saß neben ihm auf dem Boden und schaute ihn leicht hechelnd an. Mit einem Winseln legte Arael den Kopf schief und betrachtete Gill weiterhin, sein Schweif wedelte leicht hin und her. Kurz darauf stand er auf und schnappte nach der Badezimmertürklinke um diese zu öffnen und ein Handtuch für Gill zu hohlen.
Er lies es in dessen Hände fallen und setzte sich wieder vor ihn auf den Boden. Kurz darauf musste das Tier wieder gähnen, wobei es seine Fänge deutlich zeigte, anschließend schüttelte er den Kopf um die Müdigkeit los zu werden.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.04.16 19:46

Gilbert lachte und strubbelte dem schwarzen Tier durch das Fell dann lies er sich ein Handtuch bringen, welches er dann mit seinem schon blutgetränkten Ärmel austauschte. Naja, nachdem er mit einer seite den Boden gewischt hatte. die andere Seite drückte er sich danach an die Nase. " .. Danke, kleiner. " meinte er und grinste schließlich. Er war Arael gegenüber wirklich viel offener geworden als zu beginn. Als die Blutung gestillt war stand er auf und schaute ihn an. " Nur ein kleiner Tipp. Lege dich bitte nicht vor meine Tür. Komm lieber in mein Zimmer rein, wenn du willst. Vor Türen liegenblieben ist jedoch für alle gefährlich. Stell dir vor ich hätte dir aus versehen in den Margen getreten. Das hätte dir auch weh getan, nicht ?" meinte er und strubbelte ihm noch einmal durchs Fell. Dann ging er zum Badezimmer. Um erst mal das Handtuch und sein Hemd einweichen zu lassen und zudem aufs Klo zu gehen, was er eh vorgehabt hatte. Danach kam er mit freiem Oberkörper aus dem Zimmer wieder heraus. Seinen Verband hatte er mittlerweile entfernt, jedoch konnte man noch immer eine recht Frische und vor allem lange Narbe auf seiner Haut schimmern sehen. Zwar würde diese Narbe mit der zeit auch verschwinden, doch im Moment... war es einfach nur so verheilt, dass sie Wunde nicht bei jedem bisschen Stress wieder aufplatzte.
Arael lies sich die streichelei gefallen und gab Gill mit einem Bellen und Schwanzwedeln zu verstehen, das er den Tipp verstanden hatte. Als Gill zurück kam, schaute Arael ihn einen Moment an bevor er sich für einen Moment auf die Hinterläufe setzte. Es hatte etwas vom betteln eines gewöhnlichen Haushundes, doch mit dem wedelndem Schweif und den leichten Schlappohren war das Tier gerade einfach nur unglaublich knuffig.
Gilbert schaute ihn eine weile fragend an ." ... Wenn du mich so anguckst .... musst du dich nicht wundern wenn ich dich irgendwann einfach zum kuscheln mit in mein Bett nehme. " murmelte er und meinte es eigentlich so wie er sagte und nicht zweideutig. Er schüttelte den Kopf, ging wieder in die Hocke und fing an den schwarzen Hund vor sich zu kraulen. Irgendwie war ihm gerade danach und Arael schien dies auch zu gefallen. Demnach konnte es ja nicht schaden.
Arael war bei Gills Kommentar etwas verwirrt, was man an seinem Kopf der sich zur Seite neigte, bemerkte ging unter seinen Streicheleinheiten jedoch vollends auf. Das Tier genoß es sichtlich, und sank in Gills Armen immer weiter zusammen, bis er schließlich auf dem Boden lag und hechelnd mit dem Schweif wedelte.
Es hatte, etwas vom auskitzeln, wie er sich unter Gills Fänden hin und her wand, schließlich blieb er japsend auf dem Rücken liegen und schaute zu Gill hinauf. Die Zunge hin ihm mittlerweile Seitlich aus dem Maul und die Vorderpfoten ruhten auf dem Bauch. Für einen Moment schaute Arael Gill nur aus den großen roten, Wolfsaugen aus an.
Dann rollte er sich auf den Bauch, hob den Kopf und schleckte ihm über den Handrücken.

Gilbert lachte als er den Hund so sah. Dann wieder etwas ruhe war lies er sich neben Arael plumpste und lächelte leicht als dieser seine Hand ab schleckte. " ... Irgendwie... ist doch alles gut geworden was ?" meinte er und schaute an die Decke. Sein lächeln war schnell wieder verschwunden, jedoch war der freundliche Blick in seinen Augen weiterhin da. Gilbert kraulte Arael nun etwas unter dem Kinn und schaute gedankenverloren vor sich ." ... Du...wirst nicht wieder gehen oder? " fragte er nun. Diese Frage hatte ihn nun schon eine ganze Weile beschäftigt. Es hätte ja auch sein können das Arael nur so lange blieb bis seine Wunde verheilt war, und er etwas mehr über die Menschen gelernt hatte. Doch irgendwie widerstrebte ihm dieser Gedanke.
Der Junge genoß es unter dem Kinn gekrault zu werden schaute Gill jedoch irritiert an. "..gehen?", er ging einen Schritt auf den jungen Mann zu, so das er direkt über dessen Gesicht stand und blickte auf ihn hinunter. Missmutig gab er ein Schnauben von sich und lies anschließend seinen Kopf auf Gills Oberkörper fallen, jedoch vorsichtig und sank anschließend hinterher, nun lag er halb neben und halb auf dem Menschen und das einzige Geräusch neben dem Ticken der Uhr, war das leise Klopfen das sein wedelnder Schweif verursachte.
" .. Naja.. .. ich meine.. bald ist deine Wunde verheilt... und du hast ja noch dein Rudel.. " meinte Gilbert und seufzte. " Ach vergiss es einfach. Es war nur so ein Gedanke. " stellte er fest und strich ihm über den Kopf. Es sah eigentlich ganz süß aus wie sie da so saßen und schwiegen. Wobei Gilbert auf seiner Unterlippe herumkaute und sich fragte was zum Geier denn in ihn gefahren war. Sein herz schlug etwas schneller. War es wegen der Sorge, das Arael sie irgendwann verlassen könnte?
Nach einer weile die sie geschwiegen hatten, verwandelte sich Arael langsam zurück, was man lediglich am abnehmendem Gewicht bemerkte, sofern man ihn nicht ansah. "...Fürs erste... habe ich nicht vor zu gehen....es gefällt mir hier...", murmelte er undstützte sich etwas auf GIll ab als er sich etwas vorzog und den Kopf hob um diesen an zu sehen ohne das dieser den Kopf bewegen musste. "...Wieso fragst du?", wollte er im gegenzu wissen.
Zwischen seinem zotteligem schwarzen Haar, lugten noch imemr die zwei Wolfsohren hervor und das leise klopfen verriet das auch noch sein Wolfsschweif vorhanden war. Scheinbar hatte der Junge immer schwierigkeiten damit, seine wahre Gestalt komplett zu verbergen, wenn er sich in einen Menschen verwandelte.
Ein freundliches Lächeln rute auf dem Gesciht des Jungen welches von schwarzem Haar umrahmt war, welches Gill entgegen fiel.

Gilbert betrachtete ihn eine Weile und ein Knoten schien sich in seinem Hals zu bilden. " Naja... weil.... weil... .weil es mir schwer fällt mich zu verabschieden... " murmelte er und seufzte leise. " Und.. weil ich dich scheinbar schon ins Herz geschlossen habe. " fügte er hinzu. Dann schloss er die Augen um sich etwas zu sammeln. " .. Aber wenn du noch bleiben möchtest... " begann er und lächelte wieder, jedoch nun etwas erleichtert: ".. dann bin ich froh, " stellte er fest und schaute ihn nun wieder an. Wieder mit freundlichen Augen, welche trotz der Farbe diesemal wirklich warm erschienen. Gill strubbelte dem jungen Wieder durch das Haar. Hier würde wirklich etwas fehlen wenn der Junge wieder fort war. Und vermutlich würde Gilbert sich dann noch mehr von anderen abwenden, damit er nicht von Abschieden verletzt wurde.
Der junge verschränkte die Arme auf Gills Brust und legte den Kopf darauf. Schweigend betrachtete er den jungen Mann aus den tiefen, smargad-grünen Augen heraus. Er wirkte etwas nachdenklich, bis er irgendwann leise meinte: "...mir auch...".
"...Ich fühle mich,...hier...wie zuhause....", fügte er nach einer Pause hinzu und schloss dann die Augen.

Gill nickte leicht. Es tat gut dies zu hören. " Vielleicht leit es daran das hier nun dein zu hause ist? Du kannst hierher immerhin immer wieder zurück kehren. " stellte er fest und betrachtete ihn eine weitere weile, dann wanderte sein Blick hinauf zur Decke. " ... Ach ja. Morgen kommt meine Cheffin noch einmal vorbei. Ich habe gedacht dass ich dich besser vorwarnen sollte. " meinte er und schaute wieder zu ihm.
"...vielleicht...", stimmte Arael leise zu, es klang so als würde er langsam wieder einschlafen.  Tatsächlich war es kaum zu bestimmen wie alt der Junge nun wirklich war, er sah zwar aus wie ein Teenager doch konnte er sich verhalten wie ein kleines Kind, genauso wie er manchmal sehr erwachsen wirkte. Doch größten teils überwiegte das kindliche.
Als Gill jedoch seine Cheffin erwähnte, öffnete Arael wieder dei Augen und hob den Kopf um ihn an zu schauen. "...", er schwieg. "Kennst du sie schon lange?", wollte er nach einer Weile wissen, die er Gill ohne etwas zu sagen angestarrt hatte. Er lies den Kopf wieder auf die Arme sinken, wodurch seine Augen in den Schatten seines Haarschopfes sanken. "...kommt dieser andere...komische Kauts auch...?", fragte Arael und begann nun auch mit den Füßen zu wippen, während sein Schweif noch immer rythmisch auf den Boden klopfte.

Gilbert lächelte darüber dass der junge sich manchmal wirklich wie ein Kind benehmen konnte und auch darüber das dieser kurz davor war ein zu schlafen. Überrascht war er erst als Arael ihn plötzlich anstarrte und eine weile lang nichts sagte bis er das Schweigen schließlich durchbrach.
" Nun.. Meine Chefin, also Skye.. kenne ich schon ewig. Ich habe mit ihr zusammen das HQ eröffnet. Demnach bin ich einer der ersten Mitglieder gewesen. " meinte er und dachte nach. " Und ich denke nicht das Lau, ihr Partner, mit kommt. Er hat anderes zu tun, und zudem kommt Skye einfach so vorbei, weil sie so oder so gerade in der Gegend ist. Sie bringt mir zudem wieder meine Marke vorbei, welche ich abgeben musste. Diese weißt mich als Hunter aus. " stellte er fest und atmete aus. "Aber damit langweile ich dich bestimmt. Also mit dem Hunter sachen. " Irgendwie fühlte er sich so richtig entspannt wie sie da auf dem Boden saßen .
Der Junge entspannte sich wieder, merkbar und schloss die Augen. "Nein, überhaupt nicht, ich finds interessant.", entgegnete er und ein warmes lächeln ruhte auf seinem Gesicht. Die Wintersonne, schillerte durch die Gardienen und hüllte den Raum in angenehmes Licht. So wie sie da lagen, fühlte es sich für Arael vertraut an, als hätte es so eine Situation schon einmal in seinem Leben gegeben. Er erinnerte sich zwar nicht daran, aber sein Körper tat es und es war eine angenehme Empfindung. Voll vollkommenem Vertrauens.
Gilbert schmunzelte. " So lange ich dich damit nicht langweile ist gut. Ich habe nicht wirklich viele Geschichten welche ich dir sonst erzählen könnte. " erklärte er und schaute an die Decke. Seine Arme hatte er nun unter seinem Kopf verschränkt und lag dort föllig entspannt. Er war es eigentlich ungewohnt, jemanden so nahe an sich zu lassen. Doch bei ihm machte es ihm überhaupt nichts aus. Dieser Moment war so ruhig und angenehm, dass er ihn nicht wirklich verstreichen lassen wollte. Die Wärme vond er Bodenheizung sorgte dafür dass er langsam aber sicher müde wurde.
Während Arael langsam wieder eindöste, sanken zunächst seine Füße wieder zu Boden, bevor er sich wieder allmählich in einen schwarzen Wolf zurück verwandelte. Der Kopf samt Vorderpfoten ruhte noch immer auf Gills Brust und mit jedem leichten Atemzug hauchte er den jungen Mann immer wieder sanft an. Nach und nach wurde das klopfen des Schweifes immer langsamer und leiser, bis er ganz verstummte. Nur noch die Ohren des Tieres wippten hin und wieder bei einem entfernten Geräusch.
Der Junge konnte sich nicht erinnern ob es jemals so einen vertrauten Moment in seinem Leben gegeben hatte oder noch vertrauter doch er wünschte sich das die Zeit für immer stehen bleiben sollte.

Gilbert schlummerte ebenfalls ein. Es war so angenehm in diesem Moment, dass er sich gar nicht gegen den Schlaf hätte wehren können. So schlummerten die beiden weiterhin in dieser wirklich knuffig aussehenden Pose auf dem Boden vor sich hin, bis Terra hinauf kam um sie zu holen. Bevor sie jedoch rufen konnte dass das essen fertig war sah sie die beiden und musste warm und liebevoll lächeln. Die beiden gaben ein wirklich süßes Bild ab. Sie ging kurz wieder die Treppe herunter und holte einen Fotoapperat, dann schlich sie wieder hinauf und knipste ein Foto von diesem Moment. Sie schaute sich die beiden noch eine weile an. Gilbert schlief so friedlich und sogar mit einem mattem lächeln auf den Lippen, dass ihr lächeln noch etwas wärmer wurde. Arael hatte in kurzer Zeit da geschafft, wofür sie so lange gebraucht war. Und Arael war um einiges weiter. Gilbert schien sein Herz nun komplett für den jungen geöffnet zu haben. Und sie freute sich wirklich riesig, dass er endlich jemanden gefunden hatte, welchen er in sein Herz lies. Sie ging zum Kamin und löschte das Feuer, dann machte sie das Licht aus und ging wieder hinunter. Immerhin wollte sie die beiden nicht aus versehen wecken.
Die Zeit verstrich unmerkbar, doch irgendwann, schon lange nachdem die Sonne untergegangen war, wachte Arael wieder auf. Noch etwas verschlafen hob er leicht den Kopf und gähnte, wobei er ein leises Geräscuh von sich gab. Leicht schüttelte er sich bevor er den Blick senkte um Gill zu betrachten.
Weitere Minuten verstrichen ohne das dass Tier sich rührte. Doch schließlich erhob er sich langsam und vorsichtig von dem jungen Mann und schüttelte sein langes, dichtes, schwarzes Fell. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm das es bereits kurz vor Mitternacht war. Hätte Terra sie nicht schon vor Stunden zum Abendessen rufen sollen? Vielleicht hatte sie es vergessen? Arael streckte sich bevor er sich zur Treppe wandte und leise hinunter tapste.

Gilbert erwachte erst als sein Bauch plötzlich so kalt wurde. Er schaute auf und blinzelte. Es war dunkel. Er schaute sich um und merkte das Arael nicht mehr da war. " .. Arael ?"  murmelte er noch etwas verschlafen und lauschte angestrengt. Als er die Pfoten auf dem Boden hörte amtete er erleichtert aus. Irgendwie hatte er angst alles sie nur ein Traum gewesen und in Wirklichkeit war Arael verschwunden. Er stand auf und streckte sich, dann richtete er seine verknitterten Kleider und ging ebenfalls nach unten. Terra schien schon zu schlafen, doch sie hatte das Abendessen sorgfältig verpackt, so dass sie es auch später hätten essen können. " Also hat sie uns aus Freundlichkeit nicht geweckt... " murmelte Gill leise und gähnte hinter vorgehaltener Hand. " Hast du hunger? " fragte er nun und schaute sich nach dem schwarzen Hund um. Er blinzelte. Die Wohnung war so merkwürdig dunkel. Dunkler als er es in Erinnerung hatte. Plötzlich bemerkte er dass er zitterte. Sonst hatte er keine angst im Dunkeln... doch warum kam ihm gerade so eine Angst ?
Wenige Meter vor dem jungen Mann leuchteten plötzlich die roten Augen des Tieres in der Dunkelheit auf. Es war erstaunlich wie leise sich Arael auf dem Holzboden trotz der Krallen bewegen konnte. Er kam auf Gill zu und stupste in sanft mit der Schnauze an der Hand an. Dann streckte er sich bevor er sich langsam wieder in einen Jugnen verwandelte, wodurch er wieder deutlicher in der Dunkelheit zu erkennen war. Sein schwarzer Pelz hatte ihn zuvor fast vollkommen in der Finsternis verschwinden lassen. Er warf einen Blick aus dem Küchenfenster. "Sieht nach einem neuen SChneesturm aus...", meinte er leise und schaute Gill wieder an. "Und was für einen Hunger ich hab, ich glaub mein Magen verdaut sich schon fast selbst.", meinte er und kicherte leise.
Gilbert erschrak erst einmal als er die roten Augen sah. Als Arael ihn dann jedoch anstubste und sich schließlich verwandelte beruhigte er sich wieder. " Ja... Scheibar bricht dieser Winter den Sturm-Rekord vom letzten Winter um einiges. " murmelte er und seufzte. " Na, dann wärme ich mal das Abendessen auf, was? " meinte er und lächelte. Dann nahm er zwei Teller und schob sie nach einander in die Mikrowelle Kurz danach standen die Teller auf dem Tisch. Mittlerweile hatte Gilbert auch das Licht angemacht, damit man überhaupt etwas sehen konnte. " So lass es dir schmecken. " stellte er fest. " .. Wenigstens bekomme ich es alleine hin essen auf zu wärmen. Also seien wir froh darüber, sonst müssten wir das kalt essen. " stellte er fest und seufzte. Er sollte vielleicht doch irgendwann mal Koch-unterricht bei Terra nehmen.
Arael begann zu lachen. "So schlimm wäre das auch nicht.", stellte er fest. "Ist kein vergleich zu roher, eiskalter, Hasenkeule.", erklärte er und setzte sich zu Gill an den Tisch. "Zur Not hätte ich uns was gemacht. So gut wie Terra bin ich zwar noch nicht aber eine einfach Gemüsesuppe bekomme ich noch hin :", lächelte der Junge selbstbewusst. Als der Wind vor dem Fenster zu pfeifen beginn, wirkte er jedoch wieder schlag artig unruhig, immer wieder blickte er zum Fenster hinaus. Doch alles was er dort im Licht sah, war ihr eigenes Spiegelbild und Schneeflocken die ans Glas gedrückt wurden.
" Dann währest du besser im Kochen als ich. Ich bekomme nicht einmal die Tütensuppen hin... Warum auch immer. Und das mit der rohen eiskalten Hasenkeule... habe ich noch nicht probiert. " meinte er scherzhaft und schloss kurz die Augen. Als der Wind pfeifte schaute Gilbert geschockt drein und hörte auf zu essen. " .... Ich mag solche stürme nicht. ,... Es ist fast so als wenn diese Stürme die Häuser niederreißen wollten. " murmelte er und atmete aus. " Hoffen wir einfach das der Sturm schnell vorüber zieht. " fügte er hinzu und aß weiter. Naja. bis das Licht anfing leicht zu flackern. Vermutlich weil der Sturm einige Strommästen erschüttern lies. " Okay. Das ist jetzt echt nicht lustig. " murmelte Gill schließlich. Er fühlte sich plötzlich so unruhig... Er wusste nicht warum.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.04.16 19:54

Mit einem rumsen, stand Arael plötzlich am Tisch, den Kopf zum Fenster gedreht. Sein Stuhl wäre fast umgefallen, durch sein plötzliches aufspringen. Hatte sich der Junge erschrocken? Als das Licht erneut flackerte, schaute Arael es für einen Moment an bevor er wortlos das Licht ausschaltete und zum Fenster ging. Es sah so aus als würde er etwas suchen, während er hinaus starrte. Obwohl das Licht nun aus war, war kaum etwas zu erkennen außer ihren schwachen Spiegelbildern.
Arael spürte wie sein Herz langsam immer schneller zu schlagen begann. Er hatte das Gefühl als würde eine dunkle, kalte Hand ihre Klauen nach ihm ausstrecken. Doch ein Schatten, der plötzlich gegenüber auf der Straßenseite auftauchte, lies Araels Atem stocken und sein Herz für einen Moment aussetzen. Seine Augen weiteten sich, während seine Pupillen immer kleiner wurden.
Auf der anderen Straßenseite stand eine Gestalt im Mantel, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Der stürmische Wind riss an seinen Kleidern, dennoch stand die Person da und starrte ihn aus dem Schatten seiner Kaputze hindurch an. Ein Sturmböe, welche eine gute Ladung Schnee wieder von der Straße aufwirbelte verbarg die Person für einen Moment und als die andere Straßenseite wieder erkennbar wurde, war die Person weg.
Dem jungen lies ein eiskalter Schauer über den Rücken und seine Beine versagten ihm den Dienst.

" Oh man.. Du musst mir jetzt echt nicht noch mehr Gedanken machen. " meinte Gilbert als der junge aufgesprungen war und schließlich das Licht ausgeschaltet hatte. Im dunkeln hatte er sich plötzlich so merkwürdig gefühlt. Es war kühler geworden, oder bildete er sich das bloß ein ?War die Bodenheizung ausgegangen ? Er schaute zu Arael welcher am Fenster stand wie erstarrt. Und dann ging er plötzlich zu Boden. " Arael. " meinte er und sprang auf um zu ihm zu gehen. " Was ist denn ?!" fragte er und schaute aus dem Fenster. Er sah jedoch nichts. Dann half er dem Jungen wieder auf einem der Stühle. Er hatte den Vorhang vor das Fenster gezogen und das Licht wieder angeschaltet. Nun flockerte es nicht mehr. " .. Alles in Ordnung ?", fragte Gilbert den jungen nun besorgt und merkte das dieses komische Gefühl nun auch wieder nachließ.
Arael zitterte am ganzen Leib während er langsam den Kopf zu Gill drehte. Sein Blick war beängstigend, noch immer waren seine Augen leicht geweitet und der Blick trüb bis leer. "Er will mich hohlen Gill.....er will mich...hohlen...", stotterte er. Noch nie zuvor hatte Arael solche Angst verspürt. Der Anblick dieser Gestalt hatte sich in sein Gedächtnis gebrannt wie eine Brandwunde in die Haut.
Etwas war dort draußen, es lauerte auf ihn, wartete auf eine Gelegenheit und streckte bereits seine Klauen nach dem Jungen aus. Unbewusst hatte Arael nach Gills Ärmeln gegriffen und krallte sich daran fest, während er ins leere starrte.

"...Angst.....ich habe angst....Angst!..." , eine hallende Stimme breitete sich in Araels Gedanken aus und er nahm etwas aus dne Augenwinkeln war. Als er hinschaute, konnte er nur Schemenhaft die Umrisse eines Kindes erkenne, welches am Türrahmen stand und zu ihm hinüber lugte, es hatte rot leuchtende Augen und starrte ihn an. "....Angst....ich habe Angst!", sagte es erneut und mit einem Wimpernschlag war es wieder verschwunden. Araels Herz raste vor Angst, das es bereits weh tat. Er kniff die Augen zu, das war nicht real, das bildete er sich ein! Der Griff um Gills Arme wurde immer stärker.

Gilbert schaute ihn schockiert an und versuchte ihn etwas zu beruhigen indem er auf ihn einredete. " Ruhig... Alles wird gut. Da war niemand.. hörst du ?" meinte er und schien sich jedoch selbst nicht so sicher zu sein. Als er merkte wie der junge sich in seine Ärmel krallte wurde sein Blick jedoch noch besorgter. Er legte seine Arme sanft um den vor Angst zitternden Jungen und redete weiter auf ihm ein. Als er sich jedoch nicht zu beruhigen schien und sogar noch etwas panischer wurde atmete Gill aus. " So jetzt reicht es aber. " meinte er und hob Arael kurzerhand hoch. Er ging mit ihm aus der Küche und die Treppe hoch, schließlich in sein Schlafzimmer und schaltete das Licht an. Die Vorhänge hatte er zugezogen. Da Araels Finger noch immer in sein Oberteil gekrallt waren konnte er ihn auch nicht wirklich von sich abpflücken. Er setzte sich mit ihm auf seinem Schoß auf das Bett und wartete geduldig, bis sich Arael wieder etwas beruhigt hatte. Er hatte den Jungen an sich gedrückt und strich ihm beruhigend durchs Haar. " du bist nicht alleine hörst du ?", meinte er dann und seufzte leise .
Es dauerte eine ganze Weile bis Arael die Panik soweit abgeschüttelt hatte, dass er wieder normal atmen konnte, sich sein Herz etwas beruhigte und der Schwall an Gedanken in seinem Kopf abflaute dass Gills Worte wieder zu ihm durch drangen. Somit löste sich auch langsam sein Grill um Gills Ärmel und er öffnete langsam wieder die Augen. Sein Kopf lehnte an Gills Brust und unter den Geräuschen des Sturmes von draußen konnte er Gills Herzschlag hören. Sein eigenes Herz beruhigte sich langsam, jedoch nicht vollends dafür war der Sturm draußen zu düster und wild.
"...", noch immer schwieg er. Wie die stürmische See, schwabten seine Gedanken unruihg hin und her. Jedoch ruhiger als zuvor. Doch nach einigen Minuten lichteten sich auch die letzten unruhigen Gedanken und dem Jungen kam plötzlich eine Melodie in den Kopf, er wusste nicht wieso und woher er sie kannte doch er begann sie leise vor sich hin zu summen.
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Gilbert verharrte so bis Arael sich etwas beruhigt hatte. Schließlich lockerte der Junge auch seinen Griff. Er atmete erleichtert aus als der Junge sich etwas entspannte. Wirkte jedoch etwas überrascht als er zu summen begann. Jedoch lies er ihn summen. Wenn es ihn beruhigte sollte er dies ruhig machen. Nach einer Weile lockerte er die Umarmung etwas und schaute ihn fragend an, als dieser mit der Melodie aufgehört hatte. " Geht es dir wieder besser ?" fragte er und legte eine Hand auf die Stirn des Jungens. Fieber hatte dieser zumindest nicht. Und wenn es so wäre hätte er dies schon früher merken müssen. " .. Naja. Leg dich hin. Heute schläfst du mal bei mir. ".
"Mir gehts gut...", meinte Arael und hob den Kopf um Gill an zu schauen. "...hoffe ich jedenfalls.", fügte er in Gedanken hinzu und lauschte einen Moment lang auf seinen Herzschlag. Ja, es schlug wieder normal. "Was ist mit dir?", wollte er von dem jungen Mann wissen. Er hatte den Eindruck das dieser leicht zitterte.
" Hm ? Ach das geht wieder weg. " meinte Gilbert und amtete leise aus. " Ich weiß nicht warum aber gerade als das Licht aus war... kam mir die Dunkelheit unnatürlich vor. " stellte er fest und seufzte. " Wenn du nicht hier schlafen möchtest... ich zwinge dich nicht. Jedoch mache ich mir sorgen. " meinte er und schaute den Jungen ernst an .
"...", der Junge schwieg während er tief in Gills Augen nach einer Antwort suchte. Arael löste sich etwas von ihm und schaute auf seine Hände bevor er wieder zu Gill blickte. "...un-natürlich...", wiederholte er leise und hob langsam die Hände bis er Gills Gesicht sanft umfasste. Ein sanftes Lächeln tauchte auf seinem Gesicht auf. "Du bist nicht alleine.", wiederholte er Gills Worte.
Gilbert staunte dann lachte er. " Stimmt. Bin ich nicht. " meinte er und lächelte. Er war etwas verwundert gewesen als der Junge nun sein Gesicht zwischen seine Hände genommen hatte. " ... aber ja.. es war irgendwie... unnatürlich. " Irgendwie war ihm diese Situation nun recht peinlich. Immerhin kam er ihm sehr nahe. Und schon nahm sein Herzschlag wieder etwas zu, auch wenn er wirklich versuchte das unter Kontrolle zu bringen. Er war eigentlich wieder gänzlich ruhig gewesen... nur... nun machte ihn die Anwesenheit des Jungen nervös .
Seine Hände lösten sich wieder von Gill und der Junge begann herzhaft zu lachen. Jedoch nur kurz, auch wenn danach noch immer ein Lächeln auf seinem Gesicht ruhte, streckte sich Arael. Dabei lehnte er sich unbewusst nach hinten und wäre fast von Gills Schos gefallen, hätte er sich nicht wieder an dessen Schultern fest gehalten. Er gähnte und rutschte hinüber aufs Bett wo er bis an die Wand krabbelte und sich zusammen rollte. Das Haar verbarg fast vollends seine Augen, welche Gill für einige Minuten noch schweigend betrachteten.
Schließlich schloss der Junge die Augen und schlummerte langsam ein, was gut daran zu erkennen war, dass er sich wieder in ein Tier zurück verwandelte.

Gilbert seufzte. " Ich weiß um genau zu sein jetzt nicht warum die lachst aber okay. " meinte er und atmete aus. Dann lies er den Jungen auf das Bett gehen und sich dort zusammenrollen. Er sah, als er sich umwandelte, dass er ein geschlummert war. Nun seufzte er. Er machte sich wohl zu viele Gedanken. Er stand auf und ging noch einmal in die Küche um dort das Licht aus zu schalten immerhin hatte er mit Arael zusammen diesen Raum super schnell verlassen hatten. Dann ging er wieder zurück in sein Zimmer um dort nachdem er die Tür zu und das Licht aus gemacht hatte ebenfalls in sein Bett zu legen. Neben den schwarzen Wolf, welcher dort bereits schlief. " Schlaf gut, gute Nacht. " murmelte er bevor er einschlief noch.
Das Tier schlummerte friedlich, bis es irgendwann in der Nacht wieder, frierend auf wachte. Noch im Halbschlaf hob Arael leicht den Kopf, er bibberte. sein Pelz alleine konnte ihn zwar lange arm halten doch durch den starken Sturm draußen, waren die Temperaturen weit unter Null gesunken. Er robbte in Richtung Gill und krabbelte unter die Decke bevor er sich an diesen, auf die Seite legte und leicht zusammen rollte.
Gilbert bemerkte nicht dass sich in der Nacht etwas tat. Er schlummerte tief und fest, merkte nur dass es etwas wärmer wurde. Doch dies brachte ihn nur dazu leicht zu lächeln.
Als er erwachte war ihm warm. Sehr warm. Um genau zu sein schwitzte er. Unter der Decke war es wirklich warm geworden. ER blinzelte und setzte sich auf. Neben sich fand er dann den schwarzen Wolf wieder. " Oh. " murmelte er verwundert.
Dieser gab nur ein Gähnen von sich und bewegte leicht den Kopf ohne die Augen zu öffnen. Lediglich die Rute mit dem flauschigem Fell, zuckte und strich Gill über die Brust, bevor sie sich wieder über die Pfoten des Tieres legte. Der Wolf rollte sich nun wieder, mehr zusammen um seine Körpertemperatur besser bei sich halten zu können. Seine Schwanzspitze zuckte leicht, rythmisch auf und ab.
Gilbert lächelte und stand auf. Dann deckte er den Wolf wieder mit der Decke zu, damit dieser die Wäreme nah wie vor bei sich behalten konnte. Er selbt suchte sich frische Kleider aus dem Schrank und ging dann ins Badezimmer um ein langes entspannendes Bad zu nehmen. Die Tür lies er auf, fals was passierte. Terra war von einem nackten Männerkörper nicht beeindruckt und Arael war ja selbst ein Mann. Jedoch legte er sich vorerst entspannt im warmen Wasser zurück und seufzte.
Irgendwann wurde es Arael aber auch unter der Decke zu warm, verschlafen öffnete er die Augen, die Decke raschelte, als sich seine Ohren bewegten. er schmatze, sein Mund war trocken. Er hob leicht den Kopf und gähnte verschlafen, bevor sich das Tier streckte. Erst die VOrderpfoten dann die Hinterpfoten und sich anschließend auf setzte, dabei rutschte die Decke von ihm hinunter. noch immer leicht verschlafen, drehte das Tier den Kopf und schaute sich um. Arael wusste im ersten Moment nicht genau wo er genau war, doch dann viel es ihm wieder und er schüttelte sich als ihm erneut ein Schauer über den Rücken lief und schleckte sich über die Schnauze. Er stand auf und sprang vom Bett. Gemächlich tapste er aus dem Zimmer und zur Treppe in Richtung Küche, er wollte was trinken.
Terra saß unten auf einem Stuhl und strickte. Es war ja auch nicht wirklich so früh. Als sie jemanden hörte schaute sie auf und lächelte. " Guten Morgen. Hast du gut geschlafen ? Oder besser, hab ihr gut geschlafen ?", fragte sie und ihr lächeln hatte irgendwie etwas schelmisches. Jedoch nichts was man als böse ansehen konnte.
Arael war sichtlich über ihr Kommentar verwirrt. Er wusste wohl nicht was sie meinte, wie auch, er hatte ja nicht gesehen was sie gesehen hatte. Er setzte sich im Türrahmen auf den Boden und begann sich mit einer Hinterpfote hinter dem Ohr zu kratzen. Danach warf er einen Blick zum Fenster, es war nichts mehr von einem Sturm zu erkennen, die Sonne schillerte fröhlich und der Schnee welcher nun wieder um einiges höher lag, reflektierte das Licht.
Blinzelnd schaute der Wolf wieder Terra an. Wieder musste er schmatzen, da sein Maul trocken war. Er tapste zu Terra hinüber und setzte sich neben sie auf den Boden, während er sie anschaute.

" Hast du Hunger oder Durst ?" fragte Terra und lachte. Dann schaute sie hinaus. " .. Nun, ich weiß zwar das Mr. Nightray es nicht so gerne hat wenn du alleine draußen bist, aber wenn du willst kann ich dich gleich für einige Zeit raus lassen. Das Wetter scheint gut zu sein. " meinte sie und lachte leise. Dann stand sie auf und füllte Wasser in ein Glas. Zudem holte sie auch etwas zu essen. " Jedoch muss ich dich bitten dich fürs essen und trinken wieder in einen Menschen zu verwandeln." meinte sie und lächelte. " Nun. Wenn Skye da bist, kannst du natürlich ein Wolf bleiben, denn ich denke nicht, dass du willst dass sie dich als Mensch sieht habe ich nicht recht ?" meinte sie und strich ihm etwas durchs Fell. Das machte sie nicht oft, da es sonst immer Gilbert übernahm.
Es saß etwas merkwürdig aus, wie Arael auf dem Boden hockte, nachdem er sich wieder verwandelt hatte. "Besser nicht, wenns geht sollte das besser unter den Personen hier im Haus bleiben.", meinte er nach einer Weile. Er griff nach dem Glas Wasser und stürzte es in einem hinunter, doch es reichte nicht aus weshalb er sich eine Wasserflasche holen ging und diese in wenigen Zügen leerte. "Wann wollte sie denn hier sein? ....Ich schätze sie wird bei den neuen Schneemassen etwas länger brauchen...", meinte der Junge und sank auf einen der anderen Stühle am Tisch. Das sonst bereits so strubbelige Haar, war vom Schlaf nun noch zerzauster.
" Sie hat es bereits mit eingerechnet, dass sie wegen dem Schnee aufgehalten wird. Weshalb sie gegen Mittag kommt. Ich denke lange wird sie ebenfalls nicht bleiben. " stellte sie dann fest und schaute ihm dabei zu wie er die Flasche leer trank. Dann stand sie auf und lächelte leicht. " So. Willst du nun etwas draußen im Schnee herum tollen ? Bleib in der nähe des Hauses, wenn du gehst. " stellte sie fest und lächelte. " Mr. Nightray ist noch in der Wanne, er wird es demnach nicht einmal merken. "
Arael sah jedoch nicht gerade begeistert von der Idee aus. "Nein danke...heute nicht...", entgegnete er mit inem undefinierbarem Lächeln. "Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich lieber noch etwas lernen.", erklärte er und vermied einen weiteren blick zum Fenster.
Sie schaute ihn verblüfft an, nickte jedoch. " Sicher. " meinte sie und ging auch schon die Hefte holen. Als sie diese dann zusammen getragen hatte setzte sie sich mit ihm an den Küchentisch. " So. Dann machen wir weiter wo wir gestern aufgehört haben. " meinte sie und lächelte leicht.
Der Junge nickte zustimmend und wirkte etwas erleichtert, das Terra nicht weiter nachfragte. Somit vertiefte er sich in die Aufgaben. Er zog das Wissen förmlich in sich auf. Keine Frage, Arael lernte gerne. "Du Terra...? Kinder wie ich gehen doch für gewöhnlich zur Schule oder?", fragte er nach einer Weile und schaute sie an. "Was genau, lernen die da?", wollte er von ihr wissen.
Terra hatte wirklich Spaß daran zu sehen, wie er lernte und es auch alles schnell begreifen schien. Dann schaute sie jedoch auf als er Fragte, was Kinder in der Schule lernten. " Nun. sie lernen lesen schreiben und rechnen. und dann noch ganz viele andere Sachen. Zum Beispiel lernen sie die Geschichte ihres Landes kennen und auch die von anderen Länden. Zudem Kulturen, Religionen und so weiter. Aber nicht nur die Menschen sondern auch Tiere werden dort erklärt unter anderem auch wie der Körper aufgebaut ist. All das lernt man in einer Schule. Natürlich auch Dinge über das Weltall und der gleichen. " sie lächelte. " Nun im Moment lernen sie in Schulen aber nichts, jedenfalls hier. Hier kommt man ja eh nicht weit vor die Tür, bei diesem Wetter. " erklärte sie und lächelte. " Aber du musst dich erst einmal aufs lesen, schreiben und vielleicht aufs rechnen konzentrieren. Es sei denn du kannst letzteres bereits. nur nicht in unserer Sprache. " meinte sie und lächelte weiterhin .
"Hm...", Arael überlegte. "Nein, ich glaube nicht...zumindest weis ich gerade nicht was das genau sein soll.", erklärte er und schaute sie an. "Aber das wirst du mir bestimmt auch noch erklären.", lächelte er. "Glaubst du, ich kann irgendwann auch auf eine Schule gehen?", wollte er dann jedoch nach einer Weile die sie weiter gearbeitet hatten, wieder von ihr wissen.
Dafür das er doch eigentlich so scheu war, war er unsagbar neugierig und wissbegierig. Vermutlich würde der Junge sämtliche Bücher im Haus in wenigen Tagen durch arbeiten, sobald er lesen gelernt hatte.

" Nun.. Ich kann es dir später erklären. Dann arbeiten wir alle Grundlagen durch. " meinte sie und lächelte. Dann arbeiteten sie weiter. Als er sie nun fragte ob er nicht irgendwann auch zur Schule gehen könnte wirkte sie nachdenklich. " Nun.. Das kann ich nicht wirklich sagen. Bestimmt wäre es nicht unmöglich, doch.. .du musst sehr viel nacharbeiten bevor du hin gehen kannst. Du siehst aus wie 16-17. Demnach wärst du schon in einer etwas höheren Stufe, was den Lernstoff angeht. " stellte sie fest. " Ich weiß nicht ob es nicht lieber sinnvoller wäre einen Hauslehrer an zu schaffen. " meinte sie und überlegte. Alles konnte sie ihm schließlich nicht beibringen.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.04.16 20:15

Sofort begann Arael mit dem Kopf zu schütteln. "Kommt nicht in frage, das wäre ein weiteres Risiko.", entgegnete er. Dann schwieg er eine weile, während sie weiter einige Aufgaben bearbeiteten. "Irgendwann vielleicht...", meinte er dann leise wohl eher zu sich selbst als zu Terra und begann einige Sätze ab zu schreiben.
Dabei fiel auf, dass der Junge mit der linken Hand schrieb und noch nicht gerade ordentlich aber es war immerhin lesbar. Als die Zeiger der Uhr jedoch Richtung Mittag gingen. Legte Arael den Stift nieder und streckte sich auf dem Stuhl. Selten konnte sich ein Kind oder Teenager so konzentriert an etwas Arbeiten, Arael war wohl eine ziemliche Ausnahme...ob das an seinem Hintergrund lag?
Er schaute Terra an. "Ich nehme die Sachen mit nach oben und arbeite sie da nochmal durch,...schätze Skye wird bald ankommen.", sagte er.

Terra lächelte als sie ihm beim schreiben zu sah. Sie half ihm ab und zu und brachte ihm einige Kniffe bei, welche sehr wohl hilfreich beim Merlen von Wörtern waren. " Wenn du einmal ein Wort nicht verstehst kannst du dir dessen sinn ausmalen wenn du den Satzzusammenhang siehst. " meinte sie und lächelte. Gegen Mittag stand sie auf, als er meinte er würde oben noch etwas lernen. " Ist gut. Ich werde mich in der Zeit um das Essen kümmern. " meinte sie schließlich und machte sich auch schon daran das Essen vor zu bereiten.
"Besser ich schau mal nach Gill, wenn er noch immer im Bad ist, ist er sicherlich bereits zum Fisch mutiert.", sagte er beim hinaus gehen. Arael nahm die Sachen mit nach oben und brachte sie in sein Zimmer, wo er sie auf dme dortigen Schreibtisch ausbreitete. Anschließend ging der Junge zur Badezimmertüre und klopfte. "Gill? Bist du schon ertrunken oder zum Fisch mutiert?", wollte er durch die Tür wissen.
Terra lachte. " Genau guck besser mal nach ihm. In der Wanne ein zu schlafen ist nicht sonderlich gesund. " meinte sie und lies ihn hinauf gehen. 
Gilbert lag tatsächlich noch in der Wanne, jedoch hatte er ein Buch aufgeschlagen. Er hatte ja auch so ein Fach wo man Bücher selbst beim Baden abstellen konnte ohne das diese Nass wurden. Als Arael anklopfte und fragte ob er entweder ein Fisch war oder ertrunken seufzte er. " Mir gehts gut. Ich habe nur gelesen. " stellte er fest und legte das Buch nun weg. Dann stellte er das Brett in Sicherheit und stand auf, naja um auch gleich wieder hin zu fallen, denn er rutschte auf dem Schwamm aus ,welcher bereits in der Wanne ersäuft worden war.
Arael zog leicht den Kopf ein als er ein rumsen hörte und öffnete leicht die Tür um hinein zu linsen. "Alles in Ordnung..?", fragte er. Unschlüssig blieb er so stehen und wartete auf eine Antwort.
" .. Ah.. Ja. .Autsch.. !" murmelte Gilbert und kämpfte sich aus dem Wasser. ER atmete genervt aus und fischte den Schwamm aus dem Wasser um diesen böse an zu starren. Dann legte er ihn auf den Wannenrand und stand erneut auf. Diesesmal ohne aus zu rutschen. Dann griff er sich ein HAndtuch und trocknete sich schnell ab. " Alles ist in ordnung.. " murmelte er und schlüpfte inn seine Kleider, welche er sich frisch rausgesucht hatte. Dann ging er zur Tür. Naja an seinem linken Bein würde sich bestimmt ein netter großer blauer Fleck niederlassen, aber naja. Zudem hatte er sich kurzzeitig seine Hand verdreht weshalb der Schmerz noch etwas nachklang. JEdoch hatte er sich sonst, glücklicherweise nichts gebrochen.
Als Gill wieder in seinem Blickfeld auftauchte drehte Arael den Kopf schnell weg. "Na dann ist ja gut.", sagte er und klang etwas erleichtert. "Ich bin dann wieder in meinem Zimmer.", erklärte er kurz darauf und schloss wieder die Badezimmertüre. Mit leicht rotem Kopf setzte er sich bei sich an den Schreibtisch und wiederholte die Lektionen von Gestern und Heute.
Gilbert schaute fragend drein. " .. Ah.. okay. " meinte er und blinzelte. Dann zuckte er mit den Schultern. Dann ging er auch hinaus. Er nahm natürlich sein Buch mit und suchte danach nach einem Aufnehmer um das verspritzte Wasser, welches durch seinen Fall auf den Badezimmerboden geplatscht war weg zu wischen. Er lies ebenfalls das Wasser ablaufen und kümmerte sich etwas um die Ordnung im Badezimmer. Dann machte er sich an eine Rasur, denn er spürte an seinem Kinn schon wieder leichte Stoppeln. Demnach schmierte er sein Gesicht schnell mit Rasierschaum ein und begann sich zu rasieren,. Danach wusch er sich das Gesicht und benutzte eine salbe, damit die Haut nicht so rau und trocken wurde. Schließlich machte er sich auf den Weg hinunter zur Küche, nur um es dann auch schon Klingeln zu hören .
Das klingeln lies Arael den Kopf hoch heben und herum drehen. Sofort stand er auf verlies sein Zimmer wieder in Wolfs-Gestalt, bellend lief er zur Treppe. Am oberen Treppenabsatz blieb er stehen und schaute zur Haustüre. Nochmals bellte er, wie ein echter Wachhund.
Gilbert seufzte. " Also ist sie schon da was? " meinte er und Terra lachte auf wegen seinem leicht genervten Ton. Er ging zur Tür und öffnete diese um Skye herein zu lassen. Die junge Frau begrüßte Gill mit einer Umarmung. " Tagchen Gill. " meinte sie und lachte. Dann stemmte sie ihre Arme in ihre Hüften. " Hast dich gut erholt wie ich sehe. Und bist immer noch so mies gelaunt wie immer. " stellte sie fest und lachte schließlich. Gilbert seufzte nur. " Zieh die Schuhe und deinen Mantel aus und komm rein. Ich denke dass du zum Mittag bleiben möchtest, was? " meinte er und sie nickte. " Wenn du es so sagst, jup. Ich würde gerne bleiben."
Arael blieb oben auf dem Treppenabsatz und tapste auf der stelle. Nochmals bellte er bevor er etwas lauter winselte dennoch mit dem Schweif wedelte. Er betrachtete Skye mit neugieriger Vorsicht und kam schließlich langsam die Stufen hinunter auf sie zu. Er streckte sich um vorsichtig an ihr zu schnuppern.
Skye verhielt sich recht ruhig, anders als zu der Zeit als Lau mit bei ihr war. Sie lies Arael seine Zeit um sich an sie zu gewöhnen. " Dein Wolf ist wirklich wunderschön und wirklich außergewöhnlich. " meinte sie und schaute zu Gilbert. " Stimmt. " meinte dieser und zeigte sogar ein ehrliches Lächeln was Skye zum schmunzeln brachte. " Der Zwangsurlaub und dein Haustier haben dir gut getan was? Immerhin bist du ja nun richtig... nett. " meinte sie und Gill blinzelte, konnte jedoch eine leichte röte nicht verbergen. "Ach was.. " meinte er und wank ab. Dann seufzte er leise und deutete ihr an schon einmal in die Küche zu gehen. Dies tat sie auch mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen. Gilbert strich sich mit der Hand über das Gesicht und seufzte. Skye konnte manchmal echt scharfsinnig sein.
Arael blieb neben Gill stehen ,schaute zu ihm auf und legte den Kopf mit einem winseln schief während er den jungen Mann betrachtete. Seine Rute schwang sanft hin und her. Dann stupste er Gill jedoch mit der Schnauze an und tapste in die Küche wo er sich neben den Tisch setzte und Terra abwartend anblickte. Nun konnte sie nicht von ihm erwarten sich zu verwandeln, das wäre wohl auch fatal.
Schließlich legte er sich unter Gilberts Stuhl und wartete bis sie mit dem Essen fertig waren.

Gilbert schaute zu Arael und atmete aus. Dann folgte er dem Wolf in die Küche um sich an seinen Platz zu setzen. Terra würde Arael später ebenfalls etwas von dem Essen warm machen. Demnach hatte sie zu Anfang bereits etwas für ihn zurück gelegt. Und wenn er danach immer noch Hunger hatte. Würde sie ihm noch was nach kochen. Skye erzählte und es herrschte sogar eine recht Familienartige Atmosphäre. Terra wurde von Skye ab und an zum lachen gebracht und selbst Gilbert beteiligte sich aktiv in der Unterhaltung. Schließlich waren zwei stunden vergangen als Skye aufstand. " So, ich muss noch zu einem Klienten. Bei dem sind einige Sachen durcheinander gekommen und das hat so einige Probleme im HQ ergeben. " murmelte sie und seufzte. Dann holte sie aus ihrer Tasche eine Marke. Diese reichte sie Gill. " Es freut mich sie wieder bei uns zu haben, Mr. Nightray !" meinte sie und lächelte freundlich. " Jedoch kann ich dir keine A und S Aufträge zulassen, bevor du dir nicht einen neuen Partner gesucht hast. Und für C und B Jobs ist dein Zustand noch etwas zu... naja kritisch ? " meinte sie und schien ein passendes Wort zu suchen. " Naja. Jedenfalls kannst du auch wieder an deinen Waffenschrank. Jedoch nur das Kleinkaliber. Die S-Rang Waffen sind nicht freigegeben. " stellte sie klar und Gilbert nickte. Dann nahm er die Marke entgegen und begleitete sie noch zur Haustür, wo sie sich verabschiedete. Als sie weg war schaute Terra zu Arael. " Hast du Hunger? Es muss schrecklich gewesen sein einfach nur zu gucken zu müssen.. .".
Arael lief den beiden bis zur Türe hinterher und wirkte leicht enttäuscht als Skype sich nicht von ihm verabschiedete. Dann drehte er sich jedoch zu Terra um und schüttelte sich für einen Moment. "Grauenvoll.", meinte er als er sich wieder verwandelt hatte. Jedoch lächelte er und streckte sich. "Nein, war schon in Ordnung. Ein Futternapf würde aber besser zu meiner Tarnung beitragen, meint ihr nicht?", fragte er und schaute erst Terra dann Gill an.
Terra nickte. " Stimmt. " meinte sie und schaute zu Gilbert. " Ja... ich werde demnächst einen Einkaufen. " meinte er und zuckte mit den Schultern. Terra lachte. " Und denk an die anderen Sachen. Also auch ein Halsband und eine Leine und die anderen Sachen. Wenigstens zur Show müssen wir was hier haben. " meinte sie und Gilbert nickte wieder. " .. Und? Was sie so schlimm ?" meinte er nun an Arael gemeint. Immerhin hatte er beim ersten treffen keinen so guten Eindruck von Lau und Skye bekommen können.
„Sie hat mich ignoriert.", antwortete Arael und machte einen Schmollmund. Man konnte nicht sagen ob das nun gut oder schlecht in seinen Augen war. Der Junge setzte sich an den Tisch und lies seine Finger-, Arm- und Halsknochen knacken.
"Ist vielleicht auch besser wenn ich so was hab, nicht das mich nachher wieder für ein wildes Tier hält und mich endgültig in die Jagdgründe schickt. Eine Kugel hat mir gereicht."; meinte er dann und betrachtete einen Moment seinen Oberschenkel wo die Wunde unter dem Stoff der Hose war. "Was genau sind eigentlich S-Ränge?", wollte er schließlich wissen.

Terra lachte. " Nun sie hat dich nicht wirklich ignorieren wollen. Jedoch hat sie dir erst einmal die Zeit gelassen sich an sie zu gewöhnen, ohne dass sie sich dir aufzwingt. " stellte sie fest und nickte leicht. " Stimmt. Also ein Halsband auf jeden fall. "
Gilbert nickte leicht und setzte sich wieder auf einen Stuhl. " Nun.. Das Hunter-System ist in verschiedene Ränge aufgeteilt. Je nachdem wie gut man ist wird man in Rängen aufgehoben. Der S-Rang ist der Höchste Rang welchen man erreichen kann. Demnach kann man dort auch auf die gefährlichsten jedoch auch bestbezahltesten Jobs zu greifen.. Doch wenn man nur eine Erlaubnis bis Rang B hat, kann man keine höher gestuften Aufträge annehmen. " er überlegte eine weile. " Ach ja. Da die A und S- Aufträge immer sehr Risikoreich sind, darf man diese nur in einem Team von mindestens 2 Leuten ausführen. Ohne einen Partner geht demnach nichts. " stellte er fest und seufzte.
Sofort riss Arael die Hände auf Schulterhöhe. "Ich frag nicht weiter!", sagte er und schaute Terra an. "Einmal Mittagessen für einen Hund, bitte.", sagte er um eilig das Thema zu wechseln und lächelte kurz.
Gilbert war etwas verwundert zuckte jedoch mit den Schultern. Dann schwieg er und betrachtete die Marke in seiner Hand. Terra lachte und nickte. Dann stellte sie Arael sein Mittagessen vor und schaute ihm beim essen zu. Sie schien es zu amüsieren, dass Arael wirklich zu versuchen schien, die gefährlichen Themen zu verarbeiten.
Arael aß genüßlich, es schmeckte ihm offensichtlich. Als er fertig war, legte er die Gabel auf den Teller, lehnte sich zurück und streckte sich. "Köstlich~", meinte er und lies die Arme wieder sinken.
"Das mit dem gewöhnen hätten sie beim ersten mal tun sollen.", meinte er um wieder auf Skye zurück zu kommen. "Sie wirkte sowieso etwas....anders als beim letzten mal...liegt das an dem komischen Kauz?", wollte er wissen und schaute Gill fragend an.

Terra freute sich darüber dass es ihm schmeckte und räumte das Geschirr ab, nachdem er fertig gegessen hatte. Gilbet überlegte. " Nun die beiden sind generell anders wenn sie zusammen sind. Auch Lau hat eine andere Seite, wenn er ohne Skye rum läuft. Ich weiß nicht was das ist, aber sie stacheln sich so zu sagen gegenseitig auf mit ihrer Verrücktheit. Aber sie sind mitunter die besten im Hunter-geschäft. " stellte er fest und seufzte. " Allerdings können die  beiden zusammen wirklich nervtötend sein."
"Und das aus deinem Munde.", meinte Arael und warf Terra einen kurzen, vielsagenden Blick zu. "Das ihr euch nicht zu dritt noch bis zum Mt. Everest hoch wiegelt grenzt an ein Wunder.",, sagte der Junge und grinste.
"Hat sie überhaupt die Zeit für Aufträge? Sie sah so beschäftigt aus...mit Papierkram...", fragte Arael und stütze das Kinn auf die Handrücken.

Terra grinste und verkniff sich ein lachen, jedoch nickte sie leicht. Dann fing sie an zu spülen, lauschte ihnen jedoch weiterhin. Gilbert rieb sich den Nacken. " Ist das wirklich so.. ist mir nicht aufgefallen. " murmelte er etwas verlegen und begrüßte es wirklich, dass er wieder zu Skye wanderte. " Nun. S-Mitglieder sind nicht nur für einfache Aufträge verantwortlich. Zum Teil fällt ihnen sogar eine Menge Papierkram zu.. Naja. Eigentlich sind es sogar die, welche bei der Gründung mit beteiligt waren, welche diesen Papierkram durcharbeiten müssen.. Aber diese befinden sich alle im S-Rang. ... Wenn ich dran denke, wie viel bei mir anfällt... " ein Schauder lief ihn über den Rücken. " Okay, ich denke besser nicht daran.“
Der Junge neigte leicht den Kopf zur Seite während er Gill betrachtete: "Hm...". Sein Blick wanderte für einen Moment zu Terra, dann zum Fenster und anschließend zu Gill zurück. "Wäre es nicht Sinnvoller dafür Angestellte zu haben, Sekretäre?", fragte er. "Es ist doch nicht viel anders als in einer Fürma oder?", fügte er hinzu.
Gilbert nickte leicht. " Sicher. " meinte er und seufzte. " Jedoch ist diese Organisation zum teil vertraulich. Nicht jeder dahergekommene Sekretär darf diese sehen und so hat Skye beschlossen das der Papierkram bei den Gründern bleibt. " stellte er fest und zuckte mit den Schultern. " Warum auch immer. " fügte er hinzu und und schaute zum Fenster. Sein Blick war nachdenklich. " Jedem Gründer fällt ein bestimmter Bereich zu.... Wenn wir nicht regelmäßig den Papierkram durcharbeiten läuft der Laden nicht. Im Winter ist es am schlimmsten.. Aber sonst... Sonst ist gar nicht mal so viel Papierkram.".
"Hm...-hm...", machte Arael und schaute Gill aus den Augenwinkel an, auf seinem Gesicht ruhte ein lächeln das soviel ausdrückte wie: "So so". Es wirkte fast schelmisch wie der Junge am Tisch saß, das Kinn auf den Handrücken gestützten de Kopf zu Terra gedreht doch Gill aus den Augenwinkeln betrachtend und mit diesem Lächeln auf dem Gesicht.
Er hob wieder den Kopf und lies den Arm sinken. "Wenn ich mich recht erinnere warst du seit ich bei dir bin kein einziges Mal mehr dort, da wird wohl einiges an Arbeit auf dich warten, hab ich recht?", fragte der Junge und das lächeln wurde zu einem Grinsen.

Gilbert überlegte. " Ah... Nein eigentlich nicht. Ich war krankgeschrieben und da sie einige Sachen sofort machen müssen, mussten sie sich meine Arbeit aufteilen. " meinte er und schaute ihn an. " Aber wenn ich das nächste mal dort hin gehe, werde ich trotzdem viel zu tun haben. " stellte er fest und atmete aus. Sein Blick war etwas nachdenklich. Konnte er Arael tatsächlich alleine mit Terra hier lassen ? Bestimmt. " .. Naja ich werde Morgen mal im Büro vorbei gehen. " stellte er fest und strich sich durch sein schwarzes leicht gelocktes Haar. Terra seufzte. " Ihnen ist schon bewusst das sie somit den anderen mehr Arbeit aufgehalst haben oder?", meinte sie und Gilbert nickte. "Das ist mir durchaus bewusst. Aber immerhin haben sie mir diese Pause aufgezwungen. So sind sie selbst schuld. "
Araels Miene wurde bei Gills letzten Worten wieder kühler und ernst, doch er schwieg: "...". Sein Blick wanderte zum Küchenfenster und er betrachtete den kleinen Himmelfetzen den man erkennen konnte. ".....-gezwungen.......", murmelte er und schloss für einen Moment die Augen. Dieses Wort hatte ein seltsames doch wages Gefühl in ihm aufkeimen lassen.
Doch ohne ein weiteres Wort stand er auf und ging in sein Zimmer hinauf, wo er für einen Moment ratlos im Zimmer stehen blieb bevor er sich rücklings aufs Bett fallen lies und an die Decke starrte.

Terra seufzte." Du bist verletzt gewesen und wolltest weiter machen. Kein wunder dass sie dich dazu gezwungen haben. " meinte sie und verschränkte nun die Arme vor der Brust. Gilbert seufzte. Als Arael aufstand und hinauf ging schaute er ihm fragend nach zuckte jedoch mit den Schultern. Er ging danach selbst hinauf und in sein Zimmer. Dort suchte er sich einige Sachen für den nächsten Tag zusammen.
Der Junge hatte das Gefühl sein Körper wäre taub, weshalb er langsam seine Hände mehrmals schloss und wieder öffnete. Doch es fühlte sich an wie sonst. Sein blick war seltsam undefinierbar an die Decke gerichtet, war war dieses seltsame Gefühl bloß? Mit einem kräftigem Ausatmen jedoch, setzte er sich auf und schüttelte so die Gedanken ab. Er warf einen kurz Blick auf seinen Schreibtisch, bevor er doch nach einem der Manga aus seinem Regal griff und ihn diesmal zu lesen begann.
Als er fertig war mit zusammensuchen legte er sich auf sein Bett und betrachtete eine Weile die Decke dann zog er ein Buch von dem Nachtschränkchen und las etwa eine Stunde darin. Dann legte er es weg, stand auf und machte sich Bett fertig um sich danach dann schlafen zu legen. Schnell schlief er ein und wachte auch nicht vor dem nächsten Tag auf. An diesem erwachte er, sobald die Sonne aufgegangen war, er hatte nämlich den Vorhang vor dem Fenster offen gelassen.
Arael lass noch bis weit in die Nacht hinein, bis er irgendwann beim lesen auf dem Bett einschlief. Umringt von seinen Manga und Büchern hatte sich der Junge auf dem Bett zum schlaffen zusammen gerollt und war im Schlummer wieder zu einem Wolf geworden.
Als er am nächsten Morgen erwachte und sich streckte, schob er einige von ihnen unbeabsichtigt vom Bett wodurch diese mit leichtem poltern zu Boden gingen. Verschlafen rieb sich der Junge die Augen und drehte den Kopf, bevor er schließlich aufstand und die Unordnung beseitigte.

Gilbert war in die Küche hinunter gegangen und hatte dort einen Kaffee für sich zu bereitet. Das konnte er auch alleine. So saß er im Schlafanzug am Tisch und nippte an seinem Kaffee. Seine Augen zeigten, dass er noch nciht wirklich wach war. Demnach konnte man ihn in eine Art halbschlaf einordnen.
Er brauchte noch etwas um richtig wach zu werden, weshalb er ins Bad schlurfte und sich frisch machte. Als Arael wieder heraus kam war er frisch und munter wie sonst die Tage auch. Sein Bein fühlte sich zunehmend auch immer besser an. Mittlerweile konnte er es wieder normal belasten. Mit guter Laune kam er die Treppe hinunter in die Küche. "Guten Morgen.", lächelte er zu Gill.
"Morgen. " murmelte Gill und schlürfte weiter an seinem Kaffee. Terra war scheinbar nicht da. Vielleicht machte sie einen spazergang oder so. Oder sie war eine Freundin besuchen... Gilbert konnte sich erinnern das sie das mal angedeutet hatte. Irgendwas mit einem Geburtstag. Frühstück war zwar schon vorbereitet, dich Gilbert verspürte im Moment einfach keinen wirklichen Hunger.
Arael machte sich einen Kakao, immerhin kannte er sich mittlerweile sehr gut in der Küche aus. Danach setzte er sich zu Gill an den Tisch. Er trank seinen Kakao schweigend, schließlich stellte er die leere Tasse auf den Tisch und schaute Gill an. "Gill? Kann ich mitkommen, wenn du zur Arbeit gehst?", fragte er und wartete geduldig auf eine Antwort.
Gilbert dachte sich nichts weiter dabei, biss er diese Frage stellte. Er verschluckte sich ud hustete wild los. Als er sich etwas beruhigt hatte schaute er ihn an. " Du willst mit ins Hq ? .. Einem Gebäude wo lauter..... Mörder herum laufen ?", fragte er ihn ernst und sein Blick wirkte etwas fragend. Arael hatte sich schon bei Gill so geschockt benommen als er hörte dass Gilbert schon jemanden umgebracht hatte und zu fremden war er wahrlich nicht zutraulich.. Und nun wollte er mit kommen, in das größte und meist besuchteste Gebäude nach dem Einkaufszentrum ? " .. S-sicher kannst du mit kommen.. Wenn du unbedingt willst. " meinte er dann und blinzelte. Trank jedoch einfach seinen Kaffee weiter. Wenn er meinte er konnte dies, würde er Arael nicht aufhalten.
Der Junge war überrascht als Gill bereits zum zweiten mal bei einer Frage seinen Kaffee ausspuckte. Dieses mal lachte er jedoch nicht. Arael neigte den Kopf, da er Gills verhalten nicht verstand. "Warum nicht? Ich will mal wieder nach draußen...nur...", begann der Junge sich zu erklären senkte jedoch den Kopf und brach mitten im Satz ab während er anfing zu zittern.
" ... Sicher sicher. Keine Sorge. Du kannst mit kommen ." meinte Gilbert und schaute ihn an. " ... Ich war nur etwas überrascht. " stellte er dann fest und lächelte unsicher. " Alles in ordnung ?" fragte Gilbert jedich als er sah wie der Junge anfing zu zittern. Er stand auf und trat zu ihm um ihm eine Hand auf die Schulter zu legen. " Wir gehen, wenn du fertig bist. " stellte er dann fest. Danach setzte er sich wieder hin um seinen Kaffee aus zu trinken.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   21.04.16 21:06

Die plötzliche Berührung an der Schulter, lies alle Gedanken aus Araels Kopf verschwinden so das dieser den Kopf hob und anschließend zu Gill aufschaute. "...", wortlos nickte er und schaute für einen Moment vor sich ins leere.
"Ich geh mich, fertig machen.", sagte er schließlich und stand auf um in sein Zimmer zu gehen und sich etwas frisches zum Anziehen zu holen. Ihm war bewusst das er sich so oder so wieder verwandeln würde, schließlich kannte Skye ihn nur als Wolf und es reichte ihm das er hier im Haus lernen konnte wie ein Mensch zu sein. Als er sich fertig angezogen hatte stand er noch einen Moment vor dem großen Spiegel in seinem Zimmer und betrachtete sein Ebenbild.
Er trug eine weite, schwarze Hose mit mehreren Taschen und Ketten so wie Bänder, hingen daran. Darüber trug er einen langen, weißen, dünnen Pulli. Über diesen hatte er ein blaues T-Shirt gezogen. Der Junge hat Geschmack obwohl er nichts von Mode verstand oder je gehört hatte. Ihm gefiel was er sich ausgesucht hatte und kam schließlich wieder die Treppe runter o er sich die Schuhe anzog. Während er dies tat, saß er auf der letzten Treppenstufe.

Gilbert war ebenfalls hinauf gegangen und hatte sich umgezogen. Danach war er noch einmal im Bad verschwunden und wusch sich das Gesicht .Zudem bändigte er sich etwas seine strubbeligen gewellten Haare. Dann schnappte er sich seine Marke, welche er an seinem Gürtel befestigte. Seinen Mantel zog er vor der Tür an, ebenso wie seine schwarzen Winterschuhe. Sein Hut war ebenfalls wieder mit von der Partie. Zu lange schon hatte er diesen nicht tragen können. Er packte seinen Revolver in seine Tasche und ein Päckchen mit Munition ebenfalls. Er richtete seinen Kragen und schaute zu Arael. " Bist du bereit los zu gehen ?"  fragte er schließlich und schaute ihn an. In der Zeit wo er fragte steckte er auch sein Portmornair, sein Handy und schließlich auch seinen Hausschlüssel in seine Tasche.
Arael richtete sich auf und schaute Gill mit einem warmen lächeln an. Zustimmend nickte er bevor er sich wieder in den schwarzen Wolf verwandelte und auf den jungen Mann zu ging.
" Gut.. " meinte er und nickte. Dann gign er auch schon aus dem Haus. Dann tastete er seine Taschen ab. In seiner einen Manteltasche fand er ein Päckchen von dem was er schon länger nicht mehr gehabt hatte und unbedingt benötigte. Zigaretten. Er holte eine heraus und zündete sich diese an. Er zog einmal tief daran und zeigte ein entspanntes und zufriedenes Gesciht, ehe er den Rauch auspustete. In der letzten Zeit war er nie wirklich zum Rauchen gekommen so war er froh, nun da er wieder raus kam, auch wieder öfters eine rauchen zu können.
Das Tier trat langsam in den kalten, tiefen Schnee. Als es die kühle und den Pfoten spürte sah es sichtlich zufrieden aus und ebenso erleichtert. Es war tatsächlich schon etwas länger her das er die frische Luft des Winters eingeatmet hatte. Begeistert schaute er auf seinen Atem der Wölkchen in der Luft bildete. Der Schweif des Tieres wedelte aufgeregt hin und her und die Nase zuckte. Mit gespitzten Ohren lief er neben Gill her, auf ihrem Weg zum HQ.
Gilbert ging gemächlich und langsam. Immerhin hatte er keinen Zeitdruck. Schließlich kamen sie auf eine Straße wo zumindest etwas gestreut worden war. Dort war es auch wieder einfacher zu laufen. " ..Heute ist echt ein schöner Tag. " murmelte Gilbert und pustete wieder Rauch in die Luft. Die Sonne lies den Schnee glitzern und funkeln, und es war wirklich angenehm im Gegensatz zu den verschneiten tagen, auch wenn es, dank dem klaren, wolkenfreien Himmel etwas kälter war. Doch das konnte man als kleines übel ansehen. Es sei denn man würde den ganzen lieben langen Tag umher wandern. Sie gingen am großen Einkaufszentrum vorbei und auf ein noch größeres Gebäude zu. Dies war das HQ. Einige Leute liefen eilig herein und heraus. Gill ging zur Tür und die Tür öffnete sich automatisch. Schon konnten sie hinein gehen. Viele Leute eilten auch innerhalb des Gebäudes herum. An der Rezeption saßen junge Frauen welche Neuankömlingen oder Auftraggebern Wege beschreiben oder Termine klärten. Oder noch mehr. Das was Rezeptionisten halt so taten. Gilbert wurde einige Male freundlich gegrüßt was er nur mit einem Brummen abtat. Einige schauten vor allem erstaunt zu dem Tier, was da neben ihm herlief. Vorallem weil es ein schwarzer Wolf war. Gilbert ging einfach zum Aufzug und drückte einen Knopf. Als die Tür aufging wartete er bis Arael eingestiegen war bevor er selbst einstieg. " Hier ist immer recht viel los. " murmelte er dann an diesen Gewandt als kein anderer zu hören konnte.
Arael wich auf die Bordsteinkante aus, als sie den gestreuten Weg betraten. Da er schon beim ersten mal festgestellt hatte, dass dieses Streuzeug unter seinen Pfoten brannte wie Feuer. Deshalb war er froh als sie das Gebäude erreichten und sie dieses betraten. Hier war es war und belebt, doch vor allem laut! Daran musste sich Arael zunächst gewöhnen denn es hatte ihn tatsächlich erschrocken als diese überaus laute Geräuschkulisse auf ihn einstürzte. Wodurch er sich hinter Gill für den ersten Moment in Sicherheit gebracht hatte. Doch schließlich lugte er neugierig hervor und schaute sich überall um, während sie weiter lief. Es war sichtlich ungewohnt vor allem die ganzen Blicke auf ihm doch niemand schien etwas zu ahnen oder ihm etwas tun zu wollen.
Es wunderte den Jungen jedoch das Gill nie ordentlich zurück grüßte. Als sie auf den Aufzug warteten, setzte sich das Tier neben Gill auf den Boden und langsam wiegte seine Rute hin und her. Als er den kleinen Raum hinter der Türe des Aufzugs sah hatte er jedoch ein mulmiges Gefühl. Vorsichtig und langsam stieg der schwarze Wolf in den Aufzug und setzte sich in eine Ecke. Als Gill ihn ansprach hob er den Kopf und schaute ihn an.

Gilbert schaute ihn eine weile ebenfalls an dann lachte er leise. " .. Etwas überraschend wenn man so was nicht kennt wie ?" meinte er und lehnte sich etwas nach hinten an die Wand. Dann begann der Aufzug auch schon sich in Bewegung zu setzen. Schließlich konnte man durch den Fahrstuhl sogar hinaus schauen und die Wel unter ihnen sah so gepudert plötzlich wunderschön aus. Gilbert schaute hinaus und wirkte zufrieden. Scheinbar hatte er es wirklich vermisst hier her zu kommen. Plötzlich blieb der Aufzug stehen und eine Frauenstimme fing an zu sprechen. " Weiteres Vorgehen benötigt Personenbestätigung der Klasse A oder höhere. " Gilbert ging auf eine Apparatur zu und hielt seine Marke vor. " Gilbert Nightray. Autorität wird geprüft." war zu hören. Dann ging eine klappe zurück und Gilbert stellte sich seufzend davor um einen Augenscann zu machen. " Autorität bestätigt. Willkommen Gilbert Nightray. " meinte die Stimme und der Fahrstuhl setzte sich wieder in Bewegung. " Scheinbar haben sie die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. " murmelte er und lehnte sich nun wieder an die Wand des Fahrstuhls.
Erschrocken gab das Tier ein Zwischending aus bellen und winseln von sich und drückte sich in die hinterste Ecke als sich das Ding zu bewegen begann und es wurde noch schlimmer als ncah nun auch noch nach draußen schauen konnte und Arael sah das sie hoch oben über der Stadt waren. Egal wie groß der Wolf gewesen war, plötzlich war er ganz klein geworden, so sehr drückte er sich in die Ecke.
Arael hob nur etwas den Kopf und lugte über seinenSchweif, als plötzlich eine Stimme zu sprechen begann. Niemand anderes war zu sehen und kurz darauf begann sich der Fahrstuhl auch wieder zu bewegen. Sofort verschwand die Schnauze wieder im schwarzen Pelz.

Gilbert schaute zu ihm und blinzelte. " Ah.. Ich vergaß. Du kennst keine Fahrstühle. " meinte er und hockte sich nun neben Arael. Er streckte eine Hand aus um ihn sanft zu streicheln. "Keine Sorge. Uns passiert hier drinnen nichts. " stellte er fest und schließlich hielt der Fahrstuhl wieder an. Die Türen öffneten sich und Gill stand wieder auf. " Komm. Wir sind da. " stellte er fest und ging zum Ausgang um sich in die Tür zu stellen damit diese nicht schloss und damit Arael genug zeit hatte aus dem Fahrstuhl zu kommen. So verängstigt wie dieser wirkte.... Gilbert lies ihm seine Zeit.
Doch als die Türen gerade aufgingen, was das Fellknäul auch schon verschwunden. Selbst als Wolf, oder vielleicht gerade als Wolf war der Junge extrem flink! Nun stand Arael gegenüber dem Fahrstuhl an die Wand gepresst und jappste nach Luft.
Nach einem Moment sackte das Tier erleichtert in sich zusammen, auf den Boden. Er hob leicht den Kopf um Gill an zu schauen.

" Ah.. Tut mir Leid. Ich hätte vielleicht vorher sagen sollen dass der uns nach oben bringt was ?"  meinte dieser und rieb sich den Nacken. Dann trat er aus der Tür, welche sich hinter ihm wieder schloss. " Komm. Wir gehen zu meinem Büro. " stellte er fest und beugte sich etwas zu ihm vor. " Tut mir Leid, dass dir das Angst gemacht hat. " stellte er fest und strich ihm mit der Hand übers Fell um dann jedoch weiter zu gehen.
Arael lief ein Schauer über den Rücken. Doch schließlich stand er auf und schüttelte sich bevor er Gilbert zu seinem Büro folgte. Währenddessen schaute er sich auf der Etage weiter um. Es roch hier anders als unten in der Empfangshalle und hier war es ruhiger, weniger Menschen. Ihre Schritte waren aufgrund des Teppichbodens gedämpft. Er fühlte sich angenehm weich unter seine Pfoten an.
Der Wolf entspannte sich wieder, nachdem sie den Fahrstuhl hinter sich gelassen hatten.

Ab und zu begegneten sie einigen Leuten, diese grüßten jedoch nicht, da sie ihre Blicke auf Papiere gerichtet hatten oder am Telefonieren waren. Gilbert störte sich nicht daran. Nicht einmal als Lau an ihnen vorbei rauschte. Er hatte einen Berg mit Dokumenten in seinem Arm und diesmal sogar ein ernstes Gesicht aufgesetzt. Aus einem Büro heraus konnte man die laute und etwas gereitzte Stimme Skyes hören. Gilbert schien dies gewohnt zu sein, doch es war dennoch etwas einschüchternd wie beschäftigt hier alle waren. Gilbert ging auf eine Tür aus rötlichem Holz zu und öffnete diese. Darin befand sich sein Büro. Er lies Arael hinein und schaute auf seinen Schreibtisch. auch dort war ein kleinerer Berg mit Papieren und Dokumenten zu finden. Gilbert seufzte. " ... Also an die Arbeit. " meinte er und zog sich die Ärmel etwas hoch. Hut und Mantel hatte er an einen Jackenständer gehängt. Nun setzte er sich auf den Schreibtischstuhl. " .. Ich hoffe dich stört nicht dass ich jetzt arbeite... Aber ich muss nun wirklich hinne machen um die durch zu arbeiten. Ich hoffe du langweilst dich nicht. " meinte er und schaute entschuldigend zu Arael. Das Zimmer war sehr klassisch eingerichtet. Klassisch und Prunkvoll, wie es zu Gilbert passte. Doch es hatte eine angenehme Atmosphäre. Aber das brauchte man ja auch wenn man so viel an Papierkram vor sich hatte.
Verwundert schaute sich das Tier um und Lau nach, der sie scheinbar nicht bemerkte. "...beängstigend...", dachte Arael und eilte Gill nach. Tatsächlich hatte sein Büro etwas beruhigendes und für die ersten Minuten machte sich der Wolf es neben der Tür unter dem Jackenständer bequem. Von dort aus hatte er eine gute Übersicht über den Raum und lief nicht Gefahr von Jemandem oder etwas getreten oder gestoßen zu werden. Er beobachtete Gill für einige Minuten, ihm Raum war es still, nicht mal das Ticken einer Uhr nur das rascheln der Papiere, welche Gill hin und wieder verschob und das kratzen von Stiften.
Es wurde Arael schließlich doch etwas zu langweilig und er begann sich leise, den Raum näher an zu schauen. Doch das dauerte nicht lange, weshalb sich das Tier schließlich lang machte und mit einer Pfote die Tür öffnete, leise genug um Gill bei der Arbeit nicht zu stören. Somit drückte Arael sich durch dne Tür spalt und ging auf eigene Faust auf Etagen-Erkundungs-Tour.

Gill arbeite so schnell er konnte alles durch. Immerhin wollte er heute fertig werden. Am nächsten Tag würde bestimmt nicht weniger auf seinem Tisch liegen. Er seufzte und las sich hochkonzentriert alles genau durch. Ab und zu griff er zum Hörer um herum zu telefonieren, doch nicht so oft wie die anderen.
Arael schien nicht der einzige welcher sich offenbar langweilte. Ein kleines Mädchen in Chinesischer Tracht saß auf einem Stuhl im Flur und schaute den ganzen Leuten beim herum rennen zu. Jedoch mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck und leicht aufgeplusterten Wangen. Sie schien nicht älter als 5 zu sein. Und sie ähnelte Lau wirklich sehr.
Das Tier musste immer wieder den Personen ausweichen, welche eilige durch die Gänge rannten, ohne auf den Weg vor sich zu achten. Dabei stieß er schließlich gegen ein kleineres Regal welches im Flur stand und jaulte erschrocken auf. Zum Glück stand nichts darauf das ihm entgegen kam. Erleichtert schaute sich das Tier um, niemand schien etwas bemerkt zu haben. Doch dann blieb sein Blick auf dem Kind hängen, welches im Flur nur einige Meter weiter auf einem Stuhl hockte. Der Wolf spitzte die Ohren und legte den Kopf leicht schräg während es das Kind betrachtete.
Das Kind wackelte mit den Beinen in der Luft herum und verschränkte die Arme vor der Brust. Ihr braunes Haar war geflochten und in diesen waren auf beiden seiten jeweils eine Blume befestigt. Sie sah wirklich süß aus. Auch wenn der gelangweilte Blick diese süße Art etwas ins negative zog. Irgendwann sprang sie vom Stuhl herunter und schaute sich um. Als sie den Wolf sah wirkte sie verwundert und ging etwas auf ihn zu. " Hallo !" meinte sie und lächelte. " Ist dir auch langweilig ?" fragte sie und blieb etwas von ihm entfernt stehen. Sie hatte gelernt dass man Tiere nicht überraschen sollte.
Das Tier wirkte noch verwunderter als das Kind anfing mit ihm zu sprechen. Er setze sich auf den Boden und neigten den Kopf wieder gerade, nun wirkte er noch größer als das Tier sowieso schon war. Wenn er saß ging Arael Gill als Wolf mit der Schnauze bis zur Hüfte eine ungewöhnliche Größe für einen Wolf. Doch Arael wunderte sich mehr darüber dass das kleine Mädchen scheinbar keine Angst vor ihm hatte. Er wedelte mit dem Schwanz während er sie anschaute und nachdachte.
Das Mädchen schaute zu ihm auf und lachte nun. " Du bist aber groß !" meinte sie und streckte nun eine Hand nach ihm aus. Sie schien wirklich furchtlos zu sein. " .. Weißt du was? Mir ist auch langweilig. Möchtest du mit mir spielen ?" fragte sie ihn und legte den Kopf leicht schief. Schließlich schloss sie sogar das kleine bisschen Distanz zwischen ihnen und lies ihre Finger durch das schwarze Fell des Hundes gleiten. " .. Weißt du.. Mein Papa muss arbeiten..Eigentlich wollten wir einen Schneemann bauen.. " murmelte sie und wirkte nun traurig. " .. Mama ist beschäftigt, darum hat mich Papa heute mit genommen... Aber er ist nur am arbeiten... " sie schien noch nicht wirklich zu verstehen dass Eltern arbeiten mussten um Geld für ihre Kinder und für sich selbst zu verdienen. Aber sie war ja auch erst 5 Jahre alt. Oder schien so alt zu sein. " Mein Name ist Mai Lin Lee. " stellte sie fest und lächelte. Somit war nun klar wer ihr Vater war. Kein anderer als Lau Lee.
Arael machte einen seltsamen laut als er leicht die Schnauze zu ihr senkte und sich von ihr streicheln lies. Schließlich legte er sich vor ihr auf den Boden und wedelte mit dem Schwanz. Trotz seines eigenen jungen alters konnte Arael erstaunlich gut mit Kindern umgehen, was er bereits bei Gills Enkelin bewiesen hatte. Sanft stupste er das Mädchen mit seiner feuchten Nase im Gesicht an.
Diese lachte und fing an den Wolf vor sich zu kraulen. " Hihi. Du bist wirklich süß!" meinte sie und schien sich zu amüsieren. Irgendwann setzte sie sich neben ihn auf dem Boden und lehnte sich an ihn um mit ihm zu kuscheln. " Gehörst du hierhin oder ist dein Besitzer hier?", fragte sie nun, schien aber keine Antwort zu erwarten. Obwohl, Kinder waren ja ein Fall für sich, demnach konnte es wohl möglich wirklich sein, dass sie eine Antwort von ihm haben wollte.
Das Tier genoß die Streicheleinheiten und legte schließlich den Kopf auf die Vorderpfoten. Zur Zeit war niemand bei ihnen auf dem Gang, sonst hätten sie wohl auch platz machen müssen, denn Arael lag nun quer im Flur!
Als das kleine Mädchen ihn nach seiner Herkunft fragte, hob er den Kopf und schaute in die Richtung aus der er kam. Er begann wieder mit dem Schweif zu wedeln und bellte einmal. Anschließend schaute er May an.

Sie folgte seinem Blick. " Ah! Das Büro vom Nyankuro !"murmelte sie und lachte. Dann kuschelte sie sich etwas weiter an ihn. " Papa meint, dass es Spaß macht ihn zu ärgern, da er immer so schön drauf eingeht." meinte sie und atmete aus. " Papa ist wirklich ein Kindskopf!", erklärte sie dann. Sie hatte das ihre Mutter schon mal sagen hören. Und so was merkte sie sich schnell. " Wollen wir ein bisschen die Gegend erkunden ?" fragte sie und schaute ihn an. "Ich bin jetzt schon das dritte Mal hier." stellte sie stolz fest. " Ich kann dir alles zeigen!"
Die pelzigen Ohren des Tieres streckten sich weiter in die Höhe und das leicht geöffnete Maul schien wohl eine Art lächeln dar zu stellen, jedenfalls schien sich das Tier zu freuen. Der Wolf stupst das Kind wieder sanft mit der Schnauze an, dieses mal an der Nase. Doch blieb er auf dem Boden liegen drehte sich lediglich auf den Bauch.
Sie betrachtete ihn eine weile dann stand sie auf. " Ich hole mir eben was zu trinken. " meinte sie dann und ging zu dem Stuhl zurück wo sie vorher gesessen hatte. Dann nahm sie eine Kleine Tasche und kam mit dieser zurück. Sie öffnete diese und holte eine Wasserflasche heraus. Daraus trank sie eine Schlucke dann hielt sie dem Wolf diese hin. " Willst du auch was trinken ?", fragte sie und lachte. Sie war wirklich ein fröhliches und freundliches Gemüt.
Arael drehte sich zu dem kleinem Mädchen um und schüttelte sich etwas, was wohl ein Nein andeuten sollte. Anschließend stand er auf und hob den Kopf um den Gang entlang zu schauen. Vereinzelt eilten wieder einige Angestellte an ihnen vorbei.
Als einer beinahe die kleine May um lief gab er ein haltloses bellen von sich bevor er May am Kragen schnappte und aus der Bahn zog. Böse und leise knurrend schaute er dem Angestellten nach.

May nickte und trank einen weiteren Schluck aus der Flasche. Sie betrachtete nun auch einige der Angestellten, welche vorbei huschten und verfiel ihren Gedanken, weshalb sie nicht darauf achtete das jemand sie fast umgerannt hatte. Erst als sie weggezogen wurde und er bellte begriff sie. Der Angestellte wich zurück. " Wem gehört dieser riesige schwarze Hund?!", rief der Mann. Scheinbar hatte er ihn nicht wirklich bemerkt auch wenn er mehrmals an ihnen vorbei gelaufen war. In dem Moment kam Gilbert aus seinem Raum heraus. " .. Der gehört zu mir.. Und ich denke du hast was angestellt, wenn er schon so laut wird.", meinte Gilbert und schaute zu der verängstigten May. " Geht es dir gut, May Lin? " fragte er und sie nickte leicht. " Er hat mir geholfen. Sonst hätte mich der Mann umgerannt. " meinte sie und deutete auf den Angestellten welcher zurück wich. " .. Oh.. ?" meinte Gilbert und richtete sich nun wieder auf um den Mann an zu schauen. " .. Man kann doch wenigstens auf den Weg achten oder ist das zu viel verlangt?!" meinte Gilbert und wurde zu einem Strengen vorgesetzten welcher seinem Untergebenen eine Standpauke hielt. Als er fertig war und der Mann eingeschüchtert davon geeilt war hockte er sich wieder vor May Lin und Arael. " So May Lin. Du musst auch vorsichtiger sein, okay? Es ist wirklich gut gewesen, das Arael da war. " meinte er und lächelte leicht. Seine Augen waren etwas wärmer geworden. Auch wenn er immer sagte dass er nicht mit Kindern konnte und sich auch immer recht dumm mit diesen anstellte, hatte er manchmal Momente in welchen er anders war. May nickte und ihre Augen funkelten. Dann schaute sie zu Arael. " Arael ist mein Freund !", meinte sie dann stolz und brachte Gilbert dazu leise zu lachen. " Das ist doch ... gut zu wissen. " antwortete Gill und strubbelte erst dem kleinen Mädchen durchs Haar und dann Arael, wobei es beim zweiteren eher Fell war. " So ich mache mich dann mal wieder an die Arbeit. Ich denke dein Vater ist gleich fertig. Er hat vorhin etwas von ` nur noch das hier ´ gemurmelt. " stellte er fest und May strahlte. " Okay !" sagte sie und kuschelte sich etwas an Arael. Sie hatte den Wolf wirklich lieb gewonnen. Dann stand Gill auf und ging nachdem er ihnen noch einmal zu gewunken hatte wieder in sein Büro zurück. " Onkelchen Nyankuro ist echt nett! " meinte sie und ihre Augen glänzten wieder. " Seine Augen sind so schön !" stellte sie dann etwas schwärmerisch fest. Sie fand dieses Gold wirklich interessant. " Wenn ich erwachsen bin heirate ich ihn !" beschloss sie dann einfach. Nun. Es sind die Worte von einer Fünfjährigen.... demnach musste man diesen eben gesagten Worten nicht so viel glauben schenken. Aber dies zeigte nur, das Gilbert selbst mit seiner mürrischen Art nicht schlecht bei dem Weiblichen Geschlecht ankam. In allen Altersstufen .
Arael beobachtete Gilbert bei seiner Standpauke gespannt, während er neben May auf dem Boden saß und darauf achtete das sie nicht erneut von jemandem beinahe umgerannt wurden.
Als der junge Mann wieder mit ihnen sprach, freute sich das Tier sichtlich über das Lob und als das kleine Mädchen ihn einen Freund nannte rieb er seinen Kopf an ihr. Jedoch sanft, da er darauf achtete sie nicht versehentlich um zu werfen. Man sah dass er trotz seiner Größe sehr gut seine eigenen Kräfte einschätzen konnte, er schien geübt darin zu sein.
Er schaute Gill nach als dieser wieder in seinem Büro verschwand und betrachtete anschließend das Mädchen fragend. Jedoch schnaubte er entrüstet als sie ihn wieder "Nyankuro" nannte. Er schien den Namen nicht zu mögen und dass May ihn so nannte ebenfalls. Nun schaute er eher beleidigt wirkend, auf sie herab, während er neben ihr saß.

" Hm ? Was hast du ? " fragte sie ihn und schaute ihn etwas fragend an. Sie wusste ja nicht dass er den Namen nicht mochte. Sie wirkte etwas verwirrt, doch lächelte dann wieder. " Du bist doch mein Freund oder? Oder nicht? Ich hoffe dass du mich auch als Freund ansiehst. !", meinte sie und schaute ihn nun mit einem leicht bittenden und flehenden Blick an. " Wenn ich etwas falsch gemacht habe tut mir das leid. ", murmelte sie dann und strich Arael durch das Fell. Zwar kraulte sie ihn etws grob, doch das war nicht weiter schlimm.
Er neigte leicht den Kopf in ihre Richtung und betrachtete sie für einen Moment bevor der Wolf den Kopf senkte und seine feuchte, kalte Nasse an ihre drückte. Anschließend schleckte er ihr über das Gesicht und schubste sie sanft zu Boden. Ausgelassen wedelte seine Rute hin und her. Entweder besaß dieses Tier einen ausgeprägten Spieltrieb oder, was logischer erschien wenn man Araels menschliche Gestalt kannte und in betracht zog, noch immer selbst ein eher zu groß geratenes Kind war.
Sie lachte als er ihr näher kam und ihr so zu sagen einen feuchten Kuss gab. Als sie hinplumpste verzog sie nicht mal das Gesicht und lachte einfach weiter. " Du bist lustig Arael !" meinte sie und strubbelte ihm nun leicht durch das Fell. Zudem fing sie auch an etwas mit Arael zu toben, was für andere wohl eher seltsam aussah, da sie dazu einen Stuhl zur Hilfe nahm. Irgendwann kamen schritte auf sie zu. " May Lin. " meinte Lau und schaute die beiden überrascht an. " Oh. Hast du einen neuen Freund gefunden ?" fragte Lau und das Mädchen lachte. " Ja, er heißt Arael und ist der Hund von Onkelchen Nyankuro!" meinte sie und Lau seufzte. " .. Ich denke du solltest ihn lieber Gilbert nennen. " meinte er und sie legte den Kopf schief. " Gilbert? " fragte sie und Lau viel ein, dass sie den Namen nicht kannte. "Naja.. Onkelchen Nyankuro heißt eigentlich Gilbert. " stellte er fest und May Lin nickte. " Okay. Dann Gilbert !" Sie schaute zu Arael und umarmte den Wolf noch mal, so weit es ging. " Lass uns mal wieder zusammen spielen okay? " fragte sie dann. Sie schaute ihn mit einem flehenden Blick an. Lau lächelte wieder als er dies sah, jedoch nun freundlich, nein, geradezu liebevoll. Er ging nun ebenfalls zu Arael und schaute ihn an. " Ich bedanke mich dass du auf meine Tochter aufgepasst hast. " meinte er und diese kicherte leicht.
Arael blieb stehen und hob den Kopf um Lau an zu schauen. Dieser schien sich in den roten Augen des Tieres zu spiegeln, während Arael ihm so tief in die Augen blickte das es fast schon hypnotisierend war. Aufrecht und stolz stehend, hatte er den Kopf hoch erhoben und in Laus Richtung gedreht. Die Ohren jedoch leicht nach hinten gelegt, als wäre er eitel. Zudem wiegte nur seine Schwanzspitze leicht hin und her.
Als Arael durch Laus Anblick sich jedoch verschwommen an etwas erinnerte, weiteten sich die Pupillen des Tieres für einen Augenblick. Erneut schüttelte er seine Kopf schnaubend, als er erneut das Wort "Nyankuro" hörte. Danach setzte er sich neben dem Mädchen auf den Boden und schaute sie an, als May ihn zu umarmen versuchte. Er legte seien Kopf sanft auf den ihren, wohl seine Art die Umarmung zu erwidern.
Ein wirklich erstaunliches Tier! Danach stupste er sie wieder sanft mit der Schnauze an, bevor er wieder zu Lau schaute. Regungslos betrachtete er diesen für einen Moment, nur seine großen, pelzigen Ohren drehten sich interessiert bei dessen Worten zu dem Mann hin. "...danke.", hatte er gesagt dies schien das Tier zu freuen. Als wäre es wirklich nicht gewohnt, gelobt zu werden, denn man konnte ein leichtes leuchten in seinen Augen sehen. Wenn man bedachte wie der Junge zu Gill gekommen war, konnte man sich dies wohl auch nur schwer vorstellen das dass Tier wusste was ein Lob war.
Arael stand auf und lief in Richtung Gilberts Büro, vor der Tür blieb er stehen und drehte sich zu den beiden nochmals um. Für einen Augenblick wirkte es so, als wäre das Tier nicht von dieser Welt, während er so da stand, den Kopf in ihre Richtung gedreht und sie regungslos betrachtete bevor er mit dem Schwanz zu wedeln begann und auf den Vorderpfoten hin und her tapste.
Es sollte wohl etwas bedeuten wie: "Bis bald."
Anschließend eilte das Tier ins Büro und verschwand.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   31.05.16 20:00

Lau und May Lin schauten dem Wolf nach und May Lin kicherte. Lau wirkte etwas fragend ging jedoch dann mit seiner Tochter hinaus. " Weißt du was Papa?!.. Heute ist eine menge passiert !" meinte May als die beiden in den Aufzug stiegen und dann Richtung Erdgeschoss fuhren.

Als Arael in das Büro kam schaute Gill auf. " Na? Hast du dich etwas amüsieren können ?", fragte er und sein Blick wanderte wieder auf einen Bogen Papier. Es waren nicht mehr viele Blätter welche er bearbeiten musste. Demnach konnte man eine Halbe Stunde dafür einplanen. Danach war er fertig. " Wenn ich fertig bin. Hast du Lust mit mir was essen zu gehen ?
Arael schaute Gill gespannt an und setzte sich neben die Türe. Freudig bellend und mit den Vorderpfoten tapsend, stimmte er Gill zu. Tatsächlich hatte er durch die ganze herum tollere einen mords Hunger...und Durst hatte er auch.
Weshalb er sich auf die suche nach etwas zu trinken machte. Erst schaute er sich im Büro etwas um, doch als er nichts fand ging er wieder Richtung Flur.

" Ah, Warte. Mir fällt ein dass du nicht wirklich was getrunken hast was?", meinte Gill nun und stand auf. Er ging zu einem Waschbecken und füllte eine Schale dort mit Wasser. Diese stellte er auf den Boden. " Tut mir Leid.. Ich... war wohl etwas sehr beschäftigt.", murmelte er und rieb sich verlegen den Nacken. Dann ging er wieder an seine Arbeit. Diese hatte er auch tatsächlich schnell fertig. Er räumte diese Papiere ordentlich weg und stand dann auf um nach seinem Mantel zu greifen. Nachdem auch der Hut saß ging er aus dem Büro heraus. " Komm Arael. " meinte er und lächelte leicht .
Der Wolf drehte den Kopf und spitzte die Ohren. Freudig kam er auf Gill zugesprungen und betrachtete die Schale, bevor er das Wasser gierig aus schlabberte. Dabei veranstaltete er jedoch eine minimale Wasserschlacht. Anschließend lies er sich neben der Schale auf den Boden sinken, während er auf Gill wartete.
Arael hob den Kopf als Gill aufstand und kam diesem schließlich nach, dabei klackten seine Krallen etwas auf dem hölzernem Boden. Jedoch folgte er Gill nur bis zum Aufzug vor diesem blieb er protestierend sitzen und schüttelte schnaubend mit dem Kopf. Scheinbar weigerte er sich nochmals in diese Teufelskabine ein zu steigen und schaute Gill an.

" ... Gut, dann werden wir halt die Treppe nehmen. " meinte er und schaute ihn eine weile lang an. " Auch wenn es dauern wird, bis wir unten sind. " fügte er hinzu und ging auf eine andere Tür zu. Diese musste er jedoch wieder entriegeln. Als die Tür schließlich offen war ging Gilbert auch schon los. Er wollte keine Zeit verlieren, wenn sie schon die Treppe nahmen. Wenn er hinauf ging, würde er jedoch weiterhin beim Aufzug bleiben. Er wollte nicht unbedingt so viele Stufen hoch laufen. Runter ging ja noch aber hoch ? Nein.
Arael wirkte erleichtert wobei er sich fragte warum Gill mit ihm die Treppen nahm. Er würde es ihm sagen, das es reichte ihn ins Treppenhaus zu lassen. Geschickt und schnell wandte sich das Tier die Stufen hinunter. Schneller als Gill schauen konnte, war der Wolf auch schon immer eine Etage unter ihm und wartete an der Tür des Treppenhauses auf ihn.
Etwas außer Atem zwar, was man am hecheln erkennen konnte doch immer noch erleichtert nicht wieder in diesen fahrenden Raum des Grauens steigen zu müssen.

Gill seufzte und folgte ihm. Etwas bewegung würde ihm ja auch etwas gut tun, und zudem bestand das Treppenhaus ja aus drei verschiedenen Treppenhäusern. Er ging zur Tür und öffnete diese. Diese musste wieder entschlüsselt werden. Immerhin hatten Leute aus den Niedrigeren Rängen kein Befugnis für die A-S Etagen. Als er diese Tür geöffnet hatte ging er gleich zum nächsten Treppenhaus und von dort aus konnte Arael auch allein hinunter. Von dort konnte Gill demnach auch den Fahrstuhl nehmen. " Wir sehen uns unten. " meinte Gill und ging dann zum Fahrstuhl um nach unten zu fahren.
Arael tapste schon fast ungeduldig von einer Pfote auf die andere und bellte zustimmend bevor er die Treppen weiter runter flitzte. Jedoch musste er schließlich doch nach dem halben weg eine Pause machen, da ihm die Luft langsam ausging und seine Bein doch etwas zu schmerzen begann.
Deshalb setzte er sich an die gläserne Fensterfront und schaute etwas hinunter bis sich sein Atem etwas beruhig und das Bein aufgehört hatte zu schmerzen. Anschließend stieg er die restlichen Stufen, etwas langsamer hinunter. Untenr angekommen öffnete sich das Tier selbstständig die Tür, in dem es wie zuvor auch schon sich auf die Hinterläufe stellte und die Klinke mit den Vorderpfoten hinunter drückte. Arael lief auf den bereits wartenden jungen Mann zu.

Gilbert war da er ja mit dem Fahrstuhl gefahren war früher wieder unten als Arael. Einige Leute schauten ihn verwundert an, da er neben der Treppenhaustür auf etwas oder jemanden zu warten schien. Als schließlich ein schwarzer Wolf aus diesem kam blinzelten einige Leute. Gilbert beachtete sie nicht und ging mit Arael hinaus. Draußen konnte man zwei Schneemänner sehen, welche scheinbar von May Lin und Lau waren. Dies erkannte man daran dass die Schneemänner den jeweiligen Anfangsbuschstaben auf dem Bauch stehen hatten. Gilbert ging einige Schritte bis er stehen blieb und sich umschaute. Niemand war zu sehen. " Wir gehen was essen. Du kannst dich verwandeln. " murmelte Gilbert und deutete auf eine kleine Seitengasse. Dort würde ihn keiner sehen, selbst wenn jetzt jemand vorbei kommen würde.
Arael schaute auf und schaute sich selbst einmal um bevor er für einen Moment hinter der dunklen Ecke verschwand.
Als der Junge wieder in Erscheinung trat streckte er sich und schaute auf sein Bein als er etwas damit auftrat. Er wirkte zufrieden. Alles wie zuvor. Danach kam er wieder zu Gill zurück. Die Kälte lies siene Ohren und Nasenspitzte schnell erröten.

Gill lachte als er ihn so sah. " Naja, dafür dass dir Kälte sonst nichts aus macht, ist es immer wieder amüsant zu sehen wie menschlich du doch manchmal bist. " meinte er und meinte das nicht einmal böse. " Hast du irgend einen besonderen Wunsch fürs essen ? Suppe, Steak, oder was andere ? " fragte Gill nun. Ihm war es egal was sie aßen, er würde nur nichts anfassen was mit Mörgen war.
"Burger!", sagte Arael urplötzlich und war selbst etwas über seine Antwort überrascht. Dan lächelte er jedoch, obwohl er sich fragte as Gill damit meinte, fragte er ihn nicht. "Und eine heiße Schokolade.", fügte er hinzu....dabei machte er jeodch ein etwas verdutztes Gesicht. Wieder etwas das er nicht kannte und doch hatte er es so schnell gesagt, als würde er wissen was eien heiße Schokolade war und es sehr gerne mögen. Durch Terra wusste Arael zumindest was ein Kakao war.
Der Junge schaute Gill an. "Was ist eine heiße Schokolade?", fragte er und war sich bewusst das diese Reaktion auf GIll äußerst merkwürdig wirken musste.

Gill schaute ihn fragend an und nickte schließlich. " Dann gehen wir mal. " meinte er und deutete ihm an ihm zu folgen. Als der junge Fragte was heiße Schokolade war schaute er jedoch etwas fragend. "Nun, das ist so was ähnliches wie Kakao... " meinte er und schaute ihn eine weile an ehe er weiter ging. " Aber wie kommst du auf die sachen wenn du nicht weißt was das ist ?" fragte er nun und schaute vor sich. Er lief zum Einkaufszentrum, da waren ja auch restaurants und so drin.
"Da fragst du den falschen.", entgegnete Arael der genauso verwirrt war wie Gill, wenn nicht sogar noch mehr. "Das hatte ich schon mal...mit den F-pfa...Pfannekuchen?....Da hat mich Terra auch gefragt und ich habs gesagt obwohl ich keinen blassen Schimmer hab was das sein sollte.", erklärte er und kratzte sich am Kopf.
Hin und wieder hatte der Junge es im etwas tieferen Schnee schwer mit Gills großen und schnelleren Schritten, mit zu halten, immerhin war er kleiner als Gill und ungeübter darin als mensch durch den Schnee zu laufen. Seine Lippen nahmen einen leichten Blau-Ton an, obwohl er ansonsten keinerlei Anzeichen davon machen, zu frieren.

" Hm... Dann ist es wohl eine Erinnerung. " meinte Gill und zuckte mit den Schultern. " Dass kann vorkommen.", fügte er hinzu. Jedoch war es nicht so als wenn er genau wüsste was dazu führte, das dem Jungen diese Worte wieder einfielen. " Naja. Du wirst ja sehen was das ist, was du sagtest. Immerhin gehen wir diese Sachen jetzt holen. " meinte er und grinste. Und schon kamen sie auch schon am Einkaufszentrum an. Gill ging dort hinein und schaute auf der Karte des Zentrums wo der nächste Laden war, welcher Burger anbot. Danach würden sie in einem anderen laden heiße Schokolade für Arael kaufen. Er selbst würde sich nur
einen Kaffee holen.
Als sie in das warme Einkaufzentrum traten erschauderte Arael unter der Wärme die ihn plötzlich umarmte. Erst jetzt merkte er wie kalt es eigentlich draußen war. Er folgte Gill jedoch fiel er nach kurzer Zeit etwas zurück, der Weg durch den Schnee schien ihn mehr angestrengt zu haben als zunächst ersichtlich war...naja...Gill hatte sein eigenes Tempo weshalb ihm wohl nicht aufgefallen war, das Arael mühe hatte mit ihm mit zu halten und nun meldete sich auch wieder sein Bein. Da der Junge jedoch Angst hatte, den jungen Man naus den Augen zu verlieren, behüte er sich nicht all zu sehr zurück zu fallen, was jedoch mehr dazu führte das sein Oberschenkel stärker schmerzte. Deshalb gab er schließlich doch auf und blieb für einen Moment verschnaufend stehen, seine Beine fühlten sich wackelig, betäubt an, weshalb er sich an die Lehne einer Sitzbank krallte und nach Luft rang.
Gilbert bemerkte erst einmal wirklich nicht das der Junge nicht mehr mit kam. Erst als er sich umdrehte stellte er fest das er den Jungen nciht mehr sah also ging er zurück und traf den Jungen auf einer Bank sitzen vor. " .. Tut mir Leid. Ich hätte langsamer laufen sollen. " meinte er und rieb sich den Nacken. " Geht es dir gut... ?" fragte er. Als er Arael erreicht hatte, war dieser wieder etwas zu Atem gekommen, weshalb er ihm nicht mehr ansah, wie erschöpft er war.
Arael war aus Erschöpfung auf die Bank gesackt und schaute auf als er Gills stimme vernahm. Er atmete noch etwas angestrengt jedoch ruhiger als zuvor. "Es geht...langsam...wieder...", sagte er Luft schnappend. Die Hände ruhten auf seinen Oberschenkeln, doch wenn man genauer hinsah konnte man erkennen das seine beine noch immer zitterten als würden sich die Muskeln verkrampfen. Doch eher zitterten sie aus Erschöpfung. Arael lächelte kurz und matt. Jedoch zögerte er zum aufstehen.
" Lass dir deine Zeit. Wir haben erst 6 Uhr am Nachmittag. " meinte Gill nach einem kurzen Blick auf seine Taschenuhr. Dann schaute er ihn an. " Komm erst einmal wieder zur ruhe. Ich möchte nicht, dass du dich überanstrengst. " fügte er hinzu und wartete somit darauf, dass Arael wieder ruhiger atmete. Als dem so war lächelte er leicht. " Wollen wir weiter?"
Tatsächlich dauerte es etwas bis Arael wieder normal atmete und das taube Gefühl in seinen Beinen langsam schwand. Schließlich stand er vorsichtig auf. Erneut testete er das auftreten, schien alles in Ordnung zu sein. Er schaute Gill an. "Alles gut, wir können weiter.", erklärte er mit einem Lächeln.
Er nickte und ging nun wieder los. Jedoch diesemal langsamer. Sie betraten ein kleines Familienrestaurant wo sich Gill auch gleich einen schönen Platz für sie beide aussuchte und sich dann auch dort hinsetzte. Dann schaute er in die Karte. Burger gab es mehrere Arten. Er würde ihn seine Sachen wählen lassen auch wenn er nicht wirklich wusste was das war. Er selbst suchte sich einach Sandwiches aus. Ihm war im Moment nicht so nach fettigem Essen.
Arael hatte Appetit wie sonst auch und das hieß, das er einiges verdrücken würde, so wie zuhause auch. Arael war stolz das er mittlerweile sogar lesen konnte was auf der Karte stand, obwohl es mit dem aussprechen noch etwas holperte. So wurde aus "Cheesburger" der neue "Schießbürger", aus einem "Doppelter Hamburger" ein "doppelter Hansbürger" und aus den Pommes machte der Junge "Ponies". Der Kellern hatte sichtliche Mühe nicht in lautes lachen aus zu brechen und Arael versank schließlich auf der Bank, gegenüber vor Gill. Mit hoch rotem Kopf vor scham. Wenigstens das Wasser hatte er noch richtig aussprechen können. Aber es war eigentlich nicht verwunderlich immerhin waren es mehr englische Worte und die konnte der Junge wiederum noch nicht.
Gill musste sich auch ein lachen verkneifen. Jedoch gab er dann dem Kellner wieder was der Junge gemeint hatte. Dann bestellte er sich ebenfalls was. Als der Kellner weiter gelaufen war grinste Gilbert Arael neckend an. " Hey, du musst damit rechnen dass man darüber lacht. Immerhin wissen die anderen Leute nicht, dass du keine Englischen Worte aussprechen kannst... oder eher vorlesen, weil du die noch nie gehört hast. " meinte er und stubste Arael leicht an. " Ich meine es auch nicht böse, aber ab und zu kann ich mich selbst nicht davon abhalten über deine neuen Wortschöpfungen zu lachen. "
Arael sagte daruf jedoch nichts sondern zog sich die Kaputze seiner Jacke über den Kopf. Es war ihm sichtlich peinlich, egal was Gilbert sagte. Eine Gruppe von Schülern welche sich getroffen hatte und unweit von ihnen saß kicherte schon seit Arael Bestellungsversuch. Auch sie schienen es nicht böse zu meinen ,denn eines der Mädchen schaute ihn nun entschuldigend an obwohl sie noch immer kicherte.
Immerhin: Wer rechnet denn schon damit das es tatsächlich Leute gibt die kein englisch können, besser gesagt Teenager die es doch eigentlich in der Schule lernen sollten? Noch immer verlegen, linste Arael unter der Kaputze zu dem Mädchen hinüber. Ihr lächeln wurde wärmer und sie hörte auch auf zu lachen, schwach und kaum erkennbar für die anderen, wank sie mit den Fingern gerade so über der Tischkante. Arael tat es ihr gleich bevor er wieder etwas von unter dem Tisch auftauchte und die Kaputze zurück schob. Noch immer sah sein Gesicht aus wie eine übergroße Tomate.

Gilbert betrachtete das Schauspiel, was ich ihm zeigte. Er wusste nicht ob er lächeln sollte oder das gesicht verziehen. Er konnte dem Jungenja schlecht verbieten kontakt mit anderen auf zu nehmen... Er seufzte leise und strich sich etwas durch das rabenschwarze Haar. Wieder fixierten seine Augen den Jungen. Warum war er wieder einmal so drauf ? Es ist ja nicht so als wenn Arael ihm gehören würde. Wenn er jemand anderen wählte dann... Moment.. wählte... Gilbert blinzelte. Warum dachte er darüber nach, immerhin war Arael ein Junge und zudem hatte er ein gutes Recht eine Freundin zu haben und... er sollte aufhören über so etwas zu grübeln.
Arael schaute Gill an und neigte nun fragend den Kopf zur Seite. Der Junge schaukelte mit den Beinen während er den Mann betrachtete. "Was ist?", fragte er schließlich. "Hab ich was falsch gemacht?", wollte er nun wieder etwas verunsichert wissen, da Gill so schaute als hätte der Junge wieder etwas angestellt. Arael musste immer noch darauf achten das keiner die pelzigen Ohren in seinem Haarschopf entdeckte, welche besonders in nervösen Momenten sehr schnell sichtbar wurden.
" Ahh.. Eh, nein. Du hast nichts falsch gemacht. Ich habe nur gerade an etwas gedacht. " meinte Gill nun und hoffte dass nun endlich die Bestellung ankam. So konnte er sich auf Essen konzentrieren. " .. Vielleicht sollte Terra dir auch Englisch beibringen... oder soll ich das übernehmen ?" meinte er und schaute ihn nun eine weile an.
"Was ist englisch?", wollte Arael wissen, achtete jedoch darauf leise genug zu sprechen, denn er hatte das Gefühl für diese Frage hätte ihn die Gruppe am anderen Tisch ihn zu tote gestarrt. Kurz darauf kam auch ihre Bestellung, auf welche sich der Junge mit starker Disziplin stürzte. Ungewohnt, ihn so ruhig dasitzen zu sehen und langsam zu essen. Zuhause tat er dies nicht.
Gilbert betrachtete ihn eine Weile. " Es ist eine andere Sprache. " erklärte er und lächelte. " Diese hat sich in so viele andere eingeglieder, auch in unsere. " meinte er und lächelte leicht. Dann schaute er auf seinen Teller und begann ebenfalls zu essen. Seine Sandwitches waren recht schnell verschwunden. Doch mehr wollte er im Moment nicht. Also wartete er auf den Jungen bis er fertig war. " Aber ich denke dass du erst einmal so oder so lesen und schreiben lernen solltest. Danach kann man über Englischunterricht reden. "
Der Junge nickte nur mit vollem Mund. Es dauerte etwas bis er die Burger und die Pommes verdrückt und mit dem Wasser hinunter gespült hatte. Satt und zufrieden lehnte er sich zurück. Nun begann er wieder langsam mit den Füßen zu schauckeln während er Gill betrachtete.
Gill lächelte leicht. Dann rief er den Kellner herbei und bezahlte. Dann stand er auf. " Und jetzt besorgen wir dir eine heiße Schokolade. " meinte er und nickte ihm zu. "Ich kenne einen netten Laden wo die heißen Getränke wirklich lecker schmecken. Darunter ist auch heiße Schokolade. " stellte er fest und deutete ihm an ihm zu folgen. Jedoch wartete er auf Arael und lief nicht einfach los. Er wollte nicht das der Junge ihn schon wieder aus den Augen verlor.
Es schien den Jungen zu freuen, denn dieser stand auf und folgte dem jungen Mann aus dem Laden und weiter durch das Einkaufszentrum. Dabei blieb er so dicht er konnte bei Gill um diesen nicht wieder zu verlieren.
Irgendwann bog Gill ab und ging auf einen Laden zu, welcher recht leer war. Es war so als wenn nur wenige von diesem Laden wussten. Doch die welche von diesem wussten waren geradezu Stammgäste. Gilbert betrat das kleine Café und ging zu einem freien Tisch hinüber. Alles war recht klassisch und doch gemütlich eingerichtet. Da passte jemand wie Gilbert wirklich herein. Immerhin war sein Geschmack ja auch eher auf das klassische abgerichtet.
Als Arael den Laden sah schaute er sich um. Es war hübsch aber irgendwie nicht sein fall, doch seine Gedanken behielt er dieses mal für sich, Gill hätte es ihm warscheinlich sonst übel genommen, immerhin ähnelte dies der Einrichtung zuhause.
Er setzte sich wieder Gill gegenüber und schaute sich weiter um. Es war wirklich recht leer hier und es roch nach Keksen und Kaffee. "Was riecht hier so komisch?", wollte Arael leise wissen. Immerhin hatte er eine kräftigere Nase als die anderen weshalb es für ihn wohl stärker roch udn er mit diesem nichts anfangen konnte.

"Nun. Das sind denke ich frisch gebackene Kekse. " meinte Gill und schaute den Jungen mit einer hoch gezogenen Braue an. Klar, er wusste das der Junge diese nicht kannte, doch komisch rochen diese nicht. So fand er jedenfalls. " Naja. Vielleicht sind einige verbrannte dabei. aber das ist normal. " fügte er hinzu. " Und Kaffee... denke ich. " fügte er hinzu und schon kam ein Kellner auf sie zu. Es war ein älterer und freundlicher Herr. " Ah. Mr. Nightray. " meinte er und schaute Gilbert freundlich an. " Noch einmal vielen Dank für letzte mal. " stellte er fest und verneigte sich leicht. Dann viel sein Blick auf Arael und er wirkte verblüfft. " Oh, und ein junger Mann. " erklärte er und lächelte auch ihm zu. " Das ist Jouse. Er ist der Ladeninhaber. Jouse? Das ist Arael. " stellte Gilbert ihn vor und der Mann lächelte Arael ffreundlich und warm an. " Freud mich dich kennen zu lernen, Arael. Nun. Was darf ich euch bringen ?" fragte er nun. " Ich nehme einen Kaffee, natürlich schwarz und der junge Mann dort nimmt eine heiße Schokolade. " meinte Gill und überlegte. " Ach ja. Und vielleicht auch einige Kekse. " fügte er hinzu und der Mann lächelte. " Also gut. " meinte er dann und eilte davon um die Bestellung zu holen.
"Leine Ahnung, ich finde nur dass es hier extrem stark nach etwas richt, das ich nicht definieren kann, abgesehen vom Kaffee.", erklärte er und schaute auf als sich ihnen ein Mann näherte. Arael drehte leicht fragend die Augen, ohne den Kopf von dem netten älteren Herrn ab zu wenden. "Junger mann?", dachte er und nickte dem Mann eher schüchtern zu. Es sollte wohl eine art Verbeugung sein, ähnlich wie die des Mannes. Als Jouse wieder in Richtung Tresen ging, schaute Arael wieder Gill an. "Was meinte er damit?", fragte er Gilbert.
Gilbert schaute zu Arael und sein blick war etwas fragend. " Womit meinte er was? " fragte er nach, weil er nicht wirklich wusste was der Junge mit seiner Frage meinte. Doch dies würde ihm der Junge ja auch erzählen. Schließlich konnte Gilbert keine Gedanken lesen. Zudem fand er, dass der ältere Herr nichts gesagt hatte, was man nicht verstehen könnte. In seinen Augen jedenfalls.
"Noch einmal vielen Dank für letzte mal.", zittierte er den älteren Jouse. "Was meinte er damit?", fragte Arael nun erneut und beugte sich leicht über den Tisch zu Gill hinüber. Seine Pelzohren zuckten neugierig hervor, doch das bemerkte Arael nicht. Wenn Gill ihn nicht schnell drauf hinwiese, würde womöglich noch jemand diese entdecken.
" Arael.. Deine Ohren. " murmelte Gill und streckte seine Hände aus um diese auf Araels Ohren zu legen, so dass keiner diese sah. " Nun. Ich habe hier mal ausgeholfen. " murmelte er schließlich uns seufzte. Er musste dem Jungen nicht unbedingt sagen wobei er ihm ausgeholfen hatte. Das würde nur ein schlechtes Licht auf Gilbert werfen, weil es definitiv nicht mit einer Aushilfe innerhalb des Ladens zu tun hatte.
Arael zuckte etwas zusammen als Gill seine Hände nach ihm ausstreckte und schielte nach oben, als er versuchte seine Ohren wieder zwischen seinen Haaren zu verstecken. "Soo~?", fragte er anschließend und schaute Gill fragend an, dass dieser ihm bestätigte das seine Ohren wieder verschwunden waren, scheinbar, natürlich. Denn wer genauer hinsah erkannte sie dennoch. "Ich glaub sowas wie ne Mütze wäre angebracht.", überlegte er etwas leiser und wohl mehr für sich.
" ... Ha.. Es geht. " murmelte Gill und schaute mit einem kritischen Blick zu seinen Ohren welche man beim näheren hinsehen noch erkannte. " Stimmt eine Mütze währe wirklich angebracht. Da wir schon hier sind können wir auch gleich eine kaufen gehen. " meinte Gill und schon kam Jouse wieder zu ihnen. Er stellte vor Gilbert eine Tasse mit Kaffee auf den Tisch und vor Arael eine heiße Schokolade. Zudem folgte ein Tellerchen mit Keksen. " Bitte sehr, die Herren. " meinte er und ging auch gleich zum nächsten Kunden, welcher herein gekommen war, um diesen zu bedienen. " Greif nur zu. " meinte Gilbert auf die Kekse bezogen und hob seine Tasse um leicht daran zu riechen. Dieser Geruch war wirklich angenehm und entspannte seine Nerven.
Arael betrachtete die Tasse vor sich, die Flüssigkeit darin war dunkelbraun mit weißem Schaum darauf es roch süßlich. Auch die Kekse daneben rochen angenehm doch sehr stark. Vorsichtig griff er nach einem und schnupperte daran bevor er ihn betrachtete und in den Fingern etwas hin und her wendete. Anschließend verschwand der Keks mit einem Haps im Mund des jungen und er begann darauf herum zu kauen.
Es war als würde der Junge versuchen den Keks zu analysieren und irgendwo ein zu ordnen. Als er ihn hinunter geschluckt hatte griff er nach der Tasse, etwas zögerlich. Sie war recht warm und dampf stieg von ihr auf. Obwohl der Junge kurz kaum erkennbar pustete, verbrannte er sich die Zunge wodurch er erschrocken die Tasse los lies. ein schwall heißen Kakao ergoß sich über ihm und die Tasse ging scheppernd zu bruch. "....aaah~", kam es von dem Jungen welcher noch immer verkrampft da saß und sich nicht traute zu rühren.

Gill war aufgesprungen als dies passierte, doch er konnte es nicht verhindern. Jouse kam zu ihnen und wirkte erschrocken. Dann brachte er sofort einige Tücher und auch ein Handtuch für Arael. "Jouse,...lassen sie nur. " meinte Gilbert und nahm ihm die Sachen ab. Gilbert war demnach auch derjenige welcher die Scherben zusammen suchte und den Boden wischte. Er schaute Arael seufzend an ." Jetzt werden wir wohl sogar komplett neue Kleider für dich einkaufen gehen müssen. "murmelte er und wirkte nun besorgt. " Ist dir was passiert? Keine Sorge dir ist niemand böse. " meinte Gill und Jose wirkte ebenfalls besorgt. "Haben sie sich verletzt, junger Mann ?".
Nun hob Areal den Kopf und schaute die beiden Männer an, er hatte sich sichtlich zu Tode erschrocken im standen sogar einige Tränen in den Augen. "Tut mir Leid.", sagte er mit zittriger stimme und lies langsam die Hände sinken, welche er vors Gesicht gezogen hatte. "Ich hab nicht gedacht das es so heiß ist.", stammelte er und schniefte um die Tränen zu unterdrücken. Mit dem Ärmel wischte er sich etwas vom Kakao aus dem Gesicht, da sein Obertei lsowieso mit Kakao getränkt war, machte das ja nun auch nichts mehr.
Gilbert seufzte und stand auf um ihn an zu schauen. " Keine Sorge.", murmelte er und strich dem jungen sanft durchs Haar. Anders als sonst, da er seine Haar sonst immer verstrubbelte. "Also, Kopf hoch ? Keiner ist böse. Und das kann schon mal passieren. " fügte er hinzu. Etwas leiser als sonst. Jouse schaute Arael entschuldigend an. " Ich werde nachsehen ob wir ein sauberes Hemd hier haben. " erklärte er und war such schon los gegangen. Er schien es Arael ebenfalls nicht übel zu nehmen. Gilbert war hatte noch immer dieses besorgten Blick aufgesetzt, welchen man bei ihm so gut wie nie sah.
Arael spürte die Blicke der anderen Gäste auf sich versuchte sie jedoch zu ignorieren. Erneut sniefte er bevor er Gill von unten herauf entschuldigend anschaute. Doch dann schielte er für einen Moment zu dem Teller mit den Keksen. Er griff nach einem und hielt ihm Gill vor den Mund während er ihn lächelnd anschaute.
Gilberts blick wandelte sich von besorgt zu verwundert, als Arael ihm nun den Keks vor dem Mund hielt. Doch da der Junge wieder lächelte nahm er den Keks mit einem Hab an und begann diesen zu kauen. Einige Leute schauten sie dabei an und nach und nach bildete sich ein rötlicher Schatten auf seinen Wangen und er schaute zur Seite. Dann richtete er sich auf und räusperte sich, was einige zum kichern brachte.
Auch Arael neigte den Kopf leicht zur Seite und begann zu kichern, er schien sich wieder beruhigt zu haben. Dann griff er nochmals nach den Keksen und aß selbst einen. Wenigstens die Kekse konnte der Junge noch genießen was er auch tat. Wie ein Eichhörnchen saß er die Kekse, die ihm sichtlich schmeckten. Den letzten Keks hielt er Gill hin, dieses mal jedoch nicht an den Mund den so lang waren die Arme des Jungen wiederum nicht.
Gill war verlegen als auch Arael kicherte, doch er nahm den Keks an und schob sich diesen in den Mund. Dann kam auch schon Jouse wieder an. Er hatte tatsächlich ein Hemf gefunden. " Kommen sie kurz mit junger Mann? Dann können sie sich umziehen. Naja zumindest das Hemd. " meinte er und lächelte freundlich. Gilbert setzte sich wieder hin und deutete Arael an mit ihm zu gehen. Immerhin wollte der junge bestimmt nicht die ganze Zeit mit einem riesigen Kakao-Fleck auf der Brust umher laufen.
Für einen Moment schaut der Junge Gill an, als dieser Nickte stand er auf und folgte dem älteren Herrn um sich um zu ziehen. "Vielen dank.", sagte er schüchtern und zog sich anschließend das etwas zu große Hemd an. Fürs erste sollte dies reichen.


Zuletzt von Haruka Hatake am 31.05.16 20:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   31.05.16 20:08

Der Mann lächelte nur. " Nichts zu danken. Ich helfe gerne. " meinte er und faltete das Schmutzige Hemd zusammen um es in eine Tüte zu legen und dem Jungen in die Hand zu drücken. Dann begleitete er ihn wieder zu Gilbert welcher nun bezahlte. Seinen Kaffee hatte er bereits ausgetrunken. Er nahm Arael an der Hand und zog ihn hinter sich her. Er lies ihn wieder los als es ihm auffiel. Etwas befremdend schaute er auf seine Hand um dann zu seufzten. " Wir werden jetzt ein ersatzhemd und eine Müze für dich besorgen, okay? " fragte er um seine verlegenheit zu überspielen.
Arael musste die Tüte festhalten damit er sie nicht versehentlich los lies, als Gill ihn plötzlich packte in mit sich zog. "Aua, Gill du tust mir weh.", sagte er und zog seine Hand weg als Gill den Griff plötzlich wieder lockerte. Er hielt sich das schmerzende Handgelenk und wich einen Schritt zurück während er Gilbert verängstigt anschaute. Was war plötzlich in den jungen Mann gefahren? War er doch sauer? Der Junge verstand es nicht und schaute verängstigt unter seinem schwarzem Haarschopf hervor.
" Ah tut mir leid.. "meinte Gilbert und schaute ihn etwas geschockt an. Dann wanderte sein Blick zur Seite. Er schien sich nun mies zu fühlen. " Ich weiß nicht warum ich das gemacht habe. Tut mir Leid. " stellte er fest und atmete tief durch. Wenn er jetzt öffters so reagierte hatte er wirklich ein Problem. " .. Naja... Wir.. sollten... " er deutete in richtung der Läden. Dann stopfte er seine Händen in seine Taschen, damit er nichts mehr mit diesen anstellen konnte. " Tut mir wirklich leid... es liegt nicht an dir. " murmelte er wieder, doch das stimmte nur teilweise.
Doch aller guten Worte half nichts, der Junge war vollkommen verunsichert, vermutlich würde es nun wieder etwas dauern bis er vertrauen in den Mann gefasst hatte. Deshalb folgte er Gill in einigem Abstand. Mitlerweile war es etwas ruhiger im Einkaufszentrum geworden und durch das gläserne Dach konnte man den dunkler werdenden Himmel erkennen. Arael schaute sich etwas um und entdeckte dabei wieder die Gruppe Schülerinnen welche er zuvor im Imbiss gesehen hatte. Das Mädchen, welches ihm entschuldigend zugeunken hatte, bemerkte ihn ebenfalls. Auch den Abstand welcher Arael nun zu Gill hatte. Sie schaute etwas verwundert, weshalb er einige Schritte schneller lief und zu Gill etwas aufholte. Doch dadurch konnte das Mädchen einen wagen Blick auf sein Handgelenk erhaschen um ewlches sich langsam ein druckmal gebildet hatte. Arael folgte ihrem erst erschrockenem und schließlich düsterem BLick und zog eilig den langem Ärmel des Hemdes darüber.

"Was ist los, Cherry?", fragte eines der Mädchen dass das Mädchen weider den Kopf drehte. "Ich weis nicht....da war wieder der Junge...", "...ach den süßen der kein English kann?", fragte ihre Freundin und die anderen brachen wieder in Gelächter aus. "Ja...irgendwas stimmt nicht mit ihm.", sagte Cherry wurde jedoch von ihren Freundinnen weiter geschleift.

Gilbert fand es nachvollziehbar, dass Arael nun auf abstand ging auch wenn es in ihm ein merkwürdiges Gefühl hervor rief. Er verstand sich selbst nicht mehr. Warum hatte er ihn gepackt und mit sich gezogen ? Es hatte keinen Grund gegeben. Vielleicht weil er keine Aufmerksamkeit wollte? Oder weil er Arael für sich haben wollte? Warum auch immer, er war wirklich nicht net zu Arael gewesen und würde nun die konsequenzen fühlen müssen. Und er merkte es. Als Arael etwas zu ihm aufholte schaute er in seine Richtung und erblickte dann auch den düsteren Blick von dem Mädchen. Er seufzte leise und schaute dann wieder vor sich. Ihm war es ein rätzel warum sie so böse geguckt hatte. Er schweig und betrat dann schließlich einen Laden, wo er Arael auf erkundungstour schickte. Er selbst blieb an einer Wand gelehnt stehen und schaute ihm zu.
Arael schaute sich etwas um, entschied sich dann jedoch recht schnell für ein schlichtes, schwarzes T-Shirt und einen grünen Pulle, welchen er unter dem T-Shirt tragen wollte. Dazu eineschlichte Jeans. 
Auf dem Weg zurück, fand er sogar einige schwarze Lederarmbänder, welche er ebenfalls mitnahm, mit diesen konnte er sichergehen dass niemand mehr starren würde und er konnte sichergehen das Terra nicht auch noch Fragen stellen würde.

Gilbert bezahlte seine Auswahl und schickte ihn in iene Umkleide um sich um zu ziehen. Dann schaute er ihn an. " Eine Mütze hast du nicht gefunden ? Also eine welche dir gefällt ?" fragte er schließlich nach, schaute ihn jedoch nicht an. Er fühlte sich einfach mies. Und es war seine Schuld das wusste er. " Wenn nicht, werden wir ein andermal danach schauen. " stellte er fest und seufzte. Dann drehte er sich auch schon um um den Laden zu verlassen. Seine Hände hatte er immernoch in seinen Taschen versteckt.
"Ah, das hab ich ganz vergessen.", meinte Arael und schaute sich um. Dann fand er ein schwazres Cappy, ebenso schlicht nur mit einem Flügelsymbol an der Seite, es gefiel ihm, weshalb er diese noch mitnahm. "Gefunden.", sagte er in der einen Hand die Tüte in der anderen Hand das Cappy.
Gilbet nickte als er das Cappy sah und atmete aus. " Gut. Dann gehen wir jetzt nach hause. " mumelte er und schaute sich kurz noch einmal um. Dann nickte er ihm zu und ging vor. Draußen war das Wetter nach wie vor schön und so hatten sie keine Probleme nach hause zu kommen. Jedoch lies sich Gill zeit. In der Zeit steckte er sich noch einmal eine Zigarette an und atmete den Rauch mit einem seufzten aus.
Als sie die Mütze bezahlt hatten, setzte sich der Junge diese auch sofort auf. Sie fühlte sich etwas ungewohnt an und er hate das Gefühl alles plötzlich etwas gedämpfter zu hören. Er folgte Gill auf dem Weg zurück nach hause und lief wieder etwas weiter hinter ihm, jedoch nur leicht so das Gill ihm mit einem leichten Kopfdrehen im Augenwinkel bereits sehen konnte. Er hielt die Tüte mit den dreckigen Sachen fest und schaute sich etwas um. Es wurde langsam dunkler und die wenigen MEnschen auf der Straße wurden noch weniger.
Gilbert schweig und rauchte einfach vor sich hin. Er überdachte das geschehene dieses Tages und tat das Ende als sehr fehlerhaft ab. NAtürlich nur sein Verhalten davon. " .. Ah... Hast du irgendwelche besonderen Wünsche ?" fragte Gilbert nun und drehte sich etwas zu ihm. " Also etwas, was du unbedingt haben möchtest. "
Arael drehte den Kopf und schaute Gill in die Augen. "Das hast du mich doch schon vor ein paar Tagen gefragt oder?", wollte er von ihm wissen und schüttelte den Kopf bevor er dann jedoch stehen blieb und auf ein SChild einige Meter weiter zeigte. Es war ein "FutterNapf", zu lesen. Ein Tier-Fachgeschäft. "Wie wärs mit einem Halsband?", fragte er.
" Nun... Ach ... " er lächelte nun etwas. " Stimmt. Wir wollten so oder so noch einen Napf und ein Halsband kaufen zudem noch eine Leine um den Schein zu wahren was? " meinte Gill nun und ging zu dem Laden um zu sehen ob dieser noch geöffnet war. Sie hatten wirklich glück, denn noch war der Laden offen. " Na dann kannst du dir gleich sachen aussuchen welche dir gefallen, was? " meinte er und nickte ihm zu.
Arael lächelte schüchtern zurück bevor sie den Laden betraten. Es roch wieder sehr stark und seltsam. Etwas verwundert schaute sich Arael um, da er auch einige Tiere von irgendwo hörte. Aus dem hinterem Teil des Ladens kam auch bald eine Verkäuferin und schaute die beiden männlichen Besucher mit einem Lächeln an.
Gilbert schaute die Frau an. " Guten Abend. Wir suchen einige Sachen für einen Hund. Also Halsbänder und dergleichen. " meinte Gilbert und lächelte leicht. Er bemerkte es dieses mal gar nicht. Seid er Arael damals im Schnee gefunden hatte, hatte sich Gill nach und nach immer mehr geöffnet, auch wenn er es nicht wirklich selbst mit bekam.
"Für einen gaaanz großen.", lächelte Arael und breitete dabei die Arme aus. Ob der Jugne mit absicht übertrieb war jedoch nciht zu erkenne, jedoch lächelte die Frau vergnügt und brachte sie in eine Ecke in welcher allerlei Dinge für Hunde zu finden waren. über Halsbänder, Decken, Leinen und Spielzeuge bis hin zu  Leckerchen und Transportboxen war hier alles zu finden.
Somit begann sich Arael auch um zusehen und staunte was es nicht alles gab. Als er ein Gummihuhn entdeckte griff er danach und erschreckte sich als dieses unter seinem Griff ein lautes: "Quiiieck" von sich gab. Doch dann drückte er nochmal und nochmal. Er schien das Spielzeug lustig zu finden. Lies jedoch nach einigen Minuten davon ab, da er es doch etwas laut empfand. Vor einem Regal an welchem verschiedene Halsbänder hingen blieb er wieder stehen und schaute sich die verschiedenen Arten genauer an.


Gill lies den Jungen suchen. Immerhin war er es ja, welcher die Sachen benötigte, oder eher zum schein. Da sollte er auch nur das bekommen was er haben wollte. Gilbert packte jedoch einige Dose Futter und Leckerchen ein. Immerhin sollte es ja so ausshen als wenn er wirklich einen Hund haben würde. Und wenn man einen hat, jedoch kein Futter da hat, kommt das ziemlich komisch. Irgendwann kam er jedoch trotzdem zu Arael. "Und ?Schon was gefunden?"
"Ich kann mich nicht entscheiden."; sagte Arael und tippte sich nachdenklich mit dem zeigefinger gegen die Wange. "Entweder das, oooder~ das.", sagter er und deutete erst auf ein einfaches Kettenhalsband und ein schwarzes aus Leder mit Nieten. Dabei fiel auf dass Arael bereits eine Leine in der Hand hatte. eine etwa 3Meter lange, aus schwarzem Leder und am unterem ende in eine etas kürzere Metallkette mündende Leine.
Dann endschied sich der Junge jedoch für das Metallketten-Halsband und nahm dieses ebenfalls vom Haken. dann schaute er sich weiter um. Ein oder zwei Spielsachen wären ohl nicht verkehrt und eine Decke als Schlafplatz ebenso.
Tatsächlich fand der Junge auch schon bald eine rote Hundedecke die groß genug für ihn war und entschied sich noch für einen Spielknochen und einen Stoff-Fußball. An den Sachen hatt er etwas zu tragen. Blieb jedoch stehen als er an einem Regal mit Kauknochen vorbei kam. "Was sind das für Teile?", woltle er von Gill wissen.

Gilbert schaute auf die Auswahl und überlegte. " Nun.. Da nehme ich dir lieber nicht die Entscheidung ab. " meinte er und nickte. Er war mit allen entscheidungen zufrieden, welche der junge traf. Als sich dieser entschieden hatte gingen sie weiter, bis Arael einige Sachen zusammen gesucht hatte. " Soll ich dir velleicht was abnehmen? " fragte er und schaute dann zu den Kauknochen. " Nun. Das sind Kauknocken. .. Dadrauf kauen Hunde immer rum.. Kann was mit Zahnflege zu tun haben oder so... Ich hatte vorher noch nie einen Hund. " murmelte Gill, so dass nur Arael ihn hören konnte. Er hatte nicht wirklich viel Ahnung was ein Hund brauchte. Nur das was jeder wusste.
"Ich mag einen mitnehmen, der riecht interessant.", sagte Arael und gab Gill die große Decke die doch etwas sperrig in den Armes des kleineren Jungen war. Geschickt, konnte er einne der mittleren Knochen greifen und nahm diesen ebenfalls mit in Richtung Kasse. Diese Art von einkaufen schien dem Jungen spaß zu machen. Die Frau schaute etwas verwundert als die Männer die sachen vor ihr am Thresen ausbreiteten, begann diese jedoch danach einzu scannen und ein zu tüten. Sie lächelte. "Alles gefunden? War ihr besuch zufriedenstellend?", wollte sie wissen und Arael nickte lächelnd.
Gilbert nickte. " Dann nehmen wir einen mit. " stellte er fest und nahm die Decke an sich, damit der Junge sich einen der Knochen aussuchen konnte. Dann gingen sie zur Kasse. Er achtete nicht wirklich auf den Preis, weil alles zusammen doch mehr kostete und nickte der Frau zu. " Sehr zufrieden. " stellte er fest und nahm dann die Sachen um hinaus zu gehen. Draußen war es mittlerweile schon so dunkel, dass die Laternen angingen. " So. Ich denke das wars dann für heute ?" meinte er und wirkte dabei etwas fragend. Als wenn er sich nicht einmal wirklich sicher war ob es das gewesen war.
Arael folgte ihm, auch er trug nun einige Taschen mehr in dne Händen. "Ich schätze schon, die Geschäfte machen alle langsam zu und es wird mir zu dunkel.", sagte Arael und man merkte wie der Junge langsam nervös wurde. Er schien das Geschehen vom Nachmittag bereits weitestgehend verdrängt zu haben, oder die Nervösität überdeckte diese. Der Junge schaute Gill an.
Gilbert schaute ihn etwas verwundert an. Er wusste nciht ob die Nervosität von dem Geschehen am Mittag kam oder ob ihn was anderes nervös machte. Jedoch sagte er nichts.. " Na dann. Dann geht es jetzt ab nach hause. " meinte er und streckte sich einmal. Dann setzte er sich wieder langsam in bewegung. Schon bald kamen sie eh wieder an die vershcneite Straße. Dort wurden sie eh wieder etwas aufgehalten.
Der Junge schien wirklich verängstigt zu sein denn er bemühte sich in Gills nähe zu bleiben, der tiefere Schnee erschwerte ihm dies jedoch später etwas. Es dauerte bitet sie halb durchgefrohren an Gilberts Haus ankamen. Mitlerweile mehr von  der kälte Zitternd, als von Angst klapperte Arael sogar bereits mit den Zähnen. Auch wenn Kleidung und dicke Jacke ihn lange warm gehalten hatten, die Nacht hatte die Temperaturen schnell weiter unter den Gefrierpunkt sinken lassen. Er war müde und wollte nurnoch ins warme Bett, selbst sein knurrender Magen war Arael gerade total egal.
Gilbert schloss die Tür auf und lies den Jungen vor sich selbst eintreten. Dann folgte er ebenfalls und schloss hinter sich die Tür. " Wir sind wieder da. " rief er und Terra schaute kam die Treppe herunter. sie hatte einen Film geguckt und dabei gestrickt. " Das freut mich. Wollt ihr noch etwas essen ?"  fragte sie und Gill schüttelte den Kopf. " Ich jedenfalls nicht. Ich gehe direkt schlafen. " stellte er fest und stellte die zwei Tüten ab, welche er getragen hatte. Dann gähnte er hinter vorgehaltener Hand und ging hinauf. Terra schaute ihm verwundert nach. " Okay. Dann schlafen sie gut. " meinte sie und schaute zu Arael. " Und wie steht es mit dir ?"
"N-n-nein danke, dieses mal nicht.", bibberte er und stellte die Tüte mi den einkäufen neben die von Gill. "Ich hab mich...v-v-v-orhin m-m-m-mit heißer Schokolade überg-g-g-ossen."; stammelte er und hätte sich einmal fast auf die Zunge gebissen. Dann hielt er ihr zitternd die Tüte mit der dreckigen wäsche hin. "Kannst du sie später w-w-waschen?", fragte er und setzte sich auf den Boden, da ihm die Beine weh taten und er sich noch die Schuhe ausziehen musste.
Terra nickte. " Sicher. Aber.. Geht es dir gut ?" fragte sie und schaute den Jungen vor sich an. Die Tüte nahm sie entgegen. " Geh am bessten schnell in dein Bett und wärme dich auf. " meinte sie dann und blinzelte. Die beiden Herren verwunderten sie etwas. Dabei war es noch nciht einmal spät. Warum flüchteten sie dann plötzlich beide ins Bett. " Ist sonst noch etwas vorgefallen ?", fragte Terra nun besorgt.
"Äh...", der Junge hielt in der Bewegung des Schuhe ausziehens kurz inne und hob dann den Kopf. "...wir waren Shoppen.", lächelte er dann doch dieses Lächeln wirkte etwas unsicher. Er stellte die Schuhe beiseite und stand wieder auf.
"Gg--gute Nacht.", sagte er dann und stieg ebenfalls die Treppe langsam hinauf um in sein Zimmer zu gehen. er machte sich zumindest die Mühe sich noch seine Hose aus zu ziehen bevor er Müde auf das große weiche Bett viel und sich in die Decke einrollte. Es dauerte nicht lange bis seine Gedanken wieder den Tag verfolgten. Arael war verwirrt, schlief unter der warmen Decke jedoch irgendwann ein.

Terra blickte etwas verwirrt drein, als er das sagte. Sie spürte, dass da noch was anderes war, doch wenn er nicht davon reden wollte wollte sie ihn nicht zwingen. Somit zog auch sie sich irgendwann in ihr Zimmer zurück.

Gilbert erwachte weil ein Schneeball gegen sein Fenster flog. Es war bereits Morgen. Er setzte sich auf und streckte sich leicht. Dann stand er auf und ging ins Bad um sich frisch zu machen. Heute hatte er nichts vor. Nur nächste Woche müsste er noch einmal ins Büro um wieder Papierarbeit zu erledigen.
Ein etwas eigenwilliges, pelziges Ohr, schob sich unter der Decke hervor, während auch eine Schwanzspitze auf der einen Seite der Decke herauslugte und mit der Spitze auf die Matratze stupste. Ein schwarzer Haarschopf verriet jedoch, dass Arael bereits nicht mehr wirklich schlief sondern mehr döste da er noch nicht aufstehen wollte. Doch schließlich hatte es die Sonne soweit durch seine Gardienen geschafft und ihn solange ins sein Gesicht gestrahlt, das es nichts half. Langsam kroch der Junge unter der warmen Decke hervor.
Verschlafen rieb er sich die Augen. Es fiel ihm erst gar nicht auf das er mit seinen Klamotten, bis auf die Hose, geschlafen hatte. Er gähnte, während er noch mit halb geschlossenen Augen aus dem Zimmer wankte.

Gilbert stand vor dem Spiegel im Bad und starrte sein Spiegelbild an. Er wirkte verpennt, was seine Bartstoppeln noch unterzeichneten. Wenn er sich nicht jeden Tag rasieren würde, würde er super schnell einen recht ansehnlichen dreitagebart haben. Nur hatte er gehört das er mit diesem viel älter aussah und noch war er ja nicht über 40. Demnach zog er es vor, diesen look erst später wirklich war zu nehmen. Schlecht sah es an ihm nicht aus. Doch er war zu eitel dafür. Im moment jedenfalls.
Arael stolperte über den Teppich im Flur und legte sich lang auf den Boden. Die plötzliche Landung auf dem Teppich weckte den Jungen unsanft. Mit einem Husten richtete er sich wieder vom Teppich auf.
Gilbert fuhr zusammen als er ein poltern hörte und kam aus dem Bad gestolpert um gerade noch mit zu erleben wie Arael sich aufrichtete. Gilbert schaute ihn besorgt an. " Arael.. Alles in Ordnung ?! Was machst du nur für sachen? " fragte er seufzend und ging auf ihn zu. Schweigend und besorgt schaute er ihn eine weile an, dann schüttelte er den Kopf und strubbelte dem jungen durchs Haar. " Du kleiner Tolpatsch. " meinte er und lächelte nun wieder leicht liebevoll.
Arael hob den Kopf und schaute Gill an. Doch als Gill seine Hand nach ihm ausstreckte zuckte der Junge erschrocken zurück. Auch wenn Gill ihm durchs Haar wuschelte konnte er diesen nur leicht eingeschüchtert anschauen. "Der Teppich hat mir Beinchen gestellt.", meinte er dann jedoch und stand auf bevor er sich die schmerzenden Knie rieb.
Gill bemerkte dass er zusammen zuckte und seine Augen weiteten sich vor schock. Dann zog er seine Hand schnell zurück und schaute zur Seite. Etwas verletzt, was er auch war. Doch er war selbst schuld. " Nun... Ich hoffe dass du dir nicht weiter weh getan hast. " murmelte er nüchtern und atmete tief durch. Dann lächelte er ihn an, jedoch verschlossener und distanzierter. " .. Ich denke dann sollte ich den Teppich wohl wo anders hinlegen oder? Nicht so mitten in den Weg? " meinte er und schaute ihn noch immer nicht an. Er schaute eher knapp an ihm vorbei, traute sich nciht ihm in die Augen zu sehen. Warum hatte er so viel angst davor den jungen so erschrocken und eingeschüchtert zu sehen ? Ihm gegenüber vor allem? Es tat ihm innerlich weh und wieder bidlete sich ein Klumpen in seinem Hals .
"Nein, ich sollte mir wohl eher abgewöhnen aus dem Bett auf zu stehen, wenn ich noch nicht meine Augen offen halten kann.", antwortete Arael und gähnte erst etwas hinter vorgehaltener Hand bevor sein Kopf leicht zur Seite neigte und ihm seine Augen auch wieder zu vielen. "Ich hab...", murmelte er und kippte Gill entgegen.
Gilbert rieb sich den Nacken und wusste nicht mehr wirklich was er sagen sollte. Dann jedoch kippte Arael ihm entgegen und Gilbert fing ihn auf. " Arael ? Junge, geht es dir gut ?!" fragte er und blinzelte schockiert. War der junge wirklich im stehen eingeschlafen ? Oder war das doch was anderes. Also hatte es einen anderen Grund warum er umgekippt war.
Plötzlich hatte die Finsternis den Jungen verschluckt. Zunächst verwirrt starrte Arael in die Dunkelheit vor sich. Er sah nichts, hörte nichts, roch nichts. Es schien wie eine Welt ohne Sinne. Doch dann begannen Stimmen aus der Finsternis um ihn herum zu sprechen. Sie versetzten den Jungen in Panik, als ob er sie schon einmal alle gehört hatte und dies nun lebendig gewordene Erinnerungen waren. Denn er war sich sicher die Stimmen nicht zu kennen. "Monster!", "Bloody Biest!", "...er ist kein Kind.", "Mörder!", "Bestie!", "Komm nicht näher...!", "Du bist alleine, ganz alleine...", immer und wieder redeten sie auf den Jungen ein. Panisch schaute Arael sich um, wollte wissen woher die Stimmen kamen wer ihn dort so beschimpfte. Doch nichts aus völlige Schwärze. Und dann, mischte sich noch eine neue Stimme unter die anderen. Sie war anders, auch sie jagte dem Jungen Angst ein, doch es fühlte sich anders an. Es war wie ein eisiger Griff der sich langsam um den Jungen schloss. "Furcht. Sie haben alle Angst....vor dir.", und dann tauchten plötzlich zwei rote Augen in einiger Entfernung vor Arael auf. Sie wankten hin und her, als würde etwas auf ihn zu kommen.
Tatsächlich bildete sich eine Kontur im Schwarz, von einer menschlichen Gestalt. Ein breites Grinsen tauchte im Dunkeln unterhalb der Augen auf. Als würde die Finsternis höchst selbst sich über den Jungen lustig machen! Doch dann, von einer Sekunde auf die Nächste, waren die Augen und das Grinsen fort. "Wundervoll nicht wahr? Das Grauen und die Furcht in ihren Worten?!", Arael drehte sich um, da war diese kaum erkennbare Silhouette wieder und sie kam immer und immer näher. Doch während sie immer weiter auf den Jungen einredete, schien die Stimme sich zu Vervielfältigen und immer mehr Augenpaare tauchten auf bis sie den Jungen fast vollständig umkreist hatten. Und nun stand er nur noch einen Meter von Arael entfernt, der Junge konnte nun deutlich den Schatten im Dunkeln erkennen. "Du gehörst mir!", sagten die roten Augen und die Gestalt streckte die Hand nach ihm aus. Von Todesangst gepackt, drehte sich der Junge um und rannte in die Schatten. Egal was dort war er wollte weg von dieser Aura, diesem Etwas das dass schiere Böse zu sein schien!
Arael wusste nicht wie weit er lief oder wie lange doch urplötzlich zersplitterte die Finsternis vor ihm, wie Glas das durchschlagen worden war und der Junge stand irgendwo im Schnee. Er konnte nicht erkennen was für eine Tageszeit es war, der Himmel war in graue Wolken gehüllt, der Schnee wirkte Stumpf und vor ihm lag eine Anhöhe. Der Junge schaute auf seine Füße. Er war barfuß und trug nur die Kleidung mit der er auch geschlafen hatte, doch er spürte keine Kälte. War das hier real? Doch dann schaute er wieder auf. Auf der Anhöhe mitten im Schnee konnte er ein Kind hocken sehen. Als er langsam auf dieses zu trat konnte er sehen das dass Kind einen Schneemann baute! Noch recht weit vom den Kind entfernt hörte Arael plötzlich etwas, doch es klang seltsam verzerrt wie eine schlechte Tonband-Aufnahme. Da packte ihn etwas an der Schulter und Arael fuhr herum. Der Schatten mit den roten Augen stand vor ihm und grinste ihn noch immer an, erneut streckte er seine Hand nach dem Jungen aus. Entsetzt weiteten sich seine Augen, in welchem sich die Hand dieses Etwas spiegelte.

Arael riss die Augen auf, er atmete tief und hecktisch ein, als hätte er die Luft angehalten. Im ersten Augenblick wusste er nicht wo er war und scheine Augen schauten hin und her bis Arael realisierte wo er war. Er schnappte nach Luft. Was war gerade geschehen? Der Junge wusste nicht einmal ob er nur für wenige Sekunden weg gewesen war oder mehrere Minuten. Seine Hände fühlten sich kalt und taub an und er zitterte.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   31.05.16 20:34

Gilbert hatte Arael etwas geschüttelt, als dieser nicht auf seine Worte reagiert hatte, dann hatte er ihn jedoch auf die Couch gelegt und zu gedeckt. Besorgt musterte er das zum teil verzweifelte Gesicht des Jungen. Schien als habe er einen Albtraum oder ähnliches. Die Zeit verging. Er erwachte nicht. Terra hatte den Kamin angemacht und brachte ab und zu etwas warmes zu essen nach oben. Gilbert wachte an der Seite des Jungen, da er sich wirklich extreme Sorgen machte. Immerhin hatte der Junge einen festen Platz in seinem Herzen. Er war sogar schon so vertraut für ihn, dass er sich nicht mehr von dem Jungen trennen wollte. Egal was auch war. Arael würde bei ihm immer einen Platz finden wo er angenommen wurde. Denn Gill würde ihn nie von sich stoßen. Während er neben ihm saß und ihn besorgt betrachtete strich er mit seiner Hand einige der schwarzen Haare des Jungen aus dessen Gesicht. " .... .Was ist nur los.. ?" murmelte er fragend und seufzte.
Als Arael erwachte war Gilbert auf seinem Stuhl eingeschlafen. Doch schreckte er wieder auf, als er merkte wie sich etwas regte. " Arael ?", fragte Gilbert und schaute ihn blinzelnd an.
Hörbar beruhigte der Junge sich etwas als eine vertraute Stimme an sein Ohr drang. Schließlich hob er etwas den Kopf um Gill zu finden. Als Arael in diese goldenen Augen blickte, war dort Angst zu erkennen, doch nicht solche wie zuvor als würde er Gill fürchten. Denn ein Schimmer von Erleichterung tauchte in ihnen auf als er in Gills besorgtes Gesicht blickte. Arael richtete sich auf der Couch auf ohne den Blick zu lösen. Und aus den leuchtend grünen Augen, begannen große Krokodilstränen zu kullern.
Irgendwo tief in seinem Herzen hatte sich der Junge vollkommen allein und verlassen gefühlt, vergessen und gehasst vom Rest der Welt und plötzlich merkte er das dies nicht so war. Er konnte es nicht beschreiben. Weshalb er Gill einfach nur anschaute und die Tränen über sein Gesicht kullerten.

Gilbert war erleichtert als er festgestellt hatte das der Junge nun wieder wach war und wurde geschockt als er anfing zu weinen. Er konnte nicht so gut damit umgehen, wenn jemand vor ihm weinte. Also zog er ihn schließlich in seine Arme. " Ruhig... Ich bin bei dir.", murmelte er etwas unbeholfen und strich dem jungen sanft durch das Haar. Er wusste dass das etwas merkwürdig aussehen würde, doch nun ja. Er konnte Arael einfach nicht weinen lassen. Zudem hoffte er das sich dieser durch die Nähe beruhigte. Er hatte das oft bei Kindern gesehen welche durch Kontakt mit den Eltern nicht mehr weinten oder zumindest weniger. Zwar sah er Arael nicht als seinen Bruder oder Sohn an. Doch wollte er ihn dennoch trösten. Auch wenn das unbeholfen war.
Arael wusste nicht was los war. Er schluchzte und schniefte nicht, es liefen einfach nur Tränen. Er war viel zu verwirrt und durcheinander als das er die Situation verstand. Schließlich warf der Junge einen Blick zum Fenster, es dämmerte bereits wieder. Schließlich schaffte es Arael doch, einige Worte über die Lippen zu bringen. "Was ist passiert?", fragte er nachdem die Tränen versiegt waren und auch sein Herz wieder ruhiger schlug. Fragend schaute er Gill an.
Gill löste sich von ihm und schaute fragend drein. " Nun das würde ich von dir gerne wissen... du bist in so was wie eine Ohnmacht gefallen.. Erst habe ich gedacht du seist eingeschlafen... aber das war nicht so... " murmelte Gill und seufzte. " Du hast mehrere Stunden geschlafen und warst nicht wach zu bekommen... Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht.. und Terra auch.. ".
"...oh...", war das einzige was dem Jungen dazu einfiel. Sein blick wandterte wieder zum Fenster. Wie bei einem Blitz tauchen für einen Wimpernschlag zwei rote Augen im Fenster auf und schlagartig kamen alle Erinnerungen dieses seltsamen Alptraums, wenn es einer war, wieder. Mit ihnen kamen die Angst und heftige Kopfschmerzen. Er griff nach Gills Oberteil, schloss die Augen und lehnte sich mit seiner Stirn an seine Brust. Er atmete kräftig doch tief und ruhig um sich selbst zu beruhigen. Doch das Pochen in seinem Kopf nahm nach und nach zu.
Gilbert schaute zu ihm, mit einem fragenden Blick, weil nur ein `oh.. ´gekommen war, und dann zu dem Fenster als Arael hin schaute und sich so gleich an ihm fest krallte. Doch er sah nichts. " ... Ist alles in Ordnung mit dir.. ?", fragte Gilbert nun unsicher und legte seine Hände auf seine Schultern, damit er ihn dazu bringen konnte ihn an zu sehen. Zudem ging er etwas in die Hocke, damit er auf Augenhöhe mit Arael war. " ... Ruhig... alles ist gut.. Arael. " meinte Gilbert nun und zog ihn wieder in seine Arme. So bleib er eine weile. Etwas bedrückte Arael oder eher, Etwas lies bei ihm Panik ausbrechen. Doch auch wenn er nicht wusste was es war, würde er ihm zeigen dass er nicht allein war.
Doch Arael bewegte sich nicht, er konzentrierte sich darauf sich selbst zu beruhigen. Er hatte Gill und Terra bereits genug Sorgen gemacht. Auch wenn die Panik nach einigen Minuten verschwand, die Kopfschmerzen blieben. Weshalb sich der Griff an Gills Hemd nur wenig lockerte. Noch immer hatte er die Augen geschlossen, es war als würde dies den Schmerz etwas zurück halten denn, wenn er sie öffnete wurde es wieder etwas schlimmer. Schließlich hob er doch den Kopf und schaute Gill an, seine Miene war schwer zu definieren. Es hatte einen hauch von Sorge obwohl es nur der Schmerz war der Arael nun so zermürbte. Er hatte auch Schwierigkeiten seinen Blick auf einen Punkt zu fixieren, weshalb seine Augen leicht hin und her zuckten. Doch der Junge hielt dies nicht lange aus, schließlich lies er den Kopf wieder sinken und schloss die Augen, den Griff endlich von Gill lösend fasste er sich selbst an den schmerzenden Schädel. "...mein Kopf...", sagte er nur.
Gilbert blieb mit ihm so, bis er seinen Griff schließlich löste und sich an den Kopf griff. " .. Hast du Kopfschmerzen ?" fragte Gilbert besorgt. Er hatte den Blick von dem jungen gesehen und dieser unfokusiertem Blick, beunruhigte ihn wirklich sehr. " .. Ich kann dir etwas gegen Kopfschmerzen holen... " meinte er doch hielt inne. " Oder ich frage Terra ob sie das machen kann. Ich will dich jetzt nur ungerne alleine lassen."
Arael nickte nur kurz und leicht. Was war nur plötzlich los? Zu den Kopfschmerzen kam allmählich ein flaues Gefühl in der Magengegend. Arael schätzte das es Hunger war, immerhin hatte er nun vor etwas weniger als 24 Stunden das letzte mal etwas gegessen und auch getrunken gehabt. "...ich möchte was trinken.", sagte er.
Okay... Meinst du du kannst mit mir runter gehen oder soll ich etwas holen ?" fragte Gill und fühlte sich selbst irgendwie komisch bei seiner über Besorgtheit. Doch er konnte es nun einmal nicht ändern. Jemand welchen er lieb..... sehr gern hatte hatte ein Problem, welches in diesem Fall Kopfschmerzen waren. Aber naja.
"...Ich....weis nicht...", antwortete der Junge unsicher. Doch lies er schließlich die Arme sinken und öffnete wieder die Augen. Er musste sich zusammen reisen, sollten sich Gill und Terra etwa noch mehr Sorgen machen? Nein, das wollte er nicht. er drehte etwas den Kopf und schaute in Richtung Treppe. Ihm kam der Weg plötzlich so lang vor, weshalb er schlucken musste und tief einatmete. Dann zog er die Beine vom Sofa und blieb einen Moment so sitzen, den Blick auf den Boden gerichtete. Arael hatte das Gefühl alles um ihn herum bewegte sich.
" Nein.. Bleib lieber hier.. Ich gehe dir was holen. " meinte Gill und rang nun wieder mit sich selbst. Doch in dem Moment kam Terra die Treppe hinauf und schaute zu ihnen. " Ah. Er ist wach geworden. Wie geht es dir, mein Lieber? " meinte sie und ging auf Arael zu. Gill schaute sie an. " Kannst du eben etwas zu trinken und etwas gegen Kopfschmerzen holen.. ? " fragte er und sie nickte. " Natürlich. Ich werde auch gleich etwas zu essen herauf holen. Sie habe beide nichts gegessen !" murmelte sie und ging dann hinunter um alles zu holen.
Arael drehte den Kopf und schaute erst Gill und als Terra kam anschließend sie an. Dann lies er den Kopf wieder sinken. "Okay...", er wirkte irgendwie erleichtert und schloss wieder die Augen. Als er seine Hände in den Schoß legte, merkte er dass seine Finger noch immer kühl waren. Deshalb begann er diese langsam zu reiben. Es sah seltsam aus, wie der Junge ruhig mit geschlossenen Augen und gesenktem Kopf da saß, schwieg und nur die Hände bewegte. "Tut mir Leid.", sagte er nach einem Moment.
Gilert schaute ihn eine weile besorgt an und wunderte sich als er sich entschuldigte. Er lies sich neben Arael auf die Couch sinken und schaute ihn fragend an. " Warum entschuldigst du dich denn ? Du hast nichts falsch gemacht. " meinte er und meinte es ernst. Der Junge hatte nichts getan, warum dann die Entschuldigung?!
Die Kopfschmerzen liesen etwas nach weshalb Arael die Augen wieder aufmachte dennoch weiterhin auf den Boden schaute. "Ihr habt euch meinetwegen Sorgen gemacht.", erklärte er ruhig. Langsam wurden seien Hände wärmer, weshalb er sie im Schoß ruhen lies.
Gilbert seufzte. " Dafür musst du dich jedoch nicht entschuldigen. Das Zeigt nur, dass du uns wichtig bist. " meinte er und dachte erst einmal nicht wirklich über die Bedeutung seiner Worte für ihn selbst nach. Er beließ es dabei. " Wenn man sich sorgen kann ist es doch gut. Besser als kalt daneben zu stehen. " stellte er fest und schaute ihn nachdenklich an. " ... Oder stört es dich, dass wir uns um dich sorgen ?
"Nein, es ist nur...ich weis damit nicht um zu gehen.", antwortete Arael ohne wirklich darüber nach zu denken, er schien instinktiv zu antworten. Arael schaute auf als er Terras Schritte auf der Treppe hörte. Plötzlich schüttelte er sich, wie ein Hund als ihm ein kurzer Schauer über den Rücken lief und schaute selbst etwas verwundert. Etwas blinzelnd schaute er Gill kurz an. Er wusste selbst nicht was er da gerade gemacht hatte oder warum.
Gilbert war überrascht als sich der Junge schüttelte, konnte jedoch nicht erklären warum er das getan hatte. " Ist dir kalt ?" fragte er jedoch zur Vorsicht. Dann nahm auch er Terras schritte auf der Treppe war. Kurz nachdem er zur Treppe geschaut hatte war sie auch schon da. Sie hatte ein recht großes Tablett bei sich mit zwei Tellern und zwei Glasern mit asser. Neben einem Glas lagen einige Medikamente. Die gegen Kopfschmerzen.
"Eigentlich nicht.", meinte Arael und schaute auf das Tablett. "Danke.", sagte er und nahm erst das Glas Wasser und die Tablette. Das Wasser spülte angenehm die Kehle hinunter. Es fühlte sich an wie das erste nach einem langem Marsch durch eine Wüste!
Danach warf er einen kurzen Blick auf die Teller. Sofort rumorte sein Magen lautstark weshalb er sich verlegen den Kopf rieb. er gab ein leiseres, verlegenes und entschuldigendes lachen von sich.

Gill lächelte leicht, einfach weil der junge wieder leicht lachte, doch sorge hatte er immer noch. Nur lies er sich dies nicht mehr wirklich anmerken. Terra lächelte leicht. " Na wenn du Hunger hast, scheint es dir nicht mehr sooo schlecht zu gehen. Hau ruhig rein. " meinte sie und lächelte gütig. Dann warf sie Gilbert einen warnenden Blick zu. Dieser konnte schon ahnen wieso. " .. Möhren. " murmelte er und atmete aus. Er fragte sich wie man Möhren überhaupt als Nahrungsmittel ansehen konnte.. Diese waren widerlich. Dann nickte er jedoch. Terra lächelte und ging dann wieder die Treppe hinunter. Gilbert reichte Arael seinen Teller. " Iss ruhig."
Arael nahm sien Teller und aß, nein, eher schlang er das Essen in sich hinein als gäbe es kein Morgen mehr. Doch dann drehte er den Kopf und schaute Gill an. Er Schluckte den Löffel runter, den er gerade gegessen hatte. "Wieso, magst du nicht? Du sollst doch auch was essen.", meinte er und aß weiter. Arael erholte sich wieder, erstaunlich schnell nachdem die Tablette zu wirken begonnen hatte .
" Hahah.... ich denke ich habe nicht so den Hunger. " meinte er und lächelte leicht. Dann seufzte er. " Wenn du willst kannst du meine Portion auch haben. " stellte er fest und lächelte leicht. Es war ein etwas brüchiges lächeln. Er seufzte leise, dann schaute er vor sich und nahm sich eines der Gläser um auch selbst etwas zu trinken. Hunger hatte er tatsächlich nicht wirklich. Das lag nicht nur an den Möhren welche er nicht zu sich nehmen wollte.
"...", kauend schaute der Junge ihn an. Er schien Gill nicht ganz zu glauben und aß auch nciht seine Portion. Er war tatsächlich erleichtert als sein Magen gefüllt und sein Teller leer war.
Gilbert seufzte. Rührte dennoch nichts von seinem Essen an. Er stellte sein Glas wieder auf das Tablett und nahm Arael seinen leeren Teller ab. " So. Ich bringe das eben runter. " meinte Gill nun und erhob sich. Dann hob er das Tablet hoch und ging mit diesem zur Treppe.
"Ist gut.", sagte der Junge und streckte sich. er musste etwas gähnen, dabei hatte er heute so gut wie nichts getan. Er zog die Beine an und kuschelte sich wieder in die Decke während er die Treppe beobachtete und auf der Couch saß.
Gill brachte das Tablett in die Küche und musste sich eine Beschwerde von Terra anhören, weil er nichts gegessen hatte. Gill hatte gemeint das er keinen hunger hätte, was Terra ihm nicht glaubte. Doch sie lies es auf sich beruhen. Als Gilbert wieder hinauf kam, hatte er eine Wasserflasche dabei, welche er neben die Couch von Arael stellte.
Arael hatte damit begonnen leise zu summen und hob den Kopf um Gill an zu schauen. Er verstummte wieder und legte das Kinn auf die Knie. "Geht es dir gut?", wollte er nach einigen Minuten von Gilbert wissen, während er ein Gemälde gegenüber der  Couch an der Wand betrachtete.
Gilbert hatte das summen gehört und wunderte sich etwas das Arael wieder aufgehört hatte. " .. Wieso sollte es mir nicht gut gehen ?"  fragte er und legte etwas den Kopf schief. Er setzte sich vor die Couch auf den Boden und schaute von diesen Punkt aus in den brennenden Kamin. " Wie kommst du darauf das es mir nicht gut gehen würde ?"  fragte er noch einmal und amtete leicht aus.
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Haruka Hatake

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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   31.05.16 21:05

"Weis nicht, ist nur so ein Gefühl.", antwortete Arael und schaute nun ebenfalls in das Kaminfeuer da ihm aber davon die AUgne anfingen zu brenne, schaute er bald wo anders hin. "Was war den so schlimm am Essen?", frage er weiter. Ihm war die Stille im haus momentan zu unangenehm weshalb er versuchte einfach weiter mit Gill zu reden.
" Nun... Mir gehts gut. " meinte Gilbert und seufzte. Sein Blick war wieder nach wie vor auf den Kamin gerichtet. Jedoch schien ihn die Wärme nicht zu stören. Doch er schien Schmerzen ja so oder so nicht wirklich mit zu bekommen. Er blinzelte schließlich und schaute ihn an als er die Frage stellte. " Nun.. An dem Essen war nichts wirklich schlimm. ICh mag nur Möhren nicht so. Das ist alles. Aber heute habe ich wirklich keinen Hunger... gehabt oder habe jetzt keinen. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist das manchmal einfach so. "
"Hm...", Arael neigte nachdenklich den Kopf. er wusste nicht ob er nun weiter fragen doch doch lieber still sein sollte. Doch die Stille wurde ihm schnell wieder unheimlich. "Spielst du mir was vor? Auf dem Klawier?", fragte er als ihm wieder einviel das Gill ihm dies vor einigen Tagen versprochen hatte. Vielleicht konnte er es ihm beibringen, dann hätten sie was zu tun und es wäre nicht so still!
Dabei viel dem Jungen auf das er das Ticken der Standuhr vom Dachboden schon eine Weile nicht mehr gehört hatte. Ob sie stehen geblieben war?

" Sicher kann ich das. " meinte Gilbert und lächelte leicht. Dann stand er auf und ging zu einem Ding aus Hols, welches an der Wand stand und eher als Ablage genutzt wurde. Er hatte das Klavier nicht wirklich häfig genutzt in der letzten Zeit. Er klappte, nachdem er einige Zettel herunter geräumt hatte den Deckel auf und lies sich auf dem Hocker vor dem Klavier nieder. Er schaute zu Arael und deutete neben sich auf den anderen Hocker. " Du kannst ruhig her kommen. " meinte er und schaute ihn freundlich an .
Arael schaute kurz auf seine Füße und blieb dann jedoch sitzen. Sie fühlten sich immer noch leicht taub an. "Gleich.", antwortete er mit einem Lächeln. Er kuschelte sich noch etwas in seine Decke.
" Soll ich dir dann einfach was vorspielen ?" fragte Gilbert nun und schaute wieder vor sich. Er schloss die Augen nun. Und legte seine Hände behutsam auf die Tasten des Klaviers. " Du kannst ja gleich zu gucken, ist ja so oder so nicht schwer. Wenn du willst kann ich dir vielleicht sogar etwas beibringen. " erklärte er .
"Au ja.", meinte der Junge und wirkte begeistert. Er blieb noch etwas auf der Couch sitzen, bevor er dann doch langsam und vorsichtig aufstand. Er wirkte noch etwas wackelig auf den Beinen, doch kam er langsam zum Klavier wo er neben Gill stehen bliebt und auf seine Finger schaute.
" Setzt sich doch ." meinte Gill und schaute zu Arael und deutete dabei auf den Hocker neben seinem. Dann legte er seine Hände wieder auf die Tasten und schloss die Augen. Dann fing er an zu spielen. Es war eine schöne, ruhige und doch recht melankolische Melodie. Er spielte diese mit geschlossenen Augen, benötigte keine Noten dafür. Es war als würde die Musik den Raum durchströhmen. Genau wie bei seiner Geige wirkte er vollkommen entspannt und ruhig. Es schlich sich sogar ein lächeln auf seine Lippen.
Jedoch blieb der Junge stehen und hörte dem jungen Mann zu. Sanft wiegte er siuch mit der Melodie mit, während er beobachtete wie Gills Finger über die Tasten tanzten. Er war fasziniert und ihm schien die Musik freude zu machen.
Gilbert spielte einfach weiter. Als er sein Lies beendete schaute öffnete er seine Augen. In ihnen lag etwas von Traurigkeit. Doch diese verschwand wieder, sobald er Arael anschaute. "... Möchtest du noch etwas hören ?", fragte er nun und räusperte sich leicht, da seine Stimme betrofen geklungen hatte.
Arael machte eine seltsame  Kopfbewegung lächelte Jedoch. "Gern.", antwortete und setzte sich nun neben Gill. Er betrachtete die schwarzen und weißen Tasten vor ihnen .
Gill lächelte und überlegte. " Ich habe noch einige Lieder welches.... ich auswendig kann. Jemand wichtiges scheint sie mir beigebracht zu haben."murmelte er schließlich. Dann legte er wieder seine Finger auf die Tasten und begann ein weiteres Lied zu spielen. Es war ein recht trauriges Lied. Doch es barg etwas in sich, was es dennoch schön machte. Es war recht ruhig und auch leichert zu spielen. Jedenfalls hörte es sich einfacher zu spielen an. 
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Doch der Junge schwieg und lauschte nur, er wirkte etwas müde, während er Gills Finger beobachete und sanft hin udn her wiegte. Als Gill fertig mit dem Spielen war, hob der Junge den Kopf. "Das war schön". ,meinte er.
Gill schaute vor sich als er geendet hatte. Dann nickte er. " Finde ich auch. " meinte er und lächelte leicht. Dann schaute er fragend drein. " Geht es dir gut? Du wirkst... etwas... müde? Dabei hast du doch den ganzen Tag geschlafen... War wohl kein erholsamer schlaf was? " fragte er und schaute den jungen etwas fragend an. " Leg dich lieber hin. Ich kann dir das Klavierspielen auch morgen noch beibringen. Wobei erst das Notenlesen kommt. "
Arael schaute Gill in die Augen. "Hmmm....", machte er und lehnte seinen Kopf an Gills Schulter. "Ich möchte aber viel Lieber der Musik lauschen.", entgegnete er dann und schloss denoch die Augen.
" Ich kann dir zum Einschlafen noch etwas vorspielen. " schlug Gilbert vor und fing auch schon wieder an ein weiteres Lied zu spielen. Natürlich achtete er darauf den Jungen auf zu fangen, falls dieser einschlief und mit dem Kopf von seiner Schulter rutschen würde. Wieder spielte er eine Melodie aus dem Kopf heraus, doch sie klang etwas fröhlicher als vorher. Abe das war wohl ansichtssache.

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Arael lauschte den klaren Klängen des Klaviers und entspannte sich merklich. Musik schien den Jungen wirklich tief zu erreichen DIe Decke noch immer um sich gewickelt, rutschte sein Kopf nur etwas weiter nach unten ohne das Arael den halt verlor. "...irgendwann....kann ich das auch...", murmelte er und schlummerte schließlich mit einem lächeln langsam ein.
 Langsam verschwand er unter der Decke, als er sich wieder in ein Tier verwandelte undsein Kopf sank auf Gills Schos.
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BeitragThema: Re: Die Jäger von Euqilibrium -Gilbert & Arael-   31.05.16 22:11

Gilbert lächelte leicht als er den Jungen dies sagen hörte und nickte leicht. " Ich werde dafür sorgen, dass du das kannst. " meinte er und schaute vor sich. Dann schloss er die Augen und spielte weiter. Bis das Lied vorbei war. Doch Arael war vorher bereits eingeschlafen und zum Wolf geworden. Als Gilbert leise die Klappe des Klaviers zu machte, versuchte er wirklich sich nicht zu sehr zu bewegen. Er wollte ihn ja nicht wecken. Dann jedoch hob er den Wolf hoch. Es sah recht komisch aus, doch er fallste ihn sicher und ohne ihn dabei zu wecken. Dann trug er den Wolfsjungen in dessen Zimmer und legte ihn auf sein Bett. Schnell legte er dem Wolf noch eine Decke über. Ihm erschien das einfach als Richtig.  Dann ging er leise aus dem Zimmer und schloss die Tür. Vorher warf er dem schlafendem Arael noch einen, er bemerkte es selbst nicht wirklich, liebevollen Blick zu. Kurz darauf ging er in sein Zimmer und setzte sich auf sein Bett. Dann betrachtete er eine weile die Wand und lies sich dann nach hinten fallen um schließlich mit der Decke vorlieb zu nehmen.
Arael schlummerte friedlich und verkroch sich im schlaf weiter unter der Decke. Dieser seltsame Alptraum schien vergessen und der junge wachte erst am nächsten Morgen wieder auf als ihn sein grummelnder Magen weckte. Gähnend, streckte er sich während er auf dem Bauch lag so das Hände und Füße unter der Decke heraus lugten. Als es jedoch kälter war an diesen zog er sie wieder rasch unter die Decke. "Brr....kalt.", meinte Areal und setze sich, in die Decke gekuschelt auf.
Gilbert war einige Zeit später, nachdem er über einige Dinge nachgedacht hatte eingeschlafen. Er erwachte, als Terra in sein Zimmer kam um ihn zu welchen, weil sie meinte, dass der Tag es nicht verdient hatte, dass Gilbert ihn verschlief. Demnach schlurfte er, nachdem er Terra einige Worte zu gegrummelt hatte in die Küche hinunter. Natürlich leise, denn er dachte das Arael noch schlief. Er wollte ihn nicht wecken. Und Terra wegen der ereignisse am vortag, wohl auch nicht, weshalb sie ihn in ruhe ließen .
Arael rieb sich übers Gesicht und versuchte die Müdigkeit zu vertreiben. Nach einigen Minuten stand er auf zog sich was frisches an und ging aus dem Zimmer. Sein Magen verlangte nach Nahrung und die fand der Junge wie immer in der Küche, weshalb er die Treppen hinunter polterte und in die Küche wehte wie ein frischer Wind. "Guten Morgen.", sagte er gut Gelaunt und ging zu einem Schrank um sich eine Tasse daraus zu holen und sich einen Kakao zu machen.
Gilbert saß auf einem Stuhl und schaut ein die Kaffeetasse vor sich. Er wa noch nicht wirklich ansprechbar. Erst wenn er seinen KAffee getrunken hatte, konnte man seine Laune als: Okay, abstempeln. Nun brauchte er jedoch noch eine weile. Immerhin handelte es sich hier um einen extremen Morgenmuffel. Naja. Es sei denn er stand von alleine auf, und ohne dass man ihn weckte. Terra war bereits dabei Früstück zu machen. Etwas Speck und etwas Ei und dann halt Brot, Toast oder Stuten mit Aufstich, was jedoch alles schon auf dem Tisch stand. " Morgen. " brummelte Gill und Terra schaute von ihrer Arbeit auf. " Guten Morgen, Arael. Setzt dich. Du kannst auch schon mal anfangen. " meinte sie und lächelte liebevoll. sie war wirklich wie eine gutmütige Mutter.
Arael setzte sich mit seiner Tasse an den Tisch. "Ich hab einen Bä~ren hunger.", meinte er und musste sich dabei strecken. Anschließend trank er einen Schluck aus seiner Tasse und betrachtete Gill für einen Moment.
" Dann iss schon mal. " meinte Terra erneut und lachte leise. Gill trank einige Schlücke von seinem Kaffee und unterdrückte einmal ein herzhaftes Gähnen. Dann als er merkte, dass er beobachtet wurde schaute er auf. " .... Hm? " fragte er , was so viel heißen sollte wie: Was ist los ?
Arael erwiederte nur ein Lächeln und meinte: "DU siehst aus als schläfst du gleich weider ein.", dan griff er nach einer Brotscheibe und machte sich ein Brot in das er herzhaft hinein biss. Zufrieden kaute er darauf herum während seine Pelzohren auf und ab wippten.
Gilbert gab ein grunzen von sich, was so etwas wie ein lachen sein könnte, oder aber eine Zustimmung. Doch sagte er darauf nichts weiter und trank einfach seinen Kaffee weiter. Irgendwann begann er auch, sich etwas zu essen zu machen. Terra stellte Ei wie Speck auf den Tisch und gesellte sich schließlich zu ihnen. " So.. Einen guten Appetit euch beiden. " meinte sie fröhlich und schmierte sich ein Brot.
Der Junge verschluckte sich fast an seine mBissen, als er vor Gills  Geräusch zurück schreckte und ihn mit einem "Weiche von mir böser Geist-"Blick anschaute. Aß dan jedoch weiter. "Guten Appetit.", sagte er als auch die anderen beiden anfingen. Arael verschlang ein Bot nach dem anderen.
Gill hatte Arael etwas schockiert angeguckt als dieser sich fast verschluckte und ihn mit diesem Blick ansah. Doch er zuckte bloß leicht mit den Schultern und biss etwas lustlos von seinem Brot ab um dann langsam zu kauen. Terras Laune blieb unverändert. Sie war fröhlich und das schon so heftig dass es beinahe ungewöhnlich aussah. Gilbert hatte sich angewöhnt nicht nach zu fragen, aber er war ja generell eher der ignorante und unfreundliche Typ. Außerdem konnte er sich schon denken warum sie so gut gelaund war. Es war nämlich der Geburstag ihres Sohnes. Und das hieß, dass sie nach dem Frühstück für drei Tage zu ihrer Familie aufs Land fuhr. Für Gill waren dies eher weniger erfreuliche Nachrichten. Immerhin konnte er sich nicht alleine um den Haushalt kümmern, sonst hätte er Terra nicht arangieren müssen. Und das war ihr auch bewusst. Doch diesemal war ja Arael bei Gill, das hieß, dass dieser wenigstens nicht verhungern würde. Immerhin hatte sie Arael schon einiges beigebracht.
Dem Jungen blieb Terras übermässige gute Laune nicht verborgen, weshalb er schließlich inne hielt und sie anschaute. "Warum bist du so gut gelaunt?", wollte er wissen und biss in ein über dickes Sandwitch mit Käse,Schinken,Eis und Speck.
Terra schaute ihn an, während Gilbert einfach weiter aß. " Nun. Mein Sohn hat heute geburtstag. Ich werde heute für drei Tage zu ihm aufs Land fahren. Ich freue mich so sehr darauf meine Lieben iwieder sehen zu können und auch meine Enkelkinder. " meinte sie und schaute Arael vergnügt an. " Deinen Unterricht... Kann Gill ja dann vortsetzen. Da du schnell vortschritte machst, wird es ihnn auch nicht sonderlich reitzen. " stellte sie fest und Gill atmete aus. " ... . Hm. " meinte er nur bestätigend, jedoch etwas zögerlich. Er war eindeutig noch nicht so weit, dass er wieder besser gelaund war.
"Muss ich dann kochen?", wollte der Junge wissen und biss erneut in sein Sandwitch. Etwas Eigelb lief ihm aus dem Mundwinkel zum Kinn.
"Wenn du möchtest. Ihr könnt bei gutem Wetter auch auswärts essen gehen... Doch.. " sie sah so aus als würde ihr diese Idee nicht sonderlich gefallen. " Es wäre mir lieber wenn du das übernehmen würdest. " erklärte sie schließlich mit einem seufzter. " Mr. Nightray kann nämlich überhaupt nicht kochen. Außer Kaffee, aber der schmeckt auch nicht sonderlich... naja.. gut. " meinte sie und Gilbert gab nur ein seufzten von sich. Da er sonst nichts drauf erwiderte, zeigte dies, dass er ihr wohl oder übel recht gab.
„Das macht nichts, das krieg ich hin. Immerhin hatte ich eine gute Lehrerin.", entgegnete der Junge mit einem lächeln und wischte sich das Eigelb vom Kinn um es anschließend vom Handrücken zu lecken. Anschließend trank er seinen Kakao leer.
Terra lächelte dankbar. " Danke für das Kompliment und dafür, dass du das Kochen in der Zeit meiner Abwesenheit übernimmst. Ich bin dir wirklich sehr Dankabr. " stellte sie fest und lächelte. Dann setzten sie ihr Frühstück fort. Gilbert, welcher nachdem er fertig gegessen hatte etwas besser gelaund war, stand nun auf udn stellte sein Geschir in die Spülmaschine. Terra tat es ihm gleich udn verzog sich dann summend in ihr Zimmer um ihre Sachen zu packen.
Arael machte es den beiden Nach und räumte sein Geschirr ebenfalls weg, bevor er den Tisch abdeckte. Als er aus der Küche kam, viel sein Blick auf die Tüten am Eingang. "Ach meine ganzen sachen.", stellte Arael fest und begann nach und nach alles die Treppe hinauf zu schleppen. Hin und wieder polterte es, wenn ihm etwas runter viel, wie zum beispiel der Spielball. Nur die Näpfe, Leckerchen und das Hundefutter, brachte er in die Küche und deponierte es in einer Ecke. Oben begann er die Sachen irgenwie etwas auf zu teilen. Der Junge suchte im Wohnzimmer einen Platz für die Decke, welche seinen Schlafplatz markieren sollte. Der Platz neben der Couch gefiel ihm am besten. Von dort hatte er Blick zur Treppe und konnte sich genauso schnell hinter der Couch verstecken UND was ihm wichtig war, er hatte Blick auf den Fernseher. Der nur ein bis zwei mal benutzt worden war, seit er hier wohnte.
Auf die Decke legte er den Spielknochen. Die Leine auf die Komode neben der Treppe und das Halsband,...? Er stand damit vor dem Spiegel und betrachtete es einen Moment, bevor er es sich umhing. Locker genug das es auch noch um seinen Wolfshals passen würde. "So.", meinte er und betrachtete sein Spiegelbild. Zufrieden nickte er und ging zurück zu der roten Hundedecke. Dabei kickte er versehentlich seinen Ball zur Seite. Der Ball hüpfte und kullerte etwas durchs Wohnzimmer, bis er zwischen Araels und Gills Zimmertür liegen blieb. "Upps.", meinte Arael als er dem Ball in der Zeit nachschaute. "Da liegt er gut.", meinte er dann und lies das Spielzeug dort liegen.
Nun hockte der Junge auf der Decke, hob den Spielknochen hoch und betrachtete diesen.

Gill blieb noch etwas in der Küche und betrachtete Arael als dieser herein kam um seine Sachen in eine Ecke zuu legen. Dann lauschte er als dieser hinauf lief und sich oben häuslich machte. Irgendwann stand er auf, stellte auch seine nun leere Tasse weg und ging hinauf und Arael zu betrachten. " ... Und? Alles so wie du es willst ?" fragte er und griff in seine Tasche. Er holte eien leere Zigaretten PAckung heraus. " .. Ah.. Wieder leer. " murmelte er und ging auf die Dachbodentür zu. " Ich hole mir eben nen paar Kippen von oben. " murmelte er und öffnete die Tür um auf den Dachboden zu verschwinden. Er schien keine Hemmungen mehr zu haben hinauf zu gehen. Dies war verschwunden, als das laute Ticken verstummt war. Nach eienr weile kam er mit einer ganzen Palette von Zigaretten wieder herunter und schloss die Tür hinter sich. Die Palette brachte er in sein Zimmer. eine der Schachteln behielt er jedoch in seiner Tasche. " Ich gehe eben eine Rauchen. " meinte er an Arael gewandt und ging die Treppe hinunter. Vor der Tür zog er sich seinen Mantel an und seine Schuhe und ging dann hinaus um sich eine seiner heißgeliebten Zigaretten an zu stecken.
Arael hatte den Spielknochen im Mund als er den Kopf drehte. "Ohkehh", sagte er was etwas dumpf klang und beschäftigte sich wieder mit dem Spielzeug, es war merkwürdig aber darauf herum zu kauen, daran zu ziehen und es durch die Gegend zu werfen machte ihm irgendwie Spaß. Ohne bewusst darauf zu achten, hatte sich der Junge wieder in einen Wolf verwandelt. Das Halsband klimperte etwas zwischen dem Pelz hindurch als er auf der Decke lag und sich mit dem Knochen auseinander setzte.
Gill hatte noch das dumpfe okay von Arael gehört und leicht gelächelt. Dann war er jedoch hinaus gegangen. Draußen stand er nun rauchte und schaute in den nun wieder grauen himmel. Heute war es nicht sooo kalt. Immerhin war es bewölkt. Da war es automatisch etwas wärmer als wenn es nicht bewölkt war. Er lehnte an der Haustür, betrachtete nach einer weile die Kinder welche im tiefen Schnee spielten und schloss schließlich die Augen während er seine Zigarette genoss.
Das Tier knurrte leise während Arael auf dem Knochen herum biss, daran herum zerrte und dabei in der Wohnung herum tollte. Ihn hatte das Spiel so sehr gefesselt, dass er nicht bemerkte das er der Treppe immer näher kam. Als er sich den Knochen unter den eigen Vorderpfoten weg riss und durch den Schwung sich auf die Hinterläufe stellte, warf er versehentlich den Knochen über seinen Kopf die Treppe hinunter und währe beinahe selbst hinter her gepurzelt, konnte sich jedoch noch am oberen Absatz fangen. Der Spielknochen polterte die Stufen jedoch hinunter.
Terra kam gerade mit ihrem Koffer aus ihrem Zimmer als sie das poltern vernahm und den Knochen vor der Treppe fand. " Ist das deine Arael ?"  fragte sie und lächelte leicht die Treppe hinauf. Dann schaaute sie auf ihre Uhr. " Ich werde dann jetzt aufbrechen. Ich überlasse dir die Verantwortung dieses Hauses, okay? "
Das Tier bellte und wedelte mit dem Schwanz während es über den Absatz der Treppe linste. Dan kamm er die Treppe hinunter um seinen Knochen zurück zu holen und Terra zu verabschieden. er stupste sie deshalb sanft mit der Schnauze an und wedelte weiterhin mit der Rute.
Terra lächelte und strich dem Wolf liebevoll durchs Fell. " ..Ich wünsche euch viel Spaß in den nächsten drei Tagen. " meinte sie dann und übergab ihn dann den Knochen. Dann ging sie zur Tür wo Gilbert ihr gerade entgegen kam. " Oh, du gehst schon? Hab eine gute Reise .." meinte Gilbert und rieb sich den Nacken. " Vielen dank MR. Nightray. Haben sie viel Spaß, und richten sie bitte keinen Unsinn an. Versuchen sie nicht erst zu kochen. Die Küche ist was kochen angeht, für sie gesperrt.!"  meinte sie und Gill seufzte. Dann reichten sie sich die Hände und schüttelten diese. Dann ging Terra auch schon. Gill schaute ihr nach bis die Tür wieder zu viel. Dann seufzte er und wirkte tatsächlich etwas verloren.
Arael kicherte belustigt, was bei dem Tier, mit dem Knoche im Maul etwas seltsam aussah, als Terra Gill ermahnte. Dann schaute er jedoch Gill für einen Moment von hinten an und kam dann zu ihm. Er setzte sich neben ihn und lehnte sich gegen Gills Beine und blickte zu ihm auf. Seine Rute klopfte auf den Boden.
Gill schaute zu ihm hinunter. " Mir gehts gut. " meinte er vollkommen ernst und atmete aus. " Endlich ist der Drache aus dem Haus. " stellte er fest. Man konnte jedoch heraus hören dass er das nicht ernst meinte. Er mochte Terra auf seine eigene Art. Um ehrlich zu sein fand er es auch schade dass sie ihn immernoch ´Mr. Nightray´ nannte. Er hatte ihr schon häufig gesagt sie sollte ihn beim namen nennen. Doch sie schien höfliche Distanz vor zu ziehen. Das war ihm bei vielen Leuten schon aufgefallen. Es war beinahe so als wollten sie ihm nicht näher als nur nötig stehen. Auch wenn er wusste das Terra das nie so sehen würde. Jedoch... machte es ihn etwas traurig. Denn nur Lau, dessen Tochter, Skye und Red hatten ihn nur vertraulich behandelt. Naja seine Schwester und seine Nichte ja auch aber sonst.... waren alles Distant. Arael war auch eine ausnahme. Aber das lag vielleicht daran, dass er Gill anders kennen gelernt hatte. Er strich sich durch das gewellte Haar und atmete aus. " So. Spiel schön weiter okay? "  meinte Gill nun und grinste.
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